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Liveticker Ukraine-Krieg: Russland meldet weitere Erfolge bei Gefechten um Krasnoarmeisk

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Russland meldet weitere Erfolge bei Gefechten um KrasnoarmeiskQuelle: Sputnik © SERGEI BOBYLJOW
  • 30.11.2025 15:35 Uhr

    15:35 Uhr

    Türkischer Außenminister Fidan: Auch Russland würde von Friedensabkommen profitieren

    Der türkische Außenminister Hakan Fidan sieht bei den Regierungen Russlands und der Ukraine eine wachsende Bereitschaft für ein Friedensabkommen. Die Welt am Sonntag zitiert den Diplomaten mit den Worten:

    "Nach vier Jahren Zermürbungskrieg sind die Parteien eher bereit als früher, Frieden zu schließen. Sie haben das Ausmaß des menschlichen Leids und der Zerstörung gesehen und ihre eigenen Grenzen erkannt."

    Nach Ankaras Verständnis sei der Kremlchef Putin bereit, einem Waffenstillstand und einem umfassenden Friedensabkommen unter bestimmten Bedingungen zuzustimmen. Diese Haltung sei der ukrainischen Seite mitgeteilt worden, und die Türkei engagiere sich "in einigen Aspekten davon". Dieser Krieg verursache auch Russland sehr hohe Kosten, so Fidan. Das derzeit diskutierte Abkommen sei nicht nur wichtig, um den Krieg in der Ukraine zu beenden, "sondern auch, um dauerhaft Stabilität für ganz Europa zu schaffen".

    "In diesem Zusammenhang sollten wir einige Artikel des Abkommens, das die Sicherheit Europas gewährleisten soll, genauer betrachten. Ich sehe darin eine historische Chance, weitere Angriffe zu verhindern."

  • 15:05 Uhr

    Europas emotionale Achterbahnfahrt entwickelt sich zunehmend zum "Rad der ewigen Schmachschlacht"

    Europa schwankt zwischen Optimismus und Pessimismus. Es ist offensichtlich, wie dieselben Experten und Kommentatoren auf einer emotionalen Achterbahnfahrt hin- und herpendeln, wenn es um den "Friedensplan" für den Ukraine-Konflikt geht.

    Mehr dazu in diesem Meinungsartikel von Wladimir Kornilow auf unserer Website.

  • 14:44 Uhr

    Zwei Tote und drei Verletzte bei andauernden ukrainischen Angriffen auf Gebiet Belgorod

    Der Gouverneur des russischen Grenzgebiets Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, meldet andauernde Angriffe aus der Ukraine. Wie der Politiker auf der Plattform Telegram schreibt, seien in der Siedlung Berjosowka zwei Einwohner ums Leben gekommen, als eine ukrainische Drohne ihr Auto attackiert habe. Das Fahrzeug sei in Flammen aufgegangen. Gladkow drückt den Angehörigen der Todesopfer sein aufrichtiges Beileid aus.

    Außerdem berichtet der Gouverneur über drei Verletzte. Bei ihnen handele es sich um einen Einwohner der Ortschaft Moschtschonoje, der nach dem Angriff einer FPV-Drohne derzeit auf der Intensivstation behandelt werde, eine Einwohnerin der Stadt Graiworon, die ein Barotrauma erlitten habe, und eine Einwohnerin der Siedlung Glotowo, die beim Angriff einer Drohne auf ihr Auto Verbrennungen im Gesicht erlitten habe.

    Gladkow meldet zudem viele Sachschäden durch die heutigen Angriffe aus der Ukraine. Insgesamt habe der Gegner neun Siedlungen attackiert. Dadurch seien insgesamt zehn Einfamilienhäuser, ein Traktor, ein Kleintransporter und sechs Autos beschädigt oder zerstört worden.

  • 14:04 Uhr

    Lawrow: Europa hat sich selbst aus Gesprächen über die Ukraine ausgeschlossen

    Der russische Außenminister Sergei Lawrow hat Europa vorgeworfen, sich selbst aus den Verhandlungen über eine Lösung des Ukraine-Konflikts ausgeschlossen zu haben – und dabei frühere Absprachen zu sabotieren. Dies sagte er in einem Gespräch mit dem Journalisten Pawel Sarubin vom staatlichen Fernsehsender WGTRK.

    "Europa hat die ursprüngliche Vereinbarung zur Regelung vom Februar 2014 gebrochen. Es hat nichts unternommen, als die Opposition am Morgen nach der Unterzeichnung alle Regierungsgebäude besetzte. Europa hat genauso die Minsker Vereinbarungen scheitern lassen. Und natürlich passierte es zuletzt im April 2022, als auf Druck des damaligen britischen Premiers Boris Johnson und mit völliger Duldung – wenn nicht Zustimmung – Europas die Istanbuler Verständigungen zu Fall gebracht wurden."

    Kremlsprecher Dmitri Peskow hatte zuvor erklärt, dass Russland in der Frage der Ukraine-Regelung ausschließlich mit den USA im Gespräch sei.

  • 13:40 Uhr

    Budapest weist Kritik an Orbáns Besuch in Moskau zurück

    Die ungarische Regierung hat den jüngsten Besuch von Ministerpräsident Viktor Orbán in Russland verteidigt. Nach der öffentlichen Empörung einiger EU-Politiker bezeichnete Außenminister Péter Szijjártó auf der Plattform X die Kritiker als Kriegsbefürworter. Der Diplomat hob dabei hervor, dass sein Land eine souveräne Außenpolitik verfolge. Ungarn treffe Entscheidungen aufgrund seiner nationalen Interessen:        

    "Wir Ungarn brauchen für Auslandsverhandlungen weder eine Erlaubnis noch ein Mandat aus Brüssel, Berlin oder sonst woher."

    Damit reagierte Szijjártó unter anderem auf Kritik von Bundeskanzler Friedrich Merz, der im Vorfeld der Moskau-Reise des ungarischen Regierungschefs erklärt hatte, Orbán fahre ohne EU-Mandat und ohne Abstimmung mit anderen EU-Staaten.

  • 13:09 Uhr

    Russische Luftabwehr zerstört weitere ukrainische Drohnen

    Russlands Verteidigungsministerium meldet auf Telegram weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit Drohnen anzugreifen. Demnach habe die russische Luftabwehr im Zeitraum von 6 Uhr MEZ bis 10 Uhr MEZ zehn unbemannte Luftfahrzeuge des Gegners abgeschossen. Die Zahl der zerstörten Drohnen listet die Behörde wie folgt auf:

    • Region Krasnodar – 5,
    • Teilrepublik Krim – 4,
    • Teilrepublik Tatarstan – 1.

    Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.

  • 12:39 Uhr

    Russland meldet weitere Erfolge bei Gefechten um Krasnoarmeisk

    Das russische Militär kommt nach eigenen Angaben in der stark umkämpften Stadt Krasnoarmeisk kontinuierlich vorwärts. Wie Russlands Verteidigungsministerium auf Telegram schreibt, dauere der Vormarsch der russischen Truppen im Osten der Ortschaft und im Viertel Dinas an. Derzeit werde auch die Ortschaft Rownoje in der DVR gesäubert. Mittlerweile agierten russische Stoßtruppen bereits in der Siedlung Grischino.

    Außerdem verhindern die russischen Streitkräfte die ukrainischen Versuche, aus dem Kessel im Raum Krasnoarmeisk auszubrechen. Nahe der Siedlung Grischino seien zehn Attacken des Gegners abgewehrt worden. Das ukrainische Militär habe dabei bis zu 35 Armeeangehörige verloren.  

    Nach russischen Angaben werde das ukrainische Militär zudem aus der Ortschaft Dimitrow verdrängt. Gekämpft werde im Süden der Stadt und in den östlichen und westlichen Vierteln. In den vergangenen 24 Stunden seien am Frontabschnitt Krasnoarmeisk insgesamt mehr als 260 ukrainische Armeeangehörige eliminiert worden.

  • 12:10 Uhr

    Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums

    Das russische Verteidigungsministerium berichtet über den weiteren Verlauf der militärischen Sonderoperation in der Ukraine binnen der vergangenen 24 Stunden. Wie die Militärbehörde am Sonntag auf der Plattform Telegram schreibt, habe der Truppenverband Nord ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Sadki, Pawlowka, Choten, Chrapowschtschina und Sumy im Gebiet Sumy sowie Ploskoje, Mitrofanowka, Wiltscha und Woltschansk im Gebiet Charkow getroffen. Dabei seien mehr als 110 ukrainische Armeeangehörige getötet oder verletzt worden. Der Gegner habe zudem sechs Wagen verloren.

    Der Truppenverband West habe seine taktische Position verbessert, indem er Personal und Technik des Gegners im Raum der Ortschaften Monatschinowka, Samborowka, Boguslawka, Kutscherowka, Kurilowka, Kupjansk-Uslowoi und Podoly im Gebiet Charkow getroffen habe. Das ukrainische Militär habe bis zu 220 Soldaten verloren. Darüber hinaus seien 13 Wagen, ein Mehrfachraketenwerfer, zwölf Anlagen der elektronischen Kampfführung und drei Munitionslager zerstört worden.

    Auch der Truppenverband Süd habe günstigere Stellungen bezogen, wobei er ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Slawjansk, Nikanorowka, Nikiforowka, Konstantinowka, Stepanowka, Sakotnoje, Bondarnoje und Sewersk in der Donezker Volksrepublik (DVR) getroffen habe. Die russische Behörde schätzt die gegnerischen Personalverluste auf bis zu 50 Kämpfer. Der Gegner habe zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, drei Wagen, zwei Geschütze und ein Materiallager verloren.

    Der Truppenverband Mitte habe ebenfalls seine Position an der vordersten Linie verbessert und ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Baschilowka im Gebiet Charkow sowie Rodinskoje, Belizkoje, Sergejewka, Marjewka, Wessjolaja Gora, Belosjorskoje, Dobropolje und Artjomowka in der DVR getroffen. Der Gegner habe bis zu 450 Armeeangehörige verloren. Zwei Wagen und ein Geschütz seien außer Gefecht gesetzt worden.

    Auch der Truppenverband Ost setze seinen Vormarsch fort, indem er Personal und Technik der ukrainischen Streitkräfte in der Nähe der Ortschaften Salisnitschnoje, Dobropolje, Werchnjaja Tersa, Warwarowka, Priluki und Guljaipole im Gebiet Saporoschje getroffen habe. Das russische Ministerium schätzt die gegnerischen Personalverluste auf bis zu 160 Armeeangehörige. Das ukrainische Militär habe sechs Wagen und ein Materiallager verloren.

    Seinerseits habe der Truppenverband Dnjepr ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Stepnogorsk und Kirowo im Gebiet Saporoschje sowie Sadowoje im Gebiet Cherson getroffen. Dabei seien bis zu 40 ukrainische Soldaten getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe zudem sieben Wagen und ein Lager mit Militärzubehör zerstört.

    Ferner meldet das russische Ministerium erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf ukrainische Rüstungsunternehmen, Brennstoffdepots, Drohnenbasen und 143 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. Die russische Luftabwehr habe ihrerseits in den vergangenen 24 Stunden eine HIMARS-Rakete und 230 unbemannte Luftfahrzeuge abgefangen.

    Nach russischen Angaben habe die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 668 Flugzeuge, 283 Hubschrauber, 99.690 Drohnen, 638 Flugabwehrraketenkomplexe, 26.318 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.622 Mehrfachraketenwerfer sowie 31.638 Geschütze und Mörser verloren.

  • 11:37 Uhr

    Zwei Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf neun Ortschaften im Gebiet Belgorod

    Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen im russischen Grenzgebiet Belgorod. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden neun Ortschaften in fünf Bezirken angegriffen habe. Der Gegner habe mindestens drei Geschosse abgefeuert und 21 Drohnen eingesetzt, von denen 14 abgeschossen worden seien.

    In der Statistik berichtet der Politiker über zwei verletzte Zivilisten. In der Siedlung Glotowo habe eine ukrainische Drohne am Sonntagmorgen ein fahrendes Auto angegriffen. Dabei sei ein Mann verletzt worden. In der Siedlung Archangelskoje habe eine Frau Verletzungen erlitten, als eine ukrainische Drohne in ihrem Haus detoniert sei.

    Gladkow meldet zudem Sachschäden. Demnach seien in den vergangenen 24 Stunden ein Einfamilienhaus, ein Verwaltungsgebäude, ein Infrastrukturobjekt und zwei Autos zerstört oder beschädigt worden.

  • 11:00 Uhr

    Grüne fordern Taurus-Lieferung

    Die Grünen haben sich auf ihrem Bundesparteitag für eine stärkere militärische Unterstützung der Ukraine ausgesprochen – auch in Form von Taurus-Marschflugkörpern. In einem in der Nacht verabschiedeten Leitantrag heißt es:

    "Die Durchhaltefähigkeit der Ukraine hängt nicht zuletzt von unserer Unterstützung ab."

    Bundeskanzler Friedrich Merz habe noch in der Opposition lautstark die Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern an die Ukraine gefordert, heute verstecke er sich hinter Worthülsen, während die Zeit gegen die Ukraine arbeite, kritisieren die Grünen. Dabei sollte Deutschland der Ukraine "alle nötigen Systeme liefern", die Deutschland liefern könne – auch Marschflugkörper, heißt es in dem Leitantrag weiter. Deutschland müsse die Ukraine nicht nur militärisch, sondern auch diplomatisch, humanitär und finanziell stärker unterstützen.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.