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Liveticker Ukraine-Krieg – Pistorius: Kiew braucht keine Taurus-Marschflugkörper mehr

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – Pistorius: Kiew braucht keine Taurus-Marschflugkörper mehrQuelle: Legion-media.ru © Jan Huebner
  • 5.07.2026 16:50 Uhr

    16:50 Uhr

    Verteidigungsministerium: Mehr als 20 Medien weltweit wollen nach Konstantinowka kommen

    Mehr als 20 Medien aus verschiedenen Ländern weltweit haben ihre Bereitschaft erklärt, nach Konstantinowka zu reisen, heißt es in einer Erklärung des russischen Außenministeriums. Demnach äußerten Medienvertreter den Wunsch, bei der möglichen Übergabe der sterblichen Überreste ukrainischer Soldaten vor Ort zu sein. Falls Kiew der humanitären Aktion zustimmt, wäre das Verteidigungsministerium willig, die Arbeit von Journalisten in Konstantinowka zu organisieren.

    Die Befreiung von Konstantinowka in der Donezker Volksrepublik hatte Moskau am 3. Juli gemeldet. Kurz daraufhin schlug das Verteidigungsministerium vor, gefallene ukrainische Soldaten an Kiew zu übergeben. Als Bedingung forderte das Ministerium, dass die Ukraine den Beschuss von Konstantinowka einstellt. Gemäß dem Vorschlag könnte ein Waffenstillstand am 6. Juli von 12 bis 18 Uhr Moskauer Zeit ausgerufen werden.

  • 16:05 Uhr

    Telefonat mit Trump: Putin schildert reale Lage auf dem Schlachtfeld

    Am Samstag gratulierte Russlands Präsident Wladimir Putin dem US-Präsidenten Donald Trump zum 250. Unabhängigkeitstag. Dabei schilderte Putin die "reale Lage" auf dem Schlachtfeld und bekräftigte erneut seine Bereitschaft zu einer politisch-diplomatischen Lösung des Konflikts.

    Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.

  • 14:36 Uhr

    Peskow: Russische Truppen schaffen jetzt Sicherheitszone wegen ukrainischer Attacken tief in Russland

    Der Kremlsprecher Dmitri Peskow hat erneut die ukrainischen Drohnenattacken auf Energieobjekte tief in Russland verurteilt. Im Gespräch mit dem Reporter Pawel Sarubin betonte der Sprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin die "aggressive Natur des Kiewer Regimes". Die ukrainische Führung sei nun wegen ihrer Misserfolge an der Kontaktlinie zu allem bereit.

    "Um die Sicherheit unserer Bürger zu gewährleisten, werden wir eine Sicherheits- oder eine Pufferzone schaffen müssen."

    Sie entstehe bereits jetzt, da es deutliche Fortschritte im Vormarsch der russischen Truppen gebe, fügte Peskow hinzu. Niemand müsse daran zweifeln, dass sie genau so groß sein werde, dass Russland seine Sicherheit im vollen Umfang gewährleisten könne.

  • 14:07 Uhr

    Kreml warnt Polen wegen Produktion von Drohnen für Ukraine: "Das ist nicht gut"

    Im Gespräch mit dem Reporter Pawel Sarubin hat der Kremlsprecher Dmitri Peskow Medienberichte in Großbritannien und Polen kommentiert, wonach Russland bald Polen und das Baltikum überfallen könnte. Solche Zeitungsartikel bezeichnete der Sprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin als "Thriller". Die gebe es jetzt viele mit Bezug zu Russland, bemerkte Peskow.

    Gleichzeitig riet er Polen dazu, sich mehr Gedanken über die eigene Sicherheit zu machen. Seinen Rat argumentierte der Kremlsprecher folgenderweise: 

    "Auf dem Territorium Polens befinden sich sehr viele Werke, die Drohnen bauen, die dann in unsere Richtung fliegen und unsere Armeeangehörigen angreifen. Und das ist natürlich nicht gut."

    Er wolle keine Apokalypse prophezeien, sondern stellt nur die reinen Tatsachen fest, erklärte Peskow. Er machte trotzdem darauf aufmerksam, dass das russische Verteidigungsministerium neulich eine Liste mit Rüstungsbetrieben in Europa veröffentlicht hatte.

  • 13:37 Uhr

    Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums

    Das russische Verteidigungsministerium berichtet über den weiteren Verlauf der militärischen Sonderoperation in der Ukraine binnen der letzten 24 Stunden. Wie die Behörde am Sonntag auf der Plattform MAX schreibt, habe der Truppenverband Nord seine taktische Position verbessert, indem er ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Sorino, Kijaniza, Malaja Slobodka, Tolstodubowo und Chmelewka im Gebiet Sumy sowie Weliki Burluk, Martowoje, Nesternoje, Petrowka, Polnaja und Stary Saltow im Gebiet Charkow getroffen habe. Der Gegner habe dabei bis zu 200 Soldaten verloren. Zudem seien ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug, 14 Autos und drei Geschütze außer Gefecht gesetzt worden.

    Der Truppenverband West habe ebenfalls günstigere Positionen bezogen, indem er Personal und Technik des Gegners nahe den Ortschaften Kutkowka, Nischneje Solenoje und Pristen im Gebiet Charkow sowie Schtschurowo in der DVR getroffen habe. Außerdem setze die russische Armee die Säuberung und die Entminung der Ortschaft Krasny Liman fort. Am vergangenen Tag seien dort bis zu 20 ukrainische Soldaten eliminiert worden. Damit der Gegner seine Truppen in der Region weder rotieren noch mit Munition versorgen könnte, habe das russische Militär mit einem Luftangriff einen Übergang über den Fluss Sewerski Donez nahe der Ortschaft Majaki in der DVR zerstört. Insgesamt seien zuletzt am jeweiligen Frontabschnitt mehr als 220 ukrainische Armeeangehörige getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe darüber hinaus sechs gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 17 Autos und einen Mehrfachraketenwerfer zerstört.

    Auch der Truppenverband Süd habe seine taktische Position an der vordersten Linie verbessert und dabei ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Slawjansk, Alexejewo-Druschkowka, Kramatorsk, Nikolajewka, Orechowatka und Perschomarjewka in der DVR getroffen. Das russische Ministerium beziffert die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 220 Kämpfer. Der Gegner habe zudem ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug, 15 Autos, einen Mehrfachraketenwerfer, vier Geschütze und eine Anlage der elektronischen Kampfführung verloren.

    Auch der Truppenverband Mitte habe seine Position verbessert, indem er Personal und Technik der ukrainischen Streitkräfte nahe den Ortschaften Annowka, Dobropolje, Nowofjodorowka, Raiskoje, Rubeschnoje, Sergejewka und Torezkoje in der DVR sowie Iwanowka, Nowopawlowka und Nowopodgorodnoje im Gebiet Dnjepropetrowsk getroffen habe. Der Gegner habe mehr als 300 Armeeangehörige verloren. Zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, sechs Autos, vier Geschütze, zwei Anlagen der elektronischen Kampfführung und zwei Aufklärungsradare seien dabei zerstört worden.

    Der Truppenverband Ost habe seinen Vormarsch fortgesetzt und zuletzt ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Wolnjanka, Nowossoloschino, Rosowka, Tscherwonaja Kriniza und Tscherwony Jar im Gebiet Saporoschje sowie Gawrilowka, Kolomijzy und Metschetnoje im Gebiet Dnjepropetrowsk getroffen. Die russische Behörde schätzt die gegnerischen Personalverluste auf bis zu 470 Kämpfer. Ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug und acht Autos seien außer Gefecht gesetzt worden.

    Der Truppenverband Dnjepr habe ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Balabino, Werchnjaja Chortiza, Kuschugum und Nowoalexandrowka im Gebiet Saporoschje getroffen. Dabei seien mehr als 60 ukrainische Soldaten getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe dabei eine Haubitze, 17 Autos, vier Anlagen der elektronischen Kampfführung und ein Aufklärungsradar zerstört.

    Ferner meldet das Ministerium in Moskau erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf Militärflughäfen, Energie- und Verkehrsinfrastrukturen, die der Gegner zu militärischen Zwecken nutze, Logistikzentren, Drohnenbasen und 149 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. Dagegen habe die russische Luftabwehr in den vergangenen 24 Stunden neun Lenkbomben, eine Neptun-MD-Rakete und 282 Drohnen abgefangen.

    Nach russischen Angaben habe die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 673 Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 174.695 Drohnen, 664 Flugabwehrraketenkomplexe, 30.029 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.754 Mehrfachraketenwerfer sowie 35.656 Geschütze und Mörser verloren.

  • 13:03 Uhr

    Westen inszeniert neue Intrige um Saluschny

    Der ehemalige Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte und derzeitige ukrainische Botschafter in Großbritannien, Waleri Saluschny, ist bereit, an den Präsidentschaftswahlen teilzunehmen, berichten Medien. Dies soll er Wladimir Selenskij angeblich persönlich bei ihrem Treffen in Kiew mitgeteilt haben, zu dem der amtierende Diplomat kurz vor der Bekanntgabe des Rücktritts von Keir Starmer aus London einberufen worden war.

    Mehr dazu in dieser Analyse von Oleg Issaitschenko auf unserer Website.

  • 12:40 Uhr

    Ranghoher Beamter im russischen Gebiet Belgorod verletzt

    Der Krisenstab des russischen Grenzgebiets Belgorod berichtet auf der Plattform Telegram über ein weiteres Opfer infolge eines Drohnenangriffs aus der Ukraine. Bei ihm handelt es sich um den Vorsitzenden des Bezirks Graiworon. Wie es in der entsprechenden Mitteilung heißt, sei Dmitri Pankow in der Siedlung Golowtschino verletzt worden, als ein unbemanntes Luftfahrzeug in seiner Nähe detoniert sei. Der ranghohe Beamte habe eine Splitterverletzung erlitten. Er werde nun ärztlich versorgt. Der Dienstwagen des Bezirksvorsitzenden sei ebenfalls zu Schaden gekommen.

  • 12:07 Uhr

    Pistorius: Kiew braucht keine Taurus-Marschflugkörper mehr

    Vor dem am Dienstag in der türkischen Hauptstadt Ankara beginnenden NATO-Gipfel hat Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius weitere Finanzhilfen für die Ukraine aus EU-Krediten und einem neuen Fördertopf angekündigt. Im Gespräch mit der Bild am Sonntag sagte der SPD-Politiker, die Rede sei von insgesamt 70 Milliarden Euro. Der deutsche Anteil werde mit Sicherheit der größte Einzelbetrag sein.

    Pistorius äußerte sich auch zu einer Lieferung des deutschen Marschflugkörpers Taurus an die Ukraine. Diese halte er inzwischen nicht für nötig:

    "Ich glaube nicht, dass die Ukraine den Taurus noch braucht."

    Die ukrainische Taktik, Raffinerien in Russland mit Drohnen zu beschädigen, sei aufgegangen, argumentierte der Minister. Dabei behauptete er:

    "So gut wie jetzt gerade sah es noch nie aus. Auf dem Schlachtfeld selbst ist wenig Bewegung. Mal ein paar Kilometer in die eine, mal in die andere Richtung, aber immer mit unvorstellbaren Verlusten der russischen Streitkräfte."

    In dem Interview sprach Pistorius außerdem über die Stationierung einer Bundeswehrbrigade in Litauen. Demnach müsse dafür eine nennenswerte Soldatenzahl verpflichtet werden.

    "Ich rede von unter 1.000. Wir haben eine Herausforderung bei den Mannschaftsdienstgraden und bei Spezialisten. In den Fällen kann es am Ende zu einer Verpflichtung kommen."

  • 11:39 Uhr

    Zwei Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf 40 Ortschaften im Gebiet Belgorod

    Der Krisenstab des russischen Grenzgebiets Belgorod veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen in der Region. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden 40 Ortschaften in neun Bezirken angegriffen habe. Der Gegner habe mindestens zehn Geschosse abgefeuert und 90 Drohnen eingesetzt, von denen 62 abgeschossen worden seien.

    In der Statistik wird auch über Opfer unter der Zivilbevölkerung berichtet. In der Siedlung Netschajewo sei ein Einwohner verletzt worden. Bei der Detonation einer FPV-Drohne sei in der Stadt Schebekino eine Frau zu Schaden gekommen. Zudem habe am Samstag ein Einwohner der Gebietshauptstadt Belgorod ein Krankenhaus aufgesucht, nachdem er in der Nacht zum 3. Juli bei einer Raketenattacke eine Augenverletzung erlitten habe.   

    Der Krisenstab meldet zudem viele Sachschäden. Demnach seien in den letzten 24 Stunden 15 Einfamilienhäuser, zwei Geschäfte, ein Verwaltungsgebäude, zwei Betriebsgebäude, ein Infrastrukturobjekt, eine Garage, eine Gasleitung, eine Stromleitung, sechs Lkw, ein Krankenwagen und drei Autos zerstört oder beschädigt worden.

  • 11:02 Uhr

    Schäden durch ukrainische Artillerie- und Drohnenangriffe auf Grenzgebiet Kursk

    Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Attacken auf das russische Grenzgebiet Kursk fort. Gouverneur Alexander Chinschtein berichtet in der täglichen Statistik auf der Plattform MAX über zahlreiche Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region. Wie der Politiker mitteilt, seien im Zeitraum von 8 Uhr MESZ am 4. Juli bis 8 Uhr MESZ am 5. Juli 75 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Darüber hinaus habe die gegnerische Artillerie in dieser Zeit 103-mal grenznahe evakuierte Ortschaften unter Beschuss genommen. Es habe außerdem 21 Angriffe gegeben, bei denen unbemannte Luftfahrzeuge Sprengsätze auf Objekte im Gebiet Kursk abgelassen hätten.

    Chinschtein meldet weder Todesopfer noch Verletzte unter der Zivilbevölkerung. Der Politiker berichtet dennoch über Schäden in der Siedlung Storoschewoje. Dort seien zwei Wohnhäuser beschädigt worden.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.