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Liveticker Ukraine-Krieg: Treffen zwischen Trump und Selenskij nach einer Stunde zu Ende

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Treffen zwischen Trump und Selenskij nach einer Stunde zu EndeQuelle: Gettyimages.ru © Chip Somodevilla
  • 22.01.2026 15:20 Uhr

    15:20 Uhr

    Ex-NATO-Generalsekretär: Westen muss Weg für Gespräche mit Putin finden

    Der ehemalige NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat den Westen dazu aufgerufen, einen Weg zu finden, um mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu verhandeln. Beim Weltwirtschaftsforum in Davos sagte Stoltenberg:

    "Wir müssen etwas Komplexeres tun, nämlich einen Weg finden, um mit Präsident Putin zu einer Einigung zu kommen."

    Der Westen werde Putin nicht "umstimmen" können, so Stoltenberg. Gleichzeitig seien westliche Staaten aber durchaus in der Lage, Einfluss auf dessen Position zu nehmen, um zu einer für die Ukraine akzeptablen Lösung zu gelangen.

  • 14:47 Uhr

    Treffen zwischen Trump und Selenskij beendet

    Laut Sergei Nikiforow, Selenskijs Pressesprecher, ist das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem ukrainischen Staatschef Wladimir Selenskij beendet. Trump und Selenskij sprachen etwa eine Stunde lang. Nikiforow bezeichnete das Treffen als "sehr gut".

    Seinerseits verkündete Trump unmittelbar nach dem Treffen:

    "Dieser Krieg muss enden. Das Treffen mit dem Präsidenten Wladimir Selenskij verlief gut. Wir werden sehen, wie alles ausgeht."

  • 14:14 Uhr

    Rada-Abgeordnete: Ziel müsse Frieden sein – nicht das Töten von 50.000 Russen

    Anna Skorochod, die Abgeordnete der Werchowna Rada, hat sich entsetzt über die Aussagen des ukrainischen Verteidigungsministers Michail Fjodorow zur Tötung von Russen gezeigt. Dies berichtet das Portal Strana.ua. Skorochod wörtlich:

    "Michail Fjodorow – der neue Verteidigungsminister – hat erklärt, das strategische Ziel für die Ukraine und das Verteidigungsministerium bestehe darin, monatlich 50.000 Russen zu töten. Finden Sie nicht auch, dass das eine kranke Strategie ist?

    Sollte die Strategie nicht das Ende des Krieges sein, der Austausch aller unserer Kriegsgefangenen, die Rückkehr und Suche nach allen Vermissten sowie die Heimkehr der Soldaten von der Front, die moralisch und physisch völlig erschöpft sind?"

    Es sei äußerst befremdlich, von einer solchen Strategie zu sprechen, während viele Ukrainer ohne Strom, Wasser und Heizung lebten, fügte sie hinzu. Das Ziel der Ukraine müsse Frieden und der Erhalt der Nation sein.

    In dieser Woche hatte Fjodorow erklärt, die Zahl von 50.000 Getöteten pro Monat könne Russland angeblich zum Frieden zwingen. Zuvor hatte Skorochod erklärt, dass viele Ukrainer die Staatsführung hassten. Die Ukraine müsse von Fachleuten und nicht von "Freunden oder netten Menschen" regiert werden.

  • 13:50 Uhr

    Gouverneur meldet sechs ukrainische Attacken auf Ortschaften im Gebiet Saporoschje

    Die ukrainischen Streitkräfte beschießen weiterhin Ortschaften im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Saporoschje. Gouverneur Jewgeni Balizki berichtet über sechs gezielte Angriffe innerhalb der vergangenen 24 Stunden. Dabei meldet er keine Opfer unter der Zivilbevölkerung. 

    Wie der Politiker auf Telegram schreibt, habe eine ukrainische Drohne in der Nähe der Siedlung Schirokoje ein Auto beschädigt. Eine ähnliche Attacke habe sich auch im Bezirk Kamenka-Dnjeprowskaja ereignet. Weitere drei Autos seien bei einer Drohnenattacke auf einen Parkplatz in der Siedlung Dnjeprowka zu Schaden gekommen. Im Bezirk Pologi sei eine Stromleitung unter Beschuss geraten. Zehn Ortschaften mit mehr als 10.000 Haushalten und 19 wichtigen sozialen Einrichtungen seien ohne Strom geblieben.

    Balizki meldete außerdem eine versuchte Drohnenattacke auf die Stadt Berdjansk. Die russische Luftabwehr habe aber die Attacke abgeschlagen.

  • 13:34 Uhr

    Selenskij trifft in Davos ein: Verhandlungen mit Trump

    Der ukrainische Staatschef Wladimir Selenskij ist zu einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump in der Schweiz eingetroffen. Selenskij soll auch auf dem Forum sprechen. Aus Sicherheitsgründen werden Reisen des ukrainischen Staatschefs immer erst bekannt gegeben, wenn er wohlbehalten angekommen ist.

    Der Republikaner hatte am Mittwoch in Davos gesagt, er glaube, dass Selenskij einen Deal machen wolle. Der Ukrainer seinerseits behauptete, er werde in die Schweiz nur dann reisen, wenn es ein unterschriftsreifes Dokument gebe oder weitere Hilfszusagen etwa zur Lieferung von Flugabwehrwaffen.

    Neben dem Treffen von Trump und Selenskij in Davos gehen die Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Krieges auch heute Abend in Moskau weiter. Dort soll der US-Unterhändler Steve Witkoff mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin sprechen.

  • 13:29 Uhr

    Ukraine: Ballettkünstlern droht Kündigung wegen "Schwanensee"

    Zwei führende Solisten des Nationalen Opernballetts der Ukraine, Natalja Mazak und Sergei Kriwokon, stehen wegen Gastspielen mit Tschaikowskis Ballett "Schwanensee" vor der Entlassung. Dies berichtet das ukrainische Portal Strana.ua.

    Demnach trat ein Ensemble aus Kiew mit dem Werk des russischen Komponisten in mehreren europäischen Ländern auf. In der Ankündigung wurde "Schwanensee" als "unsterbliche Klassik" bezeichnet, die romantische Motive mit Elementen der Weltfolklore verbinde.

    Wie Strana.ua unter Verweis auf einen Telegram-Beitrag schreibt, hätten die beiden Solisten damit gegen die "grundsätzliche Position" der Nationaloper verstoßen, Werke russischer Komponisten aus dem Repertoire zu entfernen. Das Kulturministerium und die Opernleitung bereiteten nun Entscheidungen im Rahmen der "arbeitsrechtlichen Beziehungen" vor. Die Künstlerprofile von Mazak und Kriwokon wurden bereits von der Website der Nationaloper entfernt.

    Mazak hatte zuvor öffentlich die Streichung russischer Klassiker kritisiert. Wenn die Ukraine "mit der Welt auf einer gemeinsamen Sprache kommunizieren wolle, müsse sie das weltweite Kulturerbe respektieren", wurde sie zitiert. Der Verzicht auf das klassische Repertoire habe dem Ballett bereits erheblichen Schaden zugefügt.

  • 13:13 Uhr

    Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums

    Das russische Verteidigungsministerium berichtet über den Verlauf der militärischen Sonderoperation in der Ukraine binnen der vergangenen 24 Stunden. Wie die Behörde am Donnerstag auf Telegram schreibt, habe der Truppenverband Nord seine taktische Position verbessert, indem er ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Belopolje, Nowaja Setsch und Choten im Gebiet Sumy sowie Woltschanskije Chutora, Sacharowka und Ochrimowka im Gebiet Charkow getroffen habe. Der Gegner habe dabei bis zu 140 Kämpfer verloren. Zudem seien zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 15 Wagen, ein Mehrfachraketenwerfer, zwei Selbstfahrlafetten und drei Lager mit Militärzubehör zerstört worden.

    Auch der Truppenverband West habe günstigere Stellungen bezogen, indem er Personal und Technik der ukrainischen Streitkräfte nahe den Ortschaften Berjosowka und Kowscharowka im Gebiet Charkow sowie Alexandrowka, Drobyschewo und Krasny Liman in der DVR getroffen habe. Dabei seien bis zu 200 gegnerische Soldaten getötet oder verletzt worden. Das russische Militär habe fünf gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 25 Wagen, drei Geschütze und vier Munitionslager verloren.

    Auch der Truppenverband Süd habe seine Position an der vordersten Linie verbessert und ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Berestok, Konstantinowka, Kurtowka, Nikiforowka, Resnikowka, Slawjansk und Stepanowka in der DVR getroffen. Das russische Ministerium beziffert die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 145 Armeeangehörige. Dabei seien ein Kampfpanzer, ein Panzerfahrzeug, sieben Wagen, fünf Geschütze, drei Anlagen der elektronischen Kampfführung sowie zwei Munitions- und Materiallager zerstört worden.

    Der Truppenverband Mitte habe ebenfalls günstigere Stellungen bezogen, indem er Personal und Technik des Gegners im Raum der Ortschaften Artjomowka, Belizkoje, Grischino, Dobropolje, Nowopawlowka, Suchezkoje, Torezkoje und Udatschnoje in der DVR sowie Nowopodgorodnoje im Gebiet Dnjepropetrowsk getroffen habe. Dabei habe der Gegner mehr als 445 Kämpfer verloren. Zwei Kampfpanzer, zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, zehn Wagen, drei Geschütze und eine Anlage der elektronischen Kampfführung seien außer Gefecht gesetzt worden.

    Der Truppenverband Ost setze seinen Vormarsch fort und habe ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Skotowatoje im Gebiet Dnjepropetrowsk sowie Blagodatnoje, Wosdwischewka, Dolinka, Saliwnoje, Sarniza, Komsomolskoje und Tersjanka im Gebiet Saporoschje getroffen. Die russische Behörde schätzt die Personalverluste des Gegners auf bis zu 250 Armeeangehörige. Zudem seien zwei Transportpanzer, vier gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, sieben Wagen, zwei Geschütze und ein Mehrfachraketenwerfer eliminiert worden.

    Der Truppenverband Dnjepr habe ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Magdalinowka und Nowojakowlewka im Gebiet Saporoschje getroffen. Dabei seien mehr als 60 ukrainische Soldaten getötet oder verletzt worden. Der Gegner habe zudem fünf Wagen, zwei Anlagen der elektronischen Kampfführung, eine Radaranlage und ein Lager mit Militärzubehör verloren.

    Ferner meldet das Ministerium in Moskau erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf militärisch relevante Energieanlagen, Munitionslager und 142 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. In den vergangenen 24 Stunden habe die russische Luftabwehr ihrerseits neun Lenkbomben, vier HIMARS-Raketen und 224 unbemannte Luftfahrzeuge abgefangen.

    Nach russischen Angaben habe die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 670 Flugzeuge, 283 Hubschrauber, 110.748 Drohnen, 646 Flugabwehrraketenkomplexe, 27.267 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.650 Mehrfachraketenwerfer sowie 32.755 Geschütze und Mörser verloren.

  • 12:49 Uhr

    Berliner Zeitung: Selenskij steht unter massivem politischem Druck

    Der ukrainische Machthaber Wladimir Selenskij reagiert angesichts der sich verschlechternden Lage im Land zunehmend gereizt in innen- und außenpolitischen Fragen. Dies schreibt die deutsche Berliner Zeitung:

    "Die Lage in der Ukraine ist dramatisch, an mehreren Fronten. Das wird umso stärker deutlich, wenn man Präsident Wladimir Selenskij in diesen Tagen beobachtet."

    "Man merkt: Selenskij reagierte in diesen kalten Winterwochen extrem gereizt. Die ukrainische Flugabwehr kritisiert er genauso wie den Kiewer Bürgermeister Witali Klitschko."

    "Auch außenpolitisch lässt der ukrainische Präsident die Ellenbogen ausfahren. So moniert er zum Beispiel Trumps sogenannten Friedensrat, ein von den Amerikanern vorgeschlagenes Gremium zur Lösung globaler Konflikte."

    Laut Berliner Zeitung steht Selenskij unter erheblichem Druck durch innenpolitische Probleme. Genannt werden verbreitete Korruption, harte Methoden der Mobilisierung sowie wachsende Spannungen im Vorfeld einer möglichen Wahlkampagne.

  • 12:34 Uhr

    Medien: Trump könnte Selenskij Ultimatum zum Donbass stellen

    Bei einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump könnte Wladimir Selenskij ein Ultimatum zum Donbass gestellt werden. Dies schreibt das ukrainische Portal Strana.ua.

    Demnach könnte dem Chef des Kiewer Regimes in Davos nahegelegt werden, einem Truppenabzug zuzustimmen – ohne anschließende Stationierung eines europäischen Kontingents in der Ukraine. Trump könnte im Gegenzug Zusagen für Unterstützung im Falle eines neuen Konflikts machen, heißt es.

    Ob Selenskij darauf eingeht, hängt laut dem Bericht davon ab, ob Trump bereit ist, mit konkreten Druckmitteln zu drohen. Strana.ua nennt als Beispiel einen vollständigen Stopp von Waffenlieferungen und Geheimdienstinformationen an Kiew, falls ein Abzug aus dem Gebiet Donezk verweigert wird.

    Selenskij ist heute in die Schweiz gereist, wo ein Treffen mit Trump erwartet wird.

  • 12:24 Uhr

    Davos, Tag 3: Moskau verhandelt mit Washington, Selenskij reist an – Trump trifft ihn um 13 Uhr

    Russisch-amerikanische Kontakte prägen den dritten Tag des WEF in Davos. Zeitgleich reist Wladimir Selenskij kurzfristig an. Trump empfängt ihn um 13 Uhr. Die zeitliche Nähe des Treffens zu den Gesprächen zwischen Moskau und Washington zeugt von seiner politischen Bedeutung.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.