Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Armee drängt weiter in Richtung Charkow vor

12.08.2026 11:59 Uhr
11:59 Uhr
Gebiet Belgorod: In 4,5 Jahren über 600 Zivilisten bei Angriffen getötet
Seit Februar 2022 sind mehr als 600 Bewohner der Region Belgorod, darunter 27 Kinder, bei Angriffen der ukrainischen Streitkräfte ums Leben gekommen. Insgesamt wurden 4.737 Menschen verletzt, darunter 277 Kinder. Alexander Schuwajew, der amtierende Gouverneur der Region, gab diese Zahlen in einem Interview mit der Nachrichtenagentur TASS bekannt. Er berichtete auch, dass seit Beginn des Jahres 2026 191 Zivilisten – darunter vier Kinder – bei ukrainischen Angriffen getötet worden seien. Zudem wurden 1.651 Bewohner Belgorods, darunter 70 Kinder, verletzt.
11:31 Uhr
Nach Eklat in Belgrad: Kritik an Michael Martens reißt nicht ab

Die Petition gegen den Korrespondenten Michael Martens ist derzeit nicht mehr abrufbar und wird offenbar überprüft. Auslöser war seine umstrittene Frage bei einer Pressekonferenz in Belgrad, was Europa tun könne, um der Ukraine dabei zu helfen, "mehr Russen zu töten" – später präzisierte er auf russische Soldaten.
Sein Arbeitgeber bedauerte die missverständliche Formulierung, verurteilte Martens jedoch nicht. Im Gespräch mit uns kritisiert Rechtsanwalt Markus Heinz die Äußerung scharf und sieht darin ein Beispiel für eine zunehmende Verrohung und Kriegsrhetorik in Teilen der deutschen Medien.
Ein Video dazu finden Sie hier auf unserer Webseite
10:57 Uhr
Ukrainische Streitkräfte greifen Gebiet Kursk innerhalb eines Tages über 80 Mal mit Artillerie an
Der Gouverneur des Grenzgebietes Kursk, Alexander Chinschtein, teilt mit, dass innerhalb eines Tages insgesamt 104 feindliche Drohnen verschiedener Typen über der Region abgeschossen wurden. Zudem setzte der Gegner 82 Mal Artillerie gegen Gebiete ein, deren Einwohner evakuiert wurden. Chinschtein fügt hinzu, dass Drohnen das Gebiet zusätzlich elf Mal mit Sprengsätzen angegriffen hätten. In der Meldung heißt es weiter:
"Durch die Angriffe wurden in der Stadt Rylsk eine Energieanlage sowie eine Stromleitung beschädigt. Im Dorf Ilek im Bezirk Belaja wurden eine Stromleitung beschädigt und 50 Hektar Weizen zerstört."
In mehreren weiteren Ortschaften wurden Dächer und Fassaden von Wohnhäusern beschädigt. Tote oder Verletzte gab es laut Chinschtein nicht.
10:28 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 502 ukrainische Drohnen
In der Nacht zu Mittwoch haben die ukrainischen Streitkräfte Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen angegriffen. Das Verteidigungsministerium in Moskau berichtet, dass die Luftabwehr insgesamt 502 ukrainische Drohnen über den Regionen Russlands und dem Schwarzen Meer abgefangen und zerstört habe.
Die gegnerischen Drohnen wurden demnach über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Kaluga, Kursk, Lipezk und Orjol, der Region Krasnodar, der Teilrepublik Krim sowie über dem Schwarzen Meer zerstört.
09:59 Uhr
Saporoschje: Verlegung ukrainischer Militäreinheiten vereitelt
Die Verlegung ukrainischer Einheiten in das Gebiet Saporoschje wurde vereitelt – an dieser Operation waren russische Drohnen-Einheiten beteiligt. Das teilt Russlands Verteidigungsministerium mit. Die ukrainischen Truppen hätten versucht, sowohl Personal zu verlegen als auch Munition sowie Nachschub für die Einheiten an der Frontlinie zu liefern.
Wie das Ministerium weiter erklärt, hätten Bediener von russischen Aufklärungsdrohnen Fahrzeuge entdeckt, die sich auf den Weg zu den vorderen Stellungen im Gebiet Saporoschje machten. Im Zuge der Operation wurde demnach Fahrzeugtechnik, ein gepanzertes HMMWV-Fahrzeug, ein bodengestützter Roboterkomplex und feindliches Personal vernichtet, fügt die Behörde hinzu.
09:31 Uhr
Kasatschja Lopan: Russische Armee drängt ukrainischeEinheiten zurück

SymbolbildRIA Nowosti / Sputnik Wie der Militärexperte Andrei Marotschko in einem Interview mit der Agentur TASS berichtet, ist der Frontabschnitt bei der Ortschaft Kasatschja Lopan einer der erfolgreichsten für die russischen Streitkräfte in Richtung Charkow. Dort drängen Russlands Streitkräfte derzeit die Einheiten der ukrainischen Streitkräfte aus der Umgebung von Kasatschja Lopan zurück. Er sagte insbesondere:
"Nach meinen Informationen sind unsere Jungs in den vergangenen 24 Stunden vorgerückt. Unsere Soldaten drängen die ukrainischen Kämpfer aus der Umgebung der Ortschaft Kasatschja Lopan zurück."
08:58 Uhr
RT DE-Exklusiv: Leben im Grenzgebiet – Bars-Belgorod im Dauereinsatz

In der russischen Grenzregion Belgorod unterstützt die Freiwilligeneinheit Bars-Belgorod Zivilisten, Rettungsdienste und Versorgungstransporte und schützt sie vor ukrainischen Drohnenangriffen. Die Einheit begleitet unter anderem Krankenwagen, Bankmitarbeiter und Bewohner gefährdeter Gebiete und setzt eigene Drohnenabwehr ein.
Unser Militärkorrespondent Iwan Poljanskij hat Mitglieder von Bars-Belgorod getroffen und berichtet über ihren täglichen Einsatz unter schwierigen Bedingungen.
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08:27 Uhr
"Kalaschnikow": Sonderoperation ist Russlands schwerste Bewährungsprobeseit 30 Jahren
Die Sonderoperation sei für Russland zur schwersten Bewährungsprobe der letzten 30 Jahre geworden, meint Alan Luschnikow, Leiter des Konzerns "Kalaschnikow". In einem Interview für die AgenturTASS merkte er jedoch an, dass es noch zu früh sei, eine Bilanz der vom Konzern geleisteten Arbeit zu ziehen, und sagte:"Wir befinden uns wohl immer noch in der wohl schwersten Bewährungsprobe, die unser Land in den letzten 30 Jahren durchstehen musste. Ich bin in einer Zeit aufgewachsen, in der wir alle dachten, dass die Ära der großen Kriege und Konflikte vorbei sei, dass alles vorbei sei und es nichts mehr zu streiten gäbe. […] Es hat sich herausgestellt, dass wir uns alle geirrt haben und dass eine Ära großer Umwälzungen angebrochen ist."
07:43 Uhr
DVR: Ukrainische Verteidigungslinien im Raum Alexejewo-Druschkowka durchbrochen
Im Raum Alexejewo-Druschkowka haben russische Sturmtruppen nach einer Konzentration ihrer Kräfte die Verteidigungslinien des Gegners durchbrochen, und Teile der ukrainischen Streitkräfte ziehen sich zurück. Dies teilte der stellvertretende Bataillonskommandeur für den Kampfeinsatz das Truppenverbands Süd mit dem Rufnamen Beria der Nachrichtenagentur TASS mit. Er betonte:
"Die ukrainischen Soldaten haben Probleme mit der Verpflegung, der Munition und auch mit der medizinischen Versorgung; sie können sich nicht zurückziehen, wir erledigen sie. Außerdem lassen sie Verwundete zurück ... Auf der Straße von Slawjansk nach Kramatorsk haben sie Stellungen in befestigten Bereichen eingerichtet, allerdings einfacher als in Konstantinowka. Wir werden bald Nowosjolowka einnehmen, danach Alexejewo-Druschkowka – die Pläne liegen bereits vor."
07:02 Uhr
Kind stirbt bei ukrainischem Angriff auf Noworossijsk
Wie der Gouverneur der Region Krasnodar, Weniamin Kondratjew, mitteilt, kam bei einem nächtlichen ukrainischen Angriff auf Noworossijsk ein achtjähriges Kind ums Leben; acht Menschen, darunter ebenfalls ein Kind, wurden verletzt. In seinen sozialen Netzwerken schrieb der Gouverneur:
"In Noworossijsk ist ein achtjähriges Kind ums Leben gekommen. Ich spreche den Eltern mein tiefstes Beileid aus. Ich habe den Bürgermeister von Noworossijsk, Andrei Krawtschenko, angewiesen, den Angehörigen jede erforderliche Hilfe zukommen zu lassen. Außerdem wurden acht Menschen verletzt, darunter ein Kind. Sie wurden ins Krankenhaus eingeliefert."
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.


