Liveticker Ukraine-Krieg – Medienbericht: Deutsche Söldner im Gebiet Saporoschje eliminiert

31.05.2026 11:36 Uhr
11:36 Uhr
Eine Verletzte und Sachschäden durch ukrainische Artillerie- und Drohnenangriffe auf Grenzgebiet Kursk
Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Attacken auf das russische Grenzgebiet Kursk fort. Gouverneur Alexander Chinschtein berichtet in der täglichen Statistik auf der Plattform MAX über zahlreiche Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region. Wie der Politiker mitteilt, seien im Zeitraum von 8 Uhr MESZ am 30. Mai bis 8 Uhr MESZ am 31. Mai 75 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Darüber hinaus habe die gegnerische Artillerie in dieser Zeit 64-mal grenznahe evakuierte Ortschaften unter Beschuss genommen. Es habe zudem sechs Angriffe gegeben, bei denen unbemannte Luftfahrzeuge Sprengsätze auf Objekte im Gebiet Kursk abgelassen hätten.
Chinschtein meldet keine Todesopfer unter der Zivilbevölkerung. Der Politiker berichtet aber über eine Verletzte. Bei ihr handele es sich um eine 62 Jahre alte Frau. Zudem seien drei Wohnungen, neun Einfamilienhäuser, ein Schulgebäude und ein Auto beschädigt worden.
11:02 Uhr
IAEA fordert Zugang zum AKW Saporoschje
Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) hat Zugang zu der von einer Drohne getroffenen Turbinenhalle im Kernkraftwerk Saporoschje gefordert. Die Behörde sei über einen Angriff informiert worden, bei dem ein Loch in die Wand der Halle gerissen worden sei, teilte die IAEA auf der Plattform X mit. Dies sei der erste Drohnenangriff innerhalb eines Kraftwerkgeländes seit April 2024 gewesen, hieß es weiter.
IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi zeigte sich ernsthaft besorgt über den Vorfall. Angriffe auf Atomanlagen seien wie ein Spiel mit dem Feuer, sagte er.
The IAEA has been informed by the ZNPP that a drone today struck a turbine building at the site, reportedly causing a hole in its wall. DG @rafaelmgrossi expresses serious concern about the reported incident which would endanger both the 7 indispensable pillars for ensuring… pic.twitter.com/WA7pxCVbvH
— IAEA - International Atomic Energy Agency ⚛️ (@iaeaorg) May 30, 2026Zuvor hatte der russische Atomkonzern Rosatom mitgeteilt, dass eine ukrainische Glasfaserdrohne in dem von Russland kontrollierten Kernkraftwerk Saporoschje eingeschlagen sei. Wichtige Anlagen seien bei der Explosion nicht beschädigt worden, erklärte Rosatom-Chef Alexei Lichatschow. Die Strahlungswerte im AKW seien im normalen Bereich. Das ukrainische Militär wies die Anschuldigung, eine ukrainische Kamikaze-Drohne habe die Turbinenhalle des Reaktorblocks Nummer 6 angegriffen, als "Propagandatrick" zurück.
10:33 Uhr
Beschuss auf Siedlungen im Gebiet Cherson: Mehr als 30 Geschosse aus Ukraine abgefeuert
Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden andauernde Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge habe die ukrainische Artillerie im Laufe des 30. Mai 19 Geschosse auf fünf Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse listen die Behörden wie folgt auf:
- Malokachowka — 2,
- Ljubimowka — 2,
- Kachowka — 4,
- Nowaja Kachowka — 5,
- Aljoschki — 6.
Wie die Behörden weiter mitteilen, habe der Beschuss auch in der Nacht zum Sonntag angedauert. Auf zivile Infrastrukturen der von Russland kontrollierten Ortschaften Proletarka, Korsunka, Kachowka und Aljoschki seien insgesamt 15 Geschosse abgefeuert worden.
Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.
10:01 Uhr
DVR meldet acht ukrainische Angriffe binnen 24 Stunden
Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden acht Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurden auf das Territorium der Volksrepublik acht Geschosse abgefeuert. Bei den Angriffen in der Zeitspanne von 0 Uhr am 30. Mai bis 0 Uhr am 31. Mai (Ortszeit) wurden keine Opfer unter der Zivilbevölkerung gemeldet. Durch den Beschuss kamen drei Wohnhäuser, drei zivile Infrastrukturobjekte und mehrere Autos zu Schaden.
Am Vortag hatten die Behörden von Donezk 34 Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Dabei wurden sechs Zivilisten verletzt. Zu Schaden kamen sechs Wohnhäuser, drei zivile Infrastrukturobjekte, ein Lkw, ein Kommunalfahrzeug, ein Linienbus und mehrere Autos.
09:37 Uhr
Drohnenwrackteile setzten Brennstoffdepot im südrussischen Gebiet Rostow in Brand
In der zurückliegenden Nacht hat das südrussische Gebiet Rostow erneut eine ukrainische Drohnenattacke überstanden. Gouverneur Juri Sljussar meldete auf der Plattform Telegram den Abschuss von mehr als 50 unbemannten Luftfahrzeugen über neun Bezirken der Region. Der Politiker berichtete über keine Opfer unter der Zivilbevölkerung, sprach aber von einem starken Brand in der Siedlung Matwejew Kurgan.
Wie Sljussar mitteilte, seien Wrackteile auf ein Brennstoffdepot herabgestürzt, das Landwirtschaftsunternehmen mit Treibstoff versorge. Dabei sei ein starker Brand entstanden. Mehrere Anwohner seien in Sicherheit gebracht worden. Zudem seien in der Siedlung Matwejew Kurgan eine Apotheke, zwei Geschäfte und ein Auto zu Schaden gekommen.
09:08 Uhr
Medienbericht: Deutsche und britische Söldner im Gebiet Saporoschje eliminiert
Die Nachrichtenagentur TASS berichtet unter Berufung auf russische Militärkreise über den Tod von mehreren Söldnern aus Deutschland und Großbritannien, die an der Seite der Ukraine gegen Russland gekämpft haben sollen. Demnach sei die Söldnereinheit in einem Waldstreifen im Gebiet Saporoschje eliminiert worden. Ihre Staatsangehörigkeit sei mittels ihrer Ausweise festgestellt worden. Die Söldner seien Angehörige des dritten Stoßbataillons des Regiments "Skala" (auf Deutsch: "Felsen") gewesen.
Unter den Getöteten erwähnt die russische Nachrichtenagentur Philipp Maximilian Latermann des Jahrgangs 2000 und Jaycee Jason Largan des Jahrgangs 2003. Weitere Namen und Einzelheiten werden bislang nicht erwähnt.
08:35 Uhr
Selenskij erneuert Warnung vor Großangriff aus Russland
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hat seine Warnung vom Vortag vor einem neuen massiven russischen Luftangriff wiederholt. In einer Videobotschaft sagte der Staatschef:
"Die Information des Geheimdienstes über einen möglichen massiven Angriff bleibt aktuell."
Der Politiker forderte die Ukrainer auf, Luftalarme nicht zu ignorieren. Zwar sei die ukrainische Flugabwehr in Bereitschaft, jedoch räumte Selenskij Probleme beim westlichen Nachschub für die Abwehr von Marschflugkörpern und ballistischen Raketen ein.
Russia is now threatening other nearby countries far more openly than before. Every neighbor of Russia heard what was said about Armenia, whose people are the only ones who have the right to decide and will choose the future of their country. What Russia says about Armenia is, in… pic.twitter.com/QfVhNmOicK
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) May 30, 202608:03 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 216 ukrainische Drohnen
Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Sonntagmorgen über weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen anzugreifen. Demnach habe die russische Luftabwehr in der vergangenen Nacht 216 gegnerische Drohnen abgefangen. Die unbemannten Luftfahrzeuge seien demnach über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Wolgograd, Woronesch, Kursk, Lipezk, Orjol, Rostow und Saratow, der Region Krasnodar, der Teilrepublik Krim und dem Asowschen Meer zerstört worden. Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.
07:29 Uhr
Medwedew warnt Kiew: Gegenangriff auf AKW in Ukraine oder in NATO-Ländern nicht ausgeschlossen

Archivbild: Schäden auf dem Gelände des AKW Saporoschje, 23. August 2022KONSTANTIN MICHALTSCHEWSKI / Sputnik Der Vize-Vorsitzende des Sicherheitsrates der Russischen Föderation und frühere Staatschef Dmitri Medwedew hat auf der Plattform MAX die Ukraine vor weiteren Attacken auf das AKW Saporoschje gewarnt, das sich in dem von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Saporoschje befindet. Sollte das AKW einmal infolge einer Attacke aus der Ukraine zerstört werden, könnte ein symmetrischer Schlag gegen AKW in der Ukraine folgen, erklärte der Politiker. Dabei warnte er, dass auch AKW in einigen in den Ukraine-Konflikt involvierten NATO-Ländern in Mitleidenschaft gezogen werden könnten.
"Ich habe zwar schon einmal darüber geschrieben, werde aber diese harten Worte wiederholen. Es liegt auf der Hand, dass im Fall einer katastrophalen Zerstörung der Maschinen- oder der Reaktorhalle des Kernkraftwerkes eine neue Tschernobyl-Katastrophe eintreten wird. Und dies ist nicht besser als ein Einsatz taktischer Atomwaffen."
Der russische Atomkonzern Rosatom hatte zuvor mitgeteilt, dass eine ukrainische Drohne in dem von Russland kontrollierten AKW Saporoschje eingeschlagen sei. Das ukrainische Militär wies diese Anschuldigung als "Propagandatrick" zurück.
30.05.2026 21:00 Uhr
21:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
