Liveticker Ukraine-Krieg: Merz schließt EU‑Beitritt für Kiew bis 2027 aus

29.01.2026 09:35 Uhr
09:35 Uhr
Russischer Diplomat: Brüssel hat bereits beschlossen, wie russische Vermögenswerte auszuteilen
Die Europäische Union hat bereits beschlossen, wie sie die illegal eingefrorenen Vermögenswerte Russlands zwischen der Ukraine und der eigenen Rüstungsindustrie aufteilen will. Diese Meinung äußert Wladislaw Maslennikow, der Leiter der Abteilung gesamteuropäische Zusammenarbeit des russischen Außenministeriums, im Interview für die Nachrichtenagentur TASS. Seiner Ansicht nach habe Moskau durch die Unwilligkeit, sich von seinen Aktiva zu trennen, dazu beigetragen, dass die EU an ihrem eigenen politischen Kurs zweifelt.
09:17 Uhr
Kallas: Kiew könnte Gebiete gegen Sicherheitsgarantien abtreten
Kiew könnte bei Verhandlungen mit Moskau zu ernsthaften territorialen Zugeständnissen bereit sein – im Gegenzug für Sicherheitsgarantien. Dies erklärte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas vor Beginn eines Treffens der EU-Außenminister in Brüssel:
"Wenn die Ukrainer sehr harte Zugeständnisse machen, dann tun sie das für den Frieden im restlichen Teil der Ukraine. Und dann muss vollkommen klar sein, dass es diesen Frieden für den Rest der Ukraine gibt – das müssen auch die Amerikaner berücksichtigen."
US-Außenminister Marco Rubio erklärte am Mittwoch, den Arbeitsgruppen in den Gesprächen bleibe noch die Klärung der Territorialfrage. Eine grundsätzliche Einigung über Sicherheitsgarantien für Kiew sei jedoch erzielt worden. Diese sehe die Entsendung eines "kleinen Kontingents" europäischer Truppen, vor allem aus Frankreich, sowie Unterstützung aus Washington vor – ohne diese seien die Truppen "nutzlos".
08:44 Uhr
T-80BVM-Besatzung zerstört ukrainische Stützpunkte im Gebiet Saporoschje
Die Besatzung eines T-80BVM-Hauptkampfpanzers des russischen Truppenverbandes Ost hat Stützpunkte der ukrainischen Streitkräfte im Gebiet Saporoschje getroffen. Laut dem Verteidigungsministerium erdachten Kiews Truppen die Stützpunkte zur Behauptung der Linie.
Im Ergebnis des Panzereinsatzes wurden Stützpunkte samt Personal, Unterständen und Feuerstellungen außer Gefecht gesetzt. Das Ministerium veröffentlicht Videoaufnahmen, auf denen die Angriffe auf gegnerische Ziele zu sehen sind.
08:07 Uhr
Kiews Truppen unternehmen mehrere Artillerieangriffe auf Gebiet Kursk
Die ukrainischen Streitkräfte haben binnen der vergangenen 24 Stunden zwölf Artillerieangriffe auf Städte und Ortschaften im Gebiet Kursk unternommen, berichtet Gouverneur Alexander Chinstein. Zudem wurden neun unbemannte Flugzeuge zum Absturz gebracht. Die regionalen Behörden verzeichneten keine Opfer unter Zivilisten oder Sachschäden.
07:33 Uhr
Flugabwehr zerstört mehrere Drohnen der Ukraine in vergangener Nacht
In der vergangenen Nacht haben Einheiten der russischen Flugabwehrtruppen neun unbemannte Flugzeuge der Ukraine zerstört, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Die Regionen des Landes, über denen die Flugzeuge zum Absturz gebracht wurden, listet das Ressort wie folgt auf:
- vier über dem Gebiet Rostow,
- je zwei über dem Gebiet Brjansk und der Teilrepublik Krim,
- eines über dem Gebiet Woronesch.
07:00 Uhr
Merz schließt EU‑Beitritt für Kiew bis 2027 aus

Bundeskanzler Friedrich Merz am 28. Januar 2026 in BerlinUrheberrechtlich geschützt Bundeskanzler Friedrich Merz hat einen schnellen Beitritt der Ukraine zur Europäischen Union deutlich ausgeschlossen. Im Gespräch mit Journalisten nach Beratungen der Spitzen von SPD und Union erklärte der deutsche Regierungschef:
"Ein Beitritt der Ukraine zum 1. Januar 2027 ist ausgeschlossen. Es geht nicht."
Der Beitrittsprozess für jedes Land dauere in der Regel einige Jahre, führte Merz weiter aus. Die Ukraine müsse eine Perspektive haben, Mitglied der Europäischen Union zu werden, es sei aber ein längerfristiger Prozess. Merz betonte:
"Wir können auf dem Weg dorthin die Ukraine langsam heranführen an die Europäische Union. Das ist immer möglich, aber ein so schneller Beitritt geht einfach nicht."
28.01.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:55 Uhr
Russischer Diplomat kritisiert EU-Politik gegenüber erwerbsunfähigen Ukrainern
Rodion Miroschnik, Sondergesandter des russischen Außenministeriums für die Verbrechen des Kiewer Regimes, hat die geplante Kürzung von Kinderleistungen für erwerbsunfähige Ukrainer in Polen kritisiert. Seiner Ansicht nach verdrängt die EU "unnötige Ukrainer" schrittweise aus ihrem Gebiet.
"Die pragmatischen Europäer wollen nur arbeitsfähige Migranten mit niedrigen Gehaltsansprüchen bei sich haben. Humanität, wie eine Werbeaktion für Kinder, Alte und Erwerbsunfähige, wird schrittweise zurückgefahren."
Die Sprecherin des polnischen Innenministeriums, Katarzyna Galęcka, hatte im Dezember 2025 angekündigt, dass ukrainische Staatsbürger künftig besondere Rechte und Privilegien in Polen verlieren sollen. Bislang genießen sie laut einem Sondergesetz Priorität gegenüber anderen Ausländern, beispielsweise beim Aufenthaltsrecht, beim Zugang zum Arbeitsmarkt sowie zur medizinischen Versorgung und zur Sozialhilfe.
21:44 Uhr
Protest in Kiew: Einwohner blockieren Straße wegen fehlender Heizung

Der 44-jährige Wladimir, dessen Wohnung ohne Heizung ist, steht vor zusätzlichen Notheizstellen, die am 25. Januar 2026 in Kiew, Ukraine, eingerichtet wurden.Elise Blanchard / Gettyimages.ru Einwohner des Kiewer Stadtteils Trojeschtschyna im Desnjanski-Bezirk haben eine Straße blockiert, um gegen die Abschaltung der Heizung in ihren Häusern zu protestieren. Dies berichtet das ukrainische Medium Strana.ua.
Laut Angaben der Redaktion ist die Heizung in Trojeschtschyna bereits seit mehr als einer Woche ausgefallen. Zuvor hatte das ukrainische Innenministerium im Bezirk zwei Zeltlager mit jeweils sechs Zelten und Stromgeneratoren eingerichtet.
Der Bezirksleiter Maksim Bachmatow warnte, dass die städtischen Versorgungsbetriebe Straßentoiletten ausheben müssten, falls aufgrund der anhaltenden Energiekrise die Abwasserleitungen in den Mehrfamilienhäusern einfrieren. Grund für die kritische Lage sei die Abschaltung des Heizkraftwerks. Eine Alternative zur Wiederinbetriebnahme gebe es derzeit nicht.
21:35 Uhr
Frau bei ukrainischem Drohnenangriff auf Energodar schwer verletzt
Bei einem Drohnenangriff der ukrainischen Streitkräfte auf Energodar im Gebiet Saporoschje ist eine Frau schwer verletzt worden. Sie wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Dies teilte Bürgermeister Maxim Puchow mit.
Zuvor hatte Gouverneur Jewgeni Balizki berichtet, dass bei dem Angriff eine Frau ums Leben gekommen sei. Puchow bestätigte diese Angaben und erklärte, eine weitere Frau sei mit schweren Verletzungen in die städtische Klinik gebracht worden. Ihr Zustand werde als ernst eingeschätzt, die Ärzte leisteten qualifizierte Hilfe.
Angesichts der Lage rief der Bürgermeister die Einwohner zu besonderer Vorsicht auf. Die Gefahr erneuter Angriffe bestehe weiterhin. Menschenansammlungen sollten gemieden und die Situation aufmerksam beobachtet werden.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

