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Liveticker Ukraine-Krieg – Reuters: Deutschland bezahlt 50.000 Drohnen für Kiews Truppen

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – Reuters: Deutschland bezahlt 50.000 Drohnen für Kiews TruppenQuelle: Gettyimages.ru © Nikoletta Stoyanova
  • 12.07.2026 20:15 Uhr

    20:15 Uhr

    Russische Flugabwehr zerstört im Laufe des Tages mehr als 200 Drohnen

    Einheiten der Flugabwehr haben im Laufe des Tages 220 ukrainische Drohnen über Russland abgefangen und zerstört. Laut dem russischen Verteidigungsministerium wurden die unbemannten Flugzeuge zwischen 8 und 20 Uhr Moskauer Zeit über sieben Gebieten des Landes sowie über der Region Krasnodar, der Teilrepublik Krim, dem Asowschen und Schwarzen Meer vom Himmel geholt.

  • 19:52 Uhr

    Ukrainische FPV-Drohne trifft Auto in Energodar – drei Zivilisten tot

    Eine ukrainische FPV-Drohne hat in Energodar im Gebiet Saporoschje ein Auto mit Zivilisten getroffen. Laut Gouverneur Jewgeni Balizki kamen im Ergebnis der absichtlichen Attacke drei Insassen ums Leben.

    Andere FPV-Drohnen blieben weiterhin im Gebiet des Angriffs und verhinderten damit schnelle Hilfe für die Opfer, fügt der Gouverneur hinzu. 

    Kürzlich hatte Alexei Lichatschow, der Chef des russischen Staatsunternehmens Rosatom, über vier Tote und vier Verletzte durch ukrainische Angriffe am Sonntag berichtet.

  • 19:25 Uhr

    Reuters: Deutschland bezahlt 50.000 Drohnen für die Ukraine

    Deutschland wird die Beschaffung von 50.000 Kampfdrohnen für die Ukraine finanzieren. Wie Reuters unter Verweis auf Quellen mitteilt, handelt es sich bei dem Auftrag um FPV-Drohnen vom Typ Shrike. Die unbemannten Flugzeuge, ausgestattet mit Software der US-Rüstungsfirma Auterion, werden vom ukrainischen Unternehmen SkyFall produziert

    Auterion-Geschäftsführer Lorenz Meier erklärt, dass der Vertrag in Höhe von etwa 90 Millionen Euro von einem europäischen Land finanziert werde.

    Im Gespräch mit Reuters gibt Meier die Lieferung einiger Drohnen an die Ukraine bekannt, der Rest sollte noch in diesem Jahr übergeben werden. SkyFall bestätigt die Beteiligung Deutschlands, weigert sich jedoch, Einzelheiten des Deals zu melden.

  • 18:33 Uhr

    Kiew rechnet frühestens 2028 mit ersten Patriot-Lieferungen aus Deutschland

    Die Ukraine wird die ersten Patriot-Raketen im Rahmen eines Vertrags mit Deutschland frühestens 2028 erhalten. Dies erklärt Roman Kostenko, Oberst des ukrainischen Sicherheitsdienstes SBU und Sekretär des Parlamentsausschusses für Nationale Sicherheit.

    Kostenko erinnert daran, dass der Vertrag mit Deutschland die Lieferung von mehr als 600 Patriot-Raketen vorsieht. Realistisch betrachtet laufe die Produktion in Deutschland erst jetzt an, die ersten Lieferungen seien erst deutlich nach 2028 geplant.

  • 18:10 Uhr

    Moskau und Region wehren massiven Drohnenangriff ab – Hunderte Ziele zerstört

    Innerhalb von 24 Stunden sind rund 300 unbemannte Flugzeuge in Richtung Moskau und in die Region um die Hauptstadt geflogen, erklärt Bürgermeister Sergei Sobjanin. Die Flugabwehr neutralisierte den Großteil der Flugziele auf großer Entfernung. Dabei wurden 45 Drohnen im Anflug auf Moskau zerstört.

  • 17:49 Uhr

    Vier Tote, mehrere Verletzte nach ukrainischen Angriffen auf AKW-Stadt Energodar

    Bei den ukrainischen Angriffen auf Energodar am Sonntag sind vier Zivilisten ums Leben gekommen. Dies berichtet Alexei Lichatschow, der Chef des russischen Staatsunternehmens Rosatom. In einer Erklärung des Beamten zur Lage in der Stadt beim AKW Saporoschje heißt es:

    "Nur zwei Tage nach dem Treffen mit der IAEA erlebten wir in Energodar den bisher blutigsten Tag. Vier Menschen wurden getötet – zwei Frauen und zwei Männer. Es gibt vier Verletzte, einer von ihnen wurde schwer verwundet."

    Seit dem 27. April, dem Beginn der großangelegten Eskalation, wurden bereits elf Zivilisten getötet, die Zahl der Verletzten beläuft sich auf Dutzende, betont Lichatschow.

  • 17:28 Uhr

    Medien: Naftogaz-Chef könnte neuer Ministerpräsident der Ukraine werden

    Laut ukrainischen Medien erwägt Kiew mehrere Kandidaten für das vakante Amt des Ministerpräsidenten. Genannt werden unter anderem der Vorstandschef des staatlichen Energiekonzerns Naftogaz, Sergei Korezki, der Ex-Regierungschef und amtierende Energieminister Denis Schmygal, Verteidigungsminister Michail Fjodorow sowie der Bürgermeister von Charkow, Igor Terechow. Korezki gelte als der wahrscheinlichste Kandidat.

    Über den bevorstehenden Rücktritt der Ministerpräsidentin Julia Swiridenko berichtete am Sonntag Präsident Wladimir Selenskij. Außerdem sprach er über ein Treffen mit Korezki und bezeichnete dessen Arbeit als effektiv.

    Swiridenko bestätigte mittlerweile ihren Rücktritt. In einem Beitrag in den sozialen Medien schrieb sie:

    "Ich bin stolz darauf, dass ich die Ehre hatte, die Regierung zu leiten. [...] Wir haben mit dem Präsidenten auch unsere nächsten Schritte besprochen."

  • 16:50 Uhr

    Polen gedenkt der Wolhynien-Opfer und kritisiert Selenskij

    Polen hat am Jahrestag des "Blutsonntags" der Opfer des Wolhynien-Massakers gedacht, bei dem ukrainische Nationalisten während des Zweiten Weltkriegs Zehntausende Menschen ermordet hatten. Ministerpräsident Donald Tusk kündigte in Warschau eine Gedenkmauer mit den Namen aller identifizierten Opfer an.

    Den Videobericht gibt es hier auf unserer Website zu sehen.

  • 16:20 Uhr

    Selenskij und Sibiga trauern um Graham: Verfechter der Freiheit und Freund der Ukraine

    Wladimir Selenskij hat sich "zutiefst betrübt" über den Tod des US-Senators Lindsey Graham geäußert. Der ukrainische Staatschef würdigte am Sonntag den Einsatz des republikanischen Politikers für die Ukraine. In seinen sozialen Medien schrieb Selenskij:

    "Amerika und die Welt haben einen entschlossenen Anführer verloren."

    Graham habe die Ukraine seit dem Kriegsausbruch zehnmal besucht und dem ukrainischen Volk zur Seite gestanden, "als dies am dringendsten nötig war".

    Selenskij hatte Graham noch am Freitag in Kiew empfangen. Der US-Senator war ein entschiedener Unterstützer der Ukraine und vertrat einen harten Kurs gegenüber Russland. Erst kürzlich erzielte er gemeinsam mit demokratischen Senatoren eine parteiübergreifende Einigung mit der Regierung von US-Präsident Donald Trump, um verschärfte Sanktionen gegen Russland auf den Weg zu bringen.

    Auch Außenminister Andrei Sibiga zeigte sich bestürzt über den Tod des US-Senators. Dieser sei ein wahrer Freund der Ukraine gewesen.

    "Seine Führungsstärke, seine Überzeugung und sein unerschütterliches Engagement für die Ukraine werden niemals in Vergessenheit geraten."

  • 15:43 Uhr

    Opfer bei massiven ukrainischen Drohnenangriffen auf LVR

    Leonid Passetschnik, Oberhaupt der Volksrepublik Lugansk (LVR), berichtet auf der Plattform MAX über massive ukrainische Angriffe auf die Region. Am Samstag und in der Nacht zum Sonntag habe die örtliche Luftabwehr über der LVR mehr als 40 Luftziele zerstört. Einigen gegnerischen Drohnen sei es jedoch gelungen, ihr Ziel zu erreichen und Schaden zuzufügen. Der Politiker meldet einen Toten und fünf Verletzte.

    "In Lissitschansk traf eine ukrainische Drohne einen Kleintransporter des Straßendienstes. Ein 39-jähriger Arbeiter wurde verletzt. Sein 41-jähriger Kollege kam ums Leben."

    Auch in Swatowo habe der Gegner einen Kleintransporter und ein Motorrad attackiert. Zwei Männer im Alter von 35 und 34 Jahren seien verletzt worden. Infolge eines Angriffs auf den Bezirk Belokurakino habe ein 48 Jahre alter Mann Verletzungen erlitten. In Kremennaja sei eine 75-jährige Frau in ihrem Wohnhaus verletzt worden.

    Darüber hinaus meldet Passetschnik einen Angriff auf einen Lebensmittelmarkt in Stachanow. Mehrere Geschäfte und Lkw seien beschädigt worden. In Starobelsk habe der Gegner ein Wohnhaus attackiert, sodass ein Brand ausgebrochen sei. Als ein Feuerwehrteam am Ort des Geschehens eingetroffen sei, habe das ukrainische Militär erneut zugeschlagen. Glücklicherweise sei niemand verletzt worden.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.