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Liveticker Ukraine-Krieg: Kiew bittet Europa um Vermittlung einer "Flughafen-Waffenruhe" mit Moskau

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Kiew bittet Europa um Vermittlung einer "Flughafen-Waffenruhe" mit MoskauQuelle: Sputnik © Pelagewja Tichonowa

 

  • 12.05.2026 09:31 Uhr

    09:31 Uhr

    Kreml kommentiert Steinmeiers Kandidatur als Vermittler für Verhandlungen mit Russland

    Der Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte gegenüber RIA Nowosti, dass jeder an den Verhandlungen zwischen Russland und Europa teilnehmen könne. So kommentierte Peskow eine Kandidatur von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier als möglichen Vermittler in diesem Prozess. 

    "Mann kann aus dem Kaffeesatz lesen und alle bekannten Namen aufzählen. Es könnte jeder sein, Hauptsache, es besteht der politische Wille, den Dialog wieder aufzunehmen."

    Der Spiegel berichtete am vergangenen Sonntag, dass Deutschland Steinmeiers Kandidatur erwäge.

    Am Samstag bezeichnete Wladimir Putin den ehemaligen deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder als bevorzugten Kandidaten für die Rolle eines Vermittlers. So antwortete der russische Präsident auf eine Frage von Journalisten über einen möglichen europäischen Vertreter in den Verhandlungen mit Russland. Putin betonte jedoch, die Europäer müssten einen Vermittler wählen, dem sie vertrauten und der keine scharfen Äußerungen gegen Moskau gemacht habe.

  • 08:36 Uhr

    Medien: Kiew bittet Europa um Vermittlung einer "Flughafen-Waffenruhe" mit Moskau 

    Die Ukraine wolle von Europa Unterstützung bei der Wiederbelebung der ins Stocken geratenen Friedensverhandlungen mit Russland. Das Ziel sei es, eine gegenseitige Einstellung der Angriffe auf die Flughäfen zu erzielen. Dies erklärte der ukrainische Außenminister Andrei Sibiga in einem Interview für Politico.

    "Wir brauchen wahrscheinlich eine neue Rolle Europas in unseren Friedensbemühungen. Vielleicht könnten wir versuchen, einen sogenannten Flughafen-Waffenstillstand zu erreichen."

    Der Vorschlag konzentriert sich auf eine begrenzte Vereinbarung zwischen Moskau und Kiew, keine Flughäfen anzugreifen.

    Der ukrainische Diplomat fügte hinzu, dass Wladimir Selenskij die Idee bereits mit einigen europäischen Staats- und Regierungschefs erörtert habe.

    Laut Sibiga fordere Kiew Europa jedoch nicht auf, Washington beim Verhandlungsprozess zu ersetzen. Es handelt sich um einen zusätzlichen diplomatischen Kanal.

  • 07:39 Uhr

    Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht mehrere ukrainische Drohnen

    In der Nacht zum Dienstag haben die ukrainischen Streitkräfte Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen angegriffen. Das russische Verteidigungsministerium berichtete am Morgen, dass die russische Luftabwehr insgesamt 27 ukrainische Starrflüglerdrohnen abgefangen hat. 

    Die gegnerischen Drohnen wurden zwischen 00:00 Uhr und 07:00 Uhr Moskauer Zeit am 12. Mai über den Gebieten Belgorod, Woronesch und Rostow zerstört.

  • 11.05.2026 22:00 Uhr

    22:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 21:50 Uhr

    Videoaufnahmen zeigen Augenblick, in dem Antikorruptionsermittler Jermak festhielten

    Ukrainische Medien berichten, dass Sicherheitskräfte einen Mercedes mit Jermak direkt auf einer Straße im Zentrum von Kiew angehalten und durchsucht hätten. Nach Angaben der Ermittlungsbehörden ist der ehemalige Leiter des ukrainischen Präsidialamtes in dem Fall zusammen mit einer Reihe ukrainischer Beamter und Geschäftsleute involviert, deren Gespräche zuvor im Rahmen von Korruptionsermittlungen abgehört worden waren.

  • 21:40 Uhr

    Ukrainische Sicherheitskräfte räumen gewaltsam orthodoxes Kloster nahe Kiew

    Begleitet von "Schande"-Rufen stürmten ukrainische Sicherheitskräfte am Montag ein Kloster der Ukrainisch-Orthodoxen Kirche in Perejaslaw im Gebiet Kiew. In den sozialen Netzwerken wurden Videoaufnahmen der tumultartigen Szenen dieses Vorgangs veröffentlicht.

    Der Gebäudekomplex wurde laut lokalen Medienberichten in ein Museum umgewandelt. Der Abt des Klosters und Gläubige, die versuchten, die Übernahme zu verhindern, wurden von der Polizei festgehalten und beiseite gezogen.

  • 21:10 Uhr

    Diese Villa wollte Selenskijs graue Eminenz für sich errichten lassen

    Die vorstehenden Bilder zeigen, wie die Villa von Selenskijs mächtigem Ex-Büroleiter Andrei Jermak vermutlich aussehen sollte. Sie war Teil des Projekts "Dynastie" im Ort Kosin bei Kiew. Jermak wird nun offiziell beschuldigt, dass das gesamte Bauprojekt der Geldwäsche diente und mit Korruptionsgeldern finanziert wurde. 

    Die nachstehende Aufnahme zeigt den aktuellen Zustand des gesamten Bauprojekts. Wem die anderen Häuser des "Dynastie"-Projekts gehören sollten, haben die ukrainischen Ermittler bislang nicht offengelegt.

  • 21:08 Uhr

    Ukraine-Krieg: Russland meldet 23.000 Verstöße gegen Feuerpause

    Das russische Verteidigungsministerium wirft der Ukraine vor, den zum Tag des Sieges vereinbarten Waffenstillstand mehr als 23.000 Mal verletzt zu haben. Die von den USA unterstützte Feuerpause war am 9. Mai in Kraft getreten und soll bis Dienstag gelten.

    Nach russischen Angaben sind seit Beginn der Waffenruhe auch zivile Einrichtungen in russischen Regionen beschossen worden. Dabei hat es Opfer unter der Zivilbevölkerung gegeben.

    Russlands Präsident Wladimir Putin erklärte, Russland halte den dreitägigen Waffenstillstand weiterhin ein. Zugleich kritisierte er die Reaktion Kiews scharf.

  • 20:33 Uhr

    Selenskijs Ex-Büroleiter Jermak offiziell der Geldwäsche beschuldigt

    Kurz nachdem ukrainische Medien über Ermittlungsmaßnahmen gegen den ehemaligen Leiter des Büros von Wladimir Selenskij, Andrei Jermak, berichtet hatten, der viele Jahre als graue Eminenz der ukrainischen Politik galt, bestätigten das Nationale Antikorruptionsbüro der Ukraine (NABU) und die Spezialisierte Antikorruptionsstaatsanwaltschaft (SAP) die laufenden Ermittlungen. Jermak sei offiziell der Beschuldigtenstatus im Ermittlungsverfahren wegen Geldwäsche zugewiesen worden, so die offizielle Mitteilung der SAP. 

    Das Antikorruptionsbüro hat zudem Aufnahmen von Gesprächen veröffentlicht, die den Verdacht erhärten. Gegenstand ist die Errichtung von hochwertigen Immobilien nahe Kiew, die offenbar zur Legalisierung von Korruptionserträgen benutzt wurden. Es gehe um einen Gesamtbetrag von einer halben Milliarde ukrainischer Griwna (rund zehn Millionen Euro).

    Mehr Informationen folgen in Kürze.

  • 20:21 Uhr

    Ukrainische Medien: Antikorruptionsermittler ermitteln gegen Selenskijs Ex-Büroleiter

    Das Nationale Antikorruptionsbüro der Ukraine (NABU) und die Spezialisierte Antikorruptionsstaatsanwaltschaft (SAP) führen aktuell Ermittlungsmaßnahmen gegen den ehemaligen Leiter des Büros von Wladimir Selenskij, Andrei Jermak, durch, wie der ukrainische Fernsehsender TSN berichtet.

    "NABU und SAP führen derzeit Ermittlungsmaßnahmen gegen Jermak durch", heißt es in einer Meldung, die auf dem Telegram-Kanal von TSN veröffentlicht wurde.

    Der Abgeordnete des ukrainischen Parlaments Jaroslaw Schelesnjak merkte dazu skeptisch an, dass es keine Bestätigung dafür gebe, dass gegen Jermak Anklage erhoben werde.

    "Möglicherweise handelt es sich lediglich um eine Durchsuchung. Bislang sprechen mehrere Quellen genau davon", schrieb Schelesnjak auf seinem Telegram-Kanal.

    Selenskij hatte am 28. November 2025 mitgeteilt, dass der Leiter seines Büros, Andrei Jermak, ein Rücktrittsgesuch eingereicht habe; noch am selben Tag unterzeichnete er den Erlass über dessen Entlassung. Jermaks Rücktritt ging eine Hausdurchsuchung in seiner Wohnung voraus, die vor dem Hintergrund eines Korruptionsskandals im ukrainischen Energiesektor stattfand, dessen Hauptbeschuldigter der Geschäftsmann und Selenskij-Vertraute Timur Minditsch ist. Jermak steht im Verdacht, ebenfalls in den Fall involviert zu sein.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.