Liveticker Ukraine-Krieg: Inzwischen 16 Tote durch ukrainische Attacke auf Berufsschule in LVR

23.05.2026 14:38 Uhr
14:38 Uhr
Lawrow warnt vor Revanchismus in Europa

Der russische Außenminister Sergei Lawrow hat dem Westen vorgeworfen, seine globale Stellung durch unlauteren Wettbewerb und politischen Druck sichern zu wollen. In einem Interview mit RT sprach Lawrow von einer Phase tiefgreifender geopolitischer Umbrüche, die von militärischen Konflikten, wirtschaftlichen Krisen und einer Erosion des Völkerrechts geprägt sei.
Zugleich warnte der russische Chefdiplomat vor einem Wiedererstarken revanchistischer Tendenzen in Europa. Russland und China hätten eine wichtige Rolle bei der Gestaltung einer neuen Weltordnung und der Sicherung eines globalen Gleichgewichts.
Den Videobericht gibt es hier auf unserer Webseite zu sehen.
14:10 Uhr
"Wenige Vorteile": Selenskij findet Merz' Vorschlag zu Sonderstatus in EU "unfair"
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hat den deutschen Vorschlag abgelehnt, der Ukraine eine "assoziierte Mitgliedschaft" in der EU zu gewähren. In einem Brief an die EU-Spitzen schrieb der Politiker:
"Es wäre unfair, wenn die Ukraine in der EU präsent wäre, aber ohne Stimme bliebe."
Jetzt sei der "richtige Zeitpunkt", um die Mitgliedschaft der Ukraine auf "vollständige und sinnvolle Weise voranzubringen", betonte Selenskij mit Blick auf das Ausscheiden des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán nach den Wahlen im vergangenen Monat. Dadurch sei die Möglichkeit für substanzielle Fortschritte bei den Beitrittsgesprächen entstanden.
Selenskij dankte ferner den EU-Staats- und Regierungschefs für ihre Unterstützung während des Krieges und erklärte, die Ukraine fungiere als Bollwerk gegen die russische Aggression für den gesamten 27-Staaten-Block.
"Wir verteidigen Europa – vollständig, nicht nur teilweise und nicht mit halbherzigen Maßnahmen. Die Ukraine verdient eine faire Behandlung und gleiche Rechte innerhalb Europas."
Zuvor hatte Bundeskanzler Friedrich Merz als Zwischenschritt zur Vollmitgliedschaft der Ukraine vorgeschlagen, dem osteuropäischen Land die Teilnahme an EU-Sitzungen ohne Stimmrecht zu gewähren.
13:37 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
Das russische Verteidigungsministerium berichtet über den weiteren Verlauf der militärischen Sonderoperation in der Ukraine innerhalb der zurückliegenden 24 Stunden. Wie die Behörde am Samstag auf der Plattform MAX schreibt, habe der Truppenverband Nord seine taktische Position verbessert, indem er Personal und Technik der ukrainischen Streitkräfte in der Nähe der Ortschaften Tolstodubowo, Iwolschanskoje, Chrapowschtschina und Proletarskoje im Gebiet Sumy sowie Rubeschnoje und Isbizkoje im Gebiet Charkow getroffen habe. Der Gegner habe bis zu 190 Armeeangehörige verloren. Zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 17 Wagen, zwei Geschütze und eine Anlage der elektronischen Kampfführung seien außer Gefecht gesetzt worden.
Der Truppenverband West habe ebenfalls günstigere Stellungen bezogen, wobei er ukrainische Einheiten im Raum der Ortschaften Studenok, Peski-Radkowskije und Tscherwony Oskol im Gebiet Charkow und Losowoje in der DVR getroffen habe. Mehr als 230 ukrainische Soldaten seien getötet oder verletzt worden. Der Gegner habe darüber hinaus 22 gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 19 Autos und zwei Geschütze verloren.
Auch der Truppenverband Süd habe seine Position an der vordersten Linie verbessert und Einheiten der ukrainischen Streitkräfte nahe den Ortschaften Kramatorsk, Druschkowka, Podolskoje und Konstantinowka in der DVR getroffen. Das russische Ministerium beziffert die gegnerischen Personalverluste auf bis zu 170 Kämpfer. Dabei seien zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, 14 Autos, vier Geschütze und eine Anlage der elektronischen Kampfführung zerstört worden.
Der Truppenverband Mitte habe ebenfalls günstigere Stellungen bezogen, indem er Personal und Technik des Gegners im Raum der Ortschaften Nowopodgorodnoje im Gebiet Dnjepropetrowsk sowie Schewtschenko, Dobropolje, Beloserskoje, Sergejewka und Raiskoje in der DVR getroffen habe. Der Gegner habe mehr als 290 Armeeangehörige verloren. Das russische Militär habe zudem zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, neun Autos und sechs Geschütze zerstört.
Auch der Truppenverband Ost setze seinen Vormarsch fort und habe zuletzt ukrainische Einheiten in der Nähe der Ortschaften Malomichailowka, Prossjanaja, Saretschnoje und Pokrowskoje im Gebiet Dnjepropetrowsk sowie Rownoje, Ljubizkoje, Seljonaja Dibrowa und Woskressenka im Gebiet Saporoschje getroffen. Die Militärbehörde in Moskau schätzt die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 280 Kämpfer. Drei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge und neue Autos seien außer Gefecht gesetzt worden.
Der Truppenverband Dnjepr habe ukrainische Einheiten nahe den Ortschaften Orechow und Grigorowka im Gebiet Saporoschje getroffen. Der Gegner habe dabei bis zu 50 Armeeangehörige verloren. Zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, zwölf Autos und eine Anlage der elektronischen Kampfführung seien zerstört worden.
Ferner meldet das Ministerium in Moskau erfolgreiche Luft-, Drohnen-, Raketen- und Artillerieangriffe auf ein ukrainisches Rüstungswerk, militärisch relevante Energieobjekte, Drohnenbasen und 142 Standorte mit ukrainischen Soldaten und ausländischen Söldnern. In den zurückliegenden 24 Stunden habe die russische Luftabwehr acht Lenkbomben und 800 unbemannte Luftfahrzeuge abgefangen.
Nach russischen Angaben habe die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 671 Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 151.504 Drohnen, 661 Flugabwehrraketenkomplexe, 29.450 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.724 Mehrfachraketenwerfer sowie 35.058 Geschütze und Mörser verloren.
13:08 Uhr
Bulgarien lehnt Tribunal gegen Russland ab: Derzeit keine Bedingungen vorhanden
Der neue bulgarische Regierungschef Rumen Radew hat die ablehnende Haltung seines Landes zu einem Sondertribunal für Verbrechen gegen die Ukraine mit dessen Recht auf eine eigene Meinung begründet. Ein solches "Militärtribunal" entfalte erst dann Wirkung, wenn ein Staat besiegt worden sei, kapituliert habe und sein Führer gefangen genommen worden sei, sagte Radew.
"Ich denke, dass diese Bedingungen momentan nicht existieren und kaum eintreten werden."
Vergangene Woche hatten Deutschland und 35 weitere Länder sowie die Europäische Union bei einer Sitzung des Europarats in Moldawien signalisiert, dem Abkommen für die Einrichtung des Sondertribunals für Verbrechen gegen die Ukraine beitreten zu wollen. Bulgarien, das seit Anfang Mai von einem Mitte-links-Kabinett regiert wird, hatte sich der Erklärung nicht angeschlossen.
12:40 Uhr
Inzwischen zwölf Tote durch ukrainische Attacke auf Berufsschule in LVR

Folgen einer ukrainischen Attacke auf die Stadt Starobelsk in der LVR, 22. Mai 2026ALEXANDER REKA / TASS Nach dem folgenschweren ukrainischen Angriff auf die Berufsschule in der Stadt Starobelsk in der Volksrepublik Lugansk (LVR) steigt die Zahl der Toten weiter an. Inzwischen melden die örtlichen Behörden zwölf Tote und neun Vermisste. Nach Angaben des Republikchefs Leonid Passetschnik seien weitere 41 Menschen verletzt worden.
Das Wohnheim und das Lehrgebäude waren in der Nacht zum Freitag getroffen worden, als sich dort mehr als 80 Jugendliche im Alter zwischen 14 und 18 Jahren aufgehalten hatten. Rettungskräfte arbeiteten noch die ganze Nacht zum Samstag über an der Bergung von Vermissten aus den Trümmern.
Russland machte die ukrainischen Streitkräfte für den Angriff verantwortlich und sprach von einem gezielten Angriff auf eine zivile Einrichtung. Präsident Wladimir Putin bezeichnete den Angriff als "Manifestation des Neonazismus" und kündigte eine Reaktion an. Der ukrainische Generalstab warf Moskau Desinformation vor und behauptete, in der Stadt habe eine auf Drohnenangriffe spezialisierte russische Militäreinheit operiert.
UN-Generalsekretär António Guterres verurteilte den Angriff scharf. Sein Sprecher sagte in New York:
"Jeden Angriff auf Zivilisten und zivile Infrastruktur verurteilen wir scharf, egal wo sie geschehen."
Der UN-Generalsekretär habe immer wieder betont, dass solche Angriffe völkerrechtswidrig seien und sofort aufhören müssten.
12:05 Uhr
Wadephul fordert weitere NATO-Hilfen für die Ukraine in Höhe des bisherigen Darlehens
Bundesaußenminister Johann Wadephul fordert von den NATO-Partnern weitere Militärhilfen für die Ukraine. Beim Treffen der NATO-Außenminister hat der CDU-Politiker vorgeschlagen, die Unterstützung um mindestens die gleiche Summe wie das bestehende EU-Darlehen zu erhöhen. Für den Erfolg der Friedensgespräche sei ein klares Signal der NATO an Russland, aber auch an die Ukraine entscheidend, sagte Wadephul.
Viele Staaten hätten sich dem Bundesaußenminister zufolge bereits zu dem Ziel bekannt. Andere hätten "eine grundsätzliche Unterstützung erkennen lassen", müssten aber noch prüfen, wie die Mittel zur Verfügung gestellt werden könnten.
Vor dem Treffen der Außenminister hatte NATO-Generalsekretär Mark Rutte kritisiert, dass die Verteilung der Hilfe für die Ukraine innerhalb der Allianz ungleich sei.
Im Dezember hatte die EU für die Jahre 2026 und 2027 ein Darlehen in Höhe von insgesamt 90 Milliarden Euro für die Ukraine beschlossen. Kiew muss das Geld nur zurückzahlen, wenn Russland Reparationszahlungen leistet.
11:39 Uhr
Acht Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf 52 Ortschaften im Gebiet Belgorod
Der Krisenstab des russischen Grenzgebiets Belgorod veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen in der Region. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden 52 Ortschaften in elf Bezirken angegriffen hat. Demnach habe der Gegner mindestens 28 Geschosse abgefeuert und 113 Drohnen eingesetzt, von denen 50 abgeschossen worden seien.
In der Statistik wird auch über Opfer unter der Zivilbevölkerung berichtet. Bei der Detonation einer Drohne habe ein Mitarbeiter eines Betriebs in der Siedlung Jasnyje Sori Verletzungen erlitten. Drei Einwohner der Siedlung Krasiwo seien zu Schaden gekommen, als eine gegnerische Drohne ihr Auto attackiert habe. In der Stadt Schebekino habe ein Lkw-Fahrer Verletzungen erlitten. Eine ähnliche Attacke habe sich in der Siedlung Neschegol ereignet, wobei dort ein Lkw-Fahrer zu Schaden gekommen sei. Zwei weitere Männer seien verletzt worden, als eine ukrainische Drohne in der Nähe der Ortschaft Schdanow einen Kleintransporter angegriffen habe.
Der Krisenstab meldet zudem viele Sachschäden. Demnach seien in den letzten 24 Stunden sechs Einfamilienhäuser, mehrere Geschäfte, drei soziale Einrichtungen, ein Betrieb, vier Lkw, ein Bus, zwei Kleintransporter, zwölf Autos und zwei Lkw-Anhänger zerstört oder beschädigt worden.
11:07 Uhr
Rubio: Bemühungen um Frieden in Ukraine "leider nicht fruchtbar"
Die US-Vermittlungsbemühungen im Krieg zwischen Russland und der Ukraine sind in eine Sackgasse geraten. Auch US-Außenminister Marco Rubio, der am Freitag am NATO-Außenministertreffen im schwedischen Helsingborg teilnahm, räumte dies ein. Ihm zufolge hätten die diplomatischen Bemühungen um ein Ende der Kampfhandlungen keine nennenswerten Ergebnisse hervorgebracht.
Im Verlauf des vergangenen Jahres seien die Verhandlungen "leider nicht fruchtbar" gewesen, sagte er. Momentan gebe es keine Gespräche. Diese könnten jedoch wieder aufgenommen werden, wenn Washington eine Chance auf Fortschritte sehe, erklärte Rubio.
US Secretary of State Marco Rubio rejected press reports claiming that President Donald Trump is pressuring Ukraine to negotiate with Russia. Rubio stated that there are currently no active talks, but maintained that the war can only end through a negotiated settlement, not… pic.twitter.com/05hZUArL8X
— AMERICA TIME (@americatime_) May 22, 202610:35 Uhr
Schäden durch ukrainische Artillerie- und Drohnenangriffe auf Grenzgebiet Kursk
Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Attacken auf das russische Grenzgebiet Kursk fort. Gouverneur Alexander Chinstein berichtet in der täglichen Statistik auf der Plattform MAX über zahlreiche Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region. Wie der Politiker mitteilt, seien im Zeitraum von 8 Uhr am 22. Mai bis 8 Uhr am 23. Mai (MESZ) 108 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Zudem habe die gegnerische Artillerie in dieser Zeit 73-mal grenznahe evakuierte Ortschaften unter Beschuss genommen. Darüber hinaus habe es sieben Angriffe gegeben, bei denen unbemannte Luftfahrzeuge Sprengsätze auf Objekte im Gebiet Kursk abgeworfen hätten.
Chinstein meldet keine Opfer unter der Zivilbevölkerung. Der Politiker berichtet jedoch über Sachschäden in den Ortschaften Kuibyschew, Bolschegneuschewo, Salnoje und Wischnewo. Dort seien zwei Wohnhäuser, ein landwirtschaftlicher Betrieb, ein Traktor und ein Auto beschädigt worden. Im Bezirk Lgow sei ein Energieobjekt zu Schaden gekommen. In 18 Ortschaften und Teilen der Stadt Lgow sei die Stromversorgung ausgefallen.
10:02 Uhr
Beschuss auf Siedlungen im Gebiet Cherson: Knapp 40 Geschosse aus Ukraine abgefeuert
Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden andauernde Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge habe die ukrainische Artillerie im Laufe des 22. Mai 23 Geschosse auf sechs Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse listen die Behörden wie folgt auf:
- Golaja Pristan — 3,
- Kachowka — 4,
- Solonzy — 2,
- Nowaja Kachowka — 7,
- Aljoschki — 5,
- Proletarka — 2.
Wie die Behörden weiter mitteilen, habe der Beschuss auch in der Nacht zum Samstag angedauert. Auf zivile Infrastrukturen der von Russland kontrollierten Ortschaften Aljoschki, Korsunka, Proletarka und Nowaja Majatschka seien insgesamt 15 Geschosse abgefeuert worden.
Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

