Liveticker Ukraine-Krieg: Selenskij will Putin Friedensvorschlag übermittelt haben

27.06.2026 12:39 Uhr
12:39 Uhr
Russisches Verteidigungsministerium: Ortschaft Nowoskelewatoje im Gebiet Dnjepropetrowsk befreit

SymbolbildSTANISLAW KRASSILNIKOW / Sputnik Russlands Verteidigungsministerium meldet weitere Erfolge bei der militärischen Sonderoperation in der Ukraine binnen der letzten 24 Stunden. Wie die Behörde am Samstag auf der Plattform MAX schreibt, habe der Truppenverband Nord seine taktische Position verbessert, indem er ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Tolstodubowo, Choten und Batschewsk im Gebiet Sumy sowie Bely Kolodes, Prikolotnoje, Kasatschja Lopan und Sosnowy Bor im Gebiet Charkow getroffen habe. Der Gegner habe mehr als 205 Soldaten verloren. Dabei seien ein Transportpanzer, ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug, 14 Autos, ein Geschütz, zwei Anlagen der elektronischen Kampfführung und ein Artillerieaufklärungsradar außer Gefecht gesetzt worden.
Der Truppenverband West habe ebenfalls günstigere Positionen bezogen, indem er Personal und Technik des Gegners im Raum der Ortschaften Somordkowka, Tscherwony Oskol, Podliman, Nischnjaja Schurawka und Nowossergejewka im Gebiet Charkow sowie Majaki in der DVR getroffen habe. Im Zuge des andauernden russischen Vormarsches in der Ortschaft Krasny Liman seien 57 Gebäude von ukrainischen Kämpfern befreit worden. Der Gegner habe dabei bis zu 40 Soldaten verloren. Insgesamt seien am jeweiligen Frontabschnitt mehr als 220 ukrainische Armeeangehörige getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe darüber hinaus ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug, 17 Autos, zwei Geschütze und drei Anlagen der elektronischen Kampfführung zerstört.
Auch der Truppenverband Süd habe seine Position an der vordersten Linie verbessert und ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Druschkowka, Nikolajewka, Malinowka, Slawjansk, Kramatorsk, Piskunowka und Wassjutinskoje in der DVR getroffen. Die russische Armee habe ihren Vormarsch in der Ortschaft Konstantinowka fortgesetzt, wobei dort 70 Gebäude befreit und bis zu 90 ukrainische Armeeangehörige eliminiert worden seien. Das russische Ministerium beziffert die gesamten gegnerischen Personalverluste am jeweiligen Frontabschnitt auf mehr als 200 Kämpfer. Der Gegner habe zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 18 Autos, drei Geschütze und eine Anlage der elektronischen Kampfführung verloren.
Der Truppenverband Mitte habe ebenfalls seine taktische Position verbessert, indem er Personal und Technik der ukrainischen Streitkräfte in der Nähe der Ortschaften Nowogrigorowka im Gebiet Dnjepropetrowsk sowie Krasnojarskoje, Swetloje, Grusskoje, Annowka und Belizkoje in der DVR getroffen habe. Der Gegner habe mehr als 306 Kämpfer verloren. Dabei seien ein Transportpanzer, sieben gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, vier Autos, zwei Geschütze und zwei Anlagen der elektronischen Kampfführung zerstört worden.
Der Truppenverband Ost sei weiterhin auf dem Vormarsch und habe die Ortschaft Nowoskelewatoje im Gebiet Dnjepropetrowsk unter seine Kontrolle gebracht. Darüber hinaus seien ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Gawrilowka, Alexandrowka und Welikomichailowka im Gebiet Dnjepropetrowsk sowie Nowossoloschino, Jegorowka, Babaschi, Ljubizkoje, Nikolskoje und Lesnoje im Gebiet Saporoschje getroffen worden. Die russische Militärbehörde schätzt die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 350 Armeeangehörige. Dabei seien drei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, zehn Autos und ein Geschütz außer Gefecht gesetzt worden.
Der Truppenverband Dnjepr habe ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Preobraschenka und Orechow im Gebiet Saporoschje getroffen. Dabei seien bis zu 60 ukrainische Soldaten getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe außerdem elf Autos und zwei Anlagen der elektronischen Kampfführung zerstört.
Ferner meldet das Ministerium in Moskau erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf militärisch relevante Energie- und Verkehrsanlagen, Brennstoffdepots, Drohnenbasen und 148 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. Dagegen habe die russische Luftabwehr in den vergangenen 24 Stunden 16 Lenkbomben, drei Flamingo-Marschflugkörper und 511 Drohnen abgefangen.
Nach russischen Angaben habe die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 671 Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 170.160 Drohnen, 663 Flugabwehrraketenkomplexe, 29.934 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.749 Mehrfachraketenwerfer sowie 35.530 Geschütze und Mörser verloren.
12:07 Uhr
Drei Verletzte durch ukrainische Artillerie- und Drohnenangriffe auf Grenzgebiet Kursk
Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Attacken auf das russische Grenzgebiet Kursk fort. Gouverneur Alexander Chinschtein berichtet in der täglichen Statistik auf der Plattform MAX über zahlreiche Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region. Wie der Politiker mitteilt, seien im Zeitraum von 8 Uhr MESZ am 26. Juni bis 8 Uhr MESZ am 27. Juni 108 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Darüber hinaus habe die gegnerische Artillerie in dieser Zeit 75-mal grenznahe evakuierte Ortschaften unter Beschuss genommen. Es habe zudem zehn Angriffe gegeben, bei denen unbemannte Luftfahrzeuge Sprengsätze auf Objekte im Gebiet Kursk abgelassen hätten.
Chinschtein meldet drei Opfer unter der Zivilbevölkerung. In der Siedlung Belaja sei eine 55 Jahre alte Frau verletzt worden. Im Dorf Girji sei ein 59 Jahre alter Mann zu Schaden gekommen. Im Bezirk Dmitrijew habe ein 40 Jahre alter Mann aus dem Gebiet Wladimir, der im Bezirk Kursk auf einer Dienstreise gewesen sei, ein geschlossenes Schädel-Hirn-Trauma und einen Knochenbruch erlitten. Der Politiker berichtet auch über Schäden an Objekten. In den Siedlungen Olchowka, Maloje Soldatskoje und Belaja seien zwei Autos und ein Geschäft beschädigt worden.
11:31 Uhr
EU folgt Wunsch Kiews: Wehrfähige Ukrainer sollen Schutzstatus verlieren

Die EU-Kommission hat am Freitag bekannt gegeben, den Schutzstatus für Ukrainer zu verlängern. Neu ankommende Personen, denen die Ausreise aus der Ukraine aufgrund ihrer militärischen Verpflichtungen nach dortigem Recht untersagt ist, sollen jedoch von der Regelung ausgeschlossen werden. EU-Migrationskommissar Magnus Brunner erklärte hierzu:
"Dies entspricht den Wünschen der Ukraine, und dies setzen wir um."
Für alle anderen soll der Schutz bis zum 4. März 2028 verlängert werden. Den zeitlichen Druck begründete der EU-Kommissar wie folgt:
"Die derzeitige Regelung zum befristeten Schutz läuft im März 2027 aus, und März 2027 ist ja bereits morgen."
Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
11:03 Uhr
Ein Toter und vier Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf 46 Ortschaften im Gebiet Belgorod
Der Krisenstab des russischen Grenzgebiets Belgorod veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen in der Region. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden 46 Ortschaften in neun Bezirken angegriffen habe. Der Gegner habe mindestens 17 Geschosse abgefeuert und 168 Drohnen eingesetzt, von denen 92 abgeschossen worden seien.
In der Statistik wird auch über Opfer unter der Zivilbevölkerung berichtet. Bei der Detonation einer Drohne sei ein Einwohner der Siedlung Ploskoje ums Leben gekommen. Eine Einwohnerin habe ein Barotrauma des Ohrs erlitten. In der Siedlung Nikolski sei ein 15 Jahre alter Junge verletzt worden, als in seiner Nähe eine Drohne detoniert sei. In der Siedlung Malomichailowka sei ein Lkw-Fahrer zu Schaden gekommen, als eine Drohne sein Fahrzeug attackiert habe. Bei der Attacke einer ukrainischen Drohne auf einen Betrieb in der Stadt Schebekino sei ein Zivilist schwer verletzt worden. Am Freitag habe zudem eine Frau eine medizinische Einrichtung aufgesucht, nachdem sie am 24. Juni infolge einer Drohnenattacke auf die Siedlung Nikolskoje ein Barotrauma des Ohrs erlitten habe. Auch ein Einwohner der Siedlung Krutoi Log habe ärztliche Hilfe aufgesucht, nachdem er am 25. Juni ein Explosionstrauma erlitten habe.
Der Krisenstab meldet zudem viele Sachschäden. Demnach seien in den letzten 24 Stunden ein Mehrfamilienhaus, 36 Einfamilienhäuser, eine Kirche, drei soziale Einrichtungen, drei Geschäfte, ein Verwaltungsgebäude, zwei Betriebsgebäude, drei Infrastrukturobjekte, fünf Gasleitungen, drei Lkw und 22 Autos zerstört oder beschädigt worden.
10:36 Uhr
Ukrainische Energieinfrastruktur in mehreren Gebieten getroffen
Die Ukraine wirft Russland neue Drohnen- und Raketenangriffe auf Energieanlagen in mehreren Gebieten vor. Der staatliche Öl- und Gaskonzern Naftogaz meldet Einschläge in seinen Infrastrukturen in den Gebieten Poltawa und Charkow. Auch im Gebiet Sumy soll es in der Nacht und am frühen Morgen mehrere Explosionen gegeben haben. Die örtlichen Behörden melden Schäden an Tankstellen. Es wird auch über Probleme mit der Stromversorgung berichtet. Betroffen ist auch die Gebietshauptstadt Sumy. Wegen eines massiven Stromausfalls kommt es dort auch zu Problemen mit der Wasserversorgung: In den oberen Stockwerken von Hochhäusern gibt es kein fließendes Wasser mehr.
10:08 Uhr
Beschuss auf Siedlungen im Gebiet Cherson: Knapp 40 Geschosse aus Ukraine abgefeuert
Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden andauernde Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge habe die ukrainische Artillerie im Laufe des 26. Juni 23 Geschosse auf sechs Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse listen die Behörden wie folgt auf:
- Dnjeprjany — 3,
- Gornostajewka — 6,
- Aljoschki — 2,
- Kachowka — 4,
- Nowaja Kachowka — 4,
- Welikaja Lepeticha — 4.
Wie die Behörden weiter mitteilen, habe der Beschuss auch in der Nacht zum Samstag angedauert. Auf zivile Infrastrukturen der von Russland kontrollierten Ortschaften Nowaja Majatschka, Nowaja Kachowka, Kairy und Podstepnoje seien insgesamt 14 Geschosse abgefeuert worden.
Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.
09:35 Uhr
RT DE-Exklusiv: Training für den Ernstfall – Drohnenabwehr nahe Moskau

Auf einem Übungsplatz nahe Moskau wurde die Ausbildung von Drohnenoperatoren des Freiwilligen-Verbands BARS-Moskau vorgeführt. RT DE-Korrespondent Georg Sadownitschij berichtet vom Übungsplatz und zeigt, wie die Trupps unter möglichst realistischen Bedingungen auf den Einsatz vorbereitet werden.
Im Fokus steht der Schutz der Hauptstadtregion vor feindlichen Drohnen: Die Kämpfer trainieren mit den Systemen Jolka und LIS-2 den gesamten Ablauf vom technischen Check am Boden bis zur Erkennung, Begleitung und Abfangübung in der Luft.
Die Reportage gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
09:01 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 175 ukrainische Drohnen
Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Samstagmorgen über weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen anzugreifen. Demnach habe die russische Luftabwehr im Zeitraum von 19 Uhr MESZ am Freitag bis 6 Uhr MESZ am Samstag 175 gegnerische Drohnen abgefangen. Die unbemannten Luftfahrzeuge seien demnach über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Kaluga, Kursk, Orjol, Rostow, Smolensk und Tula, dem Großraum Moskau, der Teilrepublik Krim, der Region Krasnodar und über dem Schwarzen Meer zerstört worden. Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.
08:32 Uhr
Zehn Verletzte durch ukrainische Attacke auf Produktionswerk in Wolgograd
In der vergangenen Nacht hat die russische Luftabwehr eine ukrainische Attacke auf das südrussische Gebiet Wolgograd zurückgeschlagen. Gouverneur Andrei Botscharow bezeichnet auf der Plattform Telegram den Luftangriff als terroristisch. Dabei meldet der Politiker Sachschäden an einem Werk in der Gebietshauptstadt Wolgograd. Zehn Menschen seien mit Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert worden. Sie seien aber außer Lebensgefahr. Am Ort des Geschehens sei es zu einzelnen Bränden gekommen, die umgehend gelöscht worden seien. Wohnhäuser seien nicht zu Schaden gekommen, teilt Botscharow mit.
08:04 Uhr
DVR meldet 25 ukrainische Angriffe binnen 24 Stunden
Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden 25 Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurden auf das Territorium der Volksrepublik 25 Geschosse abgefeuert. Bei den Angriffen in der Zeitspanne von 0 Uhr am 26. Juni bis 0 Uhr am 27. Juni (Ortszeit) wurden drei zivile Einwohner verletzt. Durch den Beschuss kamen ein ziviles Infrastrukturobjekt sowie mehrere Lkw, Kommunalfahrzeuge und Autos zu Schaden.
Am Vortag hatten die Behörden von Donezk zehn Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Dabei wurden keine Opfer unter der Zivilbevölkerung gemeldet. Zwei Wohnhäuser und zwei zivile Infrastrukturobjekte seien beschädigt worden.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.


