Liveticker Ukraine-Krieg – Vučić: Russland wird keine militärische Niederlage zulassen

18.05.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:51 Uhr
Griffen von Deutschland finanzierte Drohnen Moskau an?

Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) mit seinem ukrainischen Amtskollegen Michail Fjodorow nach Unterzeichnung einer strategischen Partnerschaft am 11. Mai 2026 in Kiew.Kay Nietfeld / picture alliance / Gettyimages.ru Seit Mai 2025 finanziert Deutschland den Bau ukrainischer Langstreckendrohnen, möglicherweise geht die deutsche Beteiligung auch darüber hinaus. In Russland wird nach dem Drohnenangriff auf Moskau vom Sonntag offen darüber gesprochen, dass Berlin Mittäter an der Tötung russischer Zivilisten ist.
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21:50 Uhr
Ukraine: Militärkommissar und Mitarbeiter wegen Foltervorwürfen vor Gericht
Der Leiter eines Militärkommissariats im Gebiet Iwano-Frankowsk im Westen der Ukraine sowie drei seiner Mitarbeiter müssen sich wegen Foltervorwürfen an Wehrpflichtigen vor Gericht verantworten. Das Staatliche Ermittlungsbüro der Ukraine teilte mit, dass die Anklageschrift nach Abschluss der Voruntersuchung an das Gericht übergeben wurde. Insgesamt seien zwei Fälle von Folter an mobilisierten Männern festgestellt worden.
Im ersten Fall wurde ein Mann misshandelt, nachdem er sich geweigert hatte, eine Fluorographie durchführen zu lassen. Mitarbeiter des Militärkommissariats hätten ihn im Krankenhaus auf den Flur gebracht, festgehalten und mit einer Metallmarke gegen den Kopf geschlagen. Zudem sei er im Bereich der Leber geschlagen worden, um ihn einzuschüchtern und zur Untersuchung zu zwingen. Die Misshandlungen setzten sich später im Gebäude des Militärkommissariats fort. Bei dem Mann wurden unter anderem ein Rippenbruch und weitere Verletzungen festgestellt.
In einem zweiten Fall sollen drei Beschuldigte gemeinsam mit dem Leiter des Militärkommissariats einen Wehrpflichtigen mit Händen und Füßen geschlagen und anschließend unbekleidet auf einem Betonboden zurückgelassen haben. Außerdem wurde dem Mann zweimal Tränengas ins Gesicht gesprüht. Laut dem Ermittlungsbüro musste ihm infolge der Verletzungen in einer komplexen Operation eines seiner Organe entfernt werden.
Den Beschuldigten wird Folter durch Vertreter staatlicher Behörden vorgeworfen. Ihnen drohen bis zu zwölf Jahre Haft. Alle Angeklagten befinden sich in Untersuchungshaft ohne Möglichkeit auf Kaution.
21:44 Uhr
Kiews Armee terrorisiert weiterhin Volksrepublik Donezk – ein Toter und zwei Verletzte
Bei Angriffen der ukrainischen Streitkräfte auf das Territorium der Donezker Volksrepublik ist ein Zivilist getötet worden, zwei weitere wurden verletzt. Dies teilte Republikchef Denis Puschilin auf Telegram mit:
"Im Straßenabschnitt Wolnowacha–Dmitrijewka im Munizipalbezirk Wolnowacha wurde bei einem Angriff einer Kampfdrohne der ukrainischen bewaffneten Formationen auf ein ziviles Fahrzeug ein Mann des Jahrgangs 1993 getötet. Ein Mann des Jahrgangs 1983 erlitt mittelschwere Verletzungen."
Zudem wurde seinen Angaben zufolge in Wolnowacha ein Mann des Jahrgangs 1980 bei einem weiteren Drohnenangriff mittelschwer verletzt. Die Verletzten erhielten qualifizierte medizinische Hilfe.
21:35 Uhr
Vučić: Russland wird keine militärische Niederlage zulassen

Der serbische Präsident Aleksandar Vučić.Urheberrechtlich geschützt Der serbische Präsident Aleksandar Vučić hat erklärt, Russland werde keine militärische Niederlage zulassen. Anlass waren Fragen serbischer Journalisten zu den ukrainischen Drohnenangriffen auf russisches Gebiet, die ihm während seines Arbeitsbesuchs in Aserbaidschan gestellt wurden. Vučić führte dazu aus:
"Es ist übertrieben zu sagen, dass Moskau brennt. Ist die Situation unangenehm? Ja. Deshalb denke ich, dass Frieden die beste Lösung ist."
Zugleich warnte er vor voreiligen Schlussfolgerungen über Russland:
"Diejenigen, die sich bereits über eine Niederlage Russlands freuen, irren sich. Russland ist nicht leicht zu besiegen. Wird es eine militärische Niederlage zulassen? Nein."
Zudem rief der serbische Präsident US-Präsident Donald Trump dazu auf, sich um eine friedliche Lösung des Konflikts zu bemühen.
21:11 Uhr
Rada-Abgeordneter fordert Auflösung der ukrainischen Militärkommissariate
Der Abgeordnete der Werchowna Rada Dmitri Rasumkow hat die Auflösung der ukrainischen Militärkommissariate gefordert. Die territorialen Rekrutierungszentren (TZK) hätten sich vollständig diskreditiert und würden heute nicht mehr mit dem Schutz des Staates, sondern mit Korruption und Straflosigkeit assoziiert, erklärte er auf Telegram:
"Die territorialen Rekrutierungszentren können nicht einfach umbenannt oder reformiert werden. Diese Struktur muss zerschlagen werden, weil sie sich sowohl in den Augen der Zivilbevölkerung als auch des Militärs vollständig diskreditiert hat."
Zuvor hatte der Sekretär des Parlamentsausschusses für nationale Sicherheit und Verteidigung, Roman Kostenko, erklärt, die TZK könnten wegen der Probleme bei der Mobilisierung in "Einberufungsbüros" umbenannt werden. Verteidigungsminister Michail Fjodorow hatte zudem bereits im Februar eine Reform des Mobilisierungssystems angekündigt.
20:48 Uhr
Merkel lehnt Vermittlerrolle in Ukraine-Verhandlungen ab
Altkanzlerin Angela Merkel äußerte sich skeptisch über Vorschläge, sie oder ihr Vorgänger Gerhard Schröder könnten als Vermittler in den Ukraine-Verhandlungen agieren.
In einer Rede beim WDR-"Europaforum" auf der Republica in Berlin wies Merkel darauf hin, dass sie einst als Vermittlerin bei den Minsker Abkommen zusammen mit dem französischen Präsidenten François Hollande aufgetreten ist. Damals sei ihre Teilnahme durch das Amt der Bundeskanzlerin begründet worden.
Es sei wenig sinnvoll, einen Vertreter ohne die entsprechende politische Macht zu Verhandlungen mit dem russischen Präsidenten zu entsenden. Merkel betont:
"Und ich persönlich wäre jetzt nicht auf die Idee gekommen, einen Vermittler zu fragen, ob er für mich nach Minsk fährt und dort mit Putin spricht."
20:24 Uhr
Politico nennt EU-Kandidaten für Russland-Verhandlungen – Merkel dabei

Laut Politico werden die ehemalige deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, der ehemalige italienische Ministerpräsident Mario Draghi und der finnische Präsident Alexander Stubb (von links nach rechts) als Kandidaten für das Amt des EU-Sonderbeauftragten diskutiert.Urheberrechtlich geschützt Nachdem Wladimir Putin eine solche Möglichkeit erwähnt hat, steht die EU laut diplomatischen Quellen unter Druck, einen Sonderbeauftragten für Friedensverhandlungen mit Russland zu ernennen. Als mögliche Kandidaten werden dabei sogar Politiker von außerhalb Europas gehandelt, berichtet das Magazin Politico.
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20:02 Uhr
Rosatom-Chef: Lage um AKW Saporoschje einem Kipppunkt nah
Die Lage um das Atomkraftwerk Saporoschje wird immer schlimmer und nähert sich einem Kipppunkt. Dies erklärte Alexei Lichatschow, der Chef des russischen Energieunternehmens "Rosatom", im Gespräch mit Journalisten.
Europäische Staats- und Regierungschefs sollten dringend zur Deeskalation beitragen. Dieses Spiel mit dem Feuer stelle eine Gefahr vor allem für die osteuropäischen Länder dar.
Lichatschow erinnerte daran, dass schätzungsweise rund 2.600 Tonnen Kernbrennstoff, frischer und verbrauchter, am AKW-Gelände aufbewahrt würden. Bei einem gezielten Angriff, insbesondere auf die Brennstoffbehälter, entstünden Risiken auf regionaler Ebene.
Außerdem habe sich die Lage durch Angriffe auf die soziale Infrastruktur der AKW-Stadt Energodar verschärft, fügte der Rosatom-Chef hinzu.
19:44 Uhr
Fidan: Ukraine-Konflikt verursacht schweren Schaden für Europa
Der seit inzwischen fünf Jahren andauernde Konflikt in der Ukraine fügt Europa schweren Schaden zu. Dies erklärte der türkische Außenminister Hakan Fidan auf einer Pressekonferenz in Berlin:
"Der Konflikt, der sich im Herzen Europas abspielt und bereits im fünften Jahr andauert, verursacht der Region und ganz Europa schweren Schaden. Kurzfristige Waffenruhen in der Ukraine zeigen, dass die Grundlage für einen dauerhaften Waffenstillstand gelegt werden kann. Die Türkei wird ihre Vermittlungsbemühungen fortsetzen."
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.


