Liveticker Ukraine-Krieg – Medien: Kiew und Europa planen Aufbau einer Alternative zu Patriot

10.06.2026 14:23 Uhr
14:23 Uhr
Mehr als 300.000 Haushalte ohne Strom im Gebiet Saporoschje
Wie der Gouverneur der Region Saporoschje, Jewgeni Balizki, auf Telegram mitteilte, sind über 300.000 Haushalte ohne Strom.
"Infolge von Angriffen auf die zivile Infrastruktur sind 16 Bezirke im Gebiet Saporoschje vorübergehend ohne Stromversorgung. Mehr als 300.000 Haushalte sind betroffen."
13:52 Uhr
LVR: Ein Jugendlicher bei Drohnenangriff getötet
Nach Angaben von Leonid Passetschnik, dem Chef der Volksrepublik Lugansk, hat eine ukrainische Drohne Jugendliche in der Stadt Irmino angegriffen. Einer von ihnen ist noch vor Ort verstorben.
"In Irmino hat eine gegnerische Drohne Jugendliche angegriffen, die spazieren gingen und Pitbikes fuhren. Der 17-Jährige erlag leider noch vor Ort seinen Verletzungen. Ein weiterer, 16-jähriger Junge erlitt Splitterverletzungen. Er wurde in ein Krankenhaus eingeliefert und medizinisch versorgt."
13:17 Uhr
Marotschko: Ukrainische Soldaten haben kein Trinkwasser bei Gluschkowka
Infolge der russischen Drohnenangriffe haben die ukrainischen Soldaten, die bei Gluschkowka im Gebiet Charkow stationiert sind, Probleme mit Proviant und Trinkwasser. Dies erklärte der Militärexperte Andrei Marotschko gegenüber TASS. Seinen Angaben zufolge ist eine ukrainische Gruppe südöstlich von Gluschkowka von der Versorgung praktisch abgeschnitten.
"Die ukrainischen Kämpfer leiden unter akutem Mangel an Proviant und Trinkwasser. An einigen Stellungen konnte das Wasserproblem durch das Graben kleiner Brunnen im Tiefland teilweise gelöst werden. Die Soldaten, die sich auf den Höhen befinden, müssen jedoch etwa zwei Kilometer zurücklegen, um den Durst zu löschen. Sie sind dabei Drohnenangriffen und Artilleriebeschuss ausgesetzt."
12:38 Uhr
Medien: Europa wird Kiew beim Aufbau einer europäischen Patriot-Alternative helfen

Symbolbild: Patriot-SystemUrheberrechtlich geschützt Die Ukraine und die "E3"-Staaten (Großbritannien, Frankreich und Deutschland) hätten am 7. Juni bei Gesprächen in London über Maßnahmen zur gemeinsamen Entwicklung einer Alternative zum US-amerikanischen Patriot-Luftverteidigungssystem diskutiert. Dies berichtete die Zeitung The Telegraph unter Berufung auf Quellen. Der Plan bestehe darin, dass Kiew Abfangraketen herstellen werde und europäische Firmen Radargeräte, Verfolgungs- und Lenksysteme entwickeln würden. "Die Rolle der Ukraine besteht in der Produktion von ballistischen Abfangraketen, und wir testen sie bereits", sagte eine mit den Plänen vertraute Person und fügte hinzu:
"Wir brauchen Radargeräte und Lenksysteme von unseren Verbündeten, um das alles zusammenzustellen und daraus ein europäisches Patriot-System zu entwickeln – aber viel billiger und mit der Möglichkeit zur Produktionssteigerung."
Der Zeitung zufolge konnte Selenskij NATO-Generalsekretär Mark Rutte während jüngster Gespräche davon überzeugen, dass das Militärbündnis als Koordinator für die Entwicklung des neuen Systems auftreten werde. Seitdem hätten NATO-Beamte Treffen mit führenden Vertretern der Industrie sowie mit nationalen Sicherheitsberatern der Mitgliedstaaten des Bündnisses durchgeführt.
Es sei jedoch unklar, wie viel Zeit es in Anspruch nehmen werde, ein funktionierendes Luftverteidigungssystem zu entwickeln, so das Blatt.
11:54 Uhr
Gebiet Kursk: Fast 160 ukrainische Drohnen binnen 24 Stunden abgeschossen
Nach Angaben von Alexander Chinstein, dem Gouverneur des Grenzgebiets Kursk, wurden im Laufe des Tages 103 Geschosse auf die Region abgefeuert.
"In der Zeitspanne von 9:00 Uhr am 9. Juni bis 9:00 Uhr am 10. Juni wurden insgesamt 159 gegnerische Drohnen unterschiedlicher Typen abgeschossen. Zwölfmal haben die Drohnen unser Gebiet durch den Abwurf von Sprengsätzen angegriffen."
Infolge der Attacken erlitt eine Zivilistin Verletzungen.
Zu Schaden kamen zwei Privathäuser, drei Fahrzeuge und das Gebäude einer stillgelegten Schule.
11:10 Uhr
"Weiterer barbarischer Akt" – Sacharowa zu Angriff auf Panorama "Verteidigung von Sewastopol"
Russlands Außenministerium hat auf den gezielten nächtlichen Drohnenangriff der ukrainischen Streitkräfte auf das Gebäude des Panoramas "Verteidigung von Sewastopol 1854–1855" reagiert. Gegenüber Journalisten sagte die Außenamtssprecherin Maria Sacharowa:
"Es handelt sich um einen weiteren barbarischen Akt des Kiewer Regimes gegen ein ziviles Objekt."
10:35 Uhr
Gebiet Belgorod meldet Tote und Verletzte nach ukrainischen Angriffen
Nach Angaben des regionalen Krisenstabs des Gebiets Belgorod wurden binnen 24 Stunden infolge der ukrainischen Attacken 72 Orte in 14 Bezirken getroffen. Der Gegner hat 28 Geschosse abgefeuert und 192 Drohnen eingesetzt, von denen 103 abgeschossen wurden.
Bei den Angriffen kamen zwei Zivilisten ums Leben, vier weitere erlitten Verletzungen.
Zu Schaden kamen 23 Privathäuser, zwei soziale Einrichtungen, ein Lager, ein Hangar, zwei Infrastrukturobjekte, zwei Betriebe sowie 32 Fahrzeuge.
09:15 Uhr
Dutzende Stationierungsorte am Frontabschnitt Konstantinowka zerstört
Das russische Militär hat Dutzende vorübergehende Stationierungsorte der ukrainischen Streitkräfte in Richtung der Stadt Konstantinowka zerstört, wie das russische Verteidigungsministerium gegenüber RIA Nowosti mitteilte.
"In den vergangenen 24 Stunden haben Artilleristen des Truppenverbandes Süd mehr als 30 vorübergehende Stationierungsorte der ukrainischen Streitkräfte am Frontabschnitt Konstantinowka zerstört."
Soldaten des Truppenverbandes Süd operieren in der Volksrepublik Donezk.
08:24 Uhr
Panorama "Verteidigung von Sewastopol" bei Drohnenangriff gezielt zerstört

Telegram-Kanal von Michail Raswoschajew Das Panorama "Verteidigung von Sewastopol 1854–1855", das Anfang des 20. Jahrhunderts von Franz Roubaud geschaffen wurde, wurde bei einem ukrainischen Drohnenangriff nahezu vollständig zerstört. Dies berichtete Sewastopols Bürgermeister Michail Raswoschajew auf Telegram.
"Heute Nacht hat eine Starrflüglerdrohne gezielt das Gebäude des Panoramas 'Verteidigung von Sewastopol 1854–1855' angegriffen. Der Gegner hat ein Kulturerbe, eines der Hauptsymbole der Heldenstadt, getroffen."
Nach der Attacke brach im Gebäude ein Feuer aus. 83 Einsatzkräfte und 22 Fahrzeuge des Rettungsdienstes der Stadt Sewastopol und des russischen Katastrophenschutzministeriums sind vor Ort.
"Die Lage ist äußerst ernst: Es ist bereits klar, dass Franz Roubauds Meisterwerk praktisch zerstört ist."
Franz Roubauds monumentales Werk wurde im Jahr 1905 zum 50. Jahrestag der heldenhaften Verteidigung der Stadt Sewastopol im Krimkrieg präsentiert. Das Werk ist 115 Meter lang, 14 Meter hoch und bedeckt eine Fläche von etwa 1.610 Quadratmetern.
07:40 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht mehr als 300 ukrainische Drohnen
In der Nacht zum Mittwoch haben die ukrainischen Streitkräfte Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen angegriffen. Das russische Verteidigungsministerium berichtete am Morgen, dass die russische Luftabwehr zwischen 20:00 Uhr am 9. Juni und 07:00 Uhr am 10. Juni insgesamt 326 ukrainische Starrflüglerdrohnen abgefangen hat.
Die gegnerischen Drohnen wurden über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Wolgograd, Woronesch, Kursk, Kaluga, Lipezk, Nischni Nowgorod, Rostow, Rjasan, Samara, Saratow, Smolensk, Orjol, Twer, Tula, Uljanowsk, den Regionen Krasnodar und Moskau, der Republik Krim, den Gewässern des Schwarzen Meeres zerstört.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

