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Liveticker Ukraine-Krieg – Selenskij: Donbass steht in Abu Dhabi auf der Agenda

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – Selenskij: Donbass steht in Abu Dhabi auf der AgendaQuelle: Gettyimages.ru © Nuran Erkul Kaya/Anadolu
  • 23.01.2026 10:24 Uhr

    10:24 Uhr

    Gebiet Kursk: Ukrainische Streitkräfte führen 78 Artillerieangriffe durch

    In den vergangenen 24 Stunden haben die ukrainischen Streitkräfte 78 Mal Artillerie auf die evakuierten Grenzgebiete des Gebiets Kursk eingesetzt. Dies teilt Gouverneur Alexander Chinschtein mit.

    In der Zeit von 9:00 Uhr am 22. Januar bis 7:00 Uhr am 23. Januar wurden demnach zudem 51 feindliche Drohnen verschiedener Typen abgeschossen. Es gebe keine Toten und Verletzten, so Chinschtein. Er schrieb auf Telegram:

    "13 Mal griffen Drohnen unser Territorium mit dem Abwurf von Sprengsätzen an."

    Durch die Angriffe sei in der Stadt Rylsk die Fassade eines Hauses beschädigt und die Verglasung von drei Gebäuden zerstört worden. Zudem sei ein Auto ausgebrannt. In einem Privathaus im Dorf Bolschoje Schumakowo seien Fenster eingeschlagen worden und in der Ortschaft Lebjaschje habe ein Privathaus gebrannt. 

  • 10:10 Uhr

    Selenskij: Donbass wird von Delegationen in Abu Dhabi besprochen werden 

    Laut dem ukrainischen Präsidenten, Wladimir Selenskij, werden die russische, ukrainische und US-amerikanische Delegation, die heute in Abu Dhabi zusammentreffen, über die Frage des Donbass diskutieren. Dies erklärt der Politiker am Freitag gegenüber Medien. Ihm zufolge sei diese Frage von zentraler Bedeutung.

    "Sie wird diskutiert werden, ebenso wie die Modalitäten, wie die drei Seiten dies sehen, heute und morgen in Abu Dhabi."

  • 10:00 Uhr

    Fast 2.000 Mehrfamilienhäuser in Kiew ohne Wärmeversorgung

    Nach Angaben von Vitali Klitschko, dem Bürgermeister von Kiew, bleiben fast 2.000 Mehrfamilienhäuser in der ukrainischen Hauptstadt ohne Heizung. Der Politiker teilt auf Telegram mit: 

    "Am Morgen bleiben noch 1.940 Mehrfamilienhäuser ohne Wärmeversorgung. Die meisten dieser Gebäude befinden sich am linken Ufer der Stadt, im Bezirk Petscherski, teilweise in den Bezirken Golosejewski und Solomenski."

    In Kiew kommt es seit mehreren Tagen zu Notstromabschaltungen. Nach Angaben der örtlichen Medien gebe es seit Wochenbeginn in mehreren Häusern keine Wärmeversorgung.

    Derzeit gilt in der Ukraine ein Notstand im Energiesektor. In mehreren Regionen des Landes kommt es täglich zu stundenlangen Stromabschaltungen wegen der Beschädigungen der Energieanlagen. Laut Behörden sei die schwierigste Lage in Kiew.

  • 09:44 Uhr

    Ukrainische Hauptstadt wird für normales Leben unbewohnbar

    600.000 Flüchtlinge in drei Wochen, die Gefahr von Epidemien und die Schließung von McDonald’s – so sieht es heute in Kiew aus. Vor dem Hintergrund des Zusammenbruchs der Wasser- und Energieversorgung räumt Bürgermeister Witali Klitschko ein: "Die Hauptstadt steht am Rande einer humanitären Katastrophe."

    Mehr dazu in dieser Analyse von Anastassija Kulikowa.

  • 09:30 Uhr

    Brand auf Öldepot in Pensa nach ukrainischem Drohnenangriff

    In der russischen Stadt Pensa ist nach dem Absturz von Trümmern einer ukrainischen Drohne ein Feuer auf einem Öldepot ausgebrochen. Gouverneur Oleg Melnitschenko gab über Telegram bekannt, dass weder Verletzte noch Tote zu beklagen seien. Einsatzkräfte seien vor Ort.

    Auch im Gebiet Woronesch fing durch herabfallende Drohnentrümmer das Dach eines Wohnhauses Feuer. "Es gibt keine Verletzten", erklärte Gouverneur Alexander Gussew. Der Brand sei rasch gelöscht worden, nun stünden Reparaturarbeiten bevor.

    Am Flughafen Pensa wurden vorübergehend Einschränkungen für Starts und Landungen verhängt.

  • 09:09 Uhr

    Verstecke mit NATO-Waffen in DVR entdeckt

    Die Polizei hat Verstecke mit Schusswaffen und Munition, darunter auch mit NATO-Waffen, in der Ortschaft Welikaja Nowosjolka in der Volksrepublik Donezk entdeckt, teilt TASS unter Berufung auf die regionale Abteilung des Innenministeriums mit.

    Wie es heißt, seien über 10.500 Schuss Munition, 221 Handgranaten, etwa 300 Sprengsätze, 127 Granatwerferpatronen, 300 Minen, 103 Granaten, über 550 Kilogramm Sprengstoff und 111 Waffen von anderen Typen beschlagnahmt worden.

    Die Ortschaft Welikaja Nowosjolka im Westen der DVR wurde von den russischen Truppen am 27. Januar 2025 befreit.

  • 08:48 Uhr

    Marotschko: Russische Truppen schneiden Logistik der ukrainischen Streitkräfte bei Konstantinowka ab

    Russische Einheiten haben laut dem Militärexperten Andrei Marotschko die Nachschubwege ukrainischer Verbände im Raum Konstantinowka in der Donezker Volksrepublik (DVR) gekappt. Dies sagte er gegenüber der Nachrichtenagentur TASS.

    "Bei Konstantinowka setzt sich die Umzingelung fort. Von Nowodmitrijewka aus gehen wir nach Westen und unterbrechen die gesamte Logistik der ukrainischen Kämpfer. Von Stepanowka aus rücken wir nach Norden vor und bilden so eine vollständige Einkreisung einzelner Gruppen."

    Schwierige Wetterbedingungen erschwerten zwar die Gefechtsführung, eröffneten aber zugleich neue taktische Möglichkeiten, etwa das Überwinden kleiner Gewässer ohne Pontonbrücken.

    Unterdessen meldeten russische Sicherheitsbehörden, dass die ukrainischen Streitkräfte ihre Verteidigungsstellungen bei Charkow verstärken. Entlang wichtiger Verkehrsachsen würden verstärkt Drohnenschutznetze installiert.

  • 08:34 Uhr

    Ukrainische Streitkräfte verlegen Söldner in Richtung Liman

    Die ukrainischen Streitkräfte haben eine Söldnerkompanie in die Umgebung der Ortschaft Liman im Gebiet Charkow verlegt. Dies berichtet RIA Nowosti unter Berufung auf die russischen Sicherheitsdienste.

    "Das Kommando der ukrainischen Streitkräfte hat eine Söldnerkompanie der Fremdenlegion der Hauptverwaltung für Aufklärung beim Verteidigungsministerium der Ukraine in das Gebiet entsandt."

  • 08:18 Uhr

    Marotschko: Ukrainische Luftabwehr gleicht einem "Frankenstein"

    Die ukrainische Luftabwehr sei ein "Frankenstein" aus sowjetischen und westlichen Systemen und daher unzuverlässig. Dies sagte der Militärexperte Andrei Marotschko gegenüber der Nachrichtenagentur TASS:

    "Insgesamt erinnert die ukrainische Luftabwehr an eine Art Frankenstein, bei dem sowjetische Systeme mit NATO-Komplexen gekreuzt wurden. Das hatte schwerwiegende Folgen."

    Es habe wiederholt Fehlfunktionen gegeben, bei denen Raketen "faktisch auf die Zivilbevölkerung zugeflogen" seien. Die Bevölkerung habe große Angst vor der eigenen Luftabwehr, so der Experte. Diese verursache "erhebliche Zerstörungen und hohe Opferzahlen unter Zivilisten".

    Laut Marotschko zählen ukrainische Luftabwehrsysteme zu den prioritären Zielen russischer Truppen, was zu einem akuten Mangel an entsprechenden Mitteln führt. Die Lage zwingt Kiew, über eine Waffenruhe nachzudenken, um die Verteidigungsfähigkeit und die Energieversorgung für den Rüstungssektor wiederherzustellen.

    "Das Problem der Luftabwehr bleibt kritisch. Es fehlt an Systemen. Selbst der Schutz strategischer Objekte reicht nicht aus, um die Energieinfrastruktur landesweit abzusichern."

  • 07:57 Uhr

    Orbán: Teilnehmer und Zeitpunkt des Ukraine-Gipfels in Budapest noch unklar

    Ein Friedensgipfel zur Ukraine wird laut Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán sicher in Budapest stattfinden. Zeitpunkt und Teilnehmer stünden jedoch noch nicht fest. Dies sagte Orbán nach einem Sondertreffen der EU-Spitzen in Brüssel.

    "Früher oder später wird in Budapest ein Friedensgipfel stattfinden. Wir wissen noch nicht genau, wann und mit welcher Beteiligung, aber das Thema bleibt auf der Tagesordnung."

    Bereits am 5. Januar hatte Orbán die Hoffnung geäußert, dass der Ukraine-Krieg im Jahr 2026 beendet sein werde und US-Präsident Donald Trump sowie Russlands Präsident Wladimir Putin wie geplant in Budapest zu einem Friedensgespräch zusammenkommen könnten.

    Trump hatte am 16. Oktober 2025 nach einem Telefonat mit Putin erklärt, beide hätten sich auf ein Treffen in der ungarischen Hauptstadt verständigt. Der Gipfel wurde später verschoben, da keine ausreichende Einigung erzielt werden konnte. Moskau und Washington erklärten, ein Treffen solle stattfinden, sobald geeignete Bedingungen gegeben seien.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.