Liveticker Ukraine-Krieg – Putin über Gesprächsangebot: "Sie bitten um ein Treffen und töten Kinder"

5.06.2026 18:45 Uhr
18:45 Uhr
Schweden: Gericht erlaubt mögliche Übergabe von Frachter "Caffa" an die Ukraine
Ein schwedisches Gericht hat entschieden, dass der im März in der Ostsee festgesetzte Frachter "Caffa" an die Ukraine übergeben werden kann. Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft das Schiff im Rahmen eines Rechtshilfeersuchens beschlagnahmt. Dies berichtet die Nachrichtenagentur RIA Nowosti.
Die "Caffa" war Anfang März 2026 nahe Trelleborg gestoppt worden. Das unter guineischer Flagge fahrende Schiff war von Casablanca nach St. Petersburg unterwegs und stand laut schwedischer Behörden auf ukrainischen Sanktionslisten. Die Behörden nannten den Auftraggeber des Verfahrens offiziell nicht, Medienberichte gehen jedoch von der Ukraine aus.
Laut der russischen Botschaft in Stockholm bestand die Besatzung aus elf Personen, darunter zehn russische Staatsbürger. Der Kapitän wurde festgenommen und später in Malmö in Untersuchungshaft genommen. Die übrige Besatzung verließ Schweden Mitte Mai. Das Schiff liegt weiterhin im Hafen von Trelleborg. Die Reederei hat drei Wochen Zeit, um Berufung einzulegen. Falls die Anfechtung erfolglos bleibt, könnte eine Übergabe bereits Ende Juni erfolgen.
Laut der Staatsanwaltschaft wird zudem geprüft, ob das Schiff an den Staat übergeben werden kann, der das Verfahren initiiert hat. Der Fall könnte somit erstmals eine dauerhafte Übertragung eines mit Russland in Verbindung stehenden Frachters an die Ukraine ermöglichen.
18:18 Uhr
Fico fordert EU zu Dialog mit Putin auf
Nach der Explosion einer ukrainischen Seedrohne in Rumänien hat der slowakische Ministerpräsident Robert Fico die Europäische Union zu Gesprächen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin aufgerufen. Er sagte am Rande des EU-Westbalkan-Gipfels in Montenegro:"Wir müssen reden, reden und nochmals reden, einen Dialog führen. Jemand muss anfangen, mit Präsident Putin normal zu sprechen. Es ist mir egal, ob das eine Delegation von EU-Staats- und Regierungschefs ist oder ein starker Kanzler beziehungsweise Präsident eines starken Landes. Aber wir müssen anfangen zu reden."
Er warnte vor einer weiteren Eskalation des Konflikts:
"Noch fünf oder sechs solcher Vorfälle, und wir werden plötzlich feststellen, dass wir uns alle in einem Weltkrieg befinden. Damit will ich nichts zu tun haben."Später bestätigten die ukrainischen Seestreitkräfte, dass es sich bei dem in Rumänien explodierten Objekt um ein ukrainisches unbemanntes Überwasserfahrzeug gehandelt habe.
17:47 Uhr
Klaus von Dohnanyi bei Illner: "Ukraine soll NATO-Beitritt aus ihrer Verfassung streichen"

Der frühere Hamburger Bürgermeister und langjährige SPD-Politiker Klaus von Dohnanyi hat in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner" neue diplomatische Initiativen zur Beendigung des Ukraine-Krieges gefordert.
Das gesamte Video dazu finden Sie hier auf unserer Webseite.
17:29 Uhr
Putin über Selenskijs Gesprächsangebot: "Sie bitten um ein Treffen und töten Kinder"
Der russische Präsident Wladimir Putin hat das Gesprächsangebot des ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij vor dem Hintergrund des Angriffs auf das Berufskolleg in Starobelsk scharf kritisiert. Auf der Plenarsitzung des Internationalen Wirtschaftsforums in St. Petersburg (SPIEF) sagte er:
"Was bedeutet das? Sie bitten um ein Treffen und begehen gleichzeitig solche schrecklichen Verbrechen wie die Tötung von Kindern."
Nach Angaben des russischen Präsidenten habe ihn zuvor ein Unternehmer kontaktiert und berichtet, er sei nach Kiew eingeladen worden. Putin habe ihm geantwortet, er könne ihn weder als Unterhändler entsenden noch ihm die Reise verbieten. Der Unternehmer habe sich daraufhin mit Selenskij getroffen und dessen Wunsch nach einem persönlichen Treffen mit Putin übermittelt.
Putin erklärte, er sehe keinen Sinn in "leeren Treffen". Entscheidend seien konkrete Vereinbarungen.
"Ein solches Treffen hat nur für die ukrainische Seite Bedeutung, um die russische Offensive zu stoppen."17:22 Uhr
Ukrainische Soldaten reichen Tausende Beschwerden bei Ombudsstelle ein
Das Büro der ukrainischen Militärombudsfrau hat in den ersten vier Monaten seiner Arbeit mehr als 8.000 Beschwerden bearbeitet. Dies geht aus einer Mitteilung des Büros von Wladimir Selenskij hervor, die dem Bericht der Militärombudsfrau Olga Reschetilowa gewidmet ist. Die meisten Beschwerden betreffen die medizinische Versorgung und die Überweisung an militärärztliche Kommissionen.
Reschetilowa sprach zudem von "systematischen Verstößen in einzelnen Einheiten der ukrainischen Streitkräfte". Ihren Angaben zufolge verschweigen Kommandeure Probleme häufig, anstatt mit dem Ombudsbüro zusammenzuarbeiten.16:59 Uhr
Russische Luftabwehr schießt 135 ukrainische Drohnen ab
Die russische Luftabwehr hat am Donnerstag zwischen 08:00 und 14:00 Uhr Moskauer Zeit insgesamt 135 ukrainische Drohnen abgefangen und zerstört. Dies teilt das russische Verteidigungsministerium mit. Den Angaben zufolge wurden die Drohnen über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Wladimir, Kaluga, Kursk, Orjol, Rjasan, Smolensk, Twer und Tula sowie über der Region Moskau, der Region Krasnodar, der Krim und dem Schwarzen Meer vernichtet.
16:46 Uhr
Ukraine bricht Waffenstillstand um AKW Saporoschje
Kiews Militär hat den zuvor von der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) vermittelten lokalen Waffenstillstand im Umland des Atomkraftwerks Saporoschje gebrochen. Der Pressedienst des Kraftwerks gibt dazu bekannt:
"Heute um 13:15 Uhr hat eine Drohne der Streitkräfte der Ukraine während der Reparaturarbeiten im Rahmen eines von der IAEA vermittelten Waffenstillstands beim Strommast Nr. 20 der 750-Kilovolt-Stromleitung 'Dnjeprowskaja' eine Sprengladung auf Angehörige eines Minenräumtrupps des Verteidigungsministeriums Russlands abgeworfen."
Der Meldung zufolge wurden bei dem Angriff fünf Soldaten verwundet. Der Pressedienst des AKW betont:
"Dieser Zwischenfall ereignete sich in den ersten Stunden des Waffenstillstands, der zur Reparatur der Dnjeprowskaja-Stromleitung vereinbart wurde. Diese Stromleitung hat eine wichtige Bedeutung für die Sicherheit des AKW Saporoschje.
Der Vorfall ist eine grobe Verletzung der ukrainischen Sicherheitsgarantien, die von einer Note der IAEA vom 4. Juni 2026 bestätigt wurden."
16:28 Uhr
Die Ukraine bringt Europas Vorbereitungen auf einen Krieg mit Russland aus dem Takt

Kiews Luftkorridor für dessen Drohnen über dem Baltikum bringt die Karten der NATO bei der Vorbereitung einer Aggression gegen Russland durcheinander. Die ukrainischen Angriffe stehen im Widerspruch zur Vorbereitung eines weitaus größer angelegten Angriffs auf Russland.
Mehr zum Thema – Die Ukraine bringt Europas Vorbereitungen auf einen Krieg mit Russland aus dem Takt15:43 Uhr
Fünf Aserbaidschaner bei ukrainischem Drohnenangriff auf zivile Schiffe getötet
Die Ukraine hat in der Nacht auf Freitag zwei nichtrussische zivile Frachtschiffe im Asowschen Meer mit Drohnen angegriffen. Bei dem Angriff wurden fünf Staatsangehörige Aserbaidschans getötet, wie der Pressedienst des Außenministeriums in Baku bekanntgab.
Es gibt auch Verletzte, die in dem Krankenhaus der russischen Stadt Jeisk behandelt werden. Aserbaidschanische Medien haben inzwischen Aufnahmen von einem der Schiffe veröffentlicht. Man sieht darauf, dass die Kapitänsbrücke getroffen wurde.
Die beiden Frachtschiffe "Natra" und "Zirkon" waren unbeladen auf dem Weg aus der Türkei nach Rostow am Don, um dort Getreide zu laden. Wie das aserbaidschanische Außenministerium mitteilte, gehörten insgesamt 25 ihrer Landsleute zur Besatzung. Mehrere Mitarbeiter der Botschaft der Republik in Russland sind bereits zum Ort des Angriffs unterwegs.
Laut marinetraffic.com fährt "Natra" unter der Flagge von Belize, "Zirkon" unter jener der Marshallinseln. Beim Letzteren soll es sich demnach allerdings um einen Öltanker handeln.
Wie die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, erklärte, verdeutlichen die Angriffe auf zivile Schiffe einmal mehr den terroristischen Charakter des Kiewer Regimes. Ein vorbeikommendes Schiff des russischen Grenzschutzes habe den betroffenen Seeleuten Hilfe geleistet, fügte sie hinzu.
15:09 Uhr
Kiew bestätigt ukrainische Herkunft von Seedrohnen bei Constanța
Die ukrainische Marine hat bestätigt, dass die am heutigen Freitag im rumänischen Hafen Constanța explodierte Seedrohne der Ukraine gehörte. In einer offiziellen Mitteilung heißt es dazu:
"Während eines Einsatzes im Schwarzen Meer verlor eines der unbemannten Boote der Kriegsmarine der Ukraine unter Einfluss der gegnerischen elektronischen Kriegsführung die Steuerung und gelangte an die Küste Rumäniens."
Das Marinekommando behauptet weiter, Rumäniens Seestreitkräfte im Voraus über den Vorfall informiert zu haben.
Zuvor war im Hafen von Constanța eine Drohne an einer Sperre explodiert (wir berichteten in diesem Ticker). Später meldeten lokale Medien, dass drei weitere Drohnen in der Nähe des Hafens aufgespürt und entschärft wurden. Beim Zwischenfall sind keine Menschen zu Schaden gekommen, der Hafen wurde evakuiert.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

