Liveticker Ukraine-Krieg – Oberst Reisner: Ukraine wird offenbar Territorium abgeben müssen

29.03.2026 13:39 Uhr
13:39 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums: Ortschaft Kowscharowka im Gebiet Charkow befreit

SymbolbildSTANISLAW KRASSILNIKOW / Sputnik Russlands Verteidigungsministerium meldet weitere Erfolge bei der militärischen Sonderoperation in der Ukraine binnen der letzten 24 Stunden. Wie die Behörde am Sonntag auf Telegram schreibt, habe der Truppenverband Nord seine Position an der vordersten Linie verbessert und ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Wolnaja Sloboda, Iskriskowschtschina, Nowaja Setsch, Nowodmitrowka und Schostka im Gebiet Sumy sowie Werchnjaja Pissarewka, Woltschanskije Chutora, Malaja Woltschja und Ternowaja im Gebiet Charkow getroffen. Der Gegner habe bis zu 200 Armeeangehörige verloren. Das russische Militär habe zudem einen Transportpanzer, ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug, 13 Wagen, ein Munitionslager und zwei Langer mit Kriegszubehör zerstört.
Der Truppenverband West habe die Ortschaft Kowscharowka im Gebiet Charkow unter seine Kontrolle gebracht und ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Blagodatowka, Monatschinowka, Moskowka und Studentok im Gebiet Charkow sowie Krasny Liman und Stary Karawan in der Donezker Volksrepublik (DVR) getroffen. Dabei seien bis zu 190 ukrainische Kämpfer getötet oder verletzt worden. Der Gegner habe außerdem einen Kampfpanzer, zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 15 Wagen und zwei Munitionslager verloren.
Auch der Truppenverband Süd habe ebenfalls günstigere Stellungen bezogen, indem er Personal und Technik des Gegners im Raum der Ortschaften Alexejewo-Druschkowka, Gorodeschtschino, Kondratowka, Konstantinowka, Kramatorsk und Rai-Alexandrowka in der DVR getroffen habe. Die russische Behörde beziffert die ukrainischen Personalverluste auf bis zu 225 Soldaten. Dabei seien drei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 15 Wagen, fünf Geschütze, eine Anlage der elektronischen Kampfführung sowie zwei Munitions- und vier Materiallager zerstört worden.
Der Truppenverband Mitte habe ebenfalls seine Position an der vordersten Linie verbessert, wobei er Personal und Technik der ukrainischen Streitkräfte in der Nähe der Ortschaften Belizkoje, Wassiljewka, Grischino, Dobropolje, Kutusowka, Lenina, Marjewka, Nowogrigorowka, Sergejewka, Torskoje und Schewtschenko in der DVR sowie Raipole im Gebiet Dnjepropetrowsk getroffen habe. Der Gegner habe mehr als 310 Armeeangehörige verloren. Ein Kampfpanzer, zwei Transportpanzer, vier gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, elf Wagen, zwei Geschütze und eine Anlage der elektronischen Kampfführung seien außer Gefecht gesetzt worden.
Der Truppenverband Ost setze seinen Vormarsch fort und habe zuletzt ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Welikomichailowka, Dobropassowo und Lugowoje im Gebiet Dnjepropetrowsk sowie Wosdwischewka, Dolinka, Kopani, Komsomolskoje und Mirnoje im Gebiet Saporoschje getroffen. Das Ministerium in Moskau schätzt die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 280 Soldaten. Das ukrainische Militär habe darüber hinaus einen Kampfpanzer, zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, drei Wagen und ein Materiallager verloren.
Auch der Truppenverband Dnjepr habe seine taktische Position verbessert, indem er Personal und Technik des Gegners nahe den Ortschaften Kamyschewacha im Gebiet Saporoschje sowie Molodezkoje und Nadeschdowka im Gebiet Cherson getroffen habe. Dabei seien bis zu 70 ukrainische Armeeangehörige getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe außerdem 19 Wagen, drei Anlagen der elektronischen Kampfführung und ein Artillerieaufklärungsradar zerstört.
Ferner berichtet das Ministerium in Moskau über erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf Militärflughäfen, militärisch relevante Energie- und Verkehrsinfrastrukturen, Drohnenbasen, Lager mit Marschflugkörpern des Typs Flamingo und 143 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. Die russische Luftabwehr habe in den letzten 24 Stunden im Gegenteil 13 Lenkbomben und 345 unbemannte Luftfahrzeuge abgefangen.
Nach russischen Angaben habe die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation vor gut vier Jahren insgesamt 671 Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 129.093 Drohnen, 652 Flugabwehrraketenkomplexe, 28.562 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.694 Mehrfachraketenwerfer sowie 34.150 Geschütze und Mörser verloren.
13:08 Uhr
Zwei Zivilisten bei ukrainischer Drohnenattacke auf Siedlung im Grenzgebiet Brjansk verletzt
Das ukrainische Militär hat am Sonntagvormittag erneut im russischen Grenzgebiet Brjansk zugeschlagen. Gouverneur Alexander Bogomas berichtet auf Telegram über eine ukrainische Attacke mit Kamikaze-Drohnen. In der Siedlung Kurkowitschi seien zwei friedliche Einwohner verletzt worden. Bei den Opfern handele es sich um zwei Männer. Sie seien ins Krankenhaus eingeliefert worden. Der Politiker bezeichnet den Angriff als terroristisch.
Außerdem meldete Bogomas den Abschuss von 48 unbemannten Luftfahrzeugen in der zurückliegenden Nacht. Bei der nächtlichen Attacke seien keine Schäden entstanden. Niemand sei zu Schaden gekommen.
12:40 Uhr
Energiekrise verdrängt Ukraine: Geht dem Westen das Geld aus?

Steigende Energiepreise infolge des Nahostkriegs könnten dem Westen die finanziellen Spielräume für die Unterstützung Kiews entziehen, sagt der russische Diplomat Rodion Miroschnik. Der Ukraine-Konflikt rücke durch die Entwicklung in Iran aus dem Fokus, während Europa unter Druck gerate, Mittel eher für die eigene Energieversorgung als für den Krieg einzusetzen. Gleichzeitig nutzten westliche Staaten die Ukraine weiter strategisch als politisches und militärisches Instrument sowie für PR-Zwecke, was aus russischer Sicht Verhandlungen erschwere. Moskau setze daher verstärkt auf internationale Foren wie die UN, um seine Position gegenüber dem Globalen Süden zu vermitteln.
Den Videobericht gibt es hier auf unserer Webseite zu sehen.
12:09 Uhr
Südkorea prüft Rohbenzin-Importe aus Russland
Südkorea zieht zur Sicherung seiner heimischen Industrie den Import von Rohbenzin aus Russland und anderen Ländern in Betracht. Hintergrund sei eine vorübergehende Lockerung der US-Exportkontrollen für Erdölprodukte aus Russland, sagte Finanzminister Koo Yun-cheol in einem Fernsehinterview. Bei seinem in den USA geplanten Investitionsprogramm im Umfang von 350 Milliarden Dollar erwäge das Land zudem, zunächst auf den Energiesektor zu setzen, erklärte der Minister weiter.
Zuvor hatte Präsident Lee Jae-myung eine solche Möglichkeit nicht ausgeschlossen, nachdem die USA eine Ausnahmegenehmigung für den Verkauf und Transport von Erdöl aus Russland erteilt hatten. Südkorea hatte Erdöl-Importe aus Russland im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg eingestellt.
11:36 Uhr
Oberst Reisner im BZ-Interview: Ukraine wird offenbar Territorium abgeben müssen
Markus Reisner hat der Berliner Zeitung ein Interview gegeben, in dem er die Entwicklungen im Ukraine-Krieg analysiert. Der Offizier des österreichischen Bundesheeres äußert sich auch zu strategischen Fehlern Russlands und der Ukraine und zu Szenarien für ein Ende des Krieges.
Aus seiner Sicht habe Russland die militärischen Fähigkeiten der Ukraine zu Beginn des Krieges massiv unterschätzt. Der größte strategische Fehler der Regierung in Kiew sei es dagegen gewesen, im Sommer 2022 ein mögliches Verhandlungsfenster nicht genutzt zu haben.
"Eine Chance wurde nicht genutzt. Vermutlich hätte es damals einen Kompromiss gegeben. Wahrscheinlich wäre das kein perfekter Frieden für die ukrainische Führung gewesen, aber ein früherer Kriegsstopp. Heute laufen alle realistischen Szenarien darauf hinaus, dass die Ukraine Territorium abgeben muss. Da ist es egal, ob es auf das koreanische, deutsche oder finnische Modell hinausläuft."
Der Unterschied zwischen diesen drei Modellen liege vor allem darin, wie stabil die Friedenslösung wäre und wie stark die Ukraine politisch und militärisch abgesichert würde, so Reisner.
Im Donbass entscheidet nicht mehr Masse, sondern die Technik. Drohnen und kleine Einheiten prägen den Krieg und Kiew kämpft um jede Ressource. Ein Interview https://t.co/QRgw90MgZ1
— Berliner Zeitung (@berlinerzeitung) March 28, 202611:04 Uhr
Ein Toter und fünf Verletzte bei Angriffen auf 35 Ortschaften im Gebiet Belgorod
Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen im russischen Grenzgebiet Belgorod. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden 35 Ortschaften in sechs Bezirken angegriffen hat. Der Gegner feuerte mindestens zehn Geschosse ab und setzte 119 Drohnen ein, von denen 62 abgeschossen wurden.
In der Statistik beklagt der Politiker den Tod eines Einwohners der Stadt Graiworon. Der Mann wurde durch die Explosion einer FPV-Drohne getötet. Ein Einwohner der Siedlung Krasny Oktjabr erlitt Verletzungen, als in seiner Nähe eine Drohne explodierte. In der Stadt Schebekino kamen Eheleute auf dem Hof vor ihrem Haus zu Schaden, als dort eine FPV-Drohne detonierte. Zudem wurden zwei Angehörige der lokalen Drohnenabwehreinheit Orlan verletzt.
Gladkow meldet zudem Sachschäden. Demnach wurden in den vergangenen 24 Stunden zerstört oder beschädigt: eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus, neun Einfamilienhäuser, zwei soziale Einrichtungen, ein Infrastrukturobjekt, eine Stromleitung, eine Gasleitung, ein Traktor, ein Minibus und 13 Autos.
10:37 Uhr
Politiker: Atomwaffen in den Händen Kiews würden Bedrohung für gesamte Welt darstellen

Das Gebäude der russischen Staatsduma in Moskau, 4. September 2025ALEXEI MAISCHEW / Sputnik Michail Scheremet vertritt als Abgeordneter in der russischen Staatsduma (Unterhaus des Parlaments) die Republik Krim. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur RIA Nowosti äußert sich der Politiker zu der Erklärung des ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij, Kiew wünsche sich Nuklearwaffen als Teil der westlichen Sicherheitsgarantien. Der Besitz von Atomwaffen bedeute in erster Linie eine Verantwortung, meint der Duma-Abgeordnete.
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10:05 Uhr
Ukrainische Drohnen greifen Industriebetrieb in Toljatti am linken Wolga-Ufer an
In der zurückliegenden Nacht und am frühen Sonntagmorgen haben die Behörden des russischen Gebiets Samara zweimal den Luftalarm ausgerufen. Das russische Verteidigungsministerium meldete auf der Plattform Telegram den Abschuss mehrerer ukrainischer Drohnen. Ihre Zahl nannte die Behörde jedoch nicht.
Gouverneur Wjatscheslaw Fedorischtschew teilte ebenfalls auf Telegram mit, dass die Attacke aus der Ukraine einem Industriebetrieb in der Stadt Toljatti am linken Wolga-Ufer gegolten habe. Der Politiker meldete zwar keine Opfer, gab aber keine weiteren Einzelheiten bekannt. Fedorischtschew erinnerte seine Landsleute an das Verbot, Fotos und Videos vom Einsatz der Luftabwehr oder von den Folgen von Drohnenangriffen in den sozialen Medien zu teilen. Beim Fund von Wrackteilen solle man umgehend den Rettungsdienst benachrichtigen, so der Gouverneur.
09:34 Uhr
Gouverneur meldet andauernde ukrainische Artillerie- und Drohnenangriffe auf Grenzgebiet Kursk
Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Attacken auf das russische Grenzgebiet Kursk fort. Gouverneur Alexander Chinstein berichtet in der täglichen Statistik auf Telegram über zahlreiche Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region. Wie der Politiker mitteilt, wurden im Zeitraum von 7 Uhr MEZ am 28. März bis 6 Uhr MESZ am 29. März 39 ukrainische Drohnen abgeschossen. Zudem nahm die gegnerische Artillerie in dieser Zeit sechsmal grenznahe evakuierte Ortschaften unter Beschuss. Es gab darüber hinaus einen Angriff, bei dem ein unbemanntes Luftfahrzeug einen Sprengsatz abwarf.
Chinstein meldet zudem einen Stromausfall nach einer ukrainischen Attacke auf eine Energieanlage im Bezirk Rylsk. Außerdem berichtet der Gouverneur über einen tragischen Vorfall: In der Siedlung Wolokonsk öffneten zwei Einwohner im Alter von 51 und 63 Jahren offenbar einen Karton mit einem Sprengsatz. Einer der Männer erlag seinen Verletzungen, der andere sei mit einem Barotrauma des Ohres und einer Wunde an der linken Hand ins Krankenhaus eingeliefert worden. In diesem Zusammenhang ruft der Politiker seine Landsleute zur Umsicht auf.
09:02 Uhr
Beschuss auf Siedlungen im Gebiet Cherson: Knapp 40 Geschosse aus Ukraine abgefeuert
Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden andauernde Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge hat die ukrainische Artillerie im Laufe des 28. März 25 Geschosse auf fünf Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse listen die Behörden wie folgt auf:
- Kasatschji Lageri — 6,
- Aljoschki — 8,
- Prawyje Solonzy — 2,
- Dnjeprjany — 4,
- Kachowka — 5.
Wie die Behörden weiter mitteilen, dauerte der Beschuss auch in der Nacht zum Sonntag an. Auf zivile Infrastrukturen der von Russland kontrollierten Ortschaften Korsunka, Aljoschki, Nowaja Kachowka und Golaja Pristan wurden insgesamt 13 Geschosse abgefeuert.
Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.


