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Liveticker Ukraine-Krieg – Selenskijs Ex-Sprecherin: Ukraine nur durch Diplomatie zu retten

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – Selenskijs Ex-Sprecherin: Ukraine nur durch Diplomatie zu retten© Urheberrechtlich geschützt
  • 10.04.2026 20:39 Uhr

    20:39 Uhr

    Sieben Zivilisten bei Angriffen in Belgorod und Gorlowka verletzt

    Im Gebiet Belgorod sind bei ukrainischen Angriffen fünf Zivilisten verletzt worden. Dies teilt Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow mit. In der Stadt Graiworon seien bei einem FPV-Drohnenangriff auf ein Geschäftsobjekt zwei Männer verletzt worden, einer davon schwer. Weitere zwei Männer seien im Dorf Golowtschino bei einem Drohnenangriff auf ein Auto verwundet worden. Zudem sei im Gebiet Belgorod bei einem Angriff auf ein Fahrzeug ein Mann mit Splitterverletzungen an Gesicht, Hals sowie Armen und Beinen verletzt worden. Auch in Gorlowka wurden zwei Zivilisten verletzt. Laut Bürgermeister Iwan Prichodko kam es im Kalininski-Bezirk zur Detonation eines Sprengkörpers.

  • 20:27 Uhr

    Selenskijs Ex-Sprecherin: Ukraine kann nur durch Diplomatie gerettet werden

    Die ehemalige Sprecherin des ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij Julia Mendel ruft zu einem Kurswechsel im Ukraine-Konflikt auf. Ihrer Meinung nach kann die Ukraine einen Zusammenbruch nur vermeiden, wenn sie auf einen diplomatischen und rationalen Ansatz im Konflikt mit Russland setze. Sie schreibt im Netzwerk X:

    "Ich rufe die Unterstützer der Ukraine auf, zu Menschlichkeit und Vernunft zurückzukehren. Ich bitte Sie eindringlich, aufzuhören, ausschließlich auf Stimmen von oben zu hören. Diejenigen, die auf endlose Militarisierung drängen, werden selbst niemals mit den Folgen konfrontiert sein – weder sie noch ihre Familien werden jemals kämpfen müssen. Und dennoch sind sie bereit, unsere Gesellschaft aus politischem Kalkül zu militarisieren, während die Ukraine weiter ausblutet."

    Zuvor haben bereits Kremlsprecher Dmitri Peskow und der russische UN-Botschafter Wassili Nebensja erklärt, dass Kiew angesichts der Lage Verhandlungen aufnehmen müsse. Nebensja wies zudem darauf hin, dass die ukrainischen Einheiten Verluste erleiden und rapide an Kampfkraft verlieren.

  • 20:20 Uhr

    Bericht: GUR-Offizier warnt vor möglichem Bürgerkrieg in der Ukraine

    Ein Mitarbeiter des ukrainischen Militärgeheimdienstes (GUR) hat nach Angaben aus russischen Sicherheitskreisen vor einer möglichen inneren Eskalation gewarnt. Dies berichtet die Nachrichtenagentur TASS.

    Demnach habe der GUR-Offizier Ruslan Kaganez erklärt, die Ukraine stehe "am Rande eines Bürgerkriegs". Entsprechende Aussagen veröffentliche er offen auf eigenen Kanälen.

    Zudem habe er über niedrige Gehälter im Militär sowie mangelnde Motivation unter Soldaten geklagt. Auch fehle es dem Kiewer Führungssystem an finanziellen Möglichkeiten, die Truppen ausreichend zu unterstützen, hieß es.

  • 19:49 Uhr

    Selenskij unterzeichnet Gesetz zu militärischer Ausbildung von Bürgern

    Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hat ein Gesetz zur Einführung einer neuen militärischen Ausbildung für Bürger unterzeichnet. Dies berichtet die Agentur UNIAN.

    Demnach soll in Schulen und Universitäten das Fach "Grundlagen des nationalen Widerstands" eingeführt werden. Zudem soll der bestehende Unterricht "Verteidigung der Ukraine" überarbeitet und spezielle Ausbildungszentren geschaffen werden.

    Ziel des Gesetzes ist es, "bei Bürgern grundlegende Kenntnisse, Fähigkeiten und die Bereitschaft zu entwickeln, in die Reihen der Streitkräfte und anderer Sicherheitsstrukturen einzutreten". Der Gesetzentwurf wurde im Juni des vergangenen Jahres eingebracht, im Dezember in erster Lesung gebilligt und Ende März endgültig verabschiedet.

    Zuvor hatte ein "prorussisches Untergrundnetz" gegenüber RIA Nowosti behauptet, ukrainische Nationalisten würden Kinder während der Ferien ideologisch und militärisch ausbilden, teils auch in "saboteurischen Methoden".

  • 19:18 Uhr

    Ombudsfrau: Oster-Waffenstillstand ist "humaner Schritt"

    Die russische Menschenrechtsbeauftragte Tatjana Moskalkowa bezeichnet den angekündigten Oster-Waffenstillstand als "humanen und barmherzigen Schritt". Darüber schreibt sie auf der Plattform Max:

    "Die Entscheidung des Präsidenten der Russischen Föderation über die Einführung eines Waffenstillstands im Vorfeld von Ostern ist ein zutiefst humaner und barmherziger Schritt. Das Osterstillhalten wird es ermöglichen, die Evakuierung von Verwundeten, die Suche nach Vermissten sowie die Lieferung notwendiger Hilfe in betroffene Gebiete zu intensivieren."

    Zugleich äußert sie die Hoffnung, dass die ukrainische Seite entsprechend reagieren werde.

  • 18:35 Uhr

    Bericht: Ukraine setzt neue Hochgeschwindigkeitsdrohne ein

    An der russischen Grenze setzt die Ukraine nach Angaben eines Militärbloggers neue Hochgeschwindigkeitsdrohnen ein. Darüber berichtet Sergei Koljasnikow auf Telegram.

    Unter Berufung auf das Zentrum für Analyse von Strategien und Technologien erklärt er, die Drohne Marsianin erreiche Geschwindigkeiten von über 200 Kilometern pro Stunde und habe eine Reichweite von bis zu 145 Kilometern. Zudem werde sie serienmäßig produziert und sei gegen elektronische Gegenmaßnahmen weitgehend resistent.

    Bereits zuvor hatte ein Vertreter des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB erklärt, ukrainische Streitkräfte setzten zunehmend schnelle Drohnen ein. Diese seien wegen ihrer Geschwindigkeit schwer hörbar und würden oft erst im Moment des Einschlags wahrgenommen.

  • 18:08 Uhr

    "Bilden neue Truppengattung aus" – Russische Armee erhält modernisierte Drohnensysteme

    Die russische Armee treibt den Einsatz von Schwerlastdrohnen im Rahmen der militärischen Sonderoperation aktiv voran. Derzeit werden die Operatoren auf den Übungsplätzen in der Steuerung der modernsten Modelle dieser Fluggeräte ausgebildet.

    Ihr Vorteil liegt auf der Hand: Sie können jede Last mit einem Gewicht von bis zu 30 Kilogramm über eine Entfernung von bis zu 40 Kilometern transportieren, und das alles ohne Risiko für den Soldaten. Darüber hinaus kann eine Drohne dieses Typs vier Panzerabwehrminen tragen, um gegnerische Technik oder befestigte Stellungen direkt zu bekämpfen oder aus der Ferne Minen zu legen. Wie die Piloten selbst berichteten, ist die Steuerung der Multikopter-Drohnen trotz ihrer beachtlichen Größe recht einfach.

    Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.

  • 17:45 Uhr

    Selenskij: Verzicht auf Atomwaffen war Fehler

    Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij erklärt, die Ukraine hätte nach dem Budapester Memorandum nicht auf Atomwaffen verzichten sollen. Er schreibt auf Telegram:

    "Wenn sie [die Garantiestaaten] zum Verzicht auf Atomwaffen auffordern, hätten sie einen Sicherheitsschirm geben müssen. Möglicherweise einen nuklearen Schutzschirm."

    Das Budapester Memorandum von 1994 sah vor, dass die Ukraine im Gegenzug für Sicherheitsgarantien durch Russland, die USA und Großbritannien auf ihr Atomwaffenarsenal verzichtet. Kiew wirft Moskau vor, das Abkommen verletzt zu haben. Der Kreml weist diese Vorwürfe zurück.

    Zuvor hatte der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius erklärt, künftige Sicherheitsgarantien für die Ukraine dürften nicht das Schicksal des Memorandums wiederholen. In Russland wurde zugleich vor der Idee gewarnt, Kiew Atomwaffen zu überlassen.

  • 17:14 Uhr

    Budanow hält baldige Lösung des Konflikts für möglich

    Kirill Budanow, der Leiter im ukrainischen Präsidialbüro und Chefunterhändler bei den Gesprächen mit Russland, sieht Fortschritte im Friedensprozess. Im Interview mit Bloomberg erklärt der Beamte, dass auch Russland dem Konflikt ein Ende setzen möchte. Budanow betont:

    "Sie verstehen alle, dass der Krieg beendet werden muss. Daher führen sie Gespräche. Ich glaube, es wird nicht lange dauern."

    Außerdem gibt Budanow zu, dass beide Seiten während der Verhandlungen auf "maximalistischen" Positionen bestanden. Wie ein Kompromiss, insbesondere bezüglich der territorialen Frage, aussehen könnte, kommentiert Budanow nicht, hebt aber hervor:

    "Eine endgültige Entscheidung ist noch getroffen worden. Aber im Prinzip verstehen nun alle klar die Grenzen dessen, was akzeptabel ist. Das ist ein enormer Fortschritt."

  • 16:47 Uhr

    Frau bei Beschuss im Gebiet Belgorod getötet

    Im Gebiet Belgorod ist eine Zivilistin bei einem Beschuss ums Leben gekommen. Dies teilt Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow mit:

    "Bei einem weiteren Angriff der ukrainischen Streitkräfte ist eine Zivilistin ums Leben gekommen. Im Dorf Nowaja Tawolschanka im Schebekino-Kreis starb eine Frau infolge von Beschuss noch am Ort ihrer Verletzungen."

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.