Liveticker Ukraine-Krieg: Lawrow kündigt weitere massive Angriffe auf militärische Ziele an

18.06.2026 21:50 Uhr
21:50 Uhr
Medien: Anschlag auf Drohnenhersteller für die Ukraine in Frankreich
Anfang Juni ist das Werk des französischen Unternehmens Delair, das Drohnen für die Ukraine produziert, Ziel eines Angriffs geworden. Dies berichtet die Zeitung Le Parisien unter Verweis auf informierte Quellen. Demnach wurden am 1. Juni mehrere Molotowcocktails auf das Betriebsgelände geworfen. Auf Aufnahmen von Überwachungskameras seien mehrere Personen zu sehen. Die Staatsanwaltschaft von Toulouse leitete Ermittlungen wegen Sachbeschädigung mit gemeingefährlichen Mitteln ein.
Wenige Tage später kam es zu einem weiteren Vorfall bei dem Unternehmen. Wie die Zeitung unter Verweis auf die Pariser Staatsanwaltschaft berichtet, wurde ein Mann festgenommen. Gegen ihn wurde Anklage wegen Spionage erhoben, da er mutmaßlich einen Drohnenprototyp fotografiert hatte.
21:45 Uhr
Nach Einnahme von Rai-Alexandrowka: Politiker sieht Kiews Truppen in schwieriger Lage
Nach der Einnahme von Rai-Alexandrowka in der Volksrepublik Donezk schafft die russische Armee nach Ansicht des Abgeordneten der Gesetzgebenden Versammlung des Gebiets Saporoschje Sergei Jurtschenko eine "Halbeinkreisung" der ukrainischen Truppengruppierung im Raum Kramatorsk und Slawjansk.
"Mit der Befreiung von Rai-Alexandrowka schaffen wir für die Kramatorsk-Slawjansk-Gruppierung der ukrainischen Streitkräfte eine sehr schwierige Situation und bilden einen Halbkreis um sie."
Als Hinweis darauf wertet er die von den ukrainischen Behörden angeordnete Zwangsevakuierung aus Kramatorsk und Slawjansk. Dies zeige, dass Kiew die weitere Entwicklung der Lage richtig einschätze. Jurtschenko fügt hinzu, die Ukraine könne den Vormarsch der russischen Streitkräfte nicht stoppen und versuche stattdessen, "die Zivilbevölkerung zu terrorisieren". Er wirft Kiew Angriffe auf Schulen, Kindergärten, Busse, Autos sowie das Kernkraftwerk Saporoschje vor.
21:40 Uhr
Ukrainischer Drohnenangriff im Gebiet Belgorod: Ärztin verletzt
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf ein Fahrzeug in der Siedlung Krasnaja Jaruga im Gebiet Belgorod ist eine Ärztin verletzt worden. Dies teilt der regionale Krisenstab mit. Demnach suchte die Mitarbeiterin des Zentralen Kreiskrankenhauses Krasnaja Jaruga nach dem Angriff medizinische Hilfe auf. Im Stadtkrankenhaus wurde bei ihr ein Drucktrauma diagnostiziert. Eine Hospitalisierung war laut dem Krisenstab nicht erforderlich. Die Frau wurde behandelt und wird ambulant weiter versorgt.
21:21 Uhr
Flugabwehr zerstört weiterhin ukrainische Drohnen über Russland
Die russische Luftabwehr hat nach Angaben des Verteidigungsministeriums innerhalb von 13 Stunden insgesamt 234 ukrainische Drohnen abgefangen und zerstört. Wie das Ministerium mitteilte, wurden die Fluggeräte zwischen 7 Uhr und 20 Uhr Moskauer Zeit über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Wladimir, Woronesch, Kaluga, Kursk, Orjol, Rostow, Rjasan, Tula und Jaroslawl sowie über dem Moskauer Gebiet und der Republik Krim vom Himmel geholt. Den Angaben zufolge handelte es sich um Starrflüglerdrohnen.
21:00 Uhr
Österreichs Kanzler: Erfolgreiche Diplomatie braucht Gespräche mit Russland
Österreichs Bundeskanzler Christian Stocker ruft die EU-Staaten zu direkten Kontakten mit der russischen Führung auf. Dies gelte auch für Gespräche über eine mögliche Lösung des Ukraine-Konflikts. In einem Interview mit der Financial Times begrüßt Stocker Berichte über die Öffnung von Kommunikationskanälen zwischen Brüssel und Moskau. "Ich stimme dem voll und ganz zu", sagt er. Konflikte würden durch erfolgreiche Diplomatie beendet. "Und damit Diplomatie erfolgreich sein kann, braucht es Verhandlungen."
Zugleich räumt der österreichische Regierungschef ein, dass unklar sei, ob die EU-Mitgliedstaaten in dieser Frage mit einer Stimme sprechen. Dennoch sind sich die EU-Staaten seiner Einschätzung nach darin einig, dass die Unterstützung der Ukraine letztlich zu einem gerechten und dauerhaften Frieden führen müsse.
20:40 Uhr
Westliche Medien: EU-Rat hat Kontakt mit Moskau aufgenommen

EU-Ratspräsident António Costa während des G7-Gipfels im französischen Evian-les-Bains, 15. Juni 2026Urheberrechtlich geschützt Mehrere westliche Medien berichten unter Berufung auf EU-Beamte über jüngste inoffizielle Kontakte zwischen dem Büro des Präsidenten des Europäischen Rates, António Costa, und den russischen Behörden. Ziel sei es, "den Boden für künftige substanziellere Gespräche" vorzubereiten.
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Mitarbeiter des AKW Saporoschje bei Drohnenangriff der Ukraine getötet
Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) wurde über den Tod eines Mitarbeiters und die Verletzung eines weiteren Beschäftigten des Kernkraftwerks Saporoschje informiert. Dies teilt die Kommunikationsdirektorin des Kraftwerks Jewgenija Jaschina der Nachrichtenagentur RIA Nowosti mit. Zuvor hatte der Generaldirektor des russischen Atomkonzerns Rosatom Alexei Lichatschow mitgeteilt, dass ein Mitarbeiter des AKW Saporoschje bei einem Drohnenangriff auf die Satellitenstadt Energodar getötet und ein weiterer verletzt worden sei.
19:54 Uhr
Drohnenangriff auf Gorlowka: Ein Toter und acht Verletzte
Bei einem Drohnenangriff auf Gorlowka ist ein Mensch getötet worden, acht weitere wurden verletzt. Dies teilt Bürgermeister Iwan Prichodko mit. Der Angriff hat sich nach seinen Angaben im Stadtbezirk Kalininski ereignet.
19:35 Uhr
US-Senat lässt zusätzliche Patriot-Lieferungen an die Ukraine prüfen
Der Streitkräfteausschuss des US-Senats hat das Pentagon angewiesen, die Möglichkeit einer Ausweitung der Lieferungen von Patriot-Abfangraketen an die Ukraine zu prüfen. Darüber berichtete das Portal The War Zone unter Verweis auf eine entsprechende Direktive.
Demnach sollen US-Verteidigungsminister Pete Hegseth und die für Beschaffung und Logistik zuständige Führung des Pentagons bis zum 1. Oktober 2026 einen Bericht vorlegen. Darin soll bewertet werden, ob zusätzliche PAC-3-Abfangraketen für die von Kiew eingesetzten Patriot-Systeme bereitgestellt werden können.
Wie The War Zone anmerkt, befürchten US-Gesetzgeber, dass die vorhandenen Bestände möglicherweise nicht ausreichen, um sowohl den Bedarf der USA und ihrer Verbündeten als auch weitere Lieferungen an die Ukraine zu decken.
19:09 Uhr
Lawrow kündigt weitere massive Angriffe auf militärische Ziele in der Ukraine an

Russlands Außenminister Sergei Lawrow.Sergei Gunejew/RIA Nowosti / Sputnik Russlands Außenminister Sergei Lawrow erklärt, Moskau werde seine Reaktion auf ukrainische Angriffe fortsetzen, da Worte allein nicht ausreichten. Bei einem Pressegespräch am Rande des Russland-ASEAN-Gipfels verweist er auf frühere Aussagen von Präsident Wladimir Putin.
"Der Präsident hat vor einiger Zeit nach einer weiteren Provokation des Kiewer Regimes erklärt, dass wir nun regelmäßig massive Gruppenangriffe gegen Ziele durchführen werden, von deren Zustand die Kampffähigkeit der ukrainischen Streitkräfte unmittelbar abhängt."
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

