Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Armee befreit weitere Ortschaft im Gebiet Saporoschje

24.02.2026 14:19 Uhr
14:19 Uhr
NATO-Chef Rutte: Ukraine braucht wirksame Sicherheitsgarantien
NATO-Generalsekretär Mark Rutte hat zum vierten Jahrestag des Ukraine-Kriegs wirksame Sicherheitsgarantien für einen dauerhaften Frieden gefordert. Im Hauptquartier des westlichen Militärbündnisses in Brüssel sagte der Niederländer:
"Wenn die Kämpfe endlich aufhören, muss der Frieden Bestand haben."
Dafür brauche es starke ukrainische Streitkräfte und Sicherheitsgarantien von Europa, Kanada und den Vereinigten Staaten, fügte Rutte hinzu. Dabei lobte er den Mut der ukrainischen Bevölkerung und Soldaten. Es sei unerlässlich, dass die Ukraine weiterhin die militärische, finanzielle und humanitäre Hilfe erhalte, die sie benötige. Die Ukraine brauche mehr Unterstützung.
"Denn ein Versprechen von Hilfe beendet keinen Krieg."
14:00 Uhr
Macron attestiert Russland "dreifachen Misserfolg" in Ukraine
Der französische Präsident Emmanuel Macron hat den Ukraine-Krieg vier Jahre nach dessen Beginn als "dreifachen Misserfolg" für Russland bezeichnet: aus "militärischer, wirtschaftlicher und strategischer Sicht", schrieb Macron auf der Plattform X. Der Krieg habe die NATO gestärkt, die Europäer vereint und die "Zerbrechlichkeit eines Imperialismus aus einem anderen Zeitalter" offenbart. Die Ukraine sei die "erste Verteidigungslinie" Europas, und Europa werde ihr zur Seite stehen.
"Diejenigen, die glauben, auf unsere Ermüdung zählen zu können, irren sich."
In diesem Zusammenhang betonte Macron, dass die Lieferung von Rüstungsgütern und die Ausbildung von Soldaten fortgesetzt würden, damit die Ukraine standhalte und die Führung in Russland verstehe, dass die Zeit nicht für sie arbeite.
13:43 Uhr
Luftabwehr schießt weitere ukrainische Drohnen ab
Die russische Flugabwehr hat vier weitere ukrainische Drohnen zerstört, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau mit.
"Zwischen 9:00 Uhr und 14:00 Uhr Moskauer Zeit wurden vier ukrainische Starrflüglerdrohnen durch diensthabende Luftabwehrkräfte abgefangen und zerstört: zwei Drohnen über der Republik Tatarstan und zwei Drohnen über Gewässern des Schwarzen Meeres."
13:33 Uhr
Gebiet Kursk: Mehr als 20 Geschosse binnen 24 Stunden aus Ukraine abgefeuert
Nach Angaben von Alexander Chinstein, dem Gouverneur des Grenzgebiets Kursk, wurden im Laufe des Tages 24 Geschosse auf die Region abgefeuert.
"In der Zeitspanne von 9:00 Uhr am 23. Februar bis 7:00 Uhr am 24. Februar wurden insgesamt 16 Drohnen unterschiedlicher Typen abgeschossen. Zweimal haben die Drohnen unser Gebiet durch den Abwurf von Sprengsätzen angegriffen."
Chinstein meldet keine Opfer.
Bei den Attacken wurden zwei Privathäuser und ein Fahrzeug beschädigt.
13:14 Uhr
Ein Toter und zwei Verletzte durch ukrainische Angriffe auf Gebiet Cherson
Gouverneur Wladimir Saldo berichtet über andauernde ukrainische Angriffe auf den von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson. Auf Telegram teilt der Politiker mit, dass in den vergangenen 24 Stunden infolge der Attacken ein Zivilist getötet und zwei weitere verletzt wurden. Beim Todesopfer handelt es sich um einen Einwohner der Siedlung Ljubimowka. Der 67-Jährige kam bei einem Artilleriebeschuss ums Leben. In der Siedlung Golaja Pristan wurden ein 64-jähriger Mann und eine 67-jährige Frau verletzt, als eine ukrainische Drohne einen Sprengsatz abwarf.
Darüber hinaus berichtet Saldo über Sachschäden in der Region. Insgesamt wurden dort sieben Einfamilienhäuser, eine Gasleitung und ein Auto beschädigt.
12:59 Uhr
Kremlsprecher Peskow: "Vier sehr wichtige Jahre in der Geschichte unseres Landes"
Am vierten Jahrestag der militärischen Sonderoperation Russlands in der Ukraine hat der Kremlsprecher Dmitri Peskow das Vorgehen seines Landes gerechtfertigt. Bei seinem Pressebriefing am Dienstag sagte er, das Hauptziel der Sonderoperation sei es, die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten, die sich vor vier Jahren in der Tat in Lebensgefahr befunden hätten. Zugleich räumte er ein, dass Russland noch nicht all seine Ziele erreicht habe. Deshalb werde die Sonderoperation fortgesetzt.
"Das sind vier sehr wichtige Jahre in der Geschichte unseres Landes. Das Land wird vorwärts gehen. Natürlich werden diese vier Jahre für immer im Gedächtnis der Menschen bleiben."
Dabei behauptete Peskow, Russland und die russischen Bürger hätten sich seit dem 24. Februar 2022 stark verändert. Die Gesellschaft habe sich um Präsident Wladimir Putin "phänomenal" konsolidiert.
Der Kremlchef schloss die Möglichkeit nicht aus, den Konflikt mit politischen und diplomatischen Mitteln zu beenden. Russland habe diese Hoffnung nie aufgegeben.
"Sie wissen, dass von Anfang an Anstrengungen unternommen wurden, um den Konflikt auf friedlichem Wege zu beenden."
12:44 Uhr
Weitere ukrainische Angriffe auf Gebiet Belgorod: Ein Toter, ein Verletzter
Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow meldet weitere Opfer durch ukrainische Angriffe auf das russische Grenzgebiet Belgorod. Wie der Politiker auf Telegram schreibt, attackierte der Gegner am Dienstag die Siedlung Borissowka mit einer FPV-Drohne. Bei der Abwehr des Angriffs kam ein Angehöriger der lokalen Verteidigungseinheit Orlan ums Leben, als die Drohne in seiner Nähe detonierte. Ein Zivilist erlitt eine durchdringende Bauchwunde und wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Seinen Zustand stuft Gladkow als schwer ein. Darüber hinaus spricht der Gouverneur der Familie des getöteten Kämpfers sein aufrichtiges Beileid aus:
"Wir werden seine Heldentat für immer in Erinnerung behalten und seiner Familie unbedingt helfen."
12:26 Uhr
Frontbericht: Russische Armee befreit weitere Ortschaft im Gebiet Saporoschje
Im Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums vom Dienstag heißt es, dass die Einheiten des Truppenverbands Ost die Ortschaft Risdwjanka im Gebiet Saporoschje befreit haben.
Durch entschlossene Aktionen der Einheiten der Truppenverbände Nord, Süd, Ost, West, Mitte und Dnjepr hat die ukrainische Armee im Laufe des Tages mehr als 1.075 Soldaten verloren.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands Nord beliefen sich die Verluste der ukrainischen Truppen auf bis zu 215 Soldaten. Zudem zerstörte das russische Militär vier gepanzerte Kampffahrzeuge, neun Fahrzeuge, einen Mehrfachraketenwerfer aus westlicher Produktion, zwei Feldartilleriegeschütze, darunter eines vom Typ M777 aus US-Produktion, zwei Stationen für elektronische Kampfführung, ein Munitionslager sowie zehn Materiallager.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands West verlor das ukrainische Militär etwa 170 Kämpfer. Zusätzlich zerstörte der Verband drei gepanzerte Kampffahrzeuge, darunter eines vom Typ HMMWV aus US-Produktion, 19 Fahrzeuge, zwei Artilleriegeschütze, darunter eines aus westlicher Produktion, sowie zwei Stationen für elektronische Kampfführung der ukrainischen Armee.
Im Abschnitt des Truppenverbands Süd büßte das ukrainische Militär etwa 115 Kämpfer ein. Vier gepanzerte Kampffahrzeuge, 15 Fahrzeuge, drei Feldartilleriegeschütze, darunter eines aus westlicher Produktion, fünf Stationen für elektronische Kampfführung, ein Munitionslager sowie zwei Materiallager wurden getroffen.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands Mitte verlor das ukrainische Militär bis zu 335 Kämpfer. Die russische Armee zerstörte ein gepanzertes Kampffahrzeug, neun Fahrzeuge und einen Mehrfachraketenwerfer.
Durch entschlossene Aktionen des Truppenverbands Ost mussten ukrainische Truppen einen Verlust von bis zu 170 Kämpfern hinnehmen. Darüber hinaus zerstörte das russische Militär in diesem Operationsbereich vier gepanzerte Kampffahrzeuge und 18 Fahrzeuge.
Im Laufe der Woche beliefen sich die Verluste der ukrainischen Truppen im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands Dnjepr auf etwa 70 Soldaten. Außerdem zerstörte der Verband 17 Fahrzeuge, ein Feldartilleriegeschütz aus westlicher Produktion und eine Station für elektronische Kampfführung der ukrainischen Armee.
Kampfflugzeuge, Drohnen, Raketentruppen und Artillerie der russischen Streitkräfte haben Objekte der Transport- und Energieinfrastruktur, die den Betrieb der ukrainischen Streitkräfte sicherstellten, Lager und Leitstellen für Drohnen angegriffen. Außerdem wurden vorübergehende Stationierungsorte der bewaffneten Formationen der ukrainischen Streitkräfte und ausländischer Söldner in 154 Bezirken getroffen.
Russische Luftabwehrkräfte haben sechs Lenkbomben, sechs Raketen aus einem Mehrfachraketenwerfer und 380 Starrflüglerdrohnen abgeschossen.
Seit Beginn der militärischen Sonderoperation wurden insgesamt 670 gegnerische Flugzeuge, 283 Hubschrauber, 117.184 unbemannte Luftfahrzeuge, 650 Flugabwehrraketensysteme, 27.851 Panzer und gepanzerte Kampffahrzeuge, 1.673 Mehrfachraketenwerfer, 33.460 Feldartillerie- und Mörsergeschütze sowie 55.166 militärische Spezialfahrzeuge zerstört.
12:10 Uhr
UN-Flüchtlingshilfswerk: Ukrainer sind zunehmend erschöpft
Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR warnt am vierten Jahrestag des Ukraine-Kriegs vor der zunehmenden Erschöpfung der Menschen im Land. Die UNHCR-Vertreterin in der Ukraine, Bernadette Castel-Hollingsworth, erklärte der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA):
"Dieser Krieg hat keine einzige Familie in der Ukraine unberührt gelassen."
Der aktuelle Winter sei der härteste seit Kriegsbeginn. Dabei gehe es nicht nur um extrem niedrige Temperaturen.
"Viele Familien haben Angehörige verloren oder um sie gebangt, wiederholte Vertreibungen, beschädigte Häuser, Einkommensverluste und anhaltenden Kriegsstress erlebt."
Im fünften Kriegsjahr bleibe nachhaltige internationale Unterstützung entscheidend, sagte Castel-Hollingsworth.
11:50 Uhr
Dänemark stellt 30 Millionen US-Dollar für Ukraine bereit
Die dänische Regierung plant, zusätzliche humanitäre Hilfe im Wert von 190 Millionen Kronen (rund 30 Millionen US-Dollar) für Kiew bereitzustellen. Das teilte das Außenministerium des Königreichs mit. Die Maßnahme soll helfen, "die akute humanitäre Lage zu bewältigen und langfristige Unterstützung zu leisten".
Die Mittel sollen über Organisationen wie dänische zivilgesellschaftliche Stiftungen, den UNO-Humanitären Fonds für die Ukraine, das UNHCR, UNICEF und das Internationale Komitee vom Roten Kreuz bereitgestellt werden.
Seit Februar 2022 hat Dänemark der Ukraine humanitäre Hilfe in Höhe von 205 Millionen US-Dollar sowie Militärhilfe im Umfang von 11,19 Milliarden US-Dollar geleistet.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.