Liveticker Ukraine-Krieg – Medien: Westen liefert Kiew immer zögerlicher Abfangraketen

6.08.2026 17:17 Uhr
17:17 Uhr
Gebiet Kursk erneut Ziel ukrainischer Drohnenangriffe – zwei Verletzte
Bei einem Drohnenangriff auf das Dorf Wischnewo im grenznahen Belowski-Bezirk im Kursker Gebiet sind zwei Menschen verletzt worden. Dies teilte Gouverneur Alexander Chinstein mit. Demnach erlitten zwei Männer Splitterverletzungen. Sie hätten bereits Erste Hilfe erhalten und würden in ein Gebietskrankenhaus gebracht.
16:36 Uhr
Saluschny: Kiew hat alle Waffenressourcen ausgeschöpft
Die Ukraine hat ihr Potenzial für militärische Neuerungen auf dem Schlachtfeld ausgeschöpft. Dies erklärte der ehemalige Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte und heutige Botschafter in Großbritannien, Waleri Saluschny.
"2026 hat die Ukraine praktisch alle Waffensysteme eingesetzt – mit Ausnahme von Tomahawk-Marschflugkörpern, Atomwaffen, Flugzeugträgern und F-35-Kampfjets aus dem NATO-Arsenal. Auch die entsprechenden Einsatzdoktrinen wurden angewandt. Das Potenzial ist ausgeschöpft. Russland hat für all das Gegenmaßnahmen gefunden."
Bereits zuvor hatte Saluschny erklärt, die Ukraine werde niemals der NATO beitreten. Putin hat einen möglichen NATO-Beitritt Kiews wiederholt als Bedrohung für Russlands Sicherheit und als einen der Gründe für den Beginn der militärischen Sonderoperation bezeichnet.
Lesen Sie dazu mehr hier auf unserer Webseite.
15:45 Uhr
Außenministerium: Moskau ist offen für Ukraine-Initiativen aus den USA
Russland sei weiterhin bereit, Vorschläge der US-Unterhändler zur Ukraine zu prüfen, so das Außenministerium. Gleichzeitig forderte Moskau Washington auf, sich auf eine politische und diplomatische Lösung des Konflikts zu konzentrieren. Der stellvertretende Direktor der Informations- und Presseabteilung des russischen Außenministeriums, Alexei Fadejew, erklärte dazu:
"Wir sind jederzeit bereit, konkrete konstruktive Ideen der amerikanischen Unterhändler zu erörtern, sofern es solche gibt."
Die russische Seite rufe alle, auch die USA, dazu auf, die Situation objektiv zu bewerten und ihre Bemühungen auf den politischen Prozess statt auf eine Fortsetzung der Kämpfe zu richten. Die Parameter einer künftigen Regelung seien bereits mehrfach dargelegt worden.15:22 Uhr
Medien: Ukraine betreibt unterirdische Fabriken für Drohnenproduktion
In der Ukraine werden in einer geheimen Untergrundanlage täglich Hunderte von Drohnen produziert, heißt es in einem Bericht von Sky News. Der Betrieb sei demnach das Zentrum der landesweiten Bemühungen um die Entwicklung von Langstrecken-Kampfdrohnen, die Produktion laufe rund um die Uhr. Es gebe viele ähnliche Anlagen im ganzen Land.
Der Betrieb stelle täglich über 200 Drohnen her, und zwar vom Typ FP1 mit einer Reichweite von 3.000 Kilometern, erklärt Sky News weiter. Die Produktionskosten belaufen sich demnach auf etwa 60.000 US-Dollar und werden durch die internationale Gemeinschaft über das Verteidigungsministerium finanziert.
14:53 Uhr
NYT: Westen liefert Kiew immer zögerlicher Abfangraketen

Archivbild: Patriot-Systeme in PolenOmar Marques / Gettyimages.ru Westliche Staaten stellen der Ukraine laut der New York Times immer zurückhaltender Abfangraketen zur Verfügung, da sie diese zunehmend für die eigene Verteidigung benötigen.
"Selenskijs Bitten haben angesichts der veränderten geopolitischen Lage keinen Erfolg mehr", schreibt die Zeitung. Die westlichen Verbündeten gäben Raketen nur noch ungern ab, weil der Krieg inzwischen an mehreren Fronten geführt werde – auch im Nahen Osten, wo die Kämpfe die weltweiten Bestände verringert hätten.
Selbst wenn die Partner Kiews den Forderungen Selenskijs nachkämen, könnten sie den ukrainischen Bedarf nicht vollständig decken. Russland produziere ballistische Raketen schneller, als der Westen entsprechende Abfangraketen herstellen könne, so die New York Times.
Auch das Programm PURL, über das Verbündete US-Rüstungsgüter für die Ukraine finanzieren, habe laut der Zeitung "die Erwartungen nicht erfüllt". Anstelle der von Selenskij angestrebten eine Milliarde US-Dollar pro Monat seien bislang lediglich Beiträge in Höhe von der Hälfte zusammengekommen.
13:48 Uhr
Mehr als 470 ukrainische Soldaten wegen Überfall auf Kursk verurteilt
Russland hat mehr als 470 Angehörige der ukrainischen Streitkräfte im Zusammenhang mit dem Überfall auf das Gebiet Kursk verurteilt. Dies teilt die russische Generalstaatsanwaltschaft mit. Von den Verurteilten wurden 89 Soldaten in Abwesenheit angeklagt.
Bei 36 Personen handele es sich zudem um ausländische Söldner. Alle Angeklagten seien zu Haftstrafen, auch lebenslangen, verurteilt worden.
13:20 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
Die ukrainischen Streitkräfte haben während der Kampfhandlungen in den zurückliegenden 24 Stunden 1.395 Soldaten verloren. Dies besagt der Frontbericht des Verteidigungsministeriums in Moskau. Russlands Truppen zerstörten dabei folgende Waffen und Ausrüstung des Gegners:
- vier Mannschaftstransportwagen,
- 16 gepanzerte Kampffahrzeugen,
- 100 Kraftfahrzeuge,
- zwölf Artilleriegeschütze,
- fünf Anlagen der Elektronischen Kampfführung und zwei Anlagen der elektronischen Aufklärung.
Einheiten der russischen Luftstreitkräfte, Raketen- und Artillerietruppen sowie Drohnenbediener trafen Objekte der Treibstoff- und Transportinfrastruktur und Logistikzentren, die im Interesse der gegnerischen Truppen betrieben wurden. Des Weiteren Lager mit unbemannten Flugzeugen sowie ukrainische Truppen und ausländische Söldner in 155 Kreisen. Die Flugabwehr schoss 20 Flugbomben, eine HIMARS-Rakete und 1.155 Drohnen ab. Die Marineflieger der Schwarzmeerflotten zerstörten ihrerseits ein unbemanntes Boot.
12:31 Uhr
Gebiet Jaroslawl: Brand an einer Ölraffinerie nach Drohnenangriff – vier Verletzte
Die Flugabwehr hat einen massiven Drohnenangriff auf das Gebiet Jaroslawl abgewehrt. Laut Gouverneur Michail Jewrajew wurden insgesamt 93 Drohnen zerstört.
Die Fragmente der Drohnen schlugen in die Ölbehälter einer regionalen Raffinerie ein, sodass ein Brand ausbrach. Der Löscheinsatz sei aktuell im Gange, heißt es.
Vier Menschen wurden bei dem Angriff verletzt, betont der Gouverneur.
11:29 Uhr
Großes Depot eines Treib- und Schmierstoffherstellers im Gebiet Kiew durch Brand zerstört
In der Nacht zum Sonntag hat ein Brand das Zentraldepot des Treib- und Schmierstoffherstellers Liqui Moly im Gebiet Kiew vollständig zerstört. Laut der ukrainischen Niederlassung der Firma wurden durch das Feuer tonnenweise Fertigprodukte vernichtet, die in dem Logistikzentrum gelagert waren.
Trotz der Verluste arbeite das Unternehmen bereits daran, neue Lieferwege einzurichten und die Versorgungsengpässe so gering wie möglich zu halten.
Das Feuer habe auch auf Räumlichkeiten anderer Logistikunternehmen in der Nähe übergegriffen, heißt es.
10:47 Uhr
Ermittlungskomitee: Nach Einmarsch ukrainischer Armee in Region Kursk über 600 Zivilisten getötet
Mehr als 600 Zivilisten wurden bei der Invasion der ukrainischen Streitkräfte im Jahr 2024 im Grenzgebiet Kursk getötet. Dies berichtet Swetlana Petrenko, die Sprecherin des russischen Ermittlungskomitees.
"Infolge der grausamen Aktionen ukrainischer Kämpfer wurden 640 Zivilisten, darunter ein Kind, getötet und 561 Menschen, darunter 25 Kinder, verletzt."
Laut Petrenko hätten die russischen Ermittler Verbrechen dokumentiert, die von ukrainischen Soldaten in 25 Ortschaften der Region begangen wurden. Insgesamt seien 711 Strafverfahren eingeleitet worden, fügte sie hinzu.
Am 6. August 2024 hatten die ukrainischen Truppen einen Großangriff auf das Gebiet Kursk unternommen. Am 26. April 2025 hatten Russlands Streitkräfte die Region vollständig vom Gegner befreit.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
