Liveticker Ukraine-Krieg – Syrski: Russische Armee zählt zu den stärksten der Welt

1.04.2026 21:27 Uhr
21:27 Uhr
Uschakow: Truppenabzug aus Donbass würde Weg für Frieden ebnen

Der russische Präsidentenberater Juri Uschakow.Kristina Kormilitsyna / Sputnik Ein Abzug der ukrainischen Truppen aus dem Donbass durch Wladimir Selenskij könnte laut dem russischen Präsidentenberater Juri Uschakow neue Perspektiven für eine Friedenslösung eröffnen. Im Gespräch mit dem Nachrichtenportal Westi sagte er:
"Wenn er die Entscheidung treffen würde, die Truppen abzuziehen, und wir anschließend überprüfen könnten, dass dies geschehen ist, würden sich natürlich Perspektiven für die Regelung vieler Fragen eröffnen, einschließlich der Beendigung der Kampfhandlungen."
Zuvor hatte Wladimir Selenskij erklärt, Moskau habe Kiew zwei Monate für den Abzug der ukrainischen Streitkräfte aus dem Donbass eingeräumt. Andernfalls würden sich die Bedingungen für ein mögliches Friedensabkommen zum Nachteil der Ukraine verschlechtern.
21:11 Uhr
Ukrainischer Drohnenangriff in Gorlowka: Zivilist verletzt
Bei einem Drohnenangriff der ukrainischen Streitkräfte auf Gorlowka ist ein Zivilist verletzt worden. Dies teilt Bürgermeister Iwan Prichodko auf Telegram mit. Zugleich erklärte Prichodko beim Sender Solowjow Live, die Zahl der Drohnenangriffe auf die Stadt sei dank des Schutzsystems "Kuppel des Donbass" deutlich gesunken.
"Das System hat sich bewährt. Früher hatten wir 340 bis 350 Angriffe pro Woche, jetzt liegt diese Zahl bei 70 bis 75 Drohnen."
Ein Teil der Drohnen dringe jedoch weiterhin in das Stadtgebiet ein. Das System "Kuppel des Donbass" wurde im Herbst 2023 in der Volksrepublik Donezk unter Beteiligung des russischen Inlandsgeheimdienstes entwickelt. Nach früheren Angaben wurden damit insgesamt mehr als 50.000 ukrainische Drohnen neutralisiert.
21:00 Uhr
Dmitrijew: Großbritanniens Militärbestände nahezu erschöpft
Die militärischen Bestände Großbritanniens sind nach Einschätzung von Kirill Dmitrijew nahezu aufgebraucht. Auf der Plattform X schrieb er:
"Die militärischen Bestände Großbritanniens liegen nahe null."
Damit bezog sich Dmitrijew auf Berichte, denen zufolge dem Vereinigten Königreich weniger als 50 Marschflugkörper des Typs Storm Shadow verblieben seien. Die Bestände an Brimstone-Raketen lägen demnach nur noch bei 25 bis 35 Prozent des ursprünglichen Niveaus und die an Paveway-IV-Bomben bei 30 bis 40 Prozent. Als Grund für den Rückgang werden unter anderem die Waffenlieferungen an die Ukraine genannt.
20:40 Uhr
EU-Außenbeauftragte plädiert für gemeinsames Vorgehen gegen "Schattenflotte"
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas plädiert dafür, den wirtschaftlichen Druck auf Russland noch einmal deutlich zu erhöhen, um ein Ende des Ukraine-Kriegs zu erreichen. Den ARD-"Tagesthemen" hat die Estin gesagt, der Westen müsse in Bezug auf die Schattenflotte etwas unternehmen, denn diese sei ein Instrument, das Russland nutze, um Erdöl aus dem Land "herauszuholen und zu verteilen". Auf diese Weise erhalte Russland Einkünfte, um den Krieg zu finanzieren.
"Hier müssen wir kreativ sein. Wir müssen mit unseren Partnern zusammensitzen, mit ihnen sprechen, denn wenn das Vereinigte Königreich, die USA, Europa, die G7-Partner die gleichen Sanktionen erlassen, dann erzielen wir einen großen Effekt."
Jetzt liege der Schwerpunkt darauf, mehr Druck auf Russland auszuüben, sodass Moskau diesen Krieg beende. Sie sagte, der russischen Volkswirtschaft gehe es nicht gut.
Als "Schattenflotte" werden im Westen Tanker und Frachtschiffe bezeichnet, die Russland angeblich zur Umgehung von Sanktionen einsetzt.
The way to end this war is to confront Moscow, not reward it. Not to loosen sanctions, but to harden them.The 20th sanctions package is ready to go. We will tighten the net further, especially around Russia’s shadow fleet. And we must also deliver the €90-billion-loan.My… pic.twitter.com/VJ7DDTqmSb
— Kaja Kallas (@kajakallas) March 31, 202620:21 Uhr
Russische Luftabwehr schießt 17 ukrainische Drohnen ab
Im Zeitraum von 9:00 bis 18:00 Uhr Moskauer Zeit haben die russischen Luftabwehrkräfte innerhalb von neun Stunden 17 ukrainische Drohnen abgefangen und zerstört. Dies teilt das russische Verteidigungsministerium am Mittwoch mit. Demnach wurden neun Drohnen über der Region Krasnodar, drei über dem Gebiet Kursk, zwei über dem Asowschen Meer, zwei über dem Gebiet Belgorod und eine über der Republik Krim abgeschossen.
20:12 Uhr
Lawrow: Wir sind bereit für Dialog mit dem Westen, werden aber niemandem hinterherlaufen

Moskau ist bereit, Wege aus der Krise in den Beziehungen zum Westen zu besprechen, besteht jedoch auf einem gleichberechtigten und für beide Seiten vorteilhaften Dialog ohne einseitige Zugeständnisse. Dies erklärte Außenminister Sergei Lawrow auf der Generalversammlung des Russischen Rates für internationale Angelegenheiten.
Lawrow Zufolge durchlaufen die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen derzeit eine der schwersten Krisen. Der Minister betonte, dass Moskau fest entschlossen sei, seine eigenen nationalen Interessen zu verteidigen. Dabei sei Russland zu Verhandlungen bereit und halte die Tür für einen Dialog und mögliche Vereinbarungen offen, "aber wird ganz sicher niemandem hinterherlaufen", erklärte Lawrow.
Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
19:48 Uhr
Marotschko: Ukraine muss monatlich bis zu 40.000 Soldaten mobilisieren
Der Militäranalyst Andrei Marotschko hat erklärt, dass die Ukraine zur Deckung ihrer Verluste monatlich bis zu 40.000 Soldaten mobilisieren müsse. In einer Live-Sendung auf der Plattform VKontakte sagte er:
"20.000 Menschen sind 100 Prozent, die innerhalb eines Monats rekrutiert werden müssen. Wenn zusätzlich Reserven für das Kommando benötigt werden, müssen noch mindestens 10.000 hinzugefügt werden. Das heißt, ungefähr 30.000 bis 40.000 ukrainische Bürger müssen jeden Monat von den Rekrutierungszentren mobilisiert werden."
Marotschko verwies zudem auf frühere Angaben, wonach die Rekrutierungsbehörden der Ukraine angewiesen worden seien, die Mobilisierung angesichts hoher Verluste zu beschleunigen. Er äußerte die Einschätzung, dass die Rekrutierungszentren diese Vorgaben erfüllen könnten. Die Mobilisierung sei jedoch von "Chaos" begleitet. Das derzeitige Ziel bestehe lediglich darin, die Reihen der ukrainischen Kämpfer aufzufüllen.
19:30 Uhr
Ukrainische Drohnen werden zur Bedrohung für Finnland

SymbolbildUrheberrechtlich geschützt Ein weiterer Absturz ukrainischer Drohnen, diesmal über Finnland, sorgt für Aufsehen. Helsinki spricht dabei zwar von einer "Verletzung der territorialen Integrität", allerdings die finnische Luftwaffe auf einen Abschuss der Drohnen verzichtet. Wovon zeugt dieser Widerspruch?
Mehr dazu in dieser Analyse von Oleg Issaitschenko auf unserer Website.
19:19 Uhr
EU erhöht Reformdruck auf Kiew
In einem Brief vom 30. März nennt Erweiterungskommissarin Marta Kos elf Reformschritte, welche die Ukraine im Jahr 2025 nicht fristgerecht umgesetzt hat. Erst wenn diese Reformen nachgeholt würden, würden rund vier Milliarden Euro freigegeben, heißt es. Dem Brief zufolge sind Reformen in den Bereichen Justiz, Staatsdienst, im Bahnsektor und beim Strommarkt noch offen. Kos zufolge biete die für die nächste Woche anberaumte Parlamentssitzung eine Gelegenheit, die Reformen voranzutreiben.
Gleichzeitig treibt die EU-Kommission von Ursula von der Leyen die Vorbereitungen zur Auszahlung neuer Milliardenhilfen an die Ukraine ungeachtet des ungarischen Vetos voran. Die Behörde hat in Brüssel einen Vorschlag vorgelegt, der nach einer Aufhebung der Blockade Budapests die Bereitstellung von 45 Milliarden Euro bis Ende dieses Jahres ermöglichen soll. Das Geld soll den dringendsten Finanzbedarf der Ukraine decken und dem Land eine Fortsetzung der Kampfhandlungen gegen Russland ermöglichen.
18:45 Uhr
Zwei Verletzte nach ukrainischen Drohnenangriffen im Gebiet Belgorod
Bei Drohnenangriffen der ukrainischen Streitkräfte im russischen Gebiet Belgorod sind zwei Zivilisten verletzt worden. Dies teilt Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow auf Telegram mit.
"Im Dorf Oktjabrski im Bezirk Belgorod wurde bei der Detonation einer Drohne ein Mann verletzt. Im Dorf Maximowka im Bezirk Schebekino traf eine FPV-Drohne ein Auto. Ein Mann erlitt eine Splitterverletzung an der Hand und wurde im Krankenhaus medizinisch versorgt."
Laut dem Gouverneur wurde der Verletzte aus dem Bezirk Belgorod mit Splitterwunden im Gesicht und an den Beinen in ein Krankenhaus gebracht. Am Ort des Angriffs wurden Fenster zerstört, die Fassade eines Geschäftsgebäudes beschädigt und vier Autos in Mitleidenschaft gezogen. Der andere Verletzte musste nicht hospitalisiert werden.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.


