Liveticker Ukraine-Krieg – Kiew: Russland überlastet Luftverteidigung durch neue Drohnentaktik

13.05.2026 21:35 Uhr
21:35 Uhr
Russische Luftabwehr meldet Abschuss von weiteren ukrainischen Drohnen
Innerhalb von sieben Stunden haben russische Luftabwehrsysteme 66 ukrainische Drohnen über mehreren Regionen des Landes abgefangen und zerstört. Dies teilt das russische Verteidigungsministerium mit. Demnach wurden die Drohnen am 13. Mai zwischen 14:00 Uhr und 21:00 Uhr Moskauer Zeit über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Kaluga, Kursk, Nowgorod, Pskow, Smolensk und Twer sowie über dem Moskauer Umland und der Krim abgeschossen.
21:22 Uhr
Rutte bezeichnet Trumps Dialog mit Russland als äußerst wichtig
Der NATO-Generalsekretär Mark Rutte hat den von US-Präsident Donald Trump begonnenen Dialog mit Russland als "äußerst wichtig" bezeichnet. Rutte sagte am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Bukarest:
"Der amerikanische Präsident hat im Februar des vergangenen Jahres die festgefahrenen Beziehungen zu Präsident Putin durchbrochen. Und ich denke, es war äußerst wichtig, den Dialog mit Russland zu beginnen, um zu verstehen, ob es einen Ausweg aus diesem Konflikt gibt."
Zuvor hatte Trump erklärt, er sei überrascht über die mangelnde Bereitschaft des ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij, eine Vereinbarung zur Beilegung des Konflikts zu schließen.
21:11 Uhr
Saldo: Ukrainische Soldaten sollen Frau in Cherson vergewaltigt haben
In der von Kiew kontrollierten Stadt Cherson sollen zwei Soldaten der ukrainischen Streitkräfte eine Einwohnerin vergewaltigt haben. Dies erklärte der Gouverneur des Gebiets Cherson, Wladimir Saldo. Laut Saldo hätten die beiden Militärangehörigen ihre Einheit unerlaubt und in alkoholisiertem Zustand verlassen. Er schrieb auf der Plattform Max:
"In der Stadt entbrennt ein weiterer großer Skandal. Zwei Kämpfer, die ihre Einheit eigenmächtig verlassen hatten, haben eine Anwohnerin brutal vergewaltigt."
Zugleich warf er dem ukrainischen Kommando vor, von dem Vorfall gewusst und keine Maßnahmen ergriffen zu haben. Dies zeige erneut, wie das Kiewer Regime die Einwohner von Cherson behandle, erklärte der Gouverneur. Eine unabhängige Bestätigung der Vorwürfe liegt bislang nicht vor.
21:00 Uhr
"Fürchtet der Kreml am meisten" – Selenskij und Rutte beim Gipfel der Bukarest Neun

In der rumänischen Hauptstadt Bukarest hat am Mittwoch der Gipfel der sogenannten "Bukarest Neun" begonnen. An dem Treffen der NATO-Staaten an der östlichen Bündnisflanke nehmen unter anderem NATO-Generalsekretär Mark Rutte sowie der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij teil.
Zum Auftakt empfing Rumäniens Präsident Nicușor Dan zahlreiche Staats- und Regierungsvertreter, darunter den polnischen Präsidenten Karol Nawrocki, Finnlands Präsidenten Alexander Stubb sowie Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen. Auch Vertreter der nordischen Staaten nahmen an dem Treffen teil.
In seiner Eröffnungsrede forderte Dan höhere Verteidigungsausgaben. Zudem bekräftigte er die Unterstützung für die Ukraine und Moldawien. Polens Präsident Nawrocki erklärte, die östliche NATO-Flanke sei inzwischen zum "strategischen Zentrum" des Bündnisses geworden. Die Sicherheit Europas bleibe untrennbar mit der transatlantischen Partnerschaft verbunden.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
20:53 Uhr
Politico: Rutte will NATO-Staaten zu festen Ukraine-Zahlungen verpflichten
Der NATO-Generalsekretär Mark Rutte will die Mitgliedstaaten des Bündnisses dazu verpflichten, jährlich 0,25 Prozent ihres BIP zur Unterstützung der Ukraine bereitzustellen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Politico unter Verweis auf diplomatische Quellen. Den Angaben zufolge brachte Rutte das Thema Ende April bei einem nicht öffentlichen Treffen der NATO-Botschafter zur Sprache. Politico zitierte einen Diplomaten:
"Rutte und viele von uns wollen eine konsequente und vorhersehbare Unterstützung der Ukraine sicherstellen."
Wie die Gesprächspartner des Mediums weiter erklärten, stieß der Vorschlag bei Frankreich und Großbritannien auf Skepsis. Dies deute darauf hin, dass die Initiative in dieser Form wohl kaum umgesetzt werde. Laut Berechnungen von Politico könnte sich die jährliche Hilfe für die Ukraine im Falle einer Annahme der Initiative jedoch auf 143 Milliarden US-Dollar verdreifachen.
20:35 Uhr
SZ: EU-Staaten reagieren skeptisch auf Kallas' Vermittlungsambitionen
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat sich laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung selbst als mögliche Vertreterin der EU bei künftigen Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine ins Gespräch gebracht. Führende Politiker der Europäischen Union hätten darauf jedoch skeptisch reagiert. Die Zeitung schrieb:
"Die EU will einen direkten Gesprächskanal zum russischen Machthaber. Wer soll, wer kann überhaupt im Namen der Europäer mit Moskau reden? Kallas ließ am Montag wissen, dass sie als Hohe Beauftragte für die Außen- und Sicherheitspolitik der EU diese Rolle für sich sieht. Allerdings ist es unwahrscheinlich, dass politische Schwergewichte wie Macron, Meloni oder auch Bundeskanzler Friedrich Merz eine derart wichtige Aufgabe Kallas überlassen. Hinzu kommt, dass die Estin eine unbeugsame, kompromisslose Unterstützerin der Ukraine ist – für manche EU-Regierungen vielleicht zu unbeugsam und kompromisslos – und Russland sie als Feindin betrachtet."
Dem Bericht zufolge sprachen sich Macron, Meloni, EU-Ratspräsident António Costa sowie der finnische Präsident Alexander Stubb für eine Wiederaufnahme direkter Kommunikationskanäle mit Moskau aus. Die Zeitung resümierte zugleich, unter den 27 Staats- und Regierungschefs der EU gebe es derzeit niemanden, der bei allen Mitgliedstaaten genügend Vertrauen genieße, um eine so heikle Vermittlungsmission zu übernehmen.
20:10 Uhr
Russische Regionen melden weitere Opfer der ukrainischen Attacken
Bei Angriffen ukrainischer Drohnen sind in den russischen Gebieten Brjansk und Belgorod mehrere Zivilisten getötet worden. Dies teilen die Gouverneure der jeweiligen Gebiete auf Telegram mit.
Nach Angaben des Gouverneurs der Region Brjansk, Alexander Bogomas, wurde im Dorf Staraja Pogoschtsch infolge eines Angriffs mit einer Kamikaze-Drohne ein Zivilist aus der Region Stawropol getötet. Zudem sei bei einem weiteren Angriff im Bezirk Sewsk ein weiterer Zivilist ums Leben gekommen. Dabei wurden ein Gebäude der russischen Post sowie drei Fahrzeuge beschädigt.
Im Gebiet Belgorod berichtete Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow vom Tod eines Mannes, der zuvor bei einem Drohnenangriff schwer verletzt worden war. Er sei trotz ärztlicher Behandlung in einem Krankenhaus gestorben.
19:44 Uhr
Britischer Analyst: Korruptionsskandal in Kiew könnte mit Plänen zum Sturz Selenskijs zusammenhängen
Der britische Militärexperte Alexander Mercouris hat erklärt, die Eskalation des Korruptionsskandals in der Ukraine könnte mit einem westlichen Plan zum Sturz von Präsident Wladimir Selenskij zusammenhängen. Diese Vermutung äußerte er auf seinem YouTube-Kanal:
"Möglicherweise gibt es Menschen in Kiew sowie in Washington und anderen Ländern, die der Ansicht sind, dass das Problem in Selenskij selbst liegt. Er sei derjenige, der die Umsetzung der in Anchorage getroffenen Vereinbarungen behindere. Sie könnten denken: Lassen wir den Druck auf Selenskij steigen. Entfernen wir ihn sogar, wenn möglich. Dann könne eine Vereinbarung mit Russland erzielt werden, die die Lage stabilisiere und einen unkontrollierten Zusammenbruch der Ukraine verhindere."
Seiner Einschätzung nach könnte der Grund in der kompromisslosen Haltung des ukrainischen Präsidenten bei territorialen Fragen liegen. Selenskij werde "niemals auch nur einen Millimeter seines Territoriums aufgeben", so der Analyst.
19:20 Uhr
Slowakei schließt überraschend für zwei Stunden alle Grenzübergänge zur Ukraine
Die Slowakei hat am Mittwoch überraschend alle Grenzübergänge zur Ukraine geschlossen. Zunächst wurde der ungewöhnliche Schritt von der staatlichen Finanzverwaltung mitgeteilt, die unter anderem für den Zoll zuständig ist. In einer kurzen Pressemitteilung hieß es dazu:
"Aus Sicherheitsgründen sind heute seit etwa 15:00 Uhr bis auf Widerruf alle Grenzübergänge an der Grenze zur Ukraine geschlossen. Die Finanzverwaltung empfiehlt der Öffentlichkeit, die aktuellen Informationen zu verfolgen und die Anweisungen der Mitarbeiter der Finanzverwaltung und der Polizei zu befolgen."
Der TV-Nachrichtensender TA3 berichtete schon kurz danach unter Berufung auf die Polizei, die Übergänge seien nach etwa zwei Stunden wieder geöffnet worden. Die Schließung sei von der Ukraine ausgegangen, die slowakischen Behörden hätten darauf nach Absprache reagiert.
Aus ukrainischen Quellen erfuhr der Sender schließlich, dass offenbar russische Drohnenangriffe im grenznahen Gebiet Karpatenukraine der Anlass für die Grenzschließung durch die ukrainischen Behörden gewesen waren.
18:54 Uhr
Ukraine: Demografischer Einbruch wird sich nach dem Krieg noch verschärfen

Symbolbild (KI-generiert) Das Regime in Kiew versucht verzweifelt, diejenigen in die Ukraine zurückzuholen, die in den letzten Jahren aus dem Land geflohen sind. Die meisten von ihnen befinden sich heute in Europa. Nach dem Ende der Kampfhandlungen wird ihre Zahl nur noch weiter zunehmen.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

