Liveticker Ukraine-Krieg – Putin: Rettung des Kiewer Regimes nicht Teil unserer Pläne

28.06.2026 22:21 Uhr
22:21 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:50 Uhr
Putin: Russland strebt in der Region Sumy Schaffung einer Sicherheitszone an
Im weiteren Verlauf des Interviews für die Sendung "Moskau, Kreml, Putin" am Sonntag sagte Wladimir Putin, dass die russische Armee nur noch wenige Kilometer vor der Stadt Sumy stehe. Politische Pläne bezüglich dieser Stadt gibt es indes nicht. Kiew werde für sein Vorgehen im Gebiet Kursk mit dem Verlust von Gebieten bezahlen, die für die Schaffung einer Sicherheitszone erforderlich sind.
Das Ziel der russischen Maßnahmen in der Region Sumy ist die Schaffung einer Sicherheitszone, so der Präsident.
21:48 Uhr
Putin: Rettung des Kiewer Regimes ist nicht Teil unserer Pläne
Russlands Präsident Wladimir Putin hat am Sonntag vor dem Hintergrund der jüngsten Entwicklungen im Ukraine-Krieg wichtige Aussagen zur künftigen russischen Strategie gemacht. Im Interview für Pawel Sarubin und die Sendung "Moskau, Kreml, Putin" des staatlichen russischen Fernsehens sagte er unter anderem, die verstärkten ukrainischen Drohnenangriffe machten zwar Probleme, seien für Russland jedoch nicht kritisch. Alle beschädigten Objekte der Energiebranche würden relativ schnell repariert werden, es gebe eine große Redundanz bei der Infrastruktur, so Putin.
Auch der Bedarf der Krim werde zeitnah befriedigt, versicherte das Staatsoberhaupt. Der Schwerpunkt liege auf der Stärkung der Luftabwehr und dem Schutz des Lebens von Zivilisten, ergänzte er.
Zur künftigen militärischen Strategie sagte Putin, dass Russland der Ukraine keine Chance geben werde, das Vorrücken der russischen Armee an der Frontlinie aufzuhalten. Die aktuellen Vorschläge zur diplomatischen Beilegung des Konflikts seien inakzeptabel, so der Präsident. Die Rettung des Kiewer Regimes sei nicht Bestandteil der russischen Pläne:
"Aus Kiew kommen Vorschläge, die Kampfhandlungen auf nur vier Gebiete zu beschränken (Volksrepubliken Donezk und Lugansk, die Gebiete Saporoschje und Cherson). Dies würde es den ukrainischen Streitkräften ermöglichen, Truppen aus anderen Gebieten dorthin zu verlegen. Angesichts des Personalmangels wäre dies die Rettung für Kiew. Doch die Rettung des Kiewer Regimes ist nicht Teil unserer Pläne."
20:50 Uhr
Putin: Folgen ukrainischer Terrorangriffe müssen minimiert werden
Die Folgen ukrainischer Terrorangriffe auf zivile Objekte in Russland müssen minimiert werden, erklärte Präsident Wladimir Putin. Diese Anordnung hat das Staatsoberhaupt vor wenigen Tagen während einer Sitzung mit Kabinettsmitgliedern über das Problem der Treibstoffversorgung getroffen. Putin betonte laut der Nachrichtenagentur TASS:
"Vor wenigen Tagen haben wir bei einem Treffen mit Regierungsmitgliedern die Lage auf dem Binnenmarkt der Erdölprodukte ausführlich erörtert. Ich möchte es noch einmal betonen: Wir müssen die Folgen von Terroranschlägen auf unsere zivilen Objekte und die Infrastruktur so gering wie möglich halten."
20:34 Uhr
Russische Flugabwehr zerstört im Laufe des Tages mehr als 70 Drohnen des Gegners
Einheiten der Flugabwehr haben im Laufe des Tages 72 ukrainische Drohnen über Russland abgefangen und zerstört, berichtet das russische Verteidigungsministerium. Die Flugziele wurden zwischen 8 und 20 Uhr Moskauer Zeit über acht Gebieten des Landes sowie über der Region Krasnodar, der Teilrepublik Krim und dem Asowschen Meer vom Himmel geholt.
20:10 Uhr
Kiew: Selenskij schlägt Denkmal für Kosakenführer Masepa anstelle der gestürzten Lenin-Statue vor
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hat vorgeschlagen, ein Denkmal für den Kosakenführer Iwan Masepa an jener Stelle in Kiew zu errichten, an der während des Euromaidan eine Statue Wladimir Lenins gestürzt worden war. Das Denkmal wird somit auf dem Taras-Schewtschenko-Boulevard installiert.
Dies sei ein Schritt zur Wiederherstellung der "historischen Gerechtigkeit". Selenskij betonte in einer Rede anlässlich der Feierlichkeiten zum Tag der Verfassung:
"Ich bin sicher: Dort, wo Lenin fiel, wird Masepa fest stehen."
Selenskij nannte Masepa "einen herausragenden Staatsmann und Militärführer, Philanthropen und Oberhaupt des Kosakenstaates".
Iwan Masepa war Hetman der Saporoger Kosaken und lief während des Großen Nordischen Krieges Anfang des 18. Jahrhunderts zum schwedischen König Karl XII. über. In der Ukraine gilt Masepa als Vorkämpfer der Unabhängigkeit, während Russland ihm Hochverrat vorwirft.
Maria Sacharowa, die Sprecherin des russischen Außenministeriums, wies darauf hin, wie ironisch ein Masepa-Denkmal auf einem Taras-Schewtschenko-Boulevard aussehen würde. In den sozialen Medien schrieb die Diplomatin:
"Es ist traurig und komisch zugleich … Komisch, weil Taras Schewtschenko Masepa hasste."
Dabei zitierte Sacharowa eine Reihe negativer Charakterisierungen von Masepa aus Werken des großen ukrainischen Dichters und Schriftstellers.
19:02 Uhr
Estnischer Premier: Europa wird zum Projekt des Friedens, aber mit Waffen
Nach dem Beginn der russischen Militäroperation in der Ukraine sieht sich Europa weiterhin als "Projekt des Friedens". Nun umfasst dieses Projekt auch die Verteidigungskooperation. Die europäischen Länder müssen in diesem Bereich weiterhin zusammenwirken. Diese Meinung bringt der estnische Premierminister Kristen Michal in einem Interview für das Nachrichtenportal Euractiv. Der Regierungschef betont:
"Europa war ein Projekt des Friedens ohne Waffen. Nun wird es ein Projekt des Friedens sein, aber mit Waffen. Es ist ein großer Unterschied. Wenn Europa als die reichste Region der Welt über Waffen und die Fähigkeit verfügt, auf Sicherheitsbedrohungen im In- und Ausland zu reagieren, wird Europa viel stärker."
Die Aufrüstung Europas sei eine positive Entwicklung, dadurch werde sein politisches Gewicht und Ansehen in der Welt stärker, führt Michal aus. Aus schlechten Gründen sollen gute Dinge für die europäische Zukunft geschehen.
18:26 Uhr
Ukrainische Truppen attackieren Bus in DVR – drei Verletzte
Die ukrainischen Streitkräfte haben einen Bus in der Stadt Gorlowka der Donezker Volksrepublik (DVR) mit einer Drohne angegriffen. Dies teilt Bürgermeister Iwan Prichodko mit. Durch den Angriff wurden drei Zivilisten verletzt.
17:40 Uhr
Medwedew: Ohne Sieg im Ukraine-Konflikt hat Russland keine Sicherheit
Russland muss einen Sieg in der militärischen Sonderoperation erringen, glaubt Dmitri Medwedew, der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates.
Ansonsten wäre das Land nicht in der Lage, seine Sicherheit zu gewährleisten. Ein Sieg sei erforderlich, um diese Herausforderung zu bewältigen.
17:02 Uhr
Kiew will von Verbündeten knapp 130 Milliarden Euro in kommenden Jahren
Die Ukraine benötigt im Zeitraum von 2026 bis 2029 insgesamt 145,9 Milliarden US-Dollar (umgerechnet rund 128 Milliarden Euro) an externer Finanzierung, heißt es in einer Haushaltsprognose des ukrainischen Finanzministeriums.
Die entsprechende Erklärung erscheint im Ergebnis der Treffen zwischen Ministern und Ministerinnen für Finanzen der Ukraine, Großbritanniens und Litauens am 25. und 26. Juni im Rahmen der Konferenz zum Wiederaufbau der Ukraine in Gdańsk (Danzig).
Trotz der finanziellen Unterstützung der westlichen Verbündeten, einschließlich des 90-Milliarden-Euro-Kredits, bleibt der Finanzierungsbedarf der Ukraine erheblich, erklärt der ukrainische Finanzminister Sergei Martschenko. Weitere internationale Unterstützung sei entscheidend für die Stabilität, die Finanzierung der zivilen Haushaltsausgaben und den Wiederaufbau der Ukraine.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.