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Liveticker Ukraine-Krieg: Wagenknecht will Merkel und Schröder als Friedensstifter

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
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  • 15.09.2026 22:00 Uhr

    22:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 21:55 Uhr

    Ukraine beschränkt Haushaltsausgaben auf Militär, Löhne und Sozialleistungen

    Ab heute werden in der Ukraine Haushaltsmittel nach Angaben der Abgeordneten Olga Wassilewskaja-Smagljuk nur noch für den Unterhalt der ukrainischen Streitkräfte, die Gehälter von Staatsbediensteten und Sozialausgaben bereitgestellt. Im Staatshaushalt gebe es sehr wenig Geld, zudem herrsche ein akuter Mangel an finanziellen Mitteln, erklärte die Abgeordnete laut der Nachrichtenagentur TASS.

  • 21:44 Uhr

    Selenskij entlässt Krawtschenko als Generalstaatsanwalt

    Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hat am Dienstag per Dekret Ruslan Krawtschenko als Generalstaatsanwalt entlassen. Das entsprechende Dekret ist auf den 15. September datiert und wurde auf der Website des Präsidenten veröffentlicht.

    Krawtschenko war bereits am Montag von seinem Amt suspendiert worden. Am 7. September hatte er seinen Rücktritt eingereicht und anschließend die Ukraine verlassen.

    Zuvor hatten das Nationale Antikorruptionsbüro (NABU) und die Spezialisierte Antikorruptionsstaatsanwaltschaft (SAP) über Ermittlungen gegen eine kriminelle Organisation berichtet, die von einem Mitarbeiter der Generalstaatsanwaltschaft geleitet worden sein soll und mit betrügerischen Callcentern in Verbindung stand.

  • 21:34 Uhr

    Puschilin: Russland kämpft gegen gesamte westliche Militärmaschinerie

    Russland kämpft laut dem Oberhaupt der Volksrepublik Donezk (DVR), Denis Puschilin, nicht nur gegen die ukrainischen Streitkräfte, sondern gegen die gesamte westliche Militärmaschinerie. Die ukrainische Armee erhalte neben technischer Unterstützung auch Informationen westlicher Nachrichtendienste und werde von der finanziellen Stärke mehrerer westlicher Staaten unterstützt. Puschilin sagte in einem Interview mit RT:

    "Einerseits kämpfen wir gegen die ukrainische Armee, andererseits arbeitet eine ganze Maschinerie gegen uns, die systematisch gegen unser gesamtes Land und nicht nur gegen den Donbass vorgeht."

    Zugleich sei der Westen an einer Fortsetzung des Ukraine-Konflikts interessiert, da EU-Staaten an Waffenlieferungen an das Kiewer Regime verdienten. Als Beispiel nannte Puschilin Deutschland, dessen Regierung "der Ukraine weiterhin Waffen und Drohnen verkaufen will". 

    "Sie verdienen viel Geld mit der Waffenproduktion und verwenden das Geld der Steuerzahler, um das zu unterstützen, was sie die Gerechtigkeit in der Ukraine nennen. Nein, es geht nur ums Geld."

  • 21:21 Uhr

    Duma-Abgeordneter fordert Angriff mit Oreschnik auf europäische Rüstungsfabriken

    Der stellvertretende Vorsitzende des Duma-Verteidigungsausschusses, Alexei Schurawljow, hat gefordert, europäische Rüstungsfabriken, die Waffen für die Ukraine herstellen, mit der russischen Mittelstreckenrakete Oreschnik anzugreifen. Er sagte gegenüber Lenta.ru:

    "Die Angriffe auf diese Produktionsstätten hätten längst erfolgen müssen – als sie gerade erst begannen, in großem Maßstab Waffen für die Ukraine herzustellen. Das sind völlig legitime militärische Ziele."

    Wenn es nach ihm ginge, würden diese europäischen Rüstungsbetriebe "schon längst nicht mehr existieren". Einen entsprechenden Befehl könne man aber auch jetzt noch erteilen. Ein Angriff mit Oreschnik würde Europa zum Nachdenken bringen, so der Abgeordnete.

    Schurawljow hatte bereits Ende August einen Angriff mit Oreschnik auf mindestens einen europäischen Drohnenhersteller gefordert.

  • 20:55 Uhr

    NATO-Chef Rutte: Wir haben Mittel und Wege gegen Russland, die nicht bekannt sind

    Am Montag hat NATO-Chef Rutte in Brüssel versichert, dass nicht alle Möglichkeiten, auf "russische hybride Angriffe" zu reagieren, öffentlich bekannt seien. Außerdem sagte der NATO-Generalsekretär, der gestrige Angriff auf einen Personenzug in der Ukraine zeige, wie verzweifelt Putin mittlerweile sei. Am Montag hat NATO-Chef Rutte in Brüssel versichert, dass nicht alle Möglichkeiten, auf "russische hybride Angriffe" zu reagieren, öffentlich bekannt seien.

    "Wir verfügen über alle Reaktionsmöglichkeiten. Wir können Ihnen jedoch nicht immer offenlegen, um welche es sich dabei handelt", erklärte Rutte einem Journalisten.

    Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.

  • 20:30 Uhr

    Russland und Ukraine arbeiten an weiterem Gefangenenaustausch

    Unter den in der Ukraine festgehaltenen russischen Kriegsgefangenen befinden sich nach Angaben der russischen Menschenrechtsbeauftragten Jana Lantratowa zahlreiche Verwundete. An ihrem Austausch werde gearbeitet.

    "Natürlich gibt es davon nicht wenige", sagte Lantratowa gegenüber RIA Nowosti. Beim letzten größeren Gefangenenaustausch im Verhältnis 103 zu 103 seien 31 verwundete russische Soldaten zurückgekehrt.

    Russland und die Ukraine arbeiten laut Lantratowa zudem an weiteren Austauschen von Kriegsgefangenen und der Rückkehr von Zivilisten. "Es gibt fertige Listen, wir besprechen sie. Dieser Prozess läuft täglich", erklärte sie. Sie hoffe, dass der nächste Austausch bald stattfinden werde. Zudem könnten Moskau und Kiew eine humanitäre Aktion zur Familienzusammenführung durchführen.

  • 19:55 Uhr

    Russland greift Logistikziele in ukrainischen Häfen an

    Laut dem Verteidigungsministerium haben die russischen Streitkräfte einen Güterzug im Hafen Juschny getroffen, während dieser gerade mit Gütern für die ukrainischen Streitkräfte beladen wurde.

    Im Hafen Ismail wurde zudem ein Tanker mit Treib- und Schmierstoffen für die ukrainischen Streitkräfte beschädigt. Im Hafen Tschernomorsk geriet außerdem ein RoRo-Fährschiff mit Gütern für die ukrainischen Streitkräfte unter russischen Beschuss.

    Das russische Verteidigungsministerium erklärte, die Angriffe auf ukrainische Häfen und dort eingesetzte Schiffe seien am Dienstag fortgesetzt worden.

  • 19:34 Uhr

    Gebiet Cherson: Ukrainische Streitkräfte greifen Schule an

    In der Nacht griffen Kiews Kämpfer eine Schule im Dorf Weliki Kopani im Kreis Aljoschki im Gebiet Cherson an. Dies teilte Gouverneur Wladimir Saldo mit. Demnach warfen ukrainische Drohnen zweimal Munition auf das Schulgebäude ab. Aufgrund von Renovierungsarbeiten fand dort derzeit kein Unterricht statt. Bei dem Angriff wurde niemand verletzt, das Dach und mehrere Fenster wurden jedoch beschädigt.

  • 19:09 Uhr

    Wagenknecht will Merkel und Schröder als Friedensvermittler

    Die Wahl in Mecklenburg-Vorpommern kann eine Chance bieten, die Friedensbemühungen um den Ukraine-Konflikt zu fördern, meint Sahra Wagenknecht (BSW). In einem Beitrag auf X (Twitter) schreibt die Politikerin, dass das Bundesland eine Initiative starten könnte, indem ein überparteilicher Ministerpräsident für Angela Merkel und Gerhard Schröder als Friedensvermittler plädieren würde. Wagenknecht betont:

    "Beide hätten gemeinsam die Autorität, endlich wieder einen Dialog mit Moskau zu beginnen, um die hochgefährliche Eskalationsspirale zu stoppen und das Blutvergießen in der Ukraine zu beenden."

    Im Rahmen des Dialogs sollten Gaslieferungen über Nord Stream und Ölimporte aus Russland wiederaufgenommen werden, um die Spritpreise zu senken, führt die Politikerin aus. Die Sanktionen gegen Russland haben den Krieg nicht beendet und ruinieren die deutsche Industrie.

    Von Mecklenburg-Vorpommern kann "ein politischer Neubeginn für ganz Deutschland ausgehen", hebt Wagenknecht hervor.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.