Liveticker Ukraine-Krieg – Russisches Militär: Ortschaft Batschewsk im Gebiet Sumy befreit

11.07.2026 14:05 Uhr
14:05 Uhr
US-Senator fordert von China Druck auf Russland für Friedensgespräche
Der republikanische US-Senator Lindsey Graham hat während seines Besuchs in der ukrainischen Hauptstadt Kiew China eine entscheidende Rolle bei der Lösung des Ukraine-Kriegs zugeschrieben. Vor Reportern sagte der Politiker, der Weg zum Frieden führe mehr durch Peking als durch Washington, Kiew oder Moskau. China habe einen übergroßen Einfluss und solle diesen zum Wohle der Welt nutzen.
Zuvor hatte sich Graham mit dem ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij getroffen, um unter anderem über weitere Sanktionen gegen Russland und über den dringenden Bedarf an Luftverteidigung zu sprechen. Selenskij bezeichnete das Treffen am Samstagabend auf der Plattform X als "gut". Dies sei schon der zehnte Besuch des Senators in der Ukraine, und die Regierung in Kiew schätze diese Unterstützung.
Хороша зустріч із cенатором США Ліндсі Гремом у Києві. Вже десятий візит до нашої країни, і ми цінуємо цю підтримку.
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) July 10, 2026
Вдячний Ліндсі за відзначення наших воїнів. Чим сильнішою Україна є на полі бою, тим більше шансів, що дипломатія зрештою зможе спрацювати. І саме зараз важливо… pic.twitter.com/ibPxIMvOYf13:33 Uhr
Kiew greift parkende Linienbusse im Gebiet Saporoschje an
Gouverneur Jewgeni Balizki wirft den ukrainischen Streitkräften vor, erneut gezielt zivile Objekte im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Saporoschje angegriffen zu haben. Wie der Politiker auf der Plattform Telegram schreibt, seien diesmal mehrere parkende Passagierbusse unter Beschuss geraten. Es handle sich um einfache Linienbusse, mit denen man zur Arbeit oder zu Besuchen fahre.
"Zum Glück gibt es keine Opfer, da sich niemand zum Zeitpunkt der Attacke am Einschlagsort befunden hat."
Balizki bezeichnet die Verantwortlichen als "wütende Terroristen, die gegen die Zivilbevölkerung und zivile Infrastrukturobjekte kämpfen". Auf Telegram teilt der Gouverneur Fotos, die das Ausmaß der Schäden zeigen.
13:01 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums: Ortschaft Batschewsk im Gebiet Sumy befreit

VERTEIDIGUNGSMINISTERIUM DER RUSSISCHEN FÖDERATION / Telegram Russlands Verteidigungsministerium meldet weitere Erfolge bei der militärischen Sonderoperation in der Ukraine binnen der letzten 24 Stunden. Wie die Behörde am Samstag auf der Plattform MAX schreibt, habe der Truppenverband Nord die Ortschaft Batschewsk im Gebiet Sumy unter seine Kontrolle gebracht und zudem ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Stepok, Ryschewka, Mogriza, Prochody und Wolnaja Sloboda im selben Gebiet sowie Kasatschja Lopan, Bely Kolodes, Jurtschenkowo und Wodjanoje im Gebiet Charkow getroffen. Der Gegner habe dabei mehr als 175 Soldaten verloren. Zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 13 Autos und drei Anlagen der elektronischen Kampfführung seien außer Gefecht gesetzt worden.
Der Truppenverband West habe ebenfalls günstigere Positionen bezogen, indem er Personal und Technik des Gegners im Raum der Ortschaften Pestschany Karjer, Schijkowka und Monatschinowka im Gebiet Charkow sowie Schtschurowo, Krasny Liman und Swjatogorsk in der DVR getroffen habe. Dabei seien mehr als 210 ukrainische Armeeangehörige getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe darüber hinaus drei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 15 Autos, ein Geschütz und eine Anlage der elektronischen Kampfführung zerstört.
Auch der Truppenverband Süd habe seine Position an der vordersten Linie verbessert und ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Nikolaipole, Ischewka, Wassiljewskaja Pustosch, Nikolajewka, Alexejewo-Druschkowka, Weroljubowka und Orechowatka in der DVR getroffen. Das russische Ministerium beziffert die gegnerischen Personalverluste auf bis zu 215 Kämpfer. Der Gegner habe außerdem einen Kampfpanzer, ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug, 33 Autos und ein Geschütz verloren.
Der Truppenverband Mitte habe ebenfalls seine taktische Position verbessert, indem er Personal und Technik des Gegners in der Nähe der Ortschaften Torskoje, Nowoalexandrowka, Artjoma, Dobropolje und Rubeschnoje in der DVR getroffen habe. Der Gegner habe mehr als 335 Armeeangehörige verloren. Vier gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, zehn Autos und drei Anlagen der elektronischen Kampfführung seien zerstört worden.
Der Truppenverband Ost setze seinen Vormarsch fort und habe zuletzt ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Gawrilowka, Iwanowka und Kolomijzy im Gebiet Dnjepropetrowsk sowie Sergejewka, Ljubizkoje, Noworosowka und Nowossoloschino im Gebiet Saporoschje getroffen. Die russische Behörde schätzt die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 455 Kämpfer. Zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, elf Autos und ein Geschütz seien außer Gefecht gesetzt worden.
Der Truppenverband Dnjepr habe ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Orechow und Preobraschenka im Gebiet Saporoschje sowie nahe der Stadt Cherson getroffen. Dabei seien bis zu 70 ukrainische Soldaten getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe darüber hinaus ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug, 22 Autos und vier Anlagen der elektronischen Kampfführung zerstört.
Ferner meldet das Ministerium in Moskau erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf Energie- und Verkehrsinfrastruktur, die das ukrainische Militär zu eigenen Zwecken nutze, Lager mit Langstreckendrohnen und Munition sowie 152 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. Die russische Luftabwehr hingegen habe in den letzten 24 Stunden zwei Lenkbomben, zwei Marschflugkörper und 445 Drohnen abgefangen.
Nach russischen Angaben hat die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 673 Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 178.940 Drohnen, 665 Flugabwehrraketenkomplexe, 30.112 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.756 Mehrfachraketenwerfer sowie 35.727 Geschütze und Mörser verloren.
12:37 Uhr
Bundesaußenminister Wadephul drängt auf Friedensgespräche
Die Bundesregierung sieht laut einem Bericht des Tagesspiegels momentan einen günstigen Zeitpunkt für Verhandlungen mit Iran und Russland. Das Blatt zitiert Bundesaußenminister Johann Wadephul mit den Worten:
"Keiner der beiden Konflikte wird auf dem Schlachtfeld entschieden werden, sondern am Verhandlungstisch – je eher, desto besser für die Menschen."
Die Angriffe Russlands und Irans rund um den NATO-Gipfel seien kein Zufall gewesen und hätten Stärke demonstrieren sollen, behauptet der CDU-Politiker. Die auf dem Gipfel beschlossenen Finanzzusagen an die Regierung in Kiew seien jedoch eine klare Botschaft an den russischen Präsidenten Wladimir Putin, dass die Ukraine den längeren Atem habe und Russland nun verhandeln müsse.
12:10 Uhr
"Sie beschossen unsere Häuser" – Zivilisten aus Konstantinowka über ukrainische Soldaten

Zivilisten aus Konstantinowka berichten, wie die Soldaten der ukrainischen Armee mit ihnen umgegangen sind. Augenzeugen zufolge habe die ukrainische Artillerie absichtlich Wohnhäuser beschossen, um die Bewohner zu vertreiben und anschließend selbst Stellungen in den Gebäuden zu beziehen. Zugleich hätten sie die Zivilisten nicht aus der Stadt herauslassen wollen. Ein Soldat der Asow-Einheit soll gedroht haben:
"Wir werden euch als Zeugen töten."
Dennoch gelang es den Zivilisten schließlich, sich in Sicherheit zu bringen – dabei halfen ihnen Soldaten der russischen Armee.
Das Video gibt es hier auf unserer Webseite zu sehen.
11:35 Uhr
Ein Todesopfer und sechs Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf 34 Ortschaften im Gebiet Belgorod
Der Krisenstab des russischen Grenzgebiets Belgorod veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen in der Region. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den letzten 24 Stunden 34 Ortschaften in acht Bezirken angegriffen hat. Der Gegner hat mindestens sieben Geschosse abgefeuert und 88 Drohnen eingesetzt, von denen 47 abgeschossen worden seien.
In der Statistik wird auch über Opfer unter der Zivilbevölkerung berichtet. In der Nähe der Ortschaft Dmitrijewka habe eine ukrainische Drohne eine Frau getötet und ihren Ehemann verletzt, als das Paar mit dem Auto unterwegs gewesen sei. Bei einer ähnlichen Attacke nahe der Siedlung Tscheremoschnoje hätten ebenfalls ein Mann und eine Frau mehrere, teils schwere Verletzungen erlitten. In der Siedlung Ustinowka seien ein Beamter und sein Fahrer zu Schaden gekommen, als eine ukrainische Drohne den Dienstwagen der örtlichen Verwaltung attackiert habe. Ein Einwohner der Stadt Schebekino habe ein Barotrauma am Ohr erlitten, als eine ukrainische Drohne in seinem Haus eingeschlagen habe. Außerdem sei am Freitag ein Mann ins Krankenhaus eingeliefert worden, der noch am 25. Juni in der Nähe der Siedlung Fischtschewo ein Barotrauma am Ohr erlitten habe, als eine FPV-Drohne sein Auto angegriffen habe.
Der Krisenstab meldet zudem viele Sachschäden. Demnach seien in den letzten 24 Stunden zwei Mehrfamilienhäuser, neun Einfamilienhäuser, drei Geschäfte, eine soziale Einrichtung, ein Betriebsgebäude, eine Stromleitung, sechs Lkw, ein Minibus und 23 Autos zerstört oder beschädigt worden.
11:03 Uhr
Ukrainische Truppen beschädigen Getreidesilo im russischen Grenzgebiet Kursk
Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Attacken auf das russische Grenzgebiet Kursk fort. Gouverneur Alexander Chinstein berichtet in der täglichen Statistik auf der Plattform MAX über zahlreiche Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region. Wie der Politiker mitteilt, wurden im Zeitraum von 8 Uhr am 10. Juli bis 8 Uhr am 11. Juli (MESZ) 96 ukrainische Drohnen abgeschossen. Darüber hinaus habe die gegnerische Artillerie in dieser Zeit 145-mal grenznahe, evakuierte Ortschaften unter Beschuss genommen. Es habe außerdem 16 Angriffe gegeben, bei denen unbemannte Luftfahrzeuge Sprengsätze auf Objekte im Gebiet Kursk abgeworfen hätten.
Chinstein meldet weder Todesopfer noch Verletzte unter der Zivilbevölkerung. In der Stadt Rylsk sei das Dach eines Getreidesilos beschädigt worden.
10:39 Uhr
Selenskij kündigt nach Skandal um Todesfälle in Militäreinheit Reform der Sturmtruppen an
Nach einem Skandal um Todesfälle in einer Militäreinheit hat der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij eine Reform der Sturmtruppen angekündigt. In einer Videoansprache sagte der Staatschef:
"Es gibt viele Fragen, Probleme, die gelöst werden müssen. Vor allem im Umgang mit den Leuten."
Neben strafrechtlichen Ermittlungen werde es auch personelle Wechsel an der Spitze der Sturmtruppen geben.
Russia’s gasoline crisis is deepening – quite justly – in response to Putin’s reluctance to end this war. We have put forward proposals on how to bring peace closer, and we have support not only among our partners around the world, but also within Putin’s own circle. They… pic.twitter.com/vVwIdfRMS4
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) July 10, 2026Im Juni hatte ein Medienbericht Aufsehen erregt, nachdem beim Sturmregiment "Skala" (auf Deutsch "Fels") innerhalb von sechs Monaten mehr als zwei Dutzend Rekruten während ihrer militärischen Grundausbildung ums Leben gekommen waren. Diese sollen demnach verprügelt, erniedrigt und anderweitig misshandelt worden sein. Derartige Praktiken sollen Berichten zufolge auch in anderen Einheiten verbreitet sein, insbesondere gegenüber Zwangsrekrutierten.
10:07 Uhr
Beschuss auf Siedlungen im Gebiet Cherson: Mehr als 40 Geschosse aus Ukraine abgefeuert
Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden andauernde Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge hat die ukrainische Artillerie im Laufe des 10. Juli 26 Geschosse auf sechs Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse listen die Behörden wie folgt auf:
- Aljoschki — 5,
- Welikije Kopani — 4,
- Nowaja Sburjewka — 6,
- Golaja Pristan — 4,
- Dnjeprjany — 4,
- Nowaja Kachowka — 3.
Wie die Behörden weiter mitteilen, dauerte der Beschuss auch in der Nacht zum Samstag an. Auf zivile Infrastruktur der von Russland kontrollierten Ortschaften Welikaja Kardaschinka, Pestschanoje, Solonzy, Nowaja Majatschka und Radensk seien insgesamt 18 Geschosse abgefeuert worden.
Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.
09:31 Uhr
DVR meldet sieben ukrainische Angriffe binnen 24 Stunden
Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden sieben Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurden auf das Gebiet der Volksrepublik acht Geschosse abgefeuert. Bei den Angriffen in der Zeitspanne von 0 Uhr am 10. Juli bis 0 Uhr am 11. Juli (Ortszeit) wurde eine zivile Person verletzt. Durch den Beschuss wurden drei zivile Infrastrukturobjekte und ein Lkw beschädigt.
Am Vortag hatten die Behörden von Donezk 23 Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Eine zivile Person kam dabei ums Leben, vier Einwohner erlitten Verletzungen. Ein Wohnhaus, drei zivile Infrastrukturobjekte sowie mehrere Autos, Lkw, Busse und Kommunalfahrzeuge wurden beschädigt.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

