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Liveticker Ukraine-Krieg: Finnland meldet mögliche Luftraumverletzung durch unbekannte Drohne

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Finnland meldet mögliche Luftraumverletzung durch unbekannte DrohneQuelle: AP © Efrem Lukatsky
  • 3.05.2026 13:36 Uhr

    13:36 Uhr

    Ukrainische Drohnen lösen Brand auf Betriebsgelände im Gebiet Woronesch aus

    Auch die Verwaltung des russischen Gebiets Woronesch meldet eine ukrainische Drohnenattacke. Wie Gouverneur Alexander Gussew auf der Plattform MAX mitteilt, seien in der zurückliegenden Nacht im Süden der Region 14 unbemannte Luftfahrzeuge abgefangen worden. Wegen herabfallender Drohnenteile sei in einem Betrieb ein Brand ausgebrochen, schreibt der Politiker. Außerdem seien Schäden an einem Einfamilienhaus entstanden. In 18 Wohnungen eines Mehrfamilienhauses seien darüber hinaus die Fensterscheiben zu Bruch gegangen. Zudem sei ein Auto in Mitleidenschaft gezogen worden. Es seien weder Todesopfer noch Verletzte verzeichnet worden.

  • 13:08 Uhr

    Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums

    Das russische Verteidigungsministerium berichtet über den weiteren Verlauf der militärischen Sonderoperation in der Ukraine binnen der letzten 24 Stunden. Wie die Behörde am Sonntag auf der Plattform MAX schreibt, habe der Truppenverband Nord seine taktische Position verbessert und ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Ambarnoje und Rjasnoje im Gebiet Charkow sowie Welikaja Rybiza, Pustogorod, Nowaja Sloboda, Chmelewka und Dibrowa im Gebiet Sumy getroffen. Der Gegner habe mehr als 175 Armeeangehörige verloren. Das russische Militär habe zudem 16 Autos und zwei Geschütze zerstört.

    Auch der Truppenverband West habe günstigere Stellungen bezogen, indem er Personal und Technik des Gegners im Raum der Ortschaften Pristen und Petrowka im Gebiet Charkow sowie Swjatogorsk und Krasny Liman in der DVR getroffen habe. Dabei seien bis zu 210 ukrainische Kämpfer getötet oder verletzt worden. Zudem habe der Gegner einen Schützenpanzer, einen Transportpanzer, vier gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 19 Autos und drei Geschütze verloren.

    Der Truppenverband Süd habe ebenfalls seine Position an der vordersten Linie verbessert und ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Nikolajewka, Kondratowka, Alexejewo-Druschkowka, Rai-Alexandrowka, Konstantinowka und Piskunowka getroffen. Die russische Militärbehörde beziffert die gegnerischen Personalverluste auf bis zu 160 Soldaten. Ein gepanzertes Gefechtsfahrzeug und 17 Autos seien außer Gefecht gesetzt worden.

    Auch der Truppenverband Mitte habe günstigere Stellungen bezogen, wobei er Personal und Technik des Gegners im Raum der Ortschaften Prijut, Wodjanoje, Belizkoje, Dobropolje, Schewtschenko, Wassilewka und Kutscherow Jar in der DVR sowie Nowopawlowka und Nowopodgorodnoje im Gebiet Dnjepropetrowsk getroffen habe. Der Gegner habe bis zu 320 Armeeangehörige verloren. Dabei seien sieben gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, sieben Autos und drei Geschütze außer Gefecht gesetzt worden.

    Der Truppenverband Ost setze seinen Vormarsch fort und habe zuletzt ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Dolinka, Rownoje, Lesnoje, Tschariwnoje, Omelnik und Wosdwischewka im Gebiet Saporoschje sowie Gawrilowka, Pokrowskoje und Welikomichailowka im Gebiet Dnjepropetrowsk getroffen. Das Ministerium in Moskau beziffert die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 330 Soldaten. Das russische Militär habe zwei Transportpanzer, zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge und acht Autos zerstört.            

    Der Truppenverband Dnjepr habe ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Nowokairy und Nowoalexandrowka im Gebiet Cherson sowie Dimitrowo im Gebiet Saporoschje getroffen. Dabei seien bis zu 40 ukrainische Kämpfer getötet oder verletzt worden. Der Gegner habe außerdem einen Transportpanzer, 14 Autos, zwei Geschütze und zwei Anlagen der elektronischen Kampfführung verloren.

    Ferner meldet das Ministerium erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf militärisch relevante Verkehrsinfrastrukturen, Munitionslager, Drohnenbasen und 147 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. In den letzten 24 Stunden habe die russische Luftabwehr dagegen vier Lenkbomben, eine HIMARS-Rakete und 740 unbemannte Luftfahrzeuge zerstört.

    Nach russischen Angaben habe die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 671 Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 141.139 Drohnen, 658 Flugabwehrraketenkomplexe, 29.146 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.712 Mehrfachraketenwerfer sowie 34.729 Geschütze und Mörser verloren.

  • 12:40 Uhr

    Finnland meldet mögliche Luftraumverletzung durch unbekannte Drohne

    Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Helsinki hat eine unbekannte Drohne nahe der Grenze zu Russland möglicherweise den finnischen Luftraum verletzt. Die finnische Luftwaffe habe die Drohne am Sonntagmorgen entdeckt, sie befinde sich nicht mehr im finnischen Luftraum, hieß es in einer entsprechenden Mitteilung. Das Modell und die Herkunft der Drohne hätten nicht ermittelt werden können. Der Vorfall werde untersucht.

    Das russische Verteidigungsministerium hatte zuvor am Sonntag erklärt, dass in der Nacht 334 ukrainische Drohnen über rund 15 Regionen abgefangen worden seien – einige davon nahe Sankt Petersburg. Alexander Drosdenko, Gouverneur des Gebiets Leningrad, gab auf Telegram bekannt, dass ukrainische Drohnen einen Brand im Ostseehafen Primorsk ausgelöst hätten. Trotz des Angriffes auf den wichtigen Ölverladehafen sei es zu keiner Ölverschmutzung gekommen. Der Brand sei mittlerweile gelöscht. Über der gesamten Region habe die Luftverteidigung in der Nacht mehr ‌als ⁠60 Drohnen abgefangen.

    Im März hatte sich die Ukraine bei der Regierung in Helsinki entschuldigt, nachdem zwei ukrainische Drohnen im Süden Finnlands abgestürzt waren.

  • 12:06 Uhr

    Selenskij sanktioniert seinen ersten Kanzleichef

    Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hat Sanktionen gegen seinen früheren Bürochef Andrei Bogdan verhängt. Wie aus dem am Samstag veröffentlichten Dekret hervorgeht, werden Bogdan staatliche Auszeichnungen aberkannt, sein Vermögen wird eingefroren und es werden Handelsgeschäfte untersagt. Die Maßnahmen gelten vorerst für zehn Jahre. Eine Begründung wird nicht genannt.

    Der Jurist selbst, der das Präsidentenbüro von Mai 2019 bis Februar 2020 geleitet hat, vermutet auf Facebook, dass Selenskij gekränkt ist, weil in Medien über eine mögliche Verstrickung des Staatschefs und seiner Frau Jelena in korrupte Geschäfte berichtet wurde. Demnach unterstellt Selenskij einen Zusammenhang zwischen den Veröffentlichungen und Bogdans Tätigkeit als Anwalt.

  • 11:39 Uhr

    Zwei Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf 24 Ortschaften im Gebiet Belgorod

    Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen im russischen Grenzgebiet Belgorod. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden 24 Ortschaften in sechs Bezirken angegriffen habe.

    In der Statistik berichtet der Politiker über zwei Opfer unter der Zivilbevölkerung. Ein Mann sei schwer verletzt worden, als eine ukrainische FPV-Drohne in der Siedlung Iwanowskaja Lissiza einen Traktor angegriffen habe. In der Siedlung Siborowka habe eine Frau Verletzungen erlitten.   

    Gladkow meldet zudem viele Sachschäden. Demnach seien in den vergangenen 24 Stunden insgesamt 19 Einfamilienhäuser, eine soziale Einrichtung, ein Geschäft, fünf Infrastrukturobjekte, ein Verwaltungsgebäude, ein Betriebsgebäude, eine Scheune, eine Stromleitung, zwei Traktoren, ein Kleintransporter und 13 Autos zerstört oder beschädigt worden.

  • 11:10 Uhr

    Zwei Erwachsene und Kind durch herabfallende Drohnenteile im Gebiet Smolensk verletzt

    Die ukrainischen Streitkräfte haben eine massive Drohnenattacke auf das russische Gebiet Smolensk an der Grenze zu Weißrussland durchgeführt. Gouverneur Wassili Anochin gibt auf der Plattform MAX bekannt, dass die Luftabwehr zuletzt über der Region 21 unbemannte Luftfahrzeuge des Gegners abgefangen habe. Der Politiker meldet Opfer und Sachschäden: Herabfallende Wrackteile einer zerstörten Drohne hätten ein Mehrfamilienhaus getroffen, wobei zwei Erwachsene – eine Frau und ein Mann – und ein Kind verletzt worden seien. Der Mann werde momentan in einem Krankenhaus ärztlich behandelt.

    Anochin ruft seine Landsleute zur Wachsamkeit auf. Beim Fund von Wrackteilen sollte man sich diesen nicht nähern, sondern den Rettungsdienst anrufen.

  • 10:37 Uhr

    Fico will nach Kiew reisen

    Robert Fico hat einen Besuch in der Ukraine angekündigt. Nach einem Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij teilte der slowakische Regierungschef mit:

    "Wir werden das Format gemeinsamer Regierungssitzungen fortsetzen und zudem gegenseitige Besuche in unseren Hauptstädten vornehmen."

    Er habe bestätigt, dass die Slowakei den EU-Beitritt der Ukraine unterstütze, denn Bratislava wolle, dass das Nachbarland ein stabiler und demokratischer Staat sei, fügte Fico hinzu. Er äußerte den Wunsch nach "freundschaftlichen Beziehungen zwischen der Slowakei und der Ukraine". Bisher hatte Fico es vermieden, nach Kiew zu reisen.

    Selenskij bestätigte das Gespräch mit Fico. Sie hätten unter anderem über einen möglichen EU-Beitritt der Ukraine gesprochen. Auf der Plattform X schrieb der Politiker:

    "Wir brauchen enge Beziehungen zwischen unseren Ländern, und daran sind wir beide interessiert."

    Es sei wichtig gewesen, zu hören, dass die Slowakei den EU-Beitritt der Ukraine unterstütze und bereit sei, ihre Erfahrungen im Beitrittsprozess zu teilen.

    Ein EU-Beitritt der Ukraine vor einem Ende des Krieges gilt als ausgeschlossen – unter anderem auch wegen der militärischen Beistandsklauseln in den EU-Verträgen. Die Regierung in Kiew strebt einen raschen Beitritt nach dem Krieg an. Zahlreiche Mitgliedsländer sehen dies jedoch kritisch und beharren auf einem geordneten Beitrittsprozess.

  • 10:02 Uhr

    Vier Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf Grenzgebiet Kursk

    Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Attacken auf das russische Grenzgebiet Kursk fort. Gouverneur Alexander Chinschtein berichtet in der täglichen Statistik auf der Plattform MAX über zahlreiche Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region. Wie der Politiker mitteilt, seien im Zeitraum von 8 Uhr MESZ am 2. Mai bis 8 Uhr MESZ am 3. Mai 130 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Außerdem habe die gegnerische Artillerie in dieser Zeit 88-mal grenznahe evakuierte Ortschaften unter Beschuss genommen. Es habe darüber hinaus sieben Angriffe gegeben, bei denen unbemannte Luftfahrzeuge Sprengsätze auf Objekte im Gebiet Kursk abgelassen hätten.

    Chinschtein meldet keine Todesopfer unter der Zivilbevölkerung. Dennoch seien in den vergangenen 24 Stunden in der Region vier Menschen verletzt worden. Drei Menschen hätten in der Nähe der Siedlung Prilepy Verletzungen erlitten. In der Siedlung Oktjabrskoje sei ein 52 Jahre alter Einwohner zu Schaden gekommen.

    Dem Gouverneur zufolge seien zudem durch die Attacken zwei Einfamilienhäuser, ein Traktor, vier Autos und ein Autoanhänger beschädigt worden.

  • 09:35 Uhr

    Beschuss auf Siedlungen im Gebiet Cherson: Mehr als 40 Geschosse aus Ukraine abgefeuert

    Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden andauernde Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge habe die ukrainische Artillerie im Laufe des 2. Mai 25 Geschosse auf vier Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse listen die Behörden wie folgt auf:

    • Aljoschki — 7,
    • Kachowka — 6,
    • Dnjeprjany — 4,
    • Nowaja Kachowka — 8.

    Wie die Behörden weiter mitteilen, habe der Beschuss auch in der Nacht zum Sonntag angedauert. Auf zivile Infrastrukturen der von Russland kontrollierten Ortschaften Welikaja Lepeticha, Kasatschji Lageri, Nowaja Majatschka und Sagi seien insgesamt 18 Geschosse abgefeuert worden.

    Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.

  • 09:04 Uhr

    Russische Armee befreit Miropolje im Gebiet Sumy

    Einheiten des Truppenverbands "Nord" haben am Samstag die Ortschaft Miropolje im Gebiet Sumy unter ihre Kontrolle gebracht. Die ukrainischen Truppen wurden nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums aus dem Ort verdrängt und anrückende Verstärkung durch Artillerie gestoppt. Der Gegner erlitt massive Verluste.

    Die russischen Truppen rücken an mehreren Frontabschnitten vor. Ziel ist es, eine Sicherheitszone in den Gebieten Sumy und Charkow auszubauen.

    Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.