Liveticker Ukraine-Krieg – Kreml: Keine Hoffnung auf Ukraine-Gespräche in naher Zukunft

16.07.2026 15:51 Uhr
15:51 Uhr
Kreml: Keine Hoffnung auf Ukraine-Gespräche in naher Zukunft
Moskau ist offen für eine Friedenslösung im Ukraine-Konflikt unter Vermittlung der Türkei. Dies erklärte der Kremlsprecher Dmitri Peskow gegenüber Journalisten am Donnerstag.
"Es gibt derzeit keine unmittelbaren Aussichten auf eine Wiederaufnahme der Verhandlungen", meinte Peskow. "Wir beobachten diese momentan nicht".
Auf eine Journalistenfrage im Zusammenhang mit dem Rücktritt des ukrainischen Verteidigungsministers Michail Fjodorow antwortete Peskow, Moskau verfolge aufmerksam alle Nachrichten mit Bezug auf das Kiewer Regime.
15:37 Uhr
Volksrepublik Lugansk: Fünf Zivilisten bei Angriffen aus Ukraine verletzt
Das ukrainische Militär hat mindestens fünf Ortschaften in der Volksrepublik Lugansk (LVR) mit Drohnen in mehreren Wellen angegriffen. Dies gibt der Republikchef Leonid Passetschnik auf der Plattform Max bekannt.
Kiewer Kräfte attackierten laut dem Beamten gezielt Wohnviertel, eine Klinik, einen Marktplatz sowie zivile Infrastruktureinrichtungen. Dabei hätten fünf Menschen – zwei Frauen und drei Männer – Verletzungen erlitten.
Insgesamt hätten mobile Feuergruppen und Flugabwehrkräfte in den zurückliegenden 24 Stunden mehr als 50 Luftziele abgeschossen, teilt Passetschnik weiter mit.
15:17 Uhr
Drei Tote und drei Verletzte durch ukrainische Attacken auf Gebiet Cherson
Gouverneur Wladimir Saldo berichtet über andauernde ukrainische Angriffe auf den von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson. Der Politiker meldet auf der Plattform Telegram Tote und Verletzte. Demnach sei in der Ortschaft Welikije Kopani eine 37 Jahre alte Frau ums Leben gekommen, als eine ukrainische Drohne ihr Auto attackiert habe. Eine weitere gegnerische Drohne habe in der Ortschaft Krasny Jar einen Lkw-Fahrer des Jahrgangs 1970 getötet. Ein weiterer Mann sei bei einer ähnlichen Attacke in der Ortschaft Nowy Etap getötet worden. In der Stadt Aljoschki habe eine 53 Jahre alte Frau Verletzungen erlitten. In Welikije Kopani seien zwei Männer im Alter von 23 und 26 Jahren verletzt worden. Saldo berichtet zudem über Sachschäden in 14 Ortschaften der Region.
14:54 Uhr
Fjodorow erhebt schwere Vorwürfe gegen Syrski: Militärchef spinnt Intrigen, statt gegen Russland zu kämpfen
Der kürzlich geschasste ukrainische Verteidigungsminister Michail Fjodorow hat bei einer Pressekonferenz am Donnerstag schwere Vorwürfe gegen die Militärführung seines Landes erhoben. Der Oberkommandierende der Streitkräfte, Alexander Syrski, verweigere sich wichtigen Reformen und spalte das Land. Dabei erklärte Fjodorow:
"Als ich ins Verteidigungsministerium kam, sah ich, dass niemand in der Armee für etwas zuständig war. Kommandeure wurden ständig ausgewechselt. Kritische Stimmen wurden isoliert. Große Projekte wurden blockiert."
Zudem bestätigte der nun Ex-Minister die seit Monaten anhaltenden Gerüchte, er habe Präsident Wladimir Selenskij die Entlassung Syrskis vorgeschlagen. Als der Staatschef diesen Plan verworfen habe, habe Fjodorow geantwortet, er werde es lernen, mit Syrski zu arbeiten. Der Militärchef habe die Ukraine im Jahr 2022 gerettet, aber der Krieg habe sich vollkommen verändert.
"Aber Syrski ist nicht bereit, über Probleme zu sprechen. Er spinnt Intrigen. Er hat das Ultimatum gestellt: entweder ich oder er."
Fjodorow erklärte vor Journalisten, er habe ein Angebot von Selenskij abgelehnt, dessen Berater zu werden. Der Ex-Minister äußerte auch offene Kritik an Selenskijs Personalentscheidungen:
"Ich brauche das Amt des Verteidigungsministers nicht, um Verteidigungsminister zu sein. Ich benötige dieses Amt, um den Krieg zu gewinnen. Wie sich der Krieg in dieser Konstellation gewinnen lässt, weiß ich nicht."
14:38 Uhr
Ukraine greift Wolga-Gebiet Saratow mit Drohnen an: drei Verletzte in Engels
Auch die Behörden des russischen Gebiets Saratow melden eine Drohnenattacke aus der Ukraine. Demnach seien in der Wolga-Region drei Menschen verletzt worden, als unbemannte Luftfahrzeuge in ein Wohnhaus in der Stadt Engels eingeschlagen seien. Die Opfer seien außer Lebensgefahr. Weitere Einzelheiten werden nicht bekannt gegeben.
In der Stadt Engels befindet sich einer der russlandweit größten Luftstützpunkte. Von dort sind unter anderem strategische Bomber stationiert. Die Ukraine hat die Stadt an der Wolga bereits in der Vergangenheit mit Drohnen attackiert.
14:02 Uhr
Ukrainische Drohnen töten Mann im Gebiet Jaroslawl – Autoverkehr in Richtung Moskau vorübergehend gesperrt
Das russische Gebiet Jaroslawl hat eine massive ukrainische Drohnenattacke überstanden. Gouverneur Michail Jewrajew teilt auf der Plattform Telegram mit, dass die russische Luftabwehr bei der ersten Welle der Attacke am Morgen alle 19 gegnerischen Drohnen abgefangen habe. Aus Sicherheitsgründen habe man den Autoverkehr in Richtung der Hauptstadt Moskau vorübergehend gesperrt. Bei der zweiten Angriffswelle seien 54 unbemannte Luftfahrzeuge abgefangen worden.
Der Politiker meldet vier Verletzte und einen Toten. Weitere Einzelheiten gibt Jewrajew nicht bekannt.
Offenbar hat die Drohnenattacke der örtlichen Erdölraffinerie gegolten. Die Stadt Jaroslawl liegt an der Wolga, rund 250 Kilometer nordöstlich von Moskau.
13:36 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
Das russische Verteidigungsministerium berichtet über den weiteren Verlauf der militärischen Sonderoperation in der Ukraine binnen der letzten 24 Stunden.
Wie die Militärbehörde auf der Plattform MAX schreibt, habe der Truppenverband Nord seine taktische Position verbessert und dabei ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Mogriza, Nowaja Setsch, Ryschewka, Sadki und Ulanowo im Gebiet Sumy sowie Sacharowka, Kasatschja Lopan und Jurtschenkowo im Gebiet Charkow getroffen. Der Gegner habe dabei bis zu 195 Soldaten verloren. Zudem seien drei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 13 Autos, fünf Geschütze, ein Aufklärungsradar und eine Anlage der elektronischen Kampfführung außer Gefecht gesetzt worden.
Der Truppenverband West habe ebenfalls günstigere Positionen bezogen, indem er Personal und Technik des Gegners im Raum der Ortschaften Studenok, Podliman und Peski-Radkowskije im Gebiet Charkow sowie Woltschi Jar, Majaki, Swjatogorsk und Schtschurowo in der DVR getroffen habe. Dabei seien mehr als 215 ukrainische Armeeangehörige getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe darüber hinaus zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 20 Autos und vier Geschütze zerstört.
Auch der Truppenverband Süd habe seine taktische Position verbessert und dabei ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Ischewka, Kramatorsk, Nikanorowka, Wassjutinskoje, Weroljubowka, Nikolajewka und Slawjansk in der DVR getroffen. Das russische Ministerium beziffert die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 165 Kämpfer. Der Gegner habe außerdem einen Transportpanzer, ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug, 25 Autos, zwei Geschütze und zwei Anlagen der elektronischen Kampfführung verloren.
Der Truppenverband Mitte habe ebenfalls seine Position an der vordersten Linie verbessert, indem er Personal und Technik des Gegners nahe den Ortschaften Grusskoje, Dobropolje, Nowowodjanoje, Petrowskoje, Rubeschnoje, Swetloje und Sergejewka in der DVR und Nowopawlowka im Gebiet Dnjepropetrowsk getroffen habe. Der Gegner habe bis zu 330 Armeeangehörige verloren. Drei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, vier Autos, ein Geschütz und drei Anlagen der elektronischen Kampfführung seien zerstört worden.
Der Truppenverband Ost habe seinen Vormarsch fortgesetzt und zuletzt ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Wolnoje, Kolomijzy, Malomichailowka, Podgawrilowka und Prossjanaja im Gebiet Dnjepropetrowsk sowie Dolinka, Ljubizkoje, Nikolskoje und Nowossoloschino im Gebiet Saporoschje getroffen. Die russische Behörde schätzt die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 490 Kämpfer. Ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug, sieben Autos, ein Geschütz und eine Anlage der elektronischen Kampfführung seien außer Gefecht gesetzt worden.
Der Truppenverband Dnjepr habe ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Malokaterinowka und Orechow im Gebiet Saporoschje sowie Ingulez im Gebiet Cherson getroffen. Dabei seien mehr als 55 ukrainische Soldaten getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe darüber hinaus sieben Autos und eine Anlage der elektronischen Kampfführung zerstört.
Ferner meldet das Ministerium in Moskau erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf Energie- und Verkehrsinfrastrukturen, die der Gegner zu militärischen Zwecken nutze, Drohnenlager und 147 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. Dagegen habe die russische Luftabwehr in den vergangenen 24 Stunden acht Lenkbomben, fünf HIMARS-Raketen und 802 Drohnen abgefangen.
Nach russischen Angaben habe die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 673 Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 182.526 Drohnen, 666 Flugabwehrraketenkomplexe, 30.174 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.758 Mehrfachraketenwerfer sowie 35.783 Geschütze und Mörser verloren.
13:01 Uhr
Proteste gegen Regierungsumbildung in Kiew
In der ukrainischen Hauptstadt Kiew und in anderen ukrainischen Städten haben am Donnerstag Protestaktionen gegen die Kabinettsumbildung stattgefunden. Protestteilnehmer versammelten sich in der Innenstadt, um ihren Unmut über die Maßnahmen auf die Straße zu tragen. Die Demonstranten zeigten ihren Missmut vor allem wegen der Entlassung von Verteidigungsminister Michail Fjodorow. Sie skandierten Rufe wie "Schande" und "Bring Fjodorow zurück". Dem bislang jüngsten Verteidigungsminister des osteuropäischen Landes wird ein großer Anteil an der Verbesserung der Position des Militärs im Krieg gegen Russland in den vergangenen Monaten nachgesagt.
Ukraine: Protests in Kyiv, Kharkiv, Lviv, Dnipro, and Odesa to protest outgoing Ukrainian Defence Minister Fedorov's dismissal. pic.twitter.com/yz3ycyWIZb
— Clash Report (@clashreport) July 16, 2026Fjodorow hatte am Vortag seinen Rücktritt erklärt. Vor seinem Wechsel in das Verteidigungsressort war der 35-Jährige für die digitale Transformation in der Ukraine verantwortlich. Fortschritte bei Drohnentechnologie und E-Plattformen der Regierung trugen zu seiner Beliebtheit bei. Ukrainischen Medienberichten zufolge könnte Fjodorow durch den derzeitigen Innenminister Igor Klimenko ersetzt werden.
Selenskij hatte die Regierungsumbildung mit "neuen Herausforderungen und neuen Aufgaben" begründet.
12:37 Uhr
Starmer reist nach Kiew
Der scheidende britische Premierminister Keir Starmer reist am Donnerstag zu Gesprächen mit dem ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij nach Kiew. Dies sei einer der letzten Auslandsbesuche in Starmers Amtszeit, teilt sein Büro mit. Starmer wolle mit Selenskij über die Fortschritte bei der militärischen Ausrüstung der Ukraine sprechen. Zudem werde erörtert, worauf sich die Verbündeten künftig konzentrieren sollten, heißt es in der Erklärung weiter.
Starmer wird am Montag von seinem Amt zurücktreten. Sein Nachfolger soll der Labour-Politiker Andy Burnham werden.
12:09 Uhr
Neun Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf 77 Ortschaften im Gebiet Belgorod
Der Krisenstab des russischen Grenzgebiets Belgorod veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen in der Region. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den letzten 24 Stunden 77 Ortschaften in acht Bezirken angegriffen habe. Der Gegner habe mindestens 55 Geschosse abgefeuert und 259 Drohnen eingesetzt, von denen 142 abgeschossen worden seien.
In der Statistik wird auch über Opfer unter der Zivilbevölkerung berichtet. Bei ukrainischen Drohnenangriffen auf Fahrzeuge seien in den Ortschaften Zerkowny, Massytschewo, Schebekino, Maximowka und Nowaja Tawolschanka insgesamt sechs Menschen verletzt worden. Bei der Detonation einer Drohne in Schebekino seien zudem zwei Kinder im Alter von 13 und 16 Jahren und eine 18-jährige Frau zu Schaden gekommen.
Der Krisenstab meldet zudem zahlreiche Sachschäden. Demnach seien in den vergangenen 24 Stunden zwei Mehrfamilienhäuser, 23 Einfamilienhäuser, eine soziale Einrichtung, ein Geschäft, zwei Betriebe, ein Lagerhaus, vier Infrastrukturobjekte, zwei Garagen, zwei Gasleitungen, zwei Stromleitungen, neun Lkw, ein Traktor, zwei Busse, ein Kommunalfahrzeug und 28 Autos zerstört oder beschädigt worden.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.