Liveticker Ukraine-Krieg – Ex-Premier Johnson: Russische Truppen rücken weiter vor

12.08.2026 19:54 Uhr
19:54 Uhr
Deutsches Logistikunternehmen verstärkt Sicherheitsmaßnahmen an Terminal in Odessa
Wegen anhaltender Angriffe auf Odessa hat die Hamburger Hafen- und Logistik AG (HHLA) die Sicherheitsmaßnahmen an ihrem Containerterminal in der ukrainischen Hafenstadt zuletzt weiter verstärkt. Eine Sprecherin des Unternehmens erklärte der Nachrichtenagentur Reuters, Einzelheiten dazu könnten nicht genannt werden. Die HHLA-Anlage sei weiter betriebsbereit.
"Aktuell konzentriert sich der Terminalbetrieb auf die landseitige Abfertigung, da der Schiffsverkehr im Schwarzen Meer aufgrund der Sicherheitslage quasi zum Erliegen gekommen ist."
Der letzte Schiffsanlauf sei vor etwa zweieinhalb Wochen gewesen, hieß es.
19:35 Uhr
Bericht: Rumänien zeigte dem russischen Botschafter Styroporstücke statt Drohnenwracks
Die rumänische Seite legte dem russischen Botschafter Styroporstücke vor und versuchte, diese als Beweis für die russische Herkunft der abgeschossenen Drohnen auszugeben. Dies teilte die russische Botschaft in Rumänien der Zeitung Iswestija mit. Der russische Botschafter wurde ins rumänische Außenministerium einbestellt, nachdem Bukarest Vorfälle mit abgeschossenen Drohnen gemeldet hatte, die es als russisch bezeichnete. In der Botschaft betonte man jedoch, dass keine konkreten Beweise für eine Beteiligung Russlands an diesen Vorfällen vorgelegt worden seien, und sagte:
"Es ist offensichtlich, dass es sich um eine inszenierte Aktion handelte, bei der auf Übungsziele geschossen wurde, um in den Augen der rumänischen Öffentlichkeit den Kurs der Militarisierung zu rechtfertigen, der mit einem erheblichen Anstieg der Militärausgaben inmitten einer schwierigen sozioökonomischen Lage im Land einhergeht."19:09 Uhr
Experte: Russische Streitkräfte erlangen vollständige Luftüberlegenheit in der Ukraine
Wie der Experte Lars Bern in einer Sendung von Swebbtv erklärte, haben die russischen Streitkräfte in der Ukraine vollständige Luftüberlegenheit erlangt. Seinen Angaben zufolge verfügt die Ukraine nicht mehr über eine Luftabwehr im eigentlichen Sinne. Genau aus diesem Grund bitte Wladimir Selenskij die USA ständig um Patriot-Raketen, betonte Bern. Er fügte hinzu, dass Washington diese Waffen nicht liefern werde, da die Amerikaner sie aufgrund des Konflikts mit dem Iran selbst benötigten, und merkte an:
"Ja, das russische Militär versenkt Schiffe, beschießt alle Häfen, und nun hat Russland auch noch die vollständige Luftüberlegenheit erreicht."18:40 Uhr
TASS: Ukrainischer MiG-29 über Odessa durch "Friendly Fire" abgeschossen
Der in der Region Odessa abgestürzte ukrainische MiG-29 soll durch "Friendly Fire" abgeschossen worden sein. Dies berichtet die TASS unter Berufung auf eine Quelle in den russischen Sicherheitsstrukturen.
Der Kampfjet war am 10. August in der Region Odessa abgestürzt. Der Pilot konnte sich nach Angaben des ukrainischen Portals Strana.ua rechtzeitig mit dem Schleudersitz retten. Die ukrainischen Ermittler erklärten zunächst, eine Notfallsituation habe zu einem Brand und zum Verlust der Kontrolle über das Flugzeug geführt. Die genaue Ursache war bislang nicht bekannt.
18:18 Uhr
Ex-Premier Johnson: Russische Truppen rücken in der Ukraine weiter vor
Die russischen Streitkräfte rücken im Rahmen der militärischen Sonderoperation in der Ukraine erfolgreich vor. Dies erklärte der ehemalige britische Premierminister Boris Johnson in einem Interview mit dem Portal Free Press. Er sagte wörtlich:
"Russland rückt vor. Sie rücken immer weiter vor."
In demselben Interview erklärte Johnson außerdem, dass man in der Umgebung des damaligen deutschen Bundeskanzlers bereits vor Beginn der russischen Sonderoperation auf eine schnelle Niederlage der Ukraine gehofft habe. Zudem wies er Vorwürfe zurück, die Friedensverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine im Frühjahr 2022 in Istanbul behindert zu haben. Seiner Darstellung zufolge habe die ukrainische Seite die Kampfhandlungen selbst fortsetzen wollen.
18:00 Uhr
Putin: Russland wird auf die Kaperung von Handelsschiffen spiegelbildlich reagieren

Der russische Präsident Wladimir Putin erklärte, Moskau werde auf die Kaperung russischer Schiffe seitens der Länder der Europäischen Union spiegelbildlich reagieren. Dies sagte er während seines Besuchs bei Manövern der Pazifikflotte in Juschno-Sachalinsk.
Er bezeichnete das Vorgehen und die darüber hinausgehenden Pläne der EU-Länder als Piraterie und Raub. Seinen Worten zufolge werde Russland "spiegelbildlich reagieren", sollten die angekündigten Pläne der EU tatsächlich in die Praxis umgesetzt werden.
Dabei betonte der Präsident, dass dies nicht unbedingt in den Gewässern geschehen müsse, in denen russische Schiffe gekapert werden, "sondern an jedem Ort, den wir selbst für notwendig und zweckmäßig halten – auch innerhalb des Zuständigkeitsbereichs der Pazifikflotte". Laut Putin wurde dem Verteidigungsministerium ein entsprechender Auftrag erteilt.
Ein Video dazu finden Sie hier auf unserer Webseite
17:38 Uhr
Gebiet Kursk: Mann bei ukrainischem FPV-Drohnenangriff auf Pkw getötet
Im Gebiet Kursk ist ein Zivilist bei einem ukrainischen FPV-Drohnenangriff auf ein Automobil getötet worden. Dies teilt Gouverneur Alexander Chinstein auf der Plattform Max mit:
"Traurige Nachrichten aus dem Grenzgebiet. Heute hat eine feindliche FPV-Drohne im Dorf Korenjowo ein Auto angegriffen, das nahe einem Privathaus abgestellt war. Bei dem Angriff kam ein 53-jähriger Mann ums Leben."
17:17 Uhr
Medien: Angriff auf Lager im Gebiet Kiew könnte zu Warenengpässen führen
Der russische Angriff auf ein Logistiklager in Browary bei Kiew könnte zu Engpässen bei großen ukrainischen Supermarktketten führen. Dies berichtet das ukrainische Portal Strana.ua unter Berufung auf ukrainische Telegram-Kanäle.
Das Lager habe mit Europa zusammengearbeitet und Waren für große Handelsketten geliefert. Betroffen sein könnten demnach unter anderem die Filialen von ATB, Auchan, Silpo, Metro und Novus.
Zuvor hatte Russlands Verteidigungsministerium mitgeteilt, dass russische Drohnen einen Logistikstützpunkt im Gebiet Kiew getroffen hätten. Dort seien unter anderem Drohnen und deren Komponenten gelagert worden.
16:53 Uhr
Odessa: Treibstofflager der ukrainischen Armee im Hafen getroffen
Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums setzen die Streitkräfte Russlands ihre Angriffe auf die ukrainische Hafeninfrastruktur sowie auf Schiffe fort, die für militärische Zwecke genutzt werden. In der Nacht trafen russische Streitkräfte demnach unter Einsatz von hochpräzisen, aus der Luft abgefeuerten Waffen sowie Kampfdrohnen ein Treibstoff- und Schmierstofflager im Hafen von Odessa, das die ukrainische Armee versorgte.
Auch im Hafen von Tschernomorsk wurden Anlagen zur Entladung und Lagerung von Militärgütern sowie Treibstofftanks angegriffen. In Odessa wurden zudem ein Tanker mit Treibstoff für die ukrainischen Streitkräfte und ein Frachter mit Militärgütern getroffen.
Laut dem Ministerium wurde außerdem im Hafen von Otschakow im Gebiet Nikolajew ein ukrainisches Patrouillenboot getroffen.
16:32 Uhr
Krim: Zivilist bei ukrainischem Drohnenangriff getötet
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff im Dorf Nowoselowskoje im Bezirk Rasdolnoje kam ein Mensch ums Leben. Sergei Aksjonow, das Oberhaupt der Republik Krim, schrieb auf seinem Telegram-Kanal dazu:
"Tragischerweise kam in der vergangenen Nacht im Dorf Nowoselowskoje (Bezirk Rasdolnoje) ein Zivilist bei einem Angriff feindlicher Drohnen auf die Krim ums Leben. Dies ist ein unersetzlicher Verlust für die Familie, die Angehörigen und alle, die den Verstorbenen kannten."
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
