Liveticker Ukraine-Krieg – Russisches Militär: Ortschaft Annowka in DVR befreit

25.08.2026 16:16 Uhr
16:16 Uhr
Peskow: Russland nimmt britische Raketenproduktion in der Ukraine ins Visier

Der russische Präsidentensprecher Dmitri Peskow wurde nach seiner Haltung zur jüngsten Visite des neuen britischen Premierministers Andy Burnham in Kiew gefragt. Dabei ging es unter anderem auch um die Übermittlung geheimer Daten an die Ukraine zur Produktion von SCALP-Marschflugkörpern.
Der Kremlsprecher stellte zunächst fest, dass "Großbritannien an diesem Krieg teilnimmt – (…) auf der Seite des Kiewer Regimes". Ferner versicherte er:
"Unsere Streitkräfte ergreifen die notwendigen Maßnahmen, sammeln die relevanten Erkenntnisse, um die Produktionsstätten solcher Marschflugkörper und anderer militärischer Ausrüstung zu identifizieren und zu zerstören."
Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
15:55 Uhr
Selenskij: Ukraine erhält begrenzte Zahl von Patriot-Abfangraketen
Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wladimir Selenskij zuletzt eine kleine Zahl von Abfangraketen für die US-Luftabwehrsysteme Patriot erhalten. Diese können auch gegen russische ballistische Raketen eingesetzt werden. Die Äußerungen Selenskijs wurden von Reuters zitiert.
Unterdessen bestätigte Frankreich die Lieferung von Crotale-Luftabwehrsystemen an die Ukraine. Angaben zur Anzahl der Systeme und zu den Lieferanten wurden nicht gemacht.
Die Ukraine setzt zudem große Hoffnungen auf die von US-Präsident Donald Trump in Aussicht gestellte Genehmigung zur eigenen Produktion von Patriot-Abfangraketen. Trump schloss später jedoch nicht aus, dass Kiew keine Erlaubnis zum Bau einer entsprechenden Fabrik erhalten könnte. Die Verhandlungen darüber laufen derzeit unter Ausschluss der Öffentlichkeit.
15:34 Uhr
Russland und Vatikan sprechen über Ukraine-Krieg
Russland und der Vatikan unterhalten weiterhin ihre diplomatischen Kontakte. Am Dienstag hat der russische Außenminister Sergei Lawrow in Moskau Erzbischof Paul Richard Gallagher empfangen. Das Treffen drehte sich offenbar um humanitäre und diplomatische Initiativen im Ukraine-Krieg. Zu Beginn seiner Verhandlungen mit Lawrow sagte Gallagher:
"Im derzeit schwierigen Klima der internationalen Beziehungen ist Dialog wichtiger denn je. Die Welt braucht Diplomatie mehr denn je."
Danach bestätigte der ranghohe Vertreter des Heiligen Stuhls, dass die beiden Seiten willig seien, trotz aller fortbestehenden Differenzen in verschiedenen Fragen ihre Kommunikationskanäle offen zu halten. Man habe gewisse Berührungspunkte gefunden.
"Bei unserem Gespräch habe ich den Aufruf von Papst Leo XIV. zur Beendigung der Kriegshandlungen und zum Beginn von echten Verhandlungen mit Unterstützung der internationalen Gemeinschaft bestätigt. Der Standpunkt des Heiligen Stuhls bleibt offensichtlich: Der Konflikt kann nicht auf dem militärischen Weg gelöst werden."
Lawrow erklärte, der Kreml wolle den "vertrauensvollen, respektvollen Dialog" mit dem Vatikan fortsetzen. Dabei dankte er dem Stadtstaat für seine ausgewogene Position in Bezug auf die Ukraine und andere relevante Themen. Der Diplomat beharrte darauf, dass die Grundursachen des Konfliktes völlig beseitigt werden müssten, um eine Friedenslösung möglich zu machen. Lawrow machte Gallagher außerdem auf die "Vernichtung der kanonischen Ukrainisch-Orthodoxen Kirche" durch die jetzige Regierung in Kiew und tödliche Angriffe auf die Zivilbevölkerung in Russland aufmerksam.
Es ist der erste Besuch Gallaghers in Russland seit dem Ausbruch des Ukraine-Krieges vor rund viereinhalb Jahren. Am Mittwoch will der Vatikan-Diplomat Juri Uschakow, den außenpolitischen Berater des russischen Präsidenten Wladimir Putin, treffen. Gallagher hatte vor einem Monat in der Ukraine mit Präsident Wladimir Selenskij und Außenminister Andrei Sibiga gesprochen.
15:05 Uhr
Selenskij sieht Zeitfenster für US-Friedensvermittlung bis Sommer 2027
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij sieht bis zum Spätsommer 2027 ein Zeitfenster für eine US-vermittelte Friedenslösung mit Russland. Die Ukraine habe gemeinsam mit Vertretern der USA und Europas ein nur eine Seite umfassendes Thesenpapier ausgearbeitet, das Moskau vorgelegt werden solle, sagte Selenskij am Dienstag. Kernpunkte des Dokuments seien ein Waffenstillstand sowie ein US-Vorschlag für eine Freihandelszone im Donbass, die von einer dritten Seite verwaltet werden solle.
Selenskij zufolge erstrecke sich die Gelegenheit für ein Ende des seit fast viereinhalb Jahren andauernden Krieges vom G20-Gipfel in den USA im kommenden Dezember bis zum Ende des Sommers 2027. Danach rücke in den USA der Wahlkampf für die Präsidentenwahl 2028 in den Fokus.
Die von den USA geführten Friedensgespräche waren Anfang des Jahres gescheitert. Die Ukraine wies die russischen Forderungen nach Gebietsabtretungen zurück. Zudem war die US-Regierung zunehmend durch den Konflikt mit dem Iran beansprucht.
14:38 Uhr
Ukraine nach 35 Jahren: Zwischen Krise, Krieg und Abhängigkeit

35 Jahre nach der Unabhängigkeit fällt die Bilanz der Ukraine düster aus: Trotz großer industrieller und wirtschaftlicher Ausgangsvorteile haben Krisen, politische Umbrüche, Korruption und schließlich der Krieg die Entwicklung des Landes geprägt. Heute verschärfen sich die Probleme an Front, in Wirtschaft und Staatshaushalt, während Kiew weiterhin stark auf westliche Unterstützung angewiesen ist.
Der ehemalige ukrainische Ministerpräsident Nikolaj Asarow und der Vorsitzende der ukrainischen Derschawa-Partei Dmitrij Wasilez äußern sich kritisch zur politischen und wirtschaftlichen Entwicklung des Landes und stellen auch die tatsächliche Unabhängigkeit der Ukraine infrage.
Den Videobericht gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
14:07 Uhr
Ukrainische Drohne trifft Wohnhaus im Gebiet Brjansk: Mann tot, Frau verletzt
Über Opfer unter der Zivilbevölkerung wird auch aus dem russischen Grenzgebiet Brjansk berichtet. Interimsgouverneur Jegor Kowaltschuk berichtet auf Telegram über zwei "barbarische Attacken der ukrainischen Streitkräfte". Demnach sei eine Kamikaze-Drohne gegen ein Wohnhaus in der Siedlung Demjanki geprallt. Der Hausbesitzer sei dabei ums Leben gekommen, eine Frau sei mit Verletzungen in Krankenhaus eingeliefert worden, teilt der Politiker mit. Ein weiterer Zivilist habe in der Siedlung Stopytschi zahlreiche Splitterverletzungen erlitten, als in seiner Nähe eine Drohne detoniert sei.
Kowaltschuk spricht der Familie des Getöteten sein Beileid aus und sagt den Angehörigen alle notwendige Unterstützung zu.
13:39 Uhr
Ukrainische Drohne greift Geschäft in Melitopol an: Zwei Verletzte
Auch die Behörden des von Russland kontrollierten Teils des Gebiets Saporoschje melden Opfer durch andauernde ukrainische Angriffe. Gouverneur Jewgeni Balizki gibt auf der Plattform Telegram bekannt, dass eine gegnerische Drohne ein Haushaltswarengeschäft in der Stadt Melitopol, die als Verwaltungszentrum der Region fungiert, attackiert habe. Dabei hätten ein Jugendlicher des Jahrgangs 2009 und ein Mann des Jahrgangs 1995 Verletzungen erlitten. Die beiden seien ins Krankenhaus eingeliefert worden.
13:10 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums: Ortschaft Annowka in DVR befreit

VERTEIDIGUNGSMINISTERIUM DER RUSSISCHEN FÖDERATION Russlands Verteidigungsministerium meldet weitere Erfolge bei der militärischen Sonderoperation in der Ukraine binnen der letzten 24 Stunden. Wie die Behörde am Dienstag auf der Plattform MAX schreibt, habe der Truppenverband Nord seine taktische Position verbessert, indem er ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Ulanowo, Pissarewka und Chrapowschtschina im Gebiet Sumy sowie Prikolotnoje, Bereschnoje, Goptowka und Blagodatnoje im Gebiet Charkow getroffen habe. Der Gegner habe bis zu 215 Soldaten verloren. Außerdem seien ein Kampfpanzer, fünf gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, zwei Anlagen der elektronischen Kampfführung und ein Artillerieaufklärungsradar außer Gefecht gesetzt worden.
Der Truppenverband West habe ebenfalls günstigere Positionen bezogen, indem er Personal und Technik des Gegners im Raum der Ortschaften Malejewka, Nowy Mir, Schewtschenkowo und Tscherwony Oskol im Gebiet Charkow sowie Majaki, Swjatogorsk, Prischib und Raigorodok in der DVR getroffen habe. Dabei seien mehr als 230 ukrainische Soldaten getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe zudem drei Transportpanzer, 16 Autos, drei Geschütze und eine Anlage der elektronischen Kampfführung zerstört.
Auch der Truppenverband Süd habe seine taktische Position verbessert und dabei ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Kramatorsk, Slawjansk, Druschkowka, Semjonowka und Kurtowka in der DVR getroffen. Die russische Militärbehörde beziffert die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 150 Kämpfer. Der Gegner habe zudem drei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 26 Autos und zwei Geschütze verloren.
Der Truppenverband Mitte habe die Ortschaft Annowka in der DVR unter seine Kontrolle gebracht und außerdem Personal und Technik des Gegners in der Nähe der Ortschaften Wiktorowka, Beloserskoje, Nowotroizkoje, Grusskoje, Dobropolje und Nowogrischino in der DVR sowie Marjewka und Jurjewka im Gebiet Dnjepropetrowsk getroffen. Die ukrainische Armee habe bis zu 350 Soldaten verloren. Zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, neun Autos, ein Geschütz und drei Anlagen der elektronischen Kampfführung seien eliminiert worden.
Der Truppenverband Ost setze seinen Vormarsch fort und habe zuletzt ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Barwinowka, Neschenka, Tscherwony Jar, Omelnik und Tscherwonaja Kriniza im Gebiet Saporoschje sowie Malinowka und Kolomijzy im Gebiet Dnjepropetrowsk getroffen. Das russische Ministerium schätzt die gegnerischen Personalverluste auf bis zu 300 Kämpfer. Überdies seien sechs Autos und ein Geschütz außer Gefecht gesetzt worden.
Der Truppenverband Dnjepr habe ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Orechow, Malokaterinowka und Jurkowka im Gebiet Saporoschje getroffen. Dabei seien bis zu 30 ukrainische Soldaten getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe zudem 14 Autos und fünf Anlagen der elektronischen Kampfführung neutralisiert.
Ferner meldet das Ministerium in Moskau erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf ein Rüstungswerk, Logistikzentren, militärisch relevante Energie- und Verkehrsanlagen, Munitionslager, Drohnenwerke, Lagerhäuser mit Drohnen und Drohnenteilen, Startrampen für Flamingo-Marschflugkörper sowie 153 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. Dagegen habe die russische Luftabwehr in den letzten 24 Stunden acht Lenkbomben, fünf HIMARS-Raketen und 460 Drohnen abgefangen.
Nach russischen Angaben habe die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 674 Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 219.269 Drohnen, 669 Flugabwehrraketenkomplexe, 30.719 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.775 Mehrfachraketenwerfer sowie 36.264 Geschütze und Mörser verloren.
12:34 Uhr
Ölraffinerie im südrussischen Gebiet Rostow stellt nach Drohnenangriff Produktion ein
In der vergangenen Nacht hat auch das südrussische Gebiet Rostow eine massive Drohnenattacke aus der Ukraine erlebt. Wie Gouverneur Juri Sljussar auf Telegram mitteilt, seien über drei Städten und drei Bezirken der Region rund 30 unbemannte Luftfahrzeuge zerstört worden. Der Politiker meldet zwar keine Opfer, berichtet aber über Sachschäden.
Demnach seien durch herabfallende Wrackteile vier Einfamilienhäuser in der Stadt Nowoschachtinsk beschädigt worden. Außerdem sei die örtliche Ölraffinerie zu Schaden gekommen. Der Produktion sei vorübergehend eingestellt worden. Im Bezirk Kamensk sei es zudem zu einem Waldbrand gekommen. Die Flammen hätten eine Fläche von 4,5 Hektar ergriffen, gibt Sljussar bekannt.
12:08 Uhr
Lafontaine: Ukraine-Krieg ist Geschäft von BlackRock – und Merz spielt mit

In einem Interview im Rahmen des Podcasts Ungeskriptet übt der ehemalige SPD-Vorsitzende und Fraktionschef der Linken, Oskar Lafontaine, scharfe Kritik an der deutschen Außenpolitik. Er bezeichnet Bundeskanzler Friedrich Merz bezüglich des Ukraine-Kriegs als "einfach wie von Sinnen" und hält den CDU-Politiker Roderich Kiesewetter, der den Krieg nach Russland tragen wolle, schlicht für "verrückt".
Lafontaine warnt vor einer gefährlichen Eskalation gegenüber einer Atommacht. Den Konflikt sieht er in seinem Kern als ein Geschäft der US-Rüstungsindustrie und von Finanzkonzernen wie BlackRock. Damit schlägt er eine Brücke zu Merz' früherer Tätigkeit für das Unternehmen.
Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.



