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Liveticker Ukraine-Krieg: Moskau kündigt Waffenruhe zum 9. Mai an, Kiew ab 6. Mai

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Moskau kündigt Waffenruhe zum 9. Mai an, Kiew ab 6. MaiQuelle: Sputnik © Ramil Sitdikow
  • 4.05.2026 21:22 Uhr

    21:22 Uhr

    Kimakowski: "Ukraine ist faktisch eine NATO-Privatarmee"

    Die ukrainischen Streitkräfte fungieren de facto als eine "private Militärfirma der NATO". Diese Einschätzung äußerte der Berater des Chefs der Volksrepublik Donezk, Igor Kimakowski, im Sender Solowjow Live:

    "Die bewaffneten Formationen der Ukraine sind faktisch eine private Militärfirma der NATO. Das zeigt sich daran, wie viele westliche Waffentrophäen wir finden – darunter Bradley-Schützenpanzer, britische und amerikanische gepanzerte Fahrzeuge sowie Handwaffen."

    Der Westen habe ihm zufolge viel dazu beigetragen, die ukrainischen Streitkräfte zu einer "eigenen privaten Militärstruktur" zu machen, indem er zahlreiche Waffensysteme aus verschiedenen Ländern geliefert habe.

    Zugleich betonte Kimakowski, dass die russischen Streitkräfte erfolgreich gegen die ukrainischen Einheiten vorgehen, unter anderem mit Taktiken kleiner Gruppen und unter Nutzung der Wetterbedingungen.

  • 21:15 Uhr

    Selenskij kündigt Waffenruhe ab 6. Mai an

    Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hat eine Waffenruhe ab dem 6. Mai angekündigt. Er schrieb auf Telegram:

    "Bis heute gab es keinerlei offizielle Ansprache an die Ukraine zu den Bedingungen einer Einstellung der Kampfhandlungen, über die in russischen sozialen Netzwerken berichtet wird. Wir sind der Ansicht, dass das menschliche Leben unvergleichlich wertvoller ist als das 'Feiern' irgendeines Jahrestages. In diesem Zusammenhang kündigen wir einen Waffenstillstand ab 00:00 Uhr in der Nacht vom 5. auf den 6. Mai an."

    In der verbleibenden Zeit sei es realistisch, eine Waffenruhe herzustellen. Ab diesem Zeitpunkt werde Kiew spiegelbildlich handeln, so Selenskij.

  • 21:11 Uhr

    Bericht: Ausländische Söldner bei Kupjansk getötet

    Eine Gruppe ausländischer Kämpfer der ukrainischen Nationalgarde-Einheit "Hartija" soll nach Angaben russischer Sicherheitsstrukturen im Frontabschnitt bei Kupjansk getötet worden sein. Dies berichtete RIA Nowosti unter Verweis auf entsprechende Quellen. Demnach haben Freiwillige die Identität von sechs getöteten Kämpfern festgestellt: drei aus Kolumbien und drei aus Brasilien.

    Zudem wird die Wirksamkeit eines russischen Angriffs auf einen temporären Standort ausländischer Kämpfer in Nikolajew bestätigt. Als Quelle wurde dabei eine Angehörige eines getöteten Kämpfers aus Georgien zitiert, die über dessen Tod gemeinsam mit weiteren Soldaten bei dem Angriff berichtet habe.

  • 21:00 Uhr

    Finnland und Estland fordern Kiew zur Kontrolle von Drohnen im Grenzraum auf

    Finnland und Estland haben von der Ukraine verlangt, das Eindringen von Drohnen und Drohnentrümmern in ihr Staatsgebiet zu verhindern. Finnlands Verteidigungsminister Antti Häkkänen erklärte dazu:

    "Die Nutzung unseres Luftraums für solche Zwecke ist vollständig verboten. Absolut verboten. Wir haben der ukrainischen Regierung sehr klar gesagt, dass selbst diese verirrten Drohnen inakzeptabel sind."

    Er forderte Kiew auf, solche Vorfälle künftig auszuschließen. Auch Estlands Premier Kristen Michal äußerte sich ähnlich:

    "Unsere Forderung oder Botschaft ist sehr einfach: Trümmer aus Kampfhandlungen dürfen nicht in unseren Luftraum eindringen."

    Zuvor hatte das finnische Verteidigungsministerium den Fund einer Drohne nahe der Grenze zu Russland gemeldet. Später sprach die Grenzschutzbehörde von zwei Drohnen. Finnlands Premier Petteri Orpo soll den ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij direkt auf die Vorfälle angesprochen haben.

  • 20:45 Uhr

    Bloomberg: NATO- und EU-Staaten sehen Probleme bei Abwehr tieffliegender Drohnen

    Laut Einschätzung von Bloomberg haben die an Russland und die Ukraine grenzenden Mitgliedstaaten der EU und der NATO Schwierigkeiten bei der Erkennung und Bekämpfung niedrig fliegender Drohnen.

    Estlands Premier Kristen Michal räumte demnach "technologische Schwierigkeiten" ein, mit denen die betroffenen Staaten beim Monitoring und der Abwehr solcher Fluggeräte konfrontiert sind. Gleichzeitig erklärte Michal, dass Estland ein neues Radarsystem anschaffen werde und bereits über Luftverteidigungssysteme zur Drohnenabwehr verfüge.

  • 20:30 Uhr

    Großbritannien erwägt Beteiligung an EU-Kredit für die Ukraine

    Zum Zweck der weiteren Unterstützung für die Ukraine will Großbritannien seine Beteiligung am milliardenschweren EU-Kredit diskutieren. Außerdem muss London in Kürze neue Sanktionen gegen Russland ankündigen.

    Lesen Sie dazu mehr hier auf unserer Webseite.

  • 20:10 Uhr

    Fico fordert EU zu Dialog mit Russland auf

    Der Premierminister der Slowakei, Robert Fico, hat die Europäische Union zu direkten Gesprächen mit Russland aufgefordert. Zugleich kritisierte er nach eigenen Angaben informelle Nachfragen anderer Regierungschefs zu seinen Moskau-Reisen. Dies sagte Fico vor Journalisten am Rande des Treffens der Europäischen Politischen Gemeinschaft:

    "Ich erinnere mich an Treffen in der Vergangenheit, als wir in Moskau waren. Dann gab es Bemerkungen, dass das falsch sei. Und dann geht man auf die Toilette, und dort kommen Premierminister zu einem und fragen: 'Was hat er gesagt? Wie war es?'"

    Fico betonte erneut:

    "Es ist notwendig, den Dialog zu führen."

    Fico traf den russischen Präsidenten Wladimir Putin bereits im Dezember 2024 und im Mai 2025 in Moskau sowie im September 2025 in Peking. Zudem rechnet er mit einem weiteren Treffen am 9. Mai in Moskau zum Tag des Sieges.

  • 19:40 Uhr

    Moskau kündigt Waffenruhe zum 9. Mai an – und warnt Kiew vor Vergeltungsschlag

    Auf Anordnung des russischen Oberbefehlshabers Wladimir Putin wird anlässlich des Jahrestags des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg für den 8. und 9. Mai 2026 eine Waffenruhe ausgerufen.

    "Wir gehen davon aus, dass die ukrainische Seite diesem Beispiel folgen wird."

    Zugleich verwies Moskau auf eine Erklärung des ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij am Rande des Gipfels der Europäischen Politischen Gemeinschaft in Jerewan, die Drohungen eines Angriffs auf Moskau am 9. Mai enthalte.

    "Die Streitkräfte der Russischen Föderation werden alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um die Sicherheit der Feierlichkeiten zu gewährleisten."

    "Sollte das Kiewer Regime versuchen, seine verbrecherischen Pläne umzusetzen und die Feierlichkeiten zum 81. Jahrestag des Sieges zu stören, werden die Streitkräfte der Russischen Föderation einen Vergeltungsschlag mit massiven Raketenangriffen auf das Zentrum Kiews durchführen."

    Russland habe sich "trotz vorhandener Möglichkeiten" bislang aus humanitären Gründen von solchen Maßnahmen zurückgehalten.

    "Wir warnen die Zivilbevölkerung Kiews und die Mitarbeiter ausländischer diplomatischer Vertretungen, damit sie die Stadt rechtzeitig verlassen können."

  • 19:29 Uhr

    Puschilin: Vorstoß Richtung Schlüsselkanal im Donbass

    Die russische Armee rückt in Richtung des strategisch wichtigen Sewerski-Donez-Donbass-Kanals vor. Dies erklärte der Chef der Volksrepublik Donezk, Denis Puschilin, im Interview mit der Zeitung Westi:

    "Auf dem Krasnolimansker Abschnitt setzen unsere Einheiten ihre Bewegung in Richtung des Kanals Sewerski Donez–Donbass fort. Gefechte verzeichnen wir derzeit im Raum Stary Karawan sowie bei dem zuvor befreiten Brussowka."

    Er fügte hinzu, dass die Straßenkämpfe in Krasny Liman andauerten. Russische Truppen hätten demnach ihre Positionen im Nordosten und Südosten der Stadt verbessert.

  • 19:19 Uhr

    Selenskij: Kanada stellt weitere 200 Millionen Dollar Militärhilfe bereit

    Die Regierung von Kanada stellt der Ukraine im Rahmen des PURL-Programms weitere 200 Millionen US-Dollar für militärische Unterstützung zur Verfügung. Dies teilte der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij auf Telegram mit:

    "Die zusätzlichen 200 Millionen Dollar, die heute Premierminister Mark Carney angekündigt hat, sind ein wichtiger Beitrag."

    Insgesamt habe Kanada im Rahmen dieser Initiative bereits mehr als 830 Millionen US-Dollar an Kiew bereitgestellt, fügte er hinzu.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.