Liveticker Ukraine-Krieg – Russisches Militär: Zwei Ortschaften im Gebiet Charkow befreit

16.05.2026 14:39 Uhr
14:39 Uhr
Ukrainische Drohnen stürzen Lettland in Regierungskrise

In Lettland ist die Regierung von Ministerpräsidentin Evika Siliņa nach einer schweren Koalitionskrise zurückgetreten. Auslöser waren politische Spannungen nach einem Vorfall mit ukrainischen Drohnen im lettischen Luftraum Anfang Mai.
Zunächst hatte Verteidigungsminister Andris Sprūds seinen Rücktritt erklärt. Hintergrund war massive Kritik daran, dass die lettischen Streitkräfte die Drohnen nicht abfangen konnten und die Bevölkerung erst nach deren Absturz gewarnt wurde. Kurz darauf zerbrach auch die Regierungskoalition im Parlament.
Der Vorfall hat in Lettland eine breite Debatte über die Sicherheitslage und die Verteidigungsfähigkeit des NATO-Mitglieds ausgelöst. Kritiker werfen der Regierung vor, trotz steigender Verteidigungsausgaben keinen ausreichenden Schutz des eigenen Luftraums gewährleisten zu können.
Den Videobericht gibt es hier auf unserer Webseite zu sehen.
14:06 Uhr
Russisches Gericht fordert 200 Milliarden Euro von Euroclear
Ein Gericht in Moskau hat der milliardenschweren Schadenersatzklage der russischen Zentralbank gegen den belgischen Finanzdienstleister Euroclear stattgegeben. Euroclear müsse 18,17 Billionen Rubel (umgerechnet etwa 200 Milliarden Euro) zahlen, urteilte ein Moskauer Gericht in erster Instanz. Demnach setze sich die festgelegte Schadenssumme aus dem auf den Euroclear-Konten blockierten russischen Vermögen im Wert von mehr als 180 Milliarden Euro und knapp 20 Milliarden an entgangenem Gewinn für die russische Zentralbank zusammen. Die Verteidiger bezeichneten den unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführten Prozess als unfair und haben Berufung angekündigt.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Experten gehen davon aus, dass damit der Weg für mögliche Gegenmaßnahmen gegen noch vorhandenes europäisches Kapital in Russland freigemacht werden soll. Euroclear verwaltet den Großteil der in der Europäischen Union nach dem Ausbruch des Ukraine-Kriegs festgesetzten Vermögenswerte der Russischen Föderation.
13:40 Uhr
Knapp 40 Länder unterstützen Ukraine-Sondertribunal
34 Mitgliedstaaten des Europarats sowie die EU, Australien und Costa Rica haben sich bereit erklärt, einem möglichen Sondertribunal für das "Verbrechen der Aggression gegen die Ukraine" beizutreten. Beim Außenministertreffen in Chișinău verabschiedete das Ministerkomitee des Europarats zudem die Grundlagen für einen "Lenkungsausschuss" des künftigen Tribunals. Die EU-Kommission kündigte an, zehn Millionen Euro beizusteuern.
Europarats-Generalsekretär Alain Berset nannte dies einen "entscheidenden Schritt" zur Einrichtung des Sondergerichtshofs. Zwölf Mitglieder des Europarats schlossen sich der Initiative jedoch bislang nicht an – darunter die EU-Mitglieder Ungarn, Slowakei, Bulgarien und Malta sowie die Türkei, Serbien, Georgien, Armenien und Aserbaidschan.
13:08 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums: Zwei Ortschaften im Gebiet Charkow befreit

SymbolbildSERGEI BOBYLJOW / Sputnik Russlands Verteidigungsministerium meldet weitere Erfolge bei der militärischen Sonderoperation in der Ukraine binnen der vergangenen 24 Stunden. Wie die Behörde am Samstag auf der Plattform MAX schreibt, habe der Truppenverband Nord seine taktische Position verbessert und ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Welikaja Pissarewka, Sapselje, Nowaja Setsch, Popowka, Choten und Tscherwonaja Sarja im Gebiet Sumy sowie Budarki, Wolochowka, Granow, Rjasnoje und Mitrofanowka im Gebiet Charkow getroffen. Der Gegner habe mehr als 180 Armeeangehörige verloren. Ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug und elf Autos seien außer Gefecht gesetzt worden.
Der Truppenverband West habe die Ortschaften Borowaja und Kutkowka im Gebiet Charkow unter seine Kontrolle gebracht und dabei Personal und Technik des Gegners in der Nähe der Ortschaften Welikaja Schapkowka, Gorochowatka, Studenok und Tscherwony Oskol im Gebiet Charkow sowie Krasny Liman, Majaki, Swjatogorsk und Sidorowo in der DVR getroffen. Die russische Militärbehörde beziffert die ukrainischen Personalverluste auf mehr als 170 Soldaten. Der Gegner habe darüber hinaus ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug, 23 Autos, zwei Geschütze, eine Anlage der elektronischen Kampfführung und ein Artillerieaufklärungsradar verloren.
Auch der Truppenverband Süd habe seine Position an der vordersten Linie verbessert, indem er ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Konstantinowka, Artjoma, Nikolajewka, Orechowatka, Rai-Alexandrowka und Tichonowka in der DVR getroffen habe. Bis zu 105 ukrainische Kämpfer seien getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe zudem drei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, zwölf Autos und ein Geschütz zerstört.
Der Truppenverband Mitte habe ebenfalls günstigere Stellungen bezogen, indem er Personal und Technik der ukrainischen Streitkräfte in der Nähe der Ortschaften Wassilewka, Dobropolje, Nowofedorowka, Swjatogorowka und Sergejewka in der DVR sowie Nowopawlowka und Nowopodgorodnoje im Gebiet Dnjepropetrowsk getroffen habe. Die russische Militärbehörde schätzt die Personalverluste des Gegners auf mehr als 270 Soldaten. Neun gepanzerte Gefechtsfahrzeuge und elf Autos seien außer Gefecht gesetzt worden.
Der Truppenverband Ost habe seinen Vormarsch fortgesetzt und zuletzt Personal und Technik des Gegners nahe den Ortschaften Gawrilowka und Dobropassowoje im Gebiet Dnjepropetrowsk sowie Wosdwischewka, Danilowka und Nowossoljonoje im Gebiet Saporoschje getroffen. Der Gegner habe mehr als 255 Armeeangehörige verloren. Das russische Militär habe außerdem ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug, sechs Autos, ein Geschütz und einen Mehrfachraketenwerfer zerstört.
Der Truppenverband Dnjepr habe ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Kamyschewacha, Kirowo, Malokaterinowka, Odarowka und Preobraschenka im Gebiet Saporoschje getroffen. Dabei seien bis zu 65 ukrainische Soldaten getötet oder verletzt worden. Ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug, 15 Autos, eine Anlage der elektronischen Kampfführung und ein Artillerieaufklärungsradar seien außer Gefecht gesetzt worden.
Ferner berichtet das Ministerium in Moskau über erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf Energie-, Verkehrs- und Hafenanlagen, die das ukrainische Militär zu seinen Zwecken nutze. In den vergangenen 24 Stunden seien auch Flugplätze, Drohnenwerke und 152 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern getroffen worden. Im selben Zeitraum habe die russische Luftabwehr zwölf Lenkbomben, zwei HIMARS-Raketen und 353 unbemannte Luftfahrzeuge abgefangen, während die Schwarzmeer-Flotte sechs Seedrohnen zerstört habe.
Nach russischen Angaben habe die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 671 Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 146.873 Drohnen, 661 Flugabwehrraketenkomplexe, 29.326 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.720 Mehrfachraketenwerfer sowie 34.949 Geschütze und Mörser verloren.
12:32 Uhr
Zahlreiche Opfer bei ukrainischen Angriffen auf 29 Ortschaften im Gebiet Belgorod
Der Krisenstab des russischen Grenzgebiets Belgorod teilt auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden 29 Ortschaften in neun Bezirken angegriffen hat.
In der Statistik steht, dass an diesem Samstagmorgen ein Einwohner der Ortschaft Dubowoje ums Leben gekommen sei. Infolge einer ukrainischen Drohnenattacke auf ein Mehrfamilienhaus in der Stadt Belgorod seien neun Menschen, darunter ein dreijähriges Kind, verletzt worden. Ein Einwohner der Siedlung Netschajewka habe Verletzungen erlitten, als eine FPV-Drohne sein Auto angegriffen habe. Bei einer Drohnenattacke auf die Stadt Graiworon seien ein Mann und eine Frau zu Schaden gekommen. In der Nähe der Siedlung Stepnoje sei ein Lkw-Fahrer verletzt worden. Bei der Detonation einer ukrainischen Drohne seien vier Einwohner der Ortschaft Soldatskoje verwundet worden. In der Siedlung Golowtschino habe ein Angehöriger der Drohnenabwehreinheit Orlan bei der Ausübung seines Dienstes eine Unterschenkelverletzung erlitten.
Die örtlichen Behörden melden zudem viele Sachschäden. Demnach seien in den vergangenen 24 Stunden sechs Mehrfamilienhäuser, 21 Einfamilienhäuser, fünf soziale Einrichtungen, sechs Geschäfte, zwei Betriebe, drei Infrastrukturobjekte, drei Lagerhäuser, eine Garage, zwei Gasleitungen, zwei Stromleitungen, zwei Lkw, zwei Traktoren und 35 Autos zerstört oder beschädigt worden.
12:07 Uhr
Verletzte und Schäden durch ukrainische Artillerie- und Drohnenangriffe auf Grenzgebiet Kursk
Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Attacken auf das russische Grenzgebiet Kursk fort. Gouverneur Alexander Chinstein berichtet in der täglichen Statistik auf der Plattform MAX über zahlreiche Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region. Wie der Politiker mitteilt, seien im Zeitraum von 8 Uhr am 15. Mai bis 8 Uhr am 16. Mai (MESZ) 88 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Darüber hinaus habe die gegnerische Artillerie in dieser Zeit 163-mal grenznahe evakuierte Ortschaften unter Beschuss genommen. Es habe zudem zwölf Angriffe gegeben, bei denen unbemannte Luftfahrzeuge Sprengsätze auf Objekte im Gebiet Kursk abgelassen hätten.
Chinstein meldet keine Todesopfer unter der Zivilbevölkerung. In der Nähe der Siedlung Pestschanoje seien zwei Insassen eines zivilen Autos verletzt worden, als das Fahrzeug unter Beschuss geraten sei. Das Auto sei völlig ausgebrannt. In der Siedlung Chomutowka sei es im Eingangsbereich einer Apotheke zu Schäden gekommen. Im Dorf Wiktorowka seien die Fassade und die Fenster eines geschlossenen Geschäfts beschädigt worden.
11:33 Uhr
Medien: Ukrainische Drohnenpiloten greifen versehentlich eigene Kameraden an – Offensive gescheitert
Die Nachrichtenagentur RIA Nowosti berichtet über einen neuen Fall von "Friendly Fire" unter ukrainischen Truppen. Unter Berufung auf russische Militärkreise heißt es, Drohnenpiloten der 21. mechanisierten Brigade der ukrainischen Armee hätten irrtümlicherweise mehrere ihrer Kameraden aus dem 425. Stoßregiment "Skala" ("Fels") außer Gefecht gesetzt. Sie seien über die Bewegungen ihrer Kameraden an der Front nicht informiert gewesen und hätten dadurch unbeabsichtigt dem russischen Truppenverband Nord geholfen, eine Offensive im Raum der Ortschaft Miropolskoje im Gebiet Sumy abzuwehren.
Die russische Agentur berichtet von großen Verlusten auf der ukrainischen Seite. In den sozialen Medien gebe es inzwischen Dutzende Vermisstenanzeigen.
11:02 Uhr
Gefangenenaustausch: Russische Soldaten auf dem Weg nach Hause

205 russische Militärangehörige sind aus dem von der Ukraine kontrollierten Gebiet zurückgekehrt. Im Rahmen des Austauschs wurde die gleiche Zahl ukrainischer Kriegsgefangener an Kiew übergeben. Nach ihrer Rückkehr erhalten die russischen Soldaten umfassende Unterstützung, darunter medizinische und psychologische Betreuung.
Unser Militärkorrespondent Iwan Poljanskij hat mit einigen der zurückgekehrten Soldaten gesprochen. Seine Reportage gibt es hier auf unserer Webseite zu sehen.
10:36 Uhr
Beschuss von Siedlungen im Gebiet Cherson: Knapp 40 Geschosse aus Ukraine abgefeuert
Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden andauernde Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge habe die ukrainische Artillerie im Laufe des 15. Mai 22 Geschosse auf sechs Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse listen die Behörden wie folgt auf:
- Aljoschki — 5,
- Gornostajewka — 3,
- Kachowka — 5,
- Konstantinowka — 2,
- Olgino — 3,
- Jubileinoje — 4.
Wie die Behörden weiter mitteilen, habe der Beschuss auch in der Nacht zum Samstag angedauert. Auf zivile Infrastrukturen der von Russland kontrollierten Ortschaften Proletarka, Nowaja Majatschka und Nowaja Kachowka seien insgesamt 17 Geschosse abgefeuert worden.
Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.
10:04 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört 13 weitere ukrainische Drohnen
Russlands Verteidigungsministerium meldet auf der Plattform Telegram weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen anzugreifen. Demnach habe die russische Luftabwehr im Zeitraum von 6 bis 8 Uhr MESZ 13 gegnerische Drohnen abgefangen. Die unbemannten Luftfahrzeuge seien über den Gebieten Belgorod, Woronesch, Kaluga, Orjol, Rjasan und Tula, der Region Krasnodar, der Teilrepublik Krim sowie über dem Asowschen und dem Schwarzen Meer zerstört worden. Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.


