Liveticker Ukraine-Krieg: Moskau wirft Kiew 1.971 Verstöße gegen Osterwaffenruhe vor

12.04.2026 10:06 Uhr
10:06 Uhr
Russland wirft Ukraine 1.971 Verstöße gegen Osterwaffenruhe vor

ArchivbildSputnik Russlands Verteidigungsministerium berichtet über zahlreiche Verstöße gegen die von Präsident Wladimir Putin ausgerufene Waffenruhe durch die ukrainischen Streitkräfte. Die Militärbehörde in Moskau teilt in ihrem täglichen Frontbericht mit, dass alle russischen Truppengruppierungen seit 15 Uhr MESZ am Samstag und bis dato den Waffenstillstand strikt befolgt hätten und an den bisher eingenommenen Stellungen stehen geblieben seien. Dabei betont das Ministerium auf der Plattform MAX:
"Trotz der ausgerufenen Osterwaffenruhe griffen Einheiten der Streitkräfte der Ukraine in der Nacht aus dem Raum der Ortschaft Pokrowskoje her dreimal russische Stellungen im Raum der Ortschaften Gai (zweimal) und Otradnoje im Gebiet Dnjepropetrowsk an. Alle Attacken wurden abgeschlagen."
Darüber hinaus seien vier Versuche des Gegners gescheitert, eine Offensive gegen russische Truppen im Raum der Ortschaften Kondratowka und Nowaja Setsch im Gebiet Sumy sowie Kaleniki in der Volksrepublik Donezk zu unternehmen. Zudem habe das ukrainische Militär die russischen Grenzgebiete Kursk und Belgorod mit zwei unbemannten Luftfahrzeugen angegriffen. Als Folge seien mehrere Zivilisten, darunter ein Kind, verletzt worden.
Insgesamt meldet das Ministerium im Zeitraum von 15 Uhr MESZ am 11. April bis 7 Uhr MESZ am 12. April 1.971 ukrainische Verstöße gegen die Waffenruhe. Unter anderem habe es 258 Angriffe mit Mehrfachraketenwerfern, Geschützen, Panzern und Mörsern und 1.329 Attacken mit FPV-Drohnen gegeben.
09:32 Uhr
Beschuss auf Siedlungen im Gebiet Cherson: Mehr als 50 Geschosse aus Ukraine abgefeuert
Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer, die das ukrainische Militär im Laufe des Samstags unternommen hat. Den Angaben zufolge habe die ukrainische Artillerie im Laufe des 11. April 28 Geschosse auf sieben Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse listen die Behörden wie folgt auf:
- Nowaja Kachowka — 7,
- Kairy — 4,
- Tawrijsk — 3,
- Knjase-Grigorowka — 4,
- Staraja Sburjewka — 2,
- Ljubimowka — 3,
- Kochany — 5.
Wie die Behörden weiter mitteilen, habe der Beschuss auch in der Nacht zum Sonntag angedauert. Auf zivile Infrastrukturen der von Russland kontrollierten Ortschaften Korsunka, Nowaja Kachowka, Kardaschinka und Dnjeprjany seien insgesamt 24 Geschosse abgefeuert worden.
Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.
09:05 Uhr
Selenskij schlägt Russland dauerhafte Waffenruhe vor
Der ukrainische Staatschef Wladimir Selenskij hat in seiner abendlichen Videobotschaft Russland erneut eine dauerhafte Waffenruhe vorgeschlagen. Er hoffe, dass die Waffenruhe dieses Mal funktioniere, sagte der Politiker auf der Plattform X.
"Ostern sollte eine Zeit der Sicherheit und des Friedens sein. Es wäre richtig, wenn der Waffenstillstand über die Feiertage hinaus andauern würde. Wir haben diesen Vorschlag an Russland weitergeleitet, und sollte Russland erneut den Krieg dem Frieden vorziehen, wird es der Welt und insbesondere den Vereinigten Staaten einmal mehr zeigen, wer wirklich wofür steht."
Gleichzeitig warnte Selenskij Russland vor Verstößen gegen die Waffenruhe:
"Die Ukraine wird symmetrisch reagieren. Wenn es keine russischen Raketen oder Drohnen gibt, werden wir auch im Luftraum eine Waffenruhe einhalten. Die gleiche Aufgabe gilt für die Frontlinie. Aber jede ukrainische Einheit behält sich das Recht auf eine Reaktion vor."
Easter should be a time of security and peace. It would be right for a ceasefire to continue beyond the holiday. We have conveyed this proposal to Russia, and if Russia once more chooses war over peace, it will yet again show the world, and the United States in particular, who… pic.twitter.com/fRMgD0rVN9
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) April 11, 202608:33 Uhr
Drei Verletzte durch ukrainische Angriffe auf Grenzgebiet Kursk
Gouverneur Alexander Chinschtein berichtet in der täglichen Statistik auf der Plattform MAX über Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region, die das ukrainische Militär im Laufe des Samstags unternommen hat. Wie der Politiker mitteilt, seien im Zeitraum von 8 Uhr MESZ am 11. April bis 6 Uhr MESZ am 12. April neun ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Es habe darüber hinaus 15 Angriffe gegeben, bei denen unbemannte Luftfahrzeuge Sprengsätze auf Objekte im Gebiet Kursk abgelassen hätten.
Chinschtein meldet drei Verletzte, darunter ein Kind. Die Attacke habe sich am Samstag in der Stadt Lgow ereignet. Dort habe eine ukrainische Drohne eine Tankstelle angegriffen. Die Verletzten seien ins Krankenhaus eingeliefert worden. Eine Tanksäule und drei Autos seien zu Schaden gekommen. Bei einer anderen Attacke seien ein Wohnhaus und mehrere Schuppen in der Siedlung Alexandrowka beschädigt worden. In der Siedlung Schtschokino sei ebenfalls ein Schuppen zu Schaden gekommen.
08:01 Uhr
Orbán warnt am Wahlkampfende: "Frieden ist das wichtigste Ziel dieser Wahl"
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán hat am Vorabend der Parlamentswahl erneut betont, dass nur ein Sieg seiner Partei Fidesz verhindern könne, dass sein Land in den Ukraine-Krieg hineingezogen werde. Vor Tausenden Anhängern sagte der Regierungschef in Budapest:
"Frieden ist das wichtigste Ziel dieser Wahl. Wir werden unsere Kinder nicht in den Krieg ziehen lassen. Wir haben nichts mit diesem Krieg zu tun. Es ist ein Bruderkrieg zwischen zwei slawischen Völkern."
Orbán wies zugleich den von vielen Kritikern geäußerten Vorwurf zurück, eine russlandfreundliche Politik zu betreiben. Dass der Vorwurf nicht stimme, zeige sich auch daran, dass die derzeitige US-Regierung ihn unterstütze.
Der Oppositionschef Péter Magyar betonte dagegen in der ostungarischen Stadt Debrecen vor mehr als 10.000 Anhängern seiner bürgerlichen Partei Tisza, dass es darum gehe, der Korruption Einhalt zu gebieten. Während Orbán russische Agenten geholt habe und den Interessen Moskaus diene, werde seine künftige Regierung das Land wieder in Europa verankern.
"Der Platz Ungarns ist, war und wird in Europa sein."
07:29 Uhr
DVR meldet einen ukrainischen Angriff binnen 24 Stunden

Archivbild: Folgen einer ukrainischen Attacke auf die Stadt Donezk, 17. Januar 2026TAISSIJA WORONZOWA / Sputnik Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden einen Angriff durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurden auf das Territorium der Volksrepublik vier Geschosse abgefeuert. In der Zeitspanne von 0 Uhr am 11. April bis 0 Uhr am 12. April (Ortszeit) kamen zwei Zivilisten ums Leben. Sieben Menschen erlitten Verletzungen. Durch den Beschuss wurden acht Wohnhäuser beschädigt.
Am Vortag hatten die Behörden von Donezk neun Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Dabei wurden zwei Zivilisten verletzt. Zu Schaden kamen acht Wohnhäuser und vier zivile Infrastrukturobjekte.
11.04.2026 21:00 Uhr
21:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
20:57 Uhr
Saldo: Kiew will Bevölkerung vom rechten Dnjepr-Ufer vertreiben
Die ukrainische Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, die Bevölkerung zu vertreiben und das Gebiet am rechten Ufer des Dnjepr, das derzeit unter der Kontrolle ukrainischer Truppen steht, zu entvölkern. Einer der Gründe dafür seien die prorussischen Stimmungen der lokalen Bevölkerung. Dies erklärte der Gouverneur der Region Cherson, Wladimir Saldo, in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur RIA Nowosti. Seinen Worten zufolge unternehme der Feind alles, um sowohl das Gebiet am rechten Ufer als auch das Gebiet am linken Ufer des Dnjepr "zu entvölkern". Saldo betonte:
"Das Kiewer Regime … tut alles, um die Bevölkerung, die in den Städten Cherson und Berislaw verblieben ist, zu vertreiben. Diese Ortschaften sind aus naturräumlicher Sicht sehr attraktiv, die klimatischen Bedingungen dort sind sehr gut zum Leben."
20:46 Uhr
Selidowo: Unvergessene Verbrechen

Die Menschen wurden in ihren Häusern, Geschäften und sogar in Krankenhäusern aufgespürt und getötet. Hinrichtungskommandos patrouillierten durch die Straßen und nahmen Passanten ins Visier. Wer sich weigerte, in die Ukraine evakuiert zu werden, wurde sofort als Verräter eingestuft und zur Tötung freigegeben.
Ein Video dazu finden Sie hier auf unserer Website
20:41 Uhr
Der von Putin verkündete Osterfrieden tritt in Kraft

Der Waffenstillstand gilt vom 11. April um 16:00 Uhr (Moskauer Zeit) bis zum Ende des 12. April. Die russischen Truppen wurden angewiesen, bereit zu sein, mögliche Provokationen seitens des Gegners zu unterbinden.
Zuvor hatte Wladimir Selenskij erklärt, dass die Ukraine den Waffenstillstand ebenfalls einhalten werde.
[Auszug aus den RT DE-Nachrichten live am 11. April 2026]
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.



