Liveticker Ukraine-Krieg: Moskau meldet 8.970 Verstöße gegen Waffenruhe durch Kiew

9.05.2026 18:22 Uhr
18:22 Uhr
Drohnenangriff auf Gebiet Belgorod: Ein Mädchen, mehrere Rettungssanitäter verletzt
Bei einem weiteren Angriff der Ukraine auf das Gebiet Belgorod sind fünf Zivilisten verletzt worden, teilt Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow mit. Ihm zufolge schlug eine ukrainische Drohne in ein Gewerbeobjekt ein. Unter den Verletzten sind ein zwölfjähriges Mädchen, zwei Rettungssanitäter und der Fahrer des Krankenwagens.
17:57 Uhr
Selenskij: Ukraine feiert am 9. Mai den Europatag
Die Ukraine feiert am 9. Mai den Europatag, erklärt Präsident Wladimir Selenskij in den sozialen Medien. Diesen Feiertag begehe das Land nicht nur formal oder mit Parolen, sondern in dem vollen Bewusstsein, dass es bereits ein untrennbarer Teil der europäischen Familie sei, schreibt Selenskij.
Der Europatag erinnert an die Schuman-Erklärung vom 9. Mai 1950. Frankreichs Außenminister Robert Schuman schlug damals vor, die Kohle- und Stahlproduktion zusammenzulegen, um neue Kriege zu verhindern.
Kurz nach dem Ausbruch des Ukraine-Krieges im Februar 2022 hatte die Ukraine einen offiziellen EU-Mitgliedschaftsantrag gestellt. Im Juni 2022 folgte der Kandidatenstatus, die Beitrittsverhandlungen starteten im Juni 2024.
17:09 Uhr
Russischer Präsidentenberater: Kontakte zwischen Moskau und Washington wegen Kiews Drohungen aktiviert
Russland und die USA haben ihre Kontakte unter anderem vor dem Hintergrund der jüngsten Drohungen der Ukraine aktiviert, erklärt Juri Uschakow, der Berater des russischen Präsidenten, im Gespräch mit Journalisten.
Bezüglich der Drohung des ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij, Moskau am 9. Mai, dem Tage des Sieges, anzugreifen, betont Uschakow, dass Moskau ziemlich deutlich die Folgen umriss.
Das Verteidigungsministerium hatte zuvor einen Raketenschlag auf das Zentrum von Kiew angekündigt, falls Kiew die feierlichen Veranstaltungen zu torpedieren versuche.
Als Folge habe es keine Angriffe auf den Roten Platz und keinen Vergeltungsschlag auf Kiew gegeben, sagt Uschakow.
Während der aktiven Kontakte mit Washington sei ein Waffenstillstand zwischen Moskau und Kiew erreicht worden. Eine Verlängerung stehe nicht auf der Tagesordnung, die Waffenruhe werde wie vereinbart vom 9. bis zum 11. Mai dauern.
Moskau, Washington und Kiew führten derzeit keine trilateralen Verhandlungen über die Ukraine-Krise, erklärt Uschakow. Sie würden wahrscheinlich wieder aufgenommen, der Zeitpunkt bleibe bislang jedoch ungewiss.
16:29 Uhr
Peskow: Frieden mit Kiew ist ein langer und komplizierter Weg
Der Weg zu einem Friedensabkommen ist lang und voll komplizierter Einzelheiten, glaubt Kremlsprecher Dmitri Peskow. Es sei ihm zufolge verständlich, dass die US-Seite sich mit dem Prozess beeilen möchte, aber das Ukraine-Thema sei zu komplex.
Peskow kommentiert damit die Aussage des US-Außenministers Marco Rubio über die Bereitschaft Washingtons, eine Vermittlerrolle zu übernehmen, allerdings nur dann, wenn es Fortschritte bei den Verhandlungen zwischen Moskau und Kiew gebe.
15:50 Uhr
"Ich würde den Krieg gern beendet sehen" – Trump kündigt dreitägige Waffenruhe in der Ukraine an

RT US-Präsident Donald Trump hat eine dreitägige Waffenruhe zwischen Russland und der Ukraine angekündigt.
Laut Trump haben sowohl der russische Präsident Wladimir Putin als auch der ukrainische Machthaber Wladimir Selenskij dem Vorhaben zugestimmt. Zusätzlich wurde vereinbart, jeweils 1.000 Kriegsgefangene auszutauschen.
In einer ersten Stellungnahme zeigte sich Trump optimistisch, dass die Waffenruhe länger als drei Tage dauern könnte. "Ich würde den Krieg gerne beendet sehen", so Trump.
Der Berater des russischen Präsidenten, Juri Uschakow, erklärte offiziell, dass Russland der Initiative Trumps auf direkte Anweisung Putins zugestimmt habe.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
15:22 Uhr
Merz kritisiert Ficos Moskau-Reise
Bundeskanzler Friedrich Merz hat die Reise des slowakischen Regierungschefs Robert Fico zu den Feiern zum Tag des Sieges in Moskau kritisiert. Der CDU-Politiker sagte bei einer Pressekonferenz mit dem schwedischen Ministerpräsidenten Ulf Kristersson in Stockholm:
"Robert Fico weiß, dass wir da nicht einer Meinung sind. Ich bedaure das zutiefst, und wir werden mit ihm über diesen Tag in Moskau sprechen."
Fico war als einziger Gast aus der Europäischen Union zum Tag des Sieges der Sowjetunion über Hitler-Deutschland angereist. An der Parade in Moskau nahm Fico allerdings nicht teil. Er legte aber einen Kranz am Grabmal des unbekannten Soldaten an der Kremlmauer nieder.
14:38 Uhr
EU-Abgeordnete fordern Unabhängigkeit von NATO
Ein neues parteiübergreifendes Bündnis von EU-Abgeordneten hat zum Europatag am Samstag den schnellen Aufbau einer europäischen Verteidigungsunion angemahnt. In einer Erklärung, die unter anderem die deutschen Parlamentarier Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), Michael Gahler (CDU) und Tobias Cremer (SPD) unterzeichneten, heißt es:
"Sich beim Schutz Europas allein auf die Vereinigten Staaten zu verlassen, ist ein gefährliches Glücksspiel."
Es brauche Strukturen, die im Ernstfall auch ein Handeln ohne die US-dominierte NATO ermöglichten. Dazu gehörten entsprechende Kommandostrukturen und eine schnelle Eingreiftruppe.
Die Politiker kritisierten den bisherigen Kurs der Regierungen der EU-Staaten. Obwohl diese immer wieder den politischen Willen zu einer Stärkung der militärischen Fähigkeiten betonten, fehle es an echter Entschlossenheit, heißt es in dem Text. So blockierten etwa kurzfristige nationale Interessen weiterhin echten Fortschritt bei der Beschaffung von Verteidigungsausrüstung. Eine gemeinsame Beschaffung könne jährlich bis zu 100 Milliarden Euro einsparen.
14:07 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
Das russische Verteidigungsministerium meldet am Samstag in seinem täglichen Frontbericht nur Gegenangriffe seiner Truppenverbände als Reaktion auf ukrainische Verstöße gegen die Waffenruhe, die seit dem 8. Mai in Kraft ist. Wie in einer entsprechenden Mitteilung steht, habe der Truppenverband Nord Personal und Technik des Gegners im Raum der Ortschaften Komarowka, Andrejewka und Malaja Kortschakowka im Gebiet Sumy sowie Stariza, Isbizkoje und Wiltscha im Gebiet Charkow getroffen. Dabei seien mehr als 100 ukrainische Armeeangehörige getötet oder verletzt worden. Der Gegner habe elf Autos, zwei Geschütze und eine Anlage der elektronischen Kampfführung verloren.
Der Truppenverband West habe eine ukrainische Offensive nahe der Ortschaft Korowi Jar in der DVR abgewehrt. Der Gegner habe bis zu 60 Soldaten verloren. 13 Autos und zwei Geschütze seien außer Gefecht gesetzt worden.
Der Truppenverband Süd habe zwei Angriffe des Gegners im Raum der Ortschaften Rai-Alexandrowka und Konstantinowka in der DVR zurückgeschlagen. Die russische Behörde beziffert die ukrainischen Personalverluste auf mehr als 160 Kämpfer. Der Gegner habe drei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, zehn Autos, zwei Geschütze und eine Anlage der elektronischen Kampfführung verloren.
Der Truppenverband Mitte habe acht ukrainische Offensiven in der Nähe der Ortschaften Torskoje, Kutscherow Jar, Nowy Donbass, Schewtschenko, Lenina, Sergejewka und Nowoalexandrowka in der DVR und Nowopawlowka im Gebiet Dnjepropetrowsk zurückgeschlagen. Der Gegner habe bis zu 320 Kämpfer verloren. Das russische Militär habe zudem einen Panzer, zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, sieben Autos, zwei Geschütze und zwei Analgen der elektronischen Kampfführung zerstört.
Der Truppenverband Ost habe nahe der Ortschaft Welikomichailowka im Gebiet Dnjepropetrowsk einen ukrainischen Angriff abgewehrt. Das Ministerium schätzt die gegnerischen Personalverluste auf mehr als 250 Soldaten. Ein Panzer, vier gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, sechs Autos und ein Geschütz seien außer Gefecht gesetzt worden.
Der Truppenverband Dnjepr habe als Gegenreaktion ukrainische Stellungen in der Nähe der Ortschaften Nowoandrejewka, Saporoschez und Malyje Schtscherbaki im Gebiet Saporoschje getroffen. Dabei seien bis zu 35 ukrainische Armeeangehörige getötet oder verletzt worden. Der Gegner habe darüber hinaus neun Autos und ein Geschütz verloren.
Nach russischen Angaben hat die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 2022 insgesamt 671 Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 144.746 Drohnen, 659 Flugabwehrraketenkomplexe, 29.236 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.717 Mehrfachraketenwerfer sowie 34.844 Geschütze und Mörser verloren.
13:35 Uhr
Russland meldet 8.970 Verstöße gegen Waffenruhe durch Ukraine

Archivbild: Ukrainische Soldaten beschießen am 24. Juni 2024 in der Nähe von Donezk russische Stellungen.Evgeniy Maloletka / AP Das russische Verteidigungsministerium teilt mit, dass das russische Militär ab Mitternacht des 8. Mai an allen Frontabschnitten der militärischen Sonderoperation in der Ukraine den von Präsident Wladimir Putin verkündeten Waffenstillstand strikt befolge und auf den zuvor eingenommenen Positionen bleibe. Gleichzeitigt wirft die Behörde in Moskau den ukrainischen Streitkräften zahlreiche Verstöße gegen die Waffenruhe vor. Der Gegner habe demnach Artillerie und Drohnen gegen russische Stellungen eingesetzt und Drohnenangriffe gegen zivile Infrastrukturobjekte in den Teilrepubliken Krim, Adygeja und Tschetschenien, den Regionen Perm, Stawropol und Krasnodar sowie den Gebieten Tula, Kaluga, Smolensk, Orjol, Moskau, Woronesch, Rostow, Rjasan, Lipezk, Brjansk, Belgorod und Kursk geflogen.
"Seit Beginn der Waffenruhe nahmen die Streitkräfte der Ukraine 1.173-mal mit Artilleriegeschützen, Mehrfachraketenwerfern, Mörsern und Panzern Stellungen unserer Streitkräfte unter Beschuss. Außerdem gab es 7.151 Drohnenangriffe. Ukrainische Truppen unternahmen zwölf Offensiven auf Stellungen russischer Einheiten. Insgesamt wurden in der Zone der militärischen Sonderoperation 8.970 Verstöße gegen die Waffenruhe registriert."
Unter diesen Umständen habe das russische Militär auf die Verstöße gegen die Waffenruhe reagiert und gegnerische Mehrfachraketenwerfer, Artilleriegeschütze und Mörser angegriffen. Auch Drohnenstützpunkte seien getroffen worden. Die russische Luftabwehr habe in den vergangenen 24 Stunden acht Lenkbomben, eine HIMARS-Rakete und 467 unbemannte Luftfahrzeuge abgefangen. Im selben Zeitraum habe die russische Schwarzmeer-Flotte zwei ukrainische Wasserdrohnen zerstört, heißt es.
13:06 Uhr
"Zeichenbegrenzung" – Bundesregierung nennt zum 8. Mai Befreier Russland nicht beim Namen

Anlässlich des 8. Mai hat Bundeskanzler Friedrich Merz auf X den "Tag der Befreiung" vom NS-Regime gewürdig – dabei auffällig – ohne die Sowjetunion zu erwähnen. Der deutsche Journalist Tilo Jung fragte daraufhin in der Bundespressekonferenz kritisch nach, ob diese Auslassung Absicht sei, um Russland zu verschweigen. Der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer wich der Frage aus und verwies lediglich auf die "Zeichenbegrenzung auf X".
Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.


