Liveticker Ukraine-Krieg – Selenskij: Russland will Weißrussland erneut in Krieg hineinziehen

18.04.2026 07:27 Uhr
07:27 Uhr
Ukrainische Drohne nahe einer Geburtsklinik im Gebiet Samara abgestürzt
Nach Angaben von Wjatscheslaw Fedorischtschew, dem Gouverneur der Region Samara, ist eine gegnerische Drohne in der Nähe einer Geburtsklinik abgestürzt. Dem Gouverneur zufolge gebe es keine Opfer. Im Gebäude seien jedoch die Fenster zerstört worden.
"Seit heute Morgen greift der Gegner die Region Samara mit Drohnen an. Die Bedrohung besteht weiterhin. In unmittelbarer Nähe einer Geburtsklinik in Nowokuibyschewsk wurde ein Drohnenabsturz registriert."
Er merkte an, dass alle Patienten in nahegelegene medizinische Einrichtungen verlegt worden seien.
17.04.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:55 Uhr
Kiews Ex-Geheimdienstchef Budanow zerstört Mythos der "ukrainischen" Drohnen

Der ehemalige ukrainische Geheimdienstchef Budanow ließ jüngst mit der Aussage aufhorchen, dass die Ukraine nicht in der Lage sei, Drohnen selbst zu produzieren. Tatsächlich hat Kiew die Produktion der Langstrecken-Drohnen, die für Angriffe auf Russland zum Einsatz kommen, längst ins "EU-Hinterland" ausgelagert.
Lesen Sie dazu mehr hier auf unserer Webseite.21:45 Uhr
Selenskij: Russland will Weißrussland erneut in Krieg hineinziehen

Der ukrainische Machthaber Wladimir Selenskij.Urheberrechtlich geschützt Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij warnt vor einer angeblichen russischen Bedrohung aus Weißrussland. Es gehe um Aktivitäten im Grenzgebiet zur Ukraine.
Selenskij erklärt nach einem Bericht des Oberbefehlshabers der ukrainischen Streitkräfte Alexander Syrski, dass die russischen Streitkräfte versuchten, ihre Verluste durch Umgruppierungen auszugleichen. Zudem gebe es Hinweise auf Infrastrukturmaßnahmen in Weißrussland. Selenskij wörtlich:
"Nach Angaben der Aufklärung wird im Grenzgebiet zu Weißrussland der Ausbau von Straßen in Richtung Ukraine sowie die Einrichtung von Artilleriestellungen vorangetrieben. Wir gehen davon aus, dass Russland erneut versuchen wird, Weißrussland in seinen Krieg hineinzuziehen."
Der Präsident betont zudem, dass die faktische Führung in Weißrussland über entsprechende Kanäle gewarnt werde.
"Ich habe angewiesen, die faktische Führung von Weißrussland auf geeigneten Kanälen vor der Bereitschaft der Ukraine zu warnen, ihr Land und ihre Unabhängigkeit zu verteidigen. Charakter und Folgen der jüngsten Ereignisse in Venezuela sollten die Führung von Weißrussland davon abhalten, Fehler zu machen."
21:30 Uhr
Ukrainischer Abgeordneter fordert Einsatz von Rentnern und Polizei an der Front
Ein Abgeordneter der Werchowna Rada Anatoli Ostapenko schlägt vor, Militärpensionäre, Reservisten und Polizeikräfte an die Front zu schicken. Das ukrainische Portal Strana.ua zitiert ihn mit den Worten:
"Wir haben viele Militärangehörige, die sich in der Reserve befinden, die eine bestimmte Zeit gedient haben und in den Ruhestand gegangen sind … Wir haben sehr viele Sicherheitsstrukturen, die wir laut Verfassung zum bewaffneten Widerstand heranziehen müssen … Ich denke, wir sollten ein System entwickeln, um Menschen auf verschiedenen Ebenen zur Verteidigung des Vaterlandes einzubeziehen, die sich, wie gesagt, im Ruhestand befinden, aber ihrem Alter nach noch in der Lage sind, den Staat zu verteidigen."
Die ukrainischen Behörden sehen sich zuletzt mit einem Mangel an Personal in den Streitkräften konfrontiert. Zugleich sorgen Maßnahmen der Rekrutierungsbehörden zur Mobilisierung immer wieder für Kontroversen und Proteste. Laut Berichten versuchen viele Männer im wehrfähigen Alter, sich dem Wehrdienst zu entziehen.
21:22 Uhr
TASS: Belgischer General gesteht Desinteresse Europas an der Zukunft der Ukraine ein
Der Chef des belgischen Generalstabs, General Frédéric Vansina, erklärt, die EU wolle den Ukraine-Konflikt bis 2030 fortsetzen, um sich ohne Beteiligung der USA auf eine mögliche militärische Konfrontation mit Russland vorzubereiten. Europa habe "noch einige Jahre dank des Blutes der Ukrainer, das uns diese Zeit erkauft", sagt er.
Diese Aussagen wertet TASS unter Berufung auf russische Sicherheitskreise als Eingeständnis, dass Europa die Zukunft der Ukraine nicht als entscheidend erachtet. Die Nachrichtenagentur zitiert ihren Gesprächspartner:
"Grob gesagt hat der belgische Militär eingeräumt, dass den europäischen Staaten die Zukunft der ukrainischen Staatlichkeit gleichgültig ist – in welchen Grenzen die Ukraine existieren wird und ob sie überhaupt ein unabhängiger Staat bleibt."
21:10 Uhr
Druschba-Pipeline: Magyar drängt auf schnelle Inbetriebnahme – MOL-Chef reist nach Moskau

Der designierte Ministerpräsident von Ungarn Péter Magyar drängt auf eine schnelle Wiederaufnahme der Öllieferungen über die Druschba-Pipeline. Für entsprechende Gespräche soll der Chef des führenden ungarischen Energiekonzerns MOL Zsolt Hernádi in der kommenden Woche nach Moskau reisen. Laut dem ukrainischen Präsidenten Waldimir Selenskij könnten die Reparaturen der Pipeline bis Ende April abgeschlossen sein.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.20:55 Uhr
IAEA: Moskau und Kiew arbeiten an Waffenruhe rund um AKW Saporoschje
Moskau und Kiew arbeiten mit der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) an einer temporären Waffenruhe im Bereich des Kernkraftwerks Saporoschje, um Reparaturen an der externen Stromversorgung zu ermöglichen. Das geht aus einer Mitteilung der IAEA hervor:
"Sowohl die Ukraine als auch die Russische Föderation setzen die konstruktive Zusammenarbeit mit der IAEA in den Verhandlungen über eine vorübergehende Waffenruhe fort, damit Reparaturarbeiten beginnen und die Hauptleitung der externen Stromversorgung so schnell wie möglich wiederhergestellt werden kann, sobald die Bedingungen dies erlauben."
Die 750-kV-Hochspannungsleitung Dnjeprowskaja ist seit dem 24. März 2026 abgeschaltet. Laut Grossi unterstreichen wiederholte Ausfälle der externen Stromversorgung die Verwundbarkeit des AKW Saporoschje angesichts des anhaltenden Konflikts sowie die bestehenden Risiken für die nukleare Sicherheit und Sicherung.
20:39 Uhr
Debatte bei Lanz: Selenskij hat Nord-Stream-Sprengung genehmigt

Der Wall Street Journal-Chefkorrespondent für europäische Politik, Bojan Pancevski, der seit 2014 aus der Ukraine berichtet, war jüngst in der Talkshow von Markus Lanz zu Besuch. Das Thema waren Pancevskis Recherchen zum Nord-Stream-Anschlag im September 2022.
Das gesamte Video dazu finden Sie hier auf unserer Webseite.
20:22 Uhr
Sloweniens Präsidentin: Abbruch des Dialogs mit Russland war größter EU-Fehler
Die slowenische Präsidentin Nataša Pirc Musar bezeichnet den Abbruch des direkten Dialogs mit Russland als größten Fehler der EU. Sie sagt bei einer Diskussion auf dem Antalya-Diplomatieforum:
"Wir unterstützen die Ukraine, aber unser größter Fehler war, dass Europa aufgehört hat, mit Russland zu sprechen. Jetzt führen die USA Verhandlungen, und Europa ist gezwungen zu bitten, daran teilnehmen zu dürfen."
Zugleich äußert sie Zweifel daran, dass Washington in den Gesprächen zur Beilegung des Ukraine-Konflikts vorrangig europäische Interessen berücksichtigen werde.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.



