Liveticker Ukraine-Krieg – Lawrow: Europa und Selenskij wollen USA vom Kurs abbringen

24.04.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:59 Uhr
Raketenstart in Nordrussland – Moskau stationiert neue Militärsatelliten

Am Donnerstag ist vom Kosmodrom Plessezk aus eine Angara-1.2-Trägerrakete ins All gebracht worden. Die Luft- und Weltraumkräfte Russlands bringen damit neue Militärsatelliten in den Orbit, berichtete das russische Verteidigungsministerium. Auch der Weg der Rakete zum bekannten Weltraumbahnhof wurde im Voraus dokumentiert.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
21:55 Uhr
Lawrow: Selenskij sieht "Sicherheitsgarantien im Krieg"
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij sehe Sicherheitsgarantien im Fortsetzen des Krieges. Dies erklärte Russlands Außenminister Sergei Lawrow bei einem Treffen mit Vertretern russischer NGOs.
"Im Westen entsteht jetzt eine Hysterie: Selenskij erklärt, er werde das Gebiet Donezk nicht verlassen – das sei Teil seiner Sicherheitsgarantien. Das heißt, dass er Sicherheitsgarantien im Krieg sieht."
Zugleich wolle der Westen die Kämpfe einfrieren – "dort, wo derjenige steht, soll es zum Stillstand kommen" – und Kiew Sicherheitsgarantien geben. Dazu zähle auch die von Frankreich und Großbritannien angestrebte Entsendung multinationaler "Stabilisierungsstreitkräfte".
"Das bedeutet nur eines: Sie wollen dem Nazi-Regime Sicherheitsgarantien verschaffen."
21:40 Uhr
Heimgekehrte Soldaten: Briefe und Familie gaben Kraft in Gefangenschaft
Russische Soldaten, die aus ukrainischer Gefangenschaft zurückgekehrt sind, haben dem Sender RT erzählt, was ihnen half, durchzuhalten. Nach ihren Angaben gaben ihnen Nachrichten von Angehörigen, Gedanken an die Kinder und der Wunsch, die Familie wieder in die Arme zu schließen, Kraft. Einer der Teilnehmer der Militäroperation sagte:
"Ein Brief von meiner Mutter. Sie wartet. Die Kinder warten – das ist das Wichtigste."
Er fügte hinzu, er habe eine Zeichnung seiner Kinder, die er vor Neujahr erhalten hatte, "wie seinen Augapfel" gehütet.
21:35 Uhr
Lawrow: Westen nutzt Ukraine für "offenen Krieg" gegen Russland
Der russische Außenminister Sergei Lawrow warf dem Westen vor, mittels der Ukraine einen "offenen Krieg" mit Russland zu führen. Er sagte dies bei einem Treffen mit Vertretern russischer NGOs:
"Uns ist ein offener Krieg erklärt worden. Als 'Speerspitze' wird dabei das Kiewer Regime genutzt. Doch dass diese 'Speerspitze' ohne materielle Unterstützung durch westliche Waffen, Aufklärungsdaten, Satellitensysteme und Ausbildungshilfe hilflos ist – das weiß jeder."
Weiter erklärte er, die Ukraine werde "offen als geopolitischer Rammbock benutzt". Er verwies dabei auf Aussagen aus Belgien. Dort habe Generalstabschef Frederik Vansina erklärt, man bereite sich auf einen Krieg mit Russland vor, während die Ukraine Zeit verschaffe. Zugleich warf Lawrow dem Westen vor, "alles Russische zu dämonisieren" und offen über eine künftige Konfrontation zu sprechen – insbesondere in Brüssel.
21:22 Uhr
Lawrow: Europa und Selenskij wollen USA "vom Kurs abbringen"

Russlands Außenminister Sergei Lawrow.Sergei Gunejew / Sputnik Die europäischen Staaten und der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij versuchen nach Ansicht des russischen Außenministers Sergei Lawrow, die USA von dem in Anchorage festgelegten Kurs abzubringen. Dies sagte Lawrow bei einem Treffen mit Vertretern russischer NGOs:
"Bald jährt sich das Treffen in Anchorage zum ersten Mal. In dieser Zeit haben die Europäer – man muss ihrer Dreistigkeit Tribut zollen – gemeinsam mit Selenskij viel dafür getan, die Amerikaner von ihrem Kurs abzubringen."
Er lobte zugleich die Haltung der USA, die aus seiner Sicht "die Ursachen öffentlich benennen" und konkrete Schritte unternehmen würden. Dabei verwies er auf Verständigungen, die bei einem Treffen in Anchorage erzielt worden seien.
Zugleich warf Lawrow dem Westen vor, das Kiewer Regime zur "Zerstörung alles Russischen" und gegen die kanonische orthodoxe Kirche in der Ukraine zu ermutigen. "Das ist Teil der Aggression gegen uns, gegen Russland als Zivilisation", erklärte er. Der Westen nutze die Ukraine als langfristige Bedrohung und plane Sicherheitsgarantien für Kiew, die auch für "neue militärische Abenteuer" eingesetzt werden könnten.
"Sie haben erklärt, dass all das in den Jahren 2029 bis 2030 beginnen soll."
21:11 Uhr
Bericht: Bis zu fünf Millionen Ausfälle bei ukrainischen Streitkräften
Die Zahl der ukrainischen Militärangehörigen, die als vermisst oder getötet gelten oder sich in Behandlung befinden, soll bei rund fünf Millionen liegen. Dies meldet die Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf Sicherheitskreise.
Ein Gesprächspartner verwies zudem auf einen Bericht dänischer Geheimdienste, in dem die Verluste der ukrainischen Streitkräfte auf etwa 500.000 geschätzt werden. Die genannten Zahlen könnten, so die Quelle, unter anderem auf in sozialen Netzwerken veröffentlichten Nachrufen beruhen.
20:54 Uhr
Ukrainischer Beschuss im Gebiet Saporoschje: Zivilistin verletzt
Die ukrainischen Streitkräfte haben Ortschaften im Kommunalbezirk Kamenka-Dneprowskaja mit Artillerie beschossen. Dabei wurde eine Zivilistin verletzt. Dies teilte die Bezirksverwaltung der Nachrichtenagentur TASS mit.
"Eine Einwohnerin von Kamenka-Dneprowskaja suchte mit einer Schulterverletzung das Kreiskrankenhaus auf, die sie infolge des Artilleriebeschusses der Stadt erlitten hat."
Zudem wurden zwei Wohnhäuser in Kamenka-Dneprowskaja sowie im Dorf Welikaja Snamjanka beschädigt. Beide Gebäude erlitten erhebliche Schäden.
20:35 Uhr
Bericht: Tausende ausländische Söldner kämpfen in der Ukraine
In den Reihen der ukrainischen Streitkräfte sollen rund 16.500 ausländische Söldner dienen, darunter etwa 7.000 Kolumbianer. Dies berichtet die Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf Sicherheitskreise. Ein Gesprächspartner sagte:
"Interessant ist, dass selbst gegnerische Propagandisten einräumen müssen, dass ein Teil der Söldner seine Verträge mit den ukrainischen Streitkräften relativ schnell auflöst und anschließend in der Ukraine bleibt oder in EU-Staaten ausreist."
20:22 Uhr
Medien: Witwen von Soldaten wollen in Lwow protestieren
Witwen gefallener ukrainischer Soldaten versuchen, in Lwow Protestaktionen zu organisieren. Dies teilen Sicherheitskreise gegenüber der Nachrichtenagentur RIA Nowosti mit. Zuvor hatten ukrainische Medien berichtet, dass auf dem Lytschakiwski-Friedhof in Lwow die Plätze für Militärbestattungen erschöpft seien.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

