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Liveticker Ukraine-Krieg – Uschakow: Russland verfolgt Ziele weiter auf dem Schlachtfeld

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – Uschakow: Russland verfolgt Ziele weiter auf dem SchlachtfeldQuelle: TASS © Kristina Kormilitsyna
  • 23.01.2026 09:44 Uhr

    09:44 Uhr

    Ukrainische Hauptstadt wird für normales Leben unbewohnbar

    600.000 Flüchtlinge in drei Wochen, die Gefahr von Epidemien und die Schließung von McDonald’s – so sieht es heute in Kiew aus. Vor dem Hintergrund des Zusammenbruchs der Wasser- und Energieversorgung räumt Bürgermeister Witali Klitschko ein: "Die Hauptstadt steht am Rande einer humanitären Katastrophe."

    Mehr dazu in dieser Analyse von Anastassija Kulikowa.

  • 09:30 Uhr

    Brand auf Öldepot in Pensa nach ukrainischem Drohnenangriff

    In der russischen Stadt Pensa ist nach dem Absturz von Trümmern einer ukrainischen Drohne ein Feuer auf einem Öldepot ausgebrochen. Gouverneur Oleg Melnitschenko gab über Telegram bekannt, dass weder Verletzte noch Tote zu beklagen seien. Einsatzkräfte seien vor Ort.

    Auch im Gebiet Woronesch fing durch herabfallende Drohnentrümmer das Dach eines Wohnhauses Feuer. "Es gibt keine Verletzten", erklärte Gouverneur Alexander Gussew. Der Brand sei rasch gelöscht worden, nun stünden Reparaturarbeiten bevor.

    Am Flughafen Pensa wurden vorübergehend Einschränkungen für Starts und Landungen verhängt.

  • 09:09 Uhr

    Verstecke mit NATO-Waffen in DVR entdeckt

    Die Polizei hat Verstecke mit Schusswaffen und Munition, darunter auch mit NATO-Waffen, in der Ortschaft Welikaja Nowosjolka in der Volksrepublik Donezk entdeckt, teilt TASS unter Berufung auf die regionale Abteilung des Innenministeriums mit.

    Wie es heißt, seien über 10.500 Schuss Munition, 221 Handgranaten, etwa 300 Sprengsätze, 127 Granatwerferpatronen, 300 Minen, 103 Granaten, über 550 Kilogramm Sprengstoff und 111 Waffen von anderen Typen beschlagnahmt worden.

    Die Ortschaft Welikaja Nowosjolka im Westen der DVR wurde von den russischen Truppen am 27. Januar 2025 befreit.

  • 08:48 Uhr

    Marotschko: Russische Truppen schneiden Logistik der ukrainischen Streitkräfte bei Konstantinowka ab

    Russische Einheiten haben laut dem Militärexperten Andrei Marotschko die Nachschubwege ukrainischer Verbände im Raum Konstantinowka in der Donezker Volksrepublik (DVR) gekappt. Dies sagte er gegenüber der Nachrichtenagentur TASS.

    "Bei Konstantinowka setzt sich die Umzingelung fort. Von Nowodmitrijewka aus gehen wir nach Westen und unterbrechen die gesamte Logistik der ukrainischen Kämpfer. Von Stepanowka aus rücken wir nach Norden vor und bilden so eine vollständige Einkreisung einzelner Gruppen."

    Schwierige Wetterbedingungen erschwerten zwar die Gefechtsführung, eröffneten aber zugleich neue taktische Möglichkeiten, etwa das Überwinden kleiner Gewässer ohne Pontonbrücken.

    Unterdessen meldeten russische Sicherheitsbehörden, dass die ukrainischen Streitkräfte ihre Verteidigungsstellungen bei Charkow verstärken. Entlang wichtiger Verkehrsachsen würden verstärkt Drohnenschutznetze installiert.

  • 08:34 Uhr

    Ukrainische Streitkräfte verlegen Söldner in Richtung Liman

    Die ukrainischen Streitkräfte haben eine Söldnerkompanie in die Umgebung der Ortschaft Liman im Gebiet Charkow verlegt. Dies berichtet RIA Nowosti unter Berufung auf die russischen Sicherheitsdienste.

    "Das Kommando der ukrainischen Streitkräfte hat eine Söldnerkompanie der Fremdenlegion der Hauptverwaltung für Aufklärung beim Verteidigungsministerium der Ukraine in das Gebiet entsandt."

  • 08:18 Uhr

    Marotschko: Ukrainische Luftabwehr gleicht einem "Frankenstein"

    Die ukrainische Luftabwehr sei ein "Frankenstein" aus sowjetischen und westlichen Systemen und daher unzuverlässig. Dies sagte der Militärexperte Andrei Marotschko gegenüber der Nachrichtenagentur TASS:

    "Insgesamt erinnert die ukrainische Luftabwehr an eine Art Frankenstein, bei dem sowjetische Systeme mit NATO-Komplexen gekreuzt wurden. Das hatte schwerwiegende Folgen."

    Es habe wiederholt Fehlfunktionen gegeben, bei denen Raketen "faktisch auf die Zivilbevölkerung zugeflogen" seien. Die Bevölkerung habe große Angst vor der eigenen Luftabwehr, so der Experte. Diese verursache "erhebliche Zerstörungen und hohe Opferzahlen unter Zivilisten".

    Laut Marotschko zählen ukrainische Luftabwehrsysteme zu den prioritären Zielen russischer Truppen, was zu einem akuten Mangel an entsprechenden Mitteln führt. Die Lage zwingt Kiew, über eine Waffenruhe nachzudenken, um die Verteidigungsfähigkeit und die Energieversorgung für den Rüstungssektor wiederherzustellen.

    "Das Problem der Luftabwehr bleibt kritisch. Es fehlt an Systemen. Selbst der Schutz strategischer Objekte reicht nicht aus, um die Energieinfrastruktur landesweit abzusichern."

  • 07:57 Uhr

    Orbán: Teilnehmer und Zeitpunkt des Ukraine-Gipfels in Budapest noch unklar

    Ein Friedensgipfel zur Ukraine wird laut Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán sicher in Budapest stattfinden. Zeitpunkt und Teilnehmer stünden jedoch noch nicht fest. Dies sagte Orbán nach einem Sondertreffen der EU-Spitzen in Brüssel.

    "Früher oder später wird in Budapest ein Friedensgipfel stattfinden. Wir wissen noch nicht genau, wann und mit welcher Beteiligung, aber das Thema bleibt auf der Tagesordnung."

    Bereits am 5. Januar hatte Orbán die Hoffnung geäußert, dass der Ukraine-Krieg im Jahr 2026 beendet sein werde und US-Präsident Donald Trump sowie Russlands Präsident Wladimir Putin wie geplant in Budapest zu einem Friedensgespräch zusammenkommen könnten.

    Trump hatte am 16. Oktober 2025 nach einem Telefonat mit Putin erklärt, beide hätten sich auf ein Treffen in der ungarischen Hauptstadt verständigt. Der Gipfel wurde später verschoben, da keine ausreichende Einigung erzielt werden konnte. Moskau und Washington erklärten, ein Treffen solle stattfinden, sobald geeignete Bedingungen gegeben seien.

  • 07:35 Uhr

    Luftabwehr schießt in der Nacht ukrainische Drohnen über russischen Gebieten ab

    In der Nacht zum Donnerstag haben die ukrainischen Streitkräfte Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen angegriffen. Das russische Verteidigungsministerium berichtet am Morgen auf Telegram, dass die russische Luftabwehr insgesamt 12 ukrainische Starrflüglerdrohnen abgefangen hat.

    Laut Angaben der Behörde lauten die Zahlen der zerstörten Drohnen wie folgt:

    • Gebiet Belgorod – sieben, 
    • Gebiet Woronesch – zwei,
    • Gebiet Brjansk – eine,
    • Gebiet Pensa – eine,
    • Gebiet Astrachan – eine.
  • 07:07 Uhr

    Uschakow: Russland verfolgt Ziele weiter auf dem Schlachtfeld

    Russland wird seine Ziele weiter auf dem Schlachtfeld durchsetzen, solange es keine Vereinbarungen zur Beilegung des Ukraine-Konflikts gibt. Dies sagte Präsidentenberater Juri Uschakow nach Gesprächen von Wladimir Putin mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff.

    "Wir sind aufrichtig an einer politisch-diplomatischen Lösung interessiert. Solange es diese nicht gibt, wird Russland die Ziele der speziellen Sonderoperation weiter auf dem Schlachtfeld erreichen, wo unsere Streitkräfte die strategische Initiative haben."

    Zugleich sei erneut festgestellt worden, dass ohne eine Lösung der territorialen Frage gemäß der in Anchorage vereinbarten Formel keine langfristige Regelung in der Ukraine möglich sei. Die rund vierstündigen Gespräche im Kreml seien "konstruktiv, offen und vertrauensvoll" gewesen. Moskau und Washington vereinbarten zudem, das erste Treffen einer trilateralen Arbeitsgruppe Russland–USA–Ukraine zur Sicherheitsfrage am 23. Januar in Abu Dhabi abzuhalten.

    Die russische Delegation wird von Generalstabsvertreter Igor Kostjukow geleitet. Präsident Putin hat der Delegation bereits konkrete Anweisungen erteilt. Parallel dazu sind auch Gespräche einer bilateralen russisch-amerikanischen Arbeitsgruppe zu Wirtschaftsfragen geplant. Diese werden von Kirill Dmitrijew und Steve Witkoff geleitet. Das Treffen mit Witkoff war das siebte persönliche Treffen zwischen ihm und Putin.

  • 22.01.2026 22:00 Uhr

    22:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.