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Liveticker Ukraine-Krieg – FT: Selenskij will Verteidigungsminister entlassen

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – FT: Selenskij will Verteidigungsminister entlassenQuelle: Gettyimages.ru © Maja Hitij
  • 15.07.2026 17:53 Uhr

    17:53 Uhr

    FT: Selenskij will Verteidigungsminister entlassen

    Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij erwägt nach Angaben der Zeitung Financial Times (FT) die Absetzung von Verteidigungsminister Michail Fjodorow.

    Fjodorow etablierte sich als Verfechter des Einsatzes von Drohnen und als Initiator der Entwicklung von Verteidigungstechnologien. Zum ukrainischen Verteidigungsminister wurde er vor sechs Monaten ernannt; zuvor leitete er das Ministerium für digitale Transformation.

    Wie die FT aus Gesprächen mit hochrangigen Beamten in Kiew erfuhr, sorgte der Führungsstil von Fjodorow bei Teilen der traditionellen Militärführung der Ukraine für Unzufriedenheit. Im Einzelnen habe Fjodorow die Pläne jener vereitelt, die sich am ukrainischen Militärbudget bereichern möchten, und wiederholt Versuche blockiert, große Beschaffungsaufträge an bestimmte Unternehmen zu vergeben. Dies sei den Interessen einflussreicher Persönlichkeiten der ukrainischen Eliten zuwidergelaufen.

    Der Investmentbanker Sergei Fursa erklärte dazu gegenüber der FT:

    "Er hat einen Fehler gemacht, indem er zu populär geworden ist. Außerdem scheint er sehr effektiv zu sein. Darüber hinaus hat er beschlossen, Korruption nicht länger zu tolerieren."

  • 17:24 Uhr

    Trump: Einstellung der Kampfhandlungen bis zum Ende seiner Amtszeit

    Russland ist bereit, bald eine Vereinbarung zur Beendigung des Ukraine-Konflikts zu erzielen, erklärt US-Präsident Donald Trump in einem Interview mit Fox News.

    Zudem bejaht Trump die Frage, ob er mit der Einstellung der Kampfhandlungen bis zum Ende seiner Amtszeit rechnet.

    Die nächsten US-Präsidentschaftswahlen finden im November 2028 statt. Trump versprach, am ersten Tag seiner Rückkehr ins Weiße Haus eine Einigung im Ukraine-Konflikt zu erzielen.

  • 16:50 Uhr

    Deutschland beteiligt sich doch an Manöver der Ukraine-Koalition 

    Deutschland wird sich doch an den ersten Übungen der "Koalition der Willigen" in Polen beteiligen. Dies erklärte Regierungssprecher Stefan Kornelius der Deutschen Presse-Agentur (dpa). 

    "Deutschland wird sich an diesem Manöver beteiligen. Die Bundesregierung prüft, wie diese Beteiligung aussehen wird."  

    Er sagte, dass diese Frage am Freitag auf der Tagesordnung einer Sitzung des deutsch-französischen Sicherheits- und Verteidigungsrats stehe. 

    Am Dienstag berichtete dpa unter Berufung auf Regierungskreise, dass Deutschland an dem Manöver nicht teilnehmen werde.

  • 16:20 Uhr

    Peskow: Moskau übermittelt Selenskij keine Botschaften über Vučić

    Der serbische Präsident Alexander Vučić, der am Mittwoch in Kiew eingetroffen ist, fungiere nicht als Vermittler in den Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland. So kommentierte Kremlsprecher Dmitri Peskow während eines Briefings die Frage der Journalisten, ob Moskau Botschaften an Kiew über Vučić übermittelt habe und ob Belgrad eine Vermittlerrolle in dem Friedensprozess spielen könne.

    "Nein, wir haben keine Botschaften übermittelt, und Serbien war bisher nicht an den Vermittlungsbemühungen für eine Lösung des Ukraine-Konflikts beteiligt."

  • 15:59 Uhr

    Mehrere Gruppen ukrainischer Saboteure bei Konstantinowka eliminiert

    Die Antiterroreinheit "Gorynytsch" des FSB hat mehrere Gruppen ukrainischer Saboteure bei Konstantinowka in der Volksrepublik Donezk außer Gefecht gesetzt. Dies berichtete TASS unter Berufung auf die regionale Abteilung der Behörde. 

    "Die Antiterroreinheit 'Gorynytsch' des FSB in der Region jagt ukrainische Saboteure und Drohnenpiloten am Stadtrand von Konstantinowka. FSB-Beamte haben eine gegnerische Drohnenleitstelle und ein Munitionslager entdeckt und zerstört. Die Drohnenpiloten von 'Gorynytsch' haben vier gegnerische Saboteursgruppen eliminiert, die entlang der Vormarschrouten der russischen Truppen operierten."

  • 15:30 Uhr

    FSB vereitelt ukrainischen Terroranschlag auf ein Ölunternehmen im Gebiet Tjumen

    Russlands Inlandsgeheimdienst FSB hat einen russischen Staatsbürger im Gebiet Tjumen festgenommen. Der Mann soll einen Terroranschlag auf ein Ölunternehmen in der Stadt Njagani im Auftrag der ukrainischen Geheimdienste vorbereitet haben. Dies teilte die Pressestelle des FSB mit.

    Auf Anweisung des Kontaktmannes habe der Mann einen improvisierten Sprengsatz aus einem im Voraus vorbereiteten Versteck geholt. Die FSB-Beamten haben ihn in der Nähe des Verstecks beim Fluchtversuch ​​festgenommen. Am Tatort wurde ein improvisierter Sprengsatz mit Sprengstoff aus ausländischer Produktion, einem elektrischen Zünder und einem Zeitzünder beschlagnahmt. Zudem wurden Mobiltelefone sichergestellt, die Korrespondenz mit der ukrainischen Seite enthalten haben sollen.

    Nach Angaben des FSB habe der Agent einen Kontakt mit den ukrainischen Geheimdiensten über einen ausländischen Messenger-Dienst aufgenommen und Informationen über Treibstoff- und Energieanlagen in der Region an den Gegner übermittelt.

    Es wurde ein Strafverfahren wegen illegalen Sprengstoffhandels und Vorbereitung eines Terroranschlags eingeleitet.

  • 14:54 Uhr

    EU schließt Abkommen zur Drohnenproduktion mit Kiew ab

    Die Ukraine und die EU haben ein Drohnenabkommen unterzeichnet, um die Erfahrung der ukrainischen Drohnenproduktion mit der industriellen Kapazität Europas zu verbinden. Dies erklärte die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Mittwoch bei ihrem Besuch in Kiew. Gegenüber Wladimir Selenskij sagte sie:

    "Das Wissen, das Sie über die Funktionsweise von Drohnen- und Anti-Drohnen-Systemen erworben haben, ist wirklich einzigartig."

    Von der Leyen betonte, dass die EU der Ukraine Vorteile wie "riesige technologische und industrielle Kapazitäten" und "sichere Produktionsstätten" bieten könne.

  • 14:20 Uhr

    Frontbericht: Energieinfrastruktur ukrainischer Armee getroffen

    Im Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums vom Mittwoch heißt es, dass die Ukraine in den vergangenen 24 Stunden etwa 1.505 Soldaten verloren hat. 

    Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbandes Nord beliefen sich die Verluste der ukrainischen Truppen auf etwa 220 Soldaten. Zudem zerstörte das russische Militär ein gepanzertes Kampffahrzeug, elf Autos, ein Feldartilleriegeschütz und ein Flugabwehrraketensystem.

    Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbandes West verlor das ukrainische Militär mehr als 220 Kämpfer. Zusätzlich eliminierte der Verband drei gepanzerte Kampffahrzeuge, darunter eines vom Typ M113 aus US-Produktion, 13 Autos und vier Artilleriegeschütze.

    Im Abschnitt des Truppenverbandes Süd büßte das ukrainische Militär etwa 215 Kämpfer ein. Zudem wurden ein gepanzertes Kampffahrzeug, 26 Autos und zwei Feldartilleriegeschütze zerstört.  

    Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbandes Mitte verlor das ukrainische Militär mehr als 325 Kämpfer. Der Verband der russischen Armee setzte drei gepanzerte Kampffahrzeuge und drei Autos außer Gefecht.  

    Durch entschlossene Aktionen des Truppenverbandes Ost mussten ukrainische Truppen einen Verlust von mehr als 465 Soldaten hinnehmen. Ferner eliminierte das russische Militär in diesem Operationsbereich drei gepanzerte Kampffahrzeuge, 15 Autos, einen Mehrfachraketenwerfer vom Typ Bastion und ein Feldartilleriegeschütz.

    Die Verluste der ukrainischen Truppen im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbandes Dnjepr beliefen sich auf etwa 60 Soldaten. Außerdem neutralisierte der Verband zwölf Autos, eine Selbstfahrlafette vom Typ Bogdana, ein unbemanntes Boot und drei Stationen für elektronische Kampfführung.

    Kampfflugzeuge, Drohnen, Raketentruppen und Artillerie der russischen Streitkräfte haben Logistikzentren, Objekte der Brennstoff- und Energieinfrastruktur und Objekte der Transportinfrastruktur, die von ukrainischen Streitkräften genutzt werden, sowie Lager für Langstreckendrohnen angegriffen. Vorübergehende Stationierungsorte der bewaffneten Formationen der ukrainischen Armee und ausländischer Söldner in 153 Bezirken wurden ebenfalls getroffen. 

    Russische Luftabwehrkräfte haben acht gelenkte Bomben und 558 Starrflüglerdrohnen abgeschossen.

    Die Schwarzmeerflotte zerstörte vier unbemannte Boote der ukrainischen Streitkräfte.

    Seit Beginn der militärischen Sonderoperation wurden insgesamt 673 gegnerische Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 181.724 unbemannte Luftfahrzeuge, 666 Flugabwehrraketensysteme, 30.163 Panzer und gepanzerte Kampffahrzeuge, 1.758 Mehrfachraketenwerfer, 35.769 Feldartillerie- und Mörsergeschütze sowie 66.525 militärische Spezialfahrzeuge außer Gefecht gesetzt.

  • 13:39 Uhr

    Energodar nach Drohnenangriffen ohne Strom

    Energodar, die Satellitenstadt des AKW Saporoschje, ist nach ukrainischen Drohnenattacken vollständig ohne Strom. Dies teilte Jewgeni Balizki, der Gouverneur des Gebiets Saporoschje, mit. 

    "Das Kiewer Regime hat einen weiteren Terroranschlag mit unbemannten Luftfahrzeugen auf zivile Infrastruktur in unserer Region verübt. Die Stadt Energodar ist vorübergehend ohne Strom. Die Einsatzkräfte werden mit den Wiederherstellungsarbeiten unmittelbar nach Stabilisierung der Lage beginnen." 

    Die soziale Infrastruktur wird über Notstromanlagen versorgt, so Balizki.

  • 13:00 Uhr

    EU: Schutz für wehrfähige Ukrainer wird eingeschränkt

    Die EU-Staaten haben beschlossen, den vorübergehenden Schutzstatus für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine bis zum 4. März 2028 zu verlängern. Dies geht aus der Erklärung des EU-Rats hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurde.

    Die Verlängerung um ein weiteres Jahr soll "Klarheit und Planbarkeit" für die geflüchteten Ukrainer bringen. Der Schutz beschränkt sich nun jedoch auf Personen, die in der Ukraine keinen Wehrdienst leisten müssen. Dank dieser Maßnahme würden "die Verteidigungsbedürfnisse der Ukraine" berücksichtigt.  

    Laut der Pressemitteilung gelte die neue Einschränkung nur für neue Antragsteller. Die Änderung gelte nicht für die Ukrainer, die bereits vorübergehenden Schutz in den EU-Staaten haben.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.