Liveticker Ukraine-Krieg – AKW Saporoschje: Chefingenieur bei ukrainischem Angriff getötet

15.07.2026 21:42 Uhr
21:42 Uhr
Sacharowa: Einsatz der "Koalition der Willigen" in der Ukraine käme Intervention gleich
Russland würde die Verlegung von Kräften der "Koalition der Willigen" in die Ukraine als inakzeptabel betrachten, erklärt Maria Sacharowa, die Sprecherin des russischen Außenministeriums, auf der Pressekonferenz in Moskau.
Dieser Schritt der "Koalition der Willigen" käme einer "ausländischen Intervention" gleich und würde die Bedrohungen für die Sicherheit Russlands verschärfen.
Ausländische Einheiten würde Russland für legitime militärische Ziele halten, betont Sacharowa.
21:31 Uhr
Ukrainischer Verteidigungsminister bestätigt seinen Rücktritt
Der ukrainische Verteidigungsminister Michail Fjodorow hat seinen Rücktritt bestätigt. In einem Beitrag in sozialen Medien schreibt er:
"Es war mir eine große Ehre, dem ukrainischen Volk als Verteidigungsminister zu dienen."
Fjodorow gelang es nach eigener Ansicht, die Umstrukturierung des Verteidigungsministeriums "im Einklang mit NATO-Standards und dem gesunden Menschenverstand" einzuleiten. Er scheiterte aber daran, den Prozess abzuschließen:
"Die neue Struktur wurde eingeführt, viele Mitarbeiter wurden entlassen und zahlreiche Prozesse angestoßen. Doch es war notwendig, diejenigen, die diese Veränderungen behinderten, noch entschiedener zu entlassen."
Zum Schluss versichert Fjodorow, er werde weiterhin daran arbeiten, womit er das Amt im Verteidigungsministerium angetreten habe.
Fjodorow war im Januar dieses Jahres zum Verteidigungsminister ernannt worden. Zuvor war er über sechs Jahre als Minister für digitale Transformation tätig.
Präsident Wladimir Selenskij möchte laut ukrainischen Medien das vakante Amt dem bisherigen Innenminister Igor Klimenko anbieten.
21:15 Uhr
Flugabwehr zerstört 155 ukrainische Drohnen
Im Laufe des Tages hat die Flugabwehr 155 unbemannte Flugzeuge der Ukraine abgefangen und zerstört. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums wurden die Flugziele zwischen 8 und 21 Uhr Moskauer Zeit über neun Gebieten sowie über der Region Krasnodar, der Teilrepublik Krim und dem Asowschen Meer vom Himmel geholt.
21:02 Uhr
Sacharowa: IAEA muss Mord an AKW-Chefingenieur verurteilen
Rafael Grossi, der Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA), muss endlich das Verbrechen des Kiewer Regimes erkennen. Dies forderte Maria Sacharowa, die Sprecherin des russischen Außenministeriums, im Zusammenhang mit dem Tod des Chefingenieurs des AKW Saporoschje, Alexander Jakowlew. Gegenüber der Nachrichtenagentur TASS sagte die Diplomatin:
"Dieses Verbrechen des Kiewer Regimes muss Grossi endlich erkennen. Wir fordern, dass die zuständigen internationalen Organisationen, allen voran die IAEA, eine klare und deutliche Erklärung abgeben, in der dieser Mord verurteilt wird."
20:40 Uhr
AKW Saporoschje: Chefingenieur bei Kiews Angriff ums Leben gekommen

Archivbild: Das AKW SaporoschjeAlexei Konowalow / TASS Der Chefingenieur des Atomkraftwerks Saporoschje, Alexander Jakowlew, ist am Mittwochnachmittag ums Leben gekommen. Nach Angaben von Alexei Lichatschjow, dem Leiter des Staatskonzerns Rosatom, wurde Jakowlew bei einem gezielten Terrorangriff des Kiewer Regimes getötet.
Dabei schlug eine ukrainische Drohne in den Dienstwagen an der Grenze zwischen dem Industriegebiet des AKW und der Stadt Energodar ein. Neben Jakowlew kam auch der Fahrer Dmitri Filippow um.
Lichatschjow betonte, dass der Angriff wegen der direkten Unterstützung des verbrecherischen Kiewer Regimes durch den Westen möglich wurde. Die russische Seite erwarte eine umgehende, konkrete und eindeutige Reaktion der Internationalen Atomenergie-Organisation.
20:03 Uhr
Weitere Schiffe in der Ukraine angegriffen
Die russischen Streitkräfte haben Frachter im Hafen von Tschernomorsk im Gebiet Odessa getroffen, berichtet das Verteidigungsministerium in Moskau. Außerdem wurden ukrainische Schiffe im Dnjepr-Bug-Hafen nahe dem Ort Galizynowo im Gebiet Nikolajew angegriffen. Die Ziele traf die russische Armee mit Drohnen vom Typ Geran-4 Seeker.
19:42 Uhr
Von der Leyen in Kiew: EU-Chefin drängt auf Rüstungsintegration und EU-Beitritt

RT EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und mehrere Staats- und Regierungschefs aus Südosteuropa sind am Mittwoch in Kiew eingetroffen. Der Besuch anlässlich des ukrainischen Tages der Staatsgründung bildet den Rahmen für das Ukraine-Südosteuropa-Gipfeltreffen.
Im Fokus stehen dabei die Integration der Rüstungsindustrien sowie der EU-Beitrittsprozess der Ukraine.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
19:17 Uhr
EU überweist Kiew eine Milliarde Euro für Drohnen
Die EU hat am Mittwoch eine weitere Milliarde Euro für die Beschaffung von Drohnen an die Ukraine überwiesen. In einer Erklärung der Europäischen Kommission wird betont, die Zahlung erfolge im Rahmen des Ukraine-Kredits in Höhe von 90 Milliarden Euro.
Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte bei ihrem Besuch in Kiew, dass Europa über ein enormes technologisches und industrielles Potenzial sowie sichere und zuverlässige Produktionsanlagen verfüge. Europa fehle aber das Wissen und die Erfahrung, die die Ukraine gesammelt habe. Dabei betonte von der Leyen:
"Deshalb möchte ich betonen: Wir müssen unsere Stärken bündeln. Zusammen können wir eine gemeinsame Produktion aufbauen."
Ebenfalls am Mittwoch kündigte die EU-Kommission an, dass Brüssel und Kiew ein Abkommen über gemeinsame Drohnenproduktion unterzeichnen wollen.
18:43 Uhr
Russische Armee trifft Frachter in Häfen im Gebiet Odessa
Im Laufe des Tages haben die russischen Streitkräfte weitere Angriffe gegen militärische Ziele in der Ukraine unternommen. Laut dem Verteidigungsministerium in Moskau wurde im Hafen von Juschny im Gebiet Odessa ein Frachter getroffen, der Militärgüter für ukrainische Truppen transportierte.
Im Hafen von Odessa griff Russland zwei Frachter mit Militärgütern an Bord an. Die Schiffe warteten auf der Reede des Hafens auf die Entladung.
Für die Attacken kamen Kampfdrohnen zum Einsatz, betont das russische Verteidigungsministerium.
18:18 Uhr
Reuters: Ukrainisches Parlament kann Fjodorow bei Wiederernennung ablehnen
Trotz der Beliebtheit und der Unterstützung aus dem Militär bleibt die Wiederernennung des ukrainischen Verteidigungsministers Michail Fjodorow nach der Kabinettsumbildung ungewiss. Dies berichtet Reuters unter Berufung auf Quellen in Kiew.
Demnach habe Präsident Wladimir Selenskij noch nicht entschieden, ob Fjodorow sein Amt behalte. Selbst wenn der Staatschef ihn erneut nominieren würde, könnten einige Abgeordnete die Kandidatur bei der für Donnerstag angesetzten Abstimmung ablehnen.
In einer Erklärung am Sonntag hatte Selenskij eine Kabinettsumbildung angekündigt und Ministerpräsidentin Julija Swiridenko entlassen. Ihre Absetzung führt zum Rücktritt der gesamten Regierung. Nach ukrainischem Recht ernennt der Präsident die Minister für Verteidigung und Äußeres. Deren Ernennung muss vom Parlament bestätigt werden.
Kritiker der Änderungen warnen davor, dass die Entlassung von Fjodorow ein Schlüsselministerium destabilisieren könnte, wie Reuters mitteilte.
Die Financial Times berichtet ebenfalls über Selenskijs Pläne, den Minister zu entlassen. Laut der Publikation habe Fjodorow durch seine Bemühungen im Kampf gegen Korruption für Unzufriedenheit unter den politischen und militärischen Eliten gesorgt.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

