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Liveticker Ukraine-Krieg – Putin: Moskau war zu neuen Gesprächen bereit – dann griff Kiew an

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – Putin: Moskau war zu neuen Gesprächen bereit – dann griff Kiew anQuelle: Sputnik © Pelagija Tichonowa
  • 25.09.2026 22:00 Uhr

    22:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 21:41 Uhr

    Bloomberg: Trump forderte Selenskij zu Treffen mit Putin in Moskau auf

    Die Bemühungen der US-Regierung um eine Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine gehen offenbar weiter. Nach Informationen von Bloomberg soll US-Präsident Donald Trump dabei erneut auf ein persönliches Treffen der beiden Staatschefs in Moskau gedrängt haben:

    "In dieser Woche forderte Donald Trump Wladimir Selenskij erneut auf, zu einem Treffen mit Wladimir Putin nach Moskau zu reisen – trotz mehrfacher Absagen in der Vergangenheit. Hintergrund sind die Bemühungen der USA, die Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine wiederzubeleben."

    Nach Angaben der Nachrichtenagentur habe Selenskij die Aufforderung Trumps verärgert aufgenommen. Kremlsprecher Dmitri Peskow hatte am Donnerstag erklärt, Russland sei weiterhin bereit, Selenskij in Moskau zu empfangen. Zugleich betonte er, ein Gipfeltreffen sei nicht sinnvoll, solange die notwendige Arbeit auf Expertenebene nicht geleistet worden sei.

    Selenskij und Trump hatten sich am Dienstag am Rande der UN-Generalversammlung in New York getroffen. Bei einem kurzen Gespräch mit Journalisten vor dem nichtöffentlichen Teil des Treffens übernahm der US-Präsident laut RIA Nowosti vollständig die Gesprächsführung und ließ Selenskij keine der Fragen der Journalisten beantworten. Der ukrainische Präsident konnte lediglich der US-Seite für ihre Unterstützung danken und erklären, dass er den Konflikt noch vor dem Winter beenden wolle. Der nichtöffentliche Teil des Treffens dauerte rund 40 Minuten.

    Am Mittwoch sprach Selenskij vor der UN-Generalversammlung vor einem nur teilweise besetzten Saal. Nach seiner Rede wurde er beim Verlassen des Gebäudes von Journalisten auf Englisch und Russisch befragt. Auf die auf Russisch gestellte Frage, wann er nach Moskau kommen werde, antwortete Selenskij auf Russisch: "Mit einer Rakete" und beendete den Satz mit einer vulgären Äußerung.

  • 21:21 Uhr

    Bericht: Ukrainische Stahlindustrie in existenzbedrohender Krise

    Angesichts verstärkter russischer Angriffe steht die ukrainische Stahlindustrie vor dem Kollaps, heißt es in einem Bericht der Zeitung Kyiv Independent.

    Demnach erklärte am Freitag der größte ukrainische Stahlproduzent, ArcelorMittal mit Sitz in Kriwoi Rog, er könne die Produktion wegen einer Welle russischer Attacken nicht wiederaufnehmen. Außerdem stellten die Großkonzerne Metinvest und Interpipe die Produktion ein.

    Im vergangenen Jahr machte die Metallurgiebranche sieben Prozent des ukrainischen BIP aus und beschäftigte Zehntausende Menschen. Seit August seien die Produktionsanlagen laut dem Bericht von mindestens neun separaten Raketenangriffen betroffen gewesen.

    Alexander Kalenkow, der Präsident der Stahlvereinigung Ukrmetallurgprom, sagte im Gespräch mit der Zeitung, dass die jüngsten Angriffe die Hersteller vermutlich fast 100 Millionen Dollar gekostet hätten. Dies sei das schlechteste Jahr für den Sektor seit 2022, als die russischen Streitkräfte die Werke in Mariupol einnahmen und damit 40 Prozent der ukrainischen Stahlproduktion auslöschten.

    Die Branche benötige mehr internationale Unterstützung, um einen völligen Zusammenbruch zu verhindern, heißt es in dem Bericht weiter. Mit seinen Angriffen ziele Russland seit dem Sommer auf die Lähmung zentraler Sektoren der ukrainischen Wirtschaft. Bezüglich der Stahlwirtschaft sollen durch Attacken kritische Anlagen wie Hochöfen beschädigt werden, weshalb die Stahlhersteller nicht in der Lage seien, Roheisen, ihr wichtigstes Produkt, zu erzeugen.

  • 21:11 Uhr

    Russische Regionen melden weitere Opfer ukrainischer Attacken

    Bei Drohnenangriffen der Ukraine auf Märkte in Gorlowka in der DVR sind zehn Menschen verletzt worden, darunter ein Jugendlicher. Zwei Menschen kamen nach Angaben des Bürgermeisters Iwan Prichodko ums Leben. Dies teilten die operativen Dienste der Republik der Nachrichtenagentur RIA Nowosti mit.

    Auch die Stadt Energodar im Gebiet Saporoschje wurde nach Angaben des Stadtverwaltungschefs Maxim Puchow von ukrainischen Drohnen angegriffen. Ziel waren demnach zunächst ein Café und später das Gelände einer stillgelegten Schule. Bei dem Angriff auf das Café "Why Not" wurden keine Verletzten gemeldet. Auf dem Schulgelände wurden zwei Pkw beschädigt. Menschen kamen dabei nicht zu Schaden.

    Im Gebiet Belgorod wurde eine Frau verletzt, als eine ukrainische Drohne Sprengkörper auf ein Privathaus im Dorf Dorogoschtsch abwarf. Bei ihr wurden Prellungen im Gesicht und am Körper diagnostiziert. Das Wohnhaus wurde durch den Brand zerstört. Nach der Erstversorgung soll die Frau zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus in Belgorod gebracht werden.

  • 20:59 Uhr

    Flugabwehr zerstört 55 ukrainische Drohnen über Russland

    Einheiten der russischen Flugabwehr haben im Laufe des Tages 55 unbemannte Flugzeuge der Ukraine abgefangen und zerstört. Laut dem Verteidigungsministerium wurden die Drohnen zwischen 8 und 20 Uhr (Moskauer Zeit) über fünf Regionen Russlands und über dem Schwarzen Meer vom Himmel geholt.

  • 20:28 Uhr

    Drohnenangriffe auf Fahrzeuge in Grenzgebieten: Zwei Tote und drei Verletzte

    Bei Drohnenangriffen der Ukraine auf zivile Fahrzeuge in den Gebieten Belgorod und Brjansk sind zwei Menschen getötet und drei weitere verletzt worden. Dies teilten die regionalen Behörden mit.

    Im Dorf Sosuli im Gebiet Belgorod griff eine FPV-Drohne ein Auto an. Ein Ehepaar erlag noch vor Ort seinen Verletzungen. Im Schebekinski-Kreis wurden bei Drohnenangriffen auf zwei Lastwagen zwei weitere Männer verletzt. Einer von ihnen erlitt Splitterverletzungen am Kopf, Brustkorb, Bauch, Arm und Beinen. Er wurde nach der Erstversorgung in ein regionales Klinikum gebracht.

    Auch im Gebiet Brjansk wurde ein ziviler Lastwagen angegriffen. In der Siedlung Starodub erlitt der Fahrer Splitterverletzungen und wurde ins Krankenhaus eingeliefert.

    Darüber hinaus wurden im Kreis Belgorod durch Drohnenangriffe die Fenster und der Zaun eines Privathauses beschädigt. Im Rakitjanski-Kreis wurden zwei Autos und die Fassade eines Privathauses in Mitleidenschaft gezogen. Im Graiworonski-Kreis wurde eine Infrastruktureinrichtung getroffen.

  • 20:05 Uhr

    Exklusiv: Russischer Scharfschütze berichtet von seinen Einsätzen an der Front

    RT DE-Militärkorrespondent Iwan Poljanskij hat einen Scharfschützen der russischen Streitkräfte zu seinen Erfahrungen im Ukraine-Konflikt befragt. Der Soldat, der unter dem Kampfnamen "Ausrollen" auftritt, berichtete von mehreren Kampfeinsätzen.

    Er wurde 2022 während eines Angriffs verwundet und für seine Einsätze mehrfach ausgezeichnet. Als einen seiner gefährlichsten Momente schilderte der Scharfschütze die Begegnung mit einer gegnerischen Drohne, die während eines nächtlichen Einsatzes unmittelbar über seiner Position schwebte.

    Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.

  • 19:35 Uhr

    Putin: Moskau war zu neuen Gesprächen bereit – dann griff Kiew an

    Russland sei bereit gewesen, die Verhandlungen mit Kiew nach den Wahlen wieder aufzunehmen. Doch dann habe die Ukraine versucht, Moskau anzugreifen und Wahllokale zu attackieren. Dies erklärte der russische Präsident Wladimir Putin bei einer Pressekonferenz im Anschluss an die Plenarsitzung des Sankt Petersburger Internationalen Forums der Vereinigten Kulturen.

    Die russische Antwort auf die ukrainischen Angriffe sei laut Putin so wirkungsvoll gewesen, dass Kiew anschließend um eine Waffenruhe gebeten habe. Alle Vorschläge für eine friedliche Beilegung des Konflikts lägen weiterhin "auf dem Tisch". Russland müsse jedoch noch prüfen, was in seinem Interesse liege, so der Präsident.

    Putin wies zudem Aussagen zurück, wonach von Russland eine Bedrohung ausgehe und Europa sich auf einen Krieg mit Moskau vorbereiten müsse. Dies sei eine gezielte Aufbauschung der Situation und eine Provokation.

    "Russland bereitet sich nicht auf einen Krieg mit Europa vor. Dafür gibt es weder Motive noch Gründe."

    Mit Blick auf die Äußerungen des estnischen Verteidigungsministers über den möglichen Nutzen eines Präventivangriffs auf Russland sprach Putin von "politischer Clownerie". Er wies zudem auf aus seiner Sicht aggressive Kreise in Europa hin, die die Ukraine als "Kanonenfutter" nutzen wollten, um die Entwicklung Russlands einzuschränken.

    Zur militärischen Lage sagte Putin, Kiew habe keine Möglichkeit, den Einsatz von "Geran"-Drohnen zu verhindern. Die Ukraine müsse verstehen, dass Provokationen ihre Lage nicht verbessern würden.

    In diesem Zusammenhang verwies Putin auch auf die Folgen ukrainischer Angriffe. Russland habe die dadurch entstandenen Schäden beseitigt. Kiew hat seinen Angaben zufolge mehr als 100 Schiffe im Schwarzen Meer beschädigt, darunter russische sowie unter ausländischer Flagge fahrende Schiffe. Zugleich erklärte Putin, Russland verstehe nicht, warum die Ukraine die Handelsunternehmen Ozon und Wildberries angegriffen habe.

  • 18:55 Uhr

    Zahl der Verletzten in Uljanowsk auf 15 gestiegen – darunter drei Jugendliche

    Nach dem Drohnenangriff auf Uljanowsk ist die Zahl der Verletzten auf 15 gestiegen. Dies teilte Gouverneur Alexei Russkich über den Messenger "Max" mit. Zuvor hatte er von zwölf Verletzten berichtet. Unter den Verletzten befinden sich drei Jugendliche.

    "15 Menschen wurden verletzt, unsere Ärzte leisten seit dem frühen Morgen die notwendige medizinische Hilfe. Vier Menschen wurden mit Splitterverletzungen, Prellungen und Knochenbrüchen ins Krankenhaus eingeliefert. Ihr Zustand wird als mittelschwer eingestuft, es gibt keine schweren Fälle. Weitere elf Menschen wurden ambulant behandelt – ihre Wunden wurden versorgt und Verbände angelegt."

    Ein 14-jähriger Junge erhielt die notwendige stationäre Behandlung und wurde anschließend nach Hause entlassen. Sein Zustand wird ambulant von Ärzten überwacht. Einem zwölfjährigen Jungen wurde ambulant im regionalen Kinderkrankenhaus geholfen. Eine 17-Jährige wurde im regionalen Klinikum operiert und erhält dort weiterhin die notwendige medizinische Behandlung.

    Von den vier stationär aufgenommenen Patienten werden drei im regionalen Traumazentrum behandelt. Eine 22-jährige Frau wurde aus dem am stärksten beschädigten Gebäude ins Krankenhaus gebracht. "Die Operation ist vorbei, ihre Mutter ist bei ihr. Sie fühlt sich bereits besser", erklärte Russkich.

    Auch ein 61-jähriger Mitarbeiter eines Unternehmens wurde operiert. "Er erholt sich jetzt. Sein Leben und seine Gesundheit sind nicht gefährdet", präzisierte der Gouverneur. Unter den Verletzten befindet sich zudem eine 93-jährige Frau, die auf der kardiologischen Station behandelt wird. Auch ihr Zustand gebe keinen Anlass zur Sorge.

    Ziel des groß angelegten Angriffs war nach früheren Angaben des Gouverneurs eines der Industrieunternehmen der Stadt, das beschädigt wurde. Zudem wurden Wohnhäuser und die Oberleitungen der Straßenbahn im Norden der Stadt beschädigt. Bei der Abwehr des Angriffs wurden Dutzende Drohnen über der Stadt abgeschossen.

  • 18:28 Uhr

    Rutte: Produktion von Patriot-Raketen in der Ukraine wird nicht schnell anlaufen

    NATO-Generalsekretär Mark Rutte arbeitet nach eigenen Angaben daran, die Ukraine zunächst mit Abfangraketen für Patriot-Systeme aus bestehenden Beständen zu versorgen. Zugleich laufen Verhandlungen über eine US-Lizenz für die Produktion solcher Raketen in der Ukraine. Er sagte in einem Interview mit Bloomberg:

    "Diese Verhandlungen dauern an. Aber selbst wenn alles bereits vereinbart ist, wird dies nicht unmittelbar zu einer erheblichen Steigerung der Lieferungen führen. Es wird ziemlich viel Zeit brauchen, bis diese neuen Raketen die Produktionslinien verlassen."

    Gleichzeitig bemühten sich die USA und europäische Staaten um eine deutliche Steigerung der Produktion. "Der Präsident der USA sagt den amerikanischen Unternehmen: Ihr müsst die Produktion vervierfachen", so Rutte.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.