Liveticker Ukraine-Krieg: Kiew hofft auf Treffen zwischen Putin, Trump und Selenskij bis Ende März

27.02.2026 19:18 Uhr
19:18 Uhr
Moskau fordert von London Verzicht auf Pläne zu Übergabe von Atomwaffen an Kiew
In einem Kommentar zu Berichten über Pläne Großbritanniens, Atomwaffen an die Ukraine zu übergeben, erklärt der russische Botschafter in Großbritannien Andrei Kelin, dass die russische Seite von den Briten den Verzicht auf dieses Vorhaben fordere. Wörtlich äußert er sich in einem Interview mit Westi wie folgt:
"Wir fordern, dass die Briten davon Abstand nehmen, falls sie solche Pläne haben ... Das wäre bereits eine Konfrontation auf nuklearer Ebene."
18:53 Uhr
Ex-Premierminister Großbritanniens Rishi Sunak nun Berater von Selenskij
Der Präsident der Ukraine Wladimir Selenskij soll den ehemaligen Premierminister Großbritanniens Rishi Sunak zu seinem Berater ernannt haben. Darüber berichtet The Independent:
"Rishi Sunak hat begonnen, die ukrainische Regierung in Fragen des wirtschaftlichen Wiederaufbaus zu beraten, da Kiew hofft, seinen Energiesektor bis zum nächsten Winter wiederherzustellen."
Es wird präzisiert, dass Sunak kostenlose Beratungen durchführen werde. Die internationale Gruppe, der der ehemalige britische Premierminister nun angehört, plant, der Ukraine dabei zu helfen, Investitionen in den Verteidigungsbereich anzuziehen und die "energetische Nachhaltigkeit" der Republik zu stärken.
18:26 Uhr
Luftabwehr schießt weitere ukrainische Drohnen ab
Binnen vier Nachmittagsstunden des heutigen Freitags haben Russlands Luftabwehrkräfte insgesamt 33 ukrainische Drohnen abgeschossen. Wie das russische Verteidigungsministerium berichtet, wurden im Zeitraum zwischen 13 und 17 Uhr Moskauer Zeit 20 Starrflügler über dem Gebiet Belgorod, sieben über dem Gebiet Brjansk und sechs über dem Gebiet Kursk zerstört.
17:50 Uhr
Verletzte durch ukrainische Drohnenangriffe auf russische Grenzgebiete
Bewohner der russischen Grenzgebiete Brjansk und Kursk sind durch ukrainische Drohnenangriffe auf ihre Dörfer verletzt worden.
So meldet Alexandr Bogomas, Gouverneur des Gebiets Brjansk, einen Angriff von Kamikaze-Drohnen auf das Dorf Demjanki des Bezirks Starodub und schreibt:
"Durch den Terrorangriff wurde leider ein Zivilist verletzt. Der Mann wurde in ein Krankenhaus eingewiesen."
Im Gebiet Kursk erlitt ein weiterer Mann Verletzungen durch einen Drohnenangriff. Alexandr Chinstein, Gouverneur der Region, schreibt dazu:
"Heute am Tag griff eine gegnerische Drohne ein Wohnhaus im Dorf Markowo des Bezirks Gluschkowo an. Ein Mann wurde verletzt. Nach vorläufigen Angaben hat er Splitterverletzungen am Rücken und Kopf."
17:18 Uhr
Lwow-Bürgermeister: 80 Prozent der ukrainischen Verluste auf Kommandeur-Inkompetenz zurückzuführen
Die Ursache für mehr als die Hälfte und möglicherweise sogar bis zu 80 Prozent der Verluste der ukrainischen Streitkräfte im Laufe der Kampfhandlungen ist die Inkompetenz der Kommandeure. Dies erklärte der Bürgermeister von Lwow, Andrei Sadowoi:
"Mehr als die Hälfte der Menschen, die wir im Kampf verlieren, sind Verluste aufgrund der Inkompetenz der Kommandeure und der Unreife der militärisch-politischen Führung des Landes. Wenn ich diese These den Generälen gegenüber äußere, sagen sie: 'Du irrst dich, 70 bis 80 Prozent der Verluste sind auf inkompetente Kommandeure zurückzuführen'."
Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums beliefen sich die Gesamtverluste der ukrainischen Streitkräfte seit Beginn der Sondermilitäroperation bis zum 31. Dezember 2025 auf über 1,5 Millionen Menschen.
Einige ukrainische und ausländische Analysten wiesen wiederholt darauf hin, dass die von Kiew genannten offiziellen Zahlen zu den Verlusten höchstwahrscheinlich deutlich zu niedrig angesetzt sind.
16:52 Uhr
Ukrainischer Verteidigungsminister: Wollen Luftabwehrraketen herstellen
Die Ukraine will eigene Flugabwehrraketen herstellen, um den Mangel an westlichen Geschossen zu kompensieren, sagt der Verteidigungsminister des Landes, Michail Fjodorow. Die ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform zitiert ihn dazu:
"Uns mangelt es kritisch an Raketen vom Typ PAC-3 für die Luftabwehr, um sich vor russischen ballistischen Raketen zu schützen. Wir sprachen mit Wladimir Selenskij über die Gründung von gemeinsamen Konsortien, um Flugabwehrraketen schneller herzustellen."
Der Minister fügte hinzu, dass dazu ein separates Projekt mit komplizierten Berechnungen notwendig sein werde, was zusätzliche Zeit in Anspruch nehmen werde.
16:21 Uhr
Ukrainischer Drohnenangriff tötet einen Zivilisten in Kursk
Das ukrainische Militär hat in der russischen Stadt Kursk eine Autoreparaturwerkstatt mit einer Drohne angegriffen. Wie der Gouverneur der Region, Alexandr Chistein, über Telegram berichtet, kam dabei ein 25-jähriger Mitarbeiter der Werkstatt ums Leben. Drei weitere Männer, darunter zwei Kunden, wurden durch Splitter verwundet und mussten in ein Krankenhaus eingewiesen werden.
15:49 Uhr
Sacharowa an die EU: "Unter dem Tisch sitzen bleiben und Klappe halten"

RT Niemand hat die Europäische Union zu den Verhandlungen zur Beilegung des Ukraine-Konflikts eingeladen, weil sich ihre Vertreter nicht benehmen können. Dies erklärte die offizielle Vertreterin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, während einer Pressekonferenz.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
15:17 Uhr
Kiew hofft auf das Treffen zwischen Putin, Trump und Selenskij bis Ende März
Sollten die nächsten Verhandlungen zwischen Moskau und Kiew "relativ gut verlaufen", dann könnte ein Treffen zwischen den Präsidenten Wladimir Putin, Donald Trump und Wladimir Selenskij noch vor Ende März stattfinden. Dies erklärte Selenskijs stellvertretender Büroleiter Sergei Kisliza in einem Interview für die Zeitung Corriere della Sera.
"Die grundlegenden politischen Fragen müssen bei einem trilateralen Gipfeltreffen zwischen Selenskij, Putin und Trump gelöst werden. Auch darüber haben Trump und Selenskij vor zwei Tagen am Telefon gesprochen. Wenn die nächsten Gespräche mit den Russen relativ gut verlaufen, könnte man über ein Gipfeltreffen der drei Präsidenten in den nächsten Wochen, vielleicht noch im März, nachdenken."
Kisliza zufolge werde dieses Format ermöglichen, "die wichtigsten Fragen" zu klären, die die Verhandlungsteams nicht lösen könnten.
14:55 Uhr
Lokale Waffenruhe nahe dem AKW Saporoschje eingerichtet
Die lokale Waffenruhe sei in der Nähe des AKW Saporoschje eingerichtet worden. Dies gab der Generaldirektor von Rosatom, Alexei Lichatschjow, gegenüber Journalisten bekannt.
"Heute, am 27. Februar, wurde ab 7:00 Uhr morgens in der Umgebung des Kernkraftwerks Saporoschje eine lokale Waffenruhe eingerichtet."
Diese Maßnahme werde den Reparaturbrigaden, darunter den Rosatom-Spezialisten, ermöglichen, mit den Wiederherstellungsarbeiten an dem Wärmekraftwerk Saporoschje und der Stromleitung Ferrosplawnaja zu beginnen.
Die beiden Objekte seien am 10. Februar bei den ukrainischen Angriffen beschädigt worden. Die Reparaturarbeite werden nicht weniger als eine Woche dauern, betonte Lichatschjow.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
