Liveticker Ukraine-Krieg: Großer Angriff auf Kiew mit Raketen und Drohnen

24.05.2026 08:00 Uhr
08:00 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 33 ukrainische Drohnen

Archivbild: Ein russisches Flugabwehrraketensystem des Typs Strela-10 im Gebiet Cherson, 4. Mai 2026ALEXEI KONOWALOW / TASS Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Sonntagmorgen über weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen anzugreifen. Demnach habe die russische Luftabwehr im Zeitraum von 19 Uhr am Samstag bis 6 Uhr am Sonntag (MESZ) 33 gegnerische Drohnen abgefangen. Die unbemannten Luftfahrzeuge seien über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Wolgograd, Kaluga, Kursk, Orjol, Rjasan, Smolensk und Twer sowie über dem Großraum Moskau, der Region Krasnodar und der Teilrepublik Krim zerstört worden. Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.
07:21 Uhr
Großer Angriff auf Kiew mit Raketen und Drohnen

Folgen eines massiven russischen Angriffs auf die ukrainische Hauptstadt Kiew, 24. Mai 2026Efrem Lukatsky / AP In der Nacht und am frühen Sonntagmorgen ist es in der ukrainischen Hauptstadt Kiew zu mehreren Explosionen gekommen. Die örtlichen Behörden meldeten einen massiven Angriff aus Russland. Demnach setzte das russische Militär Drohnen und ballistische Raketen ein. Augenzeugen berichteten in sozialen Medien ebenfalls von Explosionsgeräuschen. Das gesamte Ausmaß des Angriffs auf Kiew und dessen Folgen waren zunächst nicht absehbar. In sozialen Medien tauchten Videos auf, die den Einsatz einer modernen russischen Rakete des Typs Oreschnik zeigen sollen.
Russian forces appear to have struck Ukraine’s capital, Kyiv, with an Oreshnik intermediate-range ballistic missile. Seen here, Oreshnik submunitions rain down on Kyiv. pic.twitter.com/pd2wNmiz5Z
— OSINTtechnical (@Osinttechnical) May 23, 2026Bereits am Samstagabend hatte der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij gewarnt, es sei mit einem Oreschnik-Angriff zu rechnen. Auch Kiew sei in Gefahr, sagte er unter Berufung auf Geheimdiensterkenntnisse. Ob Russland bei dem nächtlichen Angriff auf Kiew tatsächlich auch eine Oreschnik-Mittelstreckenrakete einsetzte, blieb zunächst unklar. Eine Stellungnahme des russischen Verteidigungsministeriums lag zunächst nicht vor.
Bürgermeister Vitali Klitschko meldete mindestens ein Todesopfer und etwa 20 Verletzte. Dem Politiker zufolge seien mehrere Wohngebäude beschädigt worden. Er forderte die Bewohner der Millionenstadt in den frühen Morgenstunden auf, weiter in ihren Schutzräumen zu bleiben.
Auch andere Landesteile der Ukraine wurden angegriffen. Im Nachbarland Polen erklärte das Militär auf der Plattform X, angesichts der russischen Angriffe in der Ukraine sei die Luftabwehr in Alarmbereitschaft versetzt worden, zudem seien Militärflugzeuge aufgestiegen.
23.05.2026 21:00 Uhr
21:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
20:57 Uhr
Bericht: Antirussischer Kurs führt EU unvermeidlich in Wirtschaftskrise
Das Bestreben der EU-Spitzenpolitiker, an ihrem antirussischen Kurs festzuhalten, führt Europa in eine unvermeidliche Wirtschaftskrise, warnt Michele Blanco, Kolumnist des italienischen Portals L'Antidiplomatico. Aufgrund der sinnlosen antirussischen Haltung der europäischen Bürokraten sind die EU-Länder gezwungen, russische Energieträger zu einem um ein Vielfaches höheren Preis zu kaufen. Blanco erinnerte daran, dass Italien seine Militärausgaben wegen der angeblichen russischen Bedrohung weiter erhöht, während die Gasrechnungen exponentiell steigen, elf Millionen Bürger des Landes von Armut bedroht sind und junge Menschen auf der Suche nach Arbeit ins Ausland fliehen. Der Kolumnist stellt die Frage:
"An diesem Punkt müssen wir uns fragen: Haben wir diese sogenannte 'herrschende Klasse' verdient?"
20:32 Uhr
Sacharowa: Tokio verbietet Berichterstattung über ukrainische Angriffe auf Starobelsk
Wie die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, gegenüber Journalisten erklärte, hat Tokio japanischen Journalisten untersagt, über die Situation im Zusammenhang mit dem ukrainischen Angriff auf die Hochschule in Starobelsk zu berichten. Sacharowa erklärte insbesondere:
"Wir haben Informationen erhalten, dass Tokio, genauer gesagt die zuständige Behörde, japanischen Korrespondenten, die in Russland akkreditiert sind, buchstäblich verboten hat, in irgendeiner Weise über die Lage rund um Starobelsk zu berichten. Da hat man es also, ihre sogenannte Demokratie, ihre Meinungsfreiheit."
20:04 Uhr
"Nein, wir schämen uns nicht" – UN-Sitzung zum ukrainischen Angriff auf Berufsschule

Nach dem ukrainischen Angriff auf eine Berufsschule in Starobelsk (LVR) hat Russland eine Sitzung des UN-Sicherheitsrats einberufen. Russlands ständiger UN-Botschafter Wassili Nebensja bezeichnete die Stellungnahmen der Teilnehmer aus der Europäischen Union als beschämend und sprach von einer Verhöhnung der Opfer.
Unterdessen bot Russland in Moskau akkreditierten Auslandskorrespondenten einen Besuch am Ort der Tragödie an. BBC lehnte das Angebot ab, während CNN erklärte, derzeit im Urlaub zu sein.
Ein Video dazu finden Sie hier auf unserer Website
19:37 Uhr
Überlebende in Starobelsk: "Die Drohnen haben gezielt und vielfach zugeschlagen"

Rettungskräfte an den Trümmern des Wohnheims des Starobelsk-Berufsbildungszentrums der Pädagogischen Universität LuganskRIA Nowosti / Sputnik Die Menschenrechtsbeauftragte der Russischen Föderation, Jana Lantratowa, die sich am Ort des Anschlags in Starobelsk in der Lugansker Volksrepublik aufhält, berichtet nach Gesprächen mit Studenten, die den Angriff ukrainischer Drohnen überlebt haben, dass die Drohnen nach deren Angaben gezielt auf das Studentenwohnheim abgefeuert worden seien. In ihren sozialen Netzwerken schrieb Lantratowa:
"Der Feind greift gezielt die Wehrlosesten an – die Zivilbevölkerung. Die überlebenden Studenten berichten, dass die Drohnen lange über ihnen kreisten und gezielt in das Wohnheim einschlugen! Und es waren nicht nur ein oder zwei Treffer, sondern sehr viele."
19:20 Uhr
Kiew setzt gezielte Angriffe auf Rettungskräfte in Starobelsk fort
In Starobelsk wird der Ort der Tragödie, an dem derzeit noch Rettungsarbeiten stattfinden, von ukrainischen Drohnen angegriffen. Dies teilte der Sonderbeauftragte des russischen Außenministeriums, Rodion Miroschnik, mit. Er berichtete, dass die Rettungsarbeiten trotz allem fortgesetzt werden, und merkte an:
"Der Ort der Tragödie in Starobelsk wird von ukrainischen Drohnen angegriffen. Die Rettungskräfte müssen ihre Arbeit auf das Kommando 'Luft' hin unterbrechen und sich in Deckung begeben. Die Luftabwehr und mobile Feuergruppen greifen gegnerische Drohnen an."
Miroschnik veröffentlichte in seinen sozialen Netzwerken Aufnahmen vor Ort, wo Trümmerteile einer Drohne mit ukrainischen Aufschriften gefunden wurden.
19:01 Uhr
UN-Debatte über Starobelsk: Russland lädt Auslandspresse ein – Sacharowa spricht von "offenen Lügen"

Maria Sacharowa, die Sprecherin des russischen AußenministeriumsSergei Gunejew / Sputnik Maria Sacharowa, die Sprecherin des russischen Außenministeriums, hat eine Reihe von Vorwürfen und Reaktionen rund um den Angriff auf ein Schulwohnheim in Starobelsk zusammengefasst und zugleich eine internationale Pressereise angekündigt. Auslöser seien "offene Lügen" gewesen, die westliche Vertreter im UN-Sicherheitsrat verbreitet hätten, schrieb Sacharowa auf Telegram:
"Ich hoffe, BBC und CNN haben keinen Urlaub."
Inzwischen erklärte die britische Rundfunkanstalt BBC offiziell, nicht an der geplanten Reise nach Starobelsk teilzunehmen.
Mehr dazu in diesem Artikel auf unserer Website.
18:47 Uhr
Erneut Drohne in Lettland abgestürzt – Explosion bei Aufprall auf See
Im Südosten des EU- und NATO-Mitglieds Lettland ist eine Drohne nahe der Grenze zu Weißrussland abgestürzt. Die Polizei teilte mit, das unbemannte Luftfahrzeug sei auf dem Drīdža-See in der Gemeinde Krāslava niedergegangen und beim Aufprall auf die Wasseroberfläche explodiert. Bei dem Vorfall sei niemand verletzt worden. Zu Herkunft und Art des Fluggeräts wurden zunächst keine Angaben gemacht. Auf der Plattform X veröffentlichte die lettische Polizei Wrackteile der Drohne.
Ieraksts papildināts (2026. gada 23. maijs pulksten 12.45) ar bildi - atrasto drona atlūzu. pic.twitter.com/4cuklBtn60
— Valsts policija (@Valsts_policija) May 23, 2026Noch-Regierungschefin Evika Siliņa schrieb auf der Plattform X, dass sie mit den zuständigen Stellen in Kontakt stehe und nähere Informationen erwarte. Sie rief die Bevölkerung dazu auf, die Anweisungen der Behörden zu befolgen.
Das Eindringen der Drohne in den lettischen Luftraum sei nach Angaben der Armee von den Radarsystemen nicht registriert worden. Daher seien keine Handy-Warnungen über eine mögliche Bedrohung des Luftraums an die Bewohner der Region verschickt worden, hieß es.
Im Zuge des Ukraine-Krieges hatte es bereits mehrere Vorfälle mit Drohnen in dem kleinen Baltenstaat gegeben. Bei ukrainischen Angriffen auf Ziele im Nordwesten Russlands drangen zuletzt wiederholt fehlgeleitete unbemannte Flugkörper in den lettischen Luftraum ein. Einge davon stürzten dort ab. Bei einem der jüngsten Zwischenfälle in diesem Monat wurde ein kaum genutztes Öllager mit leeren Tanks getroffen. Größere Schäden oder Verletzte gab es nicht. Der Vorfall löste aber eine politische Krise im Land aus, bei der erst Verteidigungsminister Andris Sprūds und dann Siliņa zurücktrat.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.




