Liveticker Ukraine-Krieg – Medien: Fjodorows Wahlaufruf setzt Selenskij unter Druck

19.08.2026 21:54 Uhr
21:54 Uhr
Russland meldet Eliminierung von 20 brasilianischen Söldnern
Russische Sicherheitsbehörden haben eigenen Angaben zufolge 20 brasilianische Söldner der ukrainischen Streitkräfte im Gebiet der Sonderoperation eliminiert. Dies berichtet die Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf Sicherheitskreise.
Demnach wurden die Söldner an verschiedenen Frontabschnitten getötet. Die meisten von ihnen seien über soziale Netzwerke angeworben und anschließend nach Kolumbien gereist, wo sie Verträge mit den ukrainischen Streitkräften unterzeichnet hätten.
21:40 Uhr
Medien: Fjodorows Wahlaufruf setzt Selenskij unter Druck
Die Unterstützung von Wahlen durch den ehemaligen ukrainischen Verteidigungsminister Michail Fjodorow stellt nach Einschätzung des Senders CNN die bislang größte innenpolitische Herausforderung für Präsident Selenskij dar.
Selenskij hatte Fjodorow am 14. Juli entlassen. Seitdem demonstrieren dessen Anhänger für seine Rückkehr ins Amt. Am 18. August forderte Fjodorow Wahlen in der Ukraine. Selenskijs Amtszeit wäre 2024 ausgelaufen, doch die Wahlen wurden ausgesetzt und bislang nicht neu angesetzt.
Laut dem Sender treffen Fjodorows Äußerungen Selenskij derzeit an seinen verwundbarsten Punkten: sinkende Umfragewerte, chaotische Umbesetzungen in der Regierung und Korruptionsskandale. Laut CNN könnten bei möglichen Wahlen Fjodorow oder der ehemalige ukrainische Oberbefehlshaber Waleri Saluschny gewinnen. Beide würden demnach versuchen, Berater Selenskijs aus ihren Ämtern zu entfernen.
21:35 Uhr
Experte: Westen will mit Chmara Kriegsfinanzierung kontrollieren
Nach Einschätzung des Militärexperten Witali Kisseljow will der Westen mithilfe des neuen ukrainischen Verteidigungsministers Jewgeni Chmara die Finanzströme für die Kriegsführung überwachen. Dies sagte er gegenüber TASS.
"Amerika und Europa sprechen schon davon, dass das Geld in der Ukraine einfach verschwindet, sich in Luft auflöst. Sie glauben, dass sie mit der Ernennung Chmaras die Situation ändern können, vor allem bei der Kontrolle der Finanzströme, die unmittelbar in den Krieg fließen und nicht für andere Dinge versickern sollen."
Der Experte betonte zudem, dass der Westen inzwischen jede Personalentscheidung in der Ukraine kontrolliere, auch bei der ukrainischen Regierung.
Am 19. August stimmte die Werchowna Rada für Chmaras Ernennung zum Verteidigungsminister. Die Ernennung erfolgte vor dem Hintergrund von Protesten nach dem Rücktritt seines Vorgängers Michail Fjodorow. Chmara ist Berufssoldat, Spezialkräfte-Offizier und ehemaliger Leiter des SBU.
21:20 Uhr
FPÖ fordert sofortigen Stopp aller Zahlungen an Ukraine
Die österreichische Freiheitliche Partei (FPÖ) hat die Regierung aufgefordert, sämtliche Zahlungen an die Ukraine umgehend einzustellen. Zudem müsse vollständig untersucht werden, wohin die bisher von Österreich bereitgestellten Hilfsgelder tatsächlich geflossen seien.
Hintergrund der Forderung sind neue großangelegte Razzien durch die ukrainischen Antikorruptionsbehörden in Kiew, die unter anderem das Umfeld von Wladimir Selenskij betrafen. Die FPÖ bezeichnete die Vorgänge als weiteren schwerwiegenden Beleg für die Korruption in der Ukraine.
FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz kritisierte, dass die österreichische Regierung weiterhin milliardenschwere Hilfen genehmige und Steuergelder "ohne jegliche Kontrolle" überweise. Er forderte zudem den Rücktritt von Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS).
Schnedlitz kündigte außerdem an, dass sich die FPÖ für ein Ende der weiteren österreichischen Finanzierung der Ukraine einsetzen werde.
21:10 Uhr
Ukrainisches Militär setzt Drohnenterror gegen russische Regionen fort
Bei einem Drohnenangriff der Ukraine auf ein Privathaus im Dorf Karysch im Gebiet Kursk ist ein 74-jähriger Einwohner verletzt worden. Dies teilte Gouverneur Alexander Chinstein mit. Der Mann erlitt Splitterverletzungen an Brust, Bauch, Arm und Wirbelsäule und wurde in das Gebietskrankenhaus von Kursk gebracht.
Bei ukrainischen Angriffen auf das Gebiet Belgorod wurden zudem zwei weitere Zivilisten verletzt. Ein Mann erlitt im Ort Oktjabrski Splitterverletzungen am Oberschenkel. Ein weiterer Mann wurde beim Beschuss des Dorfes Otradnoje durch Splitter am Arm verletzt. Beide werden zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus in Belgorod gebracht.
21:00 Uhr
Exklusiv: Russische Drohneneinheit im Einsatz bei Kramatorsk

Nach der Befreiung von Konstantinowka setzen die russischen Streitkräfte ihre Offensive am Frontabschnitt in Richtung Kramatorsk und Druschkowka fort. Eine wichtige Rolle spielen dabei Drohneneinheiten, die ukrainische Stellungen und militärische Ausrüstung aufklären und angreifen.
Ein russisches Drohnenteam berichtet unserem Militärkorrespondenten Iwan Poljanski über das Zusammenspiel verschiedener Systeme. Aufklärungsdrohnen würden zunächst gegnerische Ziele identifizieren und anschließend Angriffsdrohnen zu deren Bekämpfung eingesetzt.Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
20:59 Uhr
The Economist: Mangel an Abfangraketen löst in der Ukraine Panik aus
Der zunehmende Mangel an Abfangraketen bei den westlichen Partnern hat in der Ukraine Panik ausgelöst, berichtet The Economist. Kiew befinde sich in einer verzweifelten Lage und leide unter einem akuten Munitionsmangel. Das Magazin schreibt:
"Die verzweifelte Lage der Ukraine ist das deutlichste Zeichen für den Mangel an Abfangraketen im Westen. Der zunehmende Mangel löst Panik in der Ukraine und darüber hinaus aus."
Laut The Economist verfügen unter anderem Deutschland, Griechenland, Polen und Spanien weiterhin über ausreichende Bestände für Patriot-Luftabwehrsysteme. Sie würden jedoch zunehmend davon absehen, Munition an die Ukraine zu liefern.
Der ukrainische Machthaber Wladimir Selenskij hatte zuvor erklärt, dass sich die Bestände an Abfangraketen der ukrainischen Streitkräfte im Vergleich zu 2025 um das 2,5-Fache verringert hätten. Die Abgeordnete Anna Skorochod sprach am 12. August wegen des Mangels an Luftabwehrmitteln von einer "katastrophalen Situation".
20:45 Uhr
DVR: Fünf Verletzte bei ukrainischem Drohnenangriff auf Gorlowka
Nach einem Angriff der Ukraine auf das Zentrum der Stadt Gorlowka in der Donezker Volksrepublik (DVR) ist die Zahl der Verletzten auf fünf gestiegen. Dies teilte Bürgermeister Iwan Prichodko auf der Plattform Max mit. Zuvor hatte Prichodko von vier Verletzten berichtet. Bei dem Drohnenangriff wurden zudem mehrere Fahrzeuge des öffentlichen Nahverkehrs beschädigt.
20:40 Uhr
Russische Regionen melden weitere Opfer ukrainischer Angriffe
Bei Drohnenangriffen der Ukraine auf die russischen Regionen Brjansk und Belgorod sind laut Behördenangaben drei Menschen getötet und mehrere weitere verletzt worden.
Im Dorf Getmanskaja Buda im Gebiet Brjansk traf eine Kamikaze-Drohne ein ziviles Fahrzeug. Dabei kam eine Einwohnerin ums Leben, ihr Enkel wurde verletzt. Bei einem weiteren Drohnenangriff im Dorf Bjakowo erlitt eine andere Zivilistin Splitterverletzungen. Im Ort Klimowo griffen Drohnen ein Einkaufszentrum an. Dabei wurden ein Mann und eine Frau verletzt.
Im Gebiet Belgorod griff eine FPV-Drohne auf der Straße Lomnoje–Iwanowskaja Lissiza ein Auto an. Dabei kam eine Frau ums Leben, ein Mann erlitt Splitterverletzungen am Rücken und an den Beinen. Auf derselben Strecke wurde bei einem weiteren Drohnenangriff eine Frau an der Schulter, am Oberschenkel und am Knie verletzt. Die beiden Verletzten wurden in ein städtisches Krankenhaus in Belgorod gebracht.
Darüber hinaus wurde im Gebiet Saporoschje ein Lager für humanitäre Hilfsgüter angegriffen. Nach vorläufigen Angaben gab es keine Verletzten. Auf dem Gelände brach ein Feuer aus. Die Ausgabe von Hilfsgütern an Rentner, Menschen mit Behinderung und kinderreiche Familien wurde vorerst eingestellt.
20:34 Uhr
Ukrainischer Soldat soll Drohne mit giftigem Rauch in Keller gelenkt haben
Ein ukrainischer Drohnenoperator soll eine mit Chemikalien bestückte Drohne in den Keller eines Hauses in Rodinskoje in der Donezker Volksrepublik gelenkt haben. Dort hielten sich zum Zeitpunkt des Angriffs sechs Frauen und ein Mann auf. Der Vorfall ereignete sich demnach noch vor der Einnahme des Ortes durch russische Truppen. Dies berichtete die Geflüchtete Oksana Sydorenko gegenüber RIA Nowosti.
"Die Drohne flog zu uns in den Keller und enthielt irgendeine Chemikalie. Es gab viel Rauch, und die Menschen begannen zu ersticken. Der Rauch war giftig, er brannte in den Augen."
Ihrer Aussage nach konnte der Drohnenoperator nicht übersehen haben, dass sich Frauen in dem Keller befanden.
Bereits im Juli hatte RIA Nowosti über einen weiteren Vorfall in Rodinskoje berichtet. Nach Angaben einer Bewohnerin drang nach der Einnahme der Stadt durch die russischen Truppen eine ukrainische Sabotage- und Aufklärungsgruppe ein. Die Gruppe forderte eine ältere Frau auf, die Tür ihres Hauses zu öffnen. Die Männer drohten, das Haus andernfalls mit Granaten zu bewerfen. Die Frau öffnete die Tür nicht. Daraufhin warfen die Saboteure Granaten auf das Haus. Die Rentnerin überlebte den Angriff nicht.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
