Liveticker Ukraine-Krieg – Gefangenenaustausch: 103 russische Soldaten kehren in die Heimat zurück

19.08.2026 14:59 Uhr
14:59 Uhr
Lantratowa besuchte mehr als 600 ukrainische Kriegsgefangene in Russland
Die russische Menschenrechtsbeauftragte, Jana Lantratowa, hat die Haftbedingungen von über 600 ukrainischen Kriegsgefangenen inspiziert. Dies erklärte Lantratowa gegenüber Reportern nach einem Treffen mit ihrem ukrainischen Amtskollegen Dmitri Lubinez.
"Wir haben uns auf gegenseitige Besuche bei Kriegsgefangenen geeinigt. Seit unserem letzten Treffen ist es mir gelungen, gemeinsam mit meinem Team 618 Kriegsgefangene aus der Ukraine zu besuchen und ihre Haftbedingungen zu überprüfen. Dmitri Walerjewitsch Lubinez und sein Team tun dasselbe in Bezug auf unsere Soldaten."
14:45 Uhr
Ukrainischer Abgeordneter: Militärrekrutierer sind wie "organisierte kriminelle Vereinigung"

Der ukrainische Abgeordnete Alexander Katschura.Diener des Volkes Der Abgeordnete Alexander Katschura kritisiert das Vorgehen der ukrainischen Rekrutierungsbehörden und vergleicht diese mit der Organisierten Kriminalität. Katschura, der Wladimir Selenskijs Partei "Diener des Volkes" angehört, fordert die Abschaffung der berüchtigten und in der Bevölkerung verhassten Rekrutierungszentren.
Lesen Sie dazu mehr hier auf unserer Webseite.14:24 Uhr
Jewgeni Chmara zum neuen ukrainischen Verteidigungsminister ernannt
Die Werchowna Rada hat die Kandidatur von Jewgeni Chmara für das Amt des Verteidigungsministers unterstützt. 312 Abgeordnete stimmten für ihn, zwei dagegen. 20 Abgeordnete enthielten sich der Stimme.
Seit Mitte Juli bekleidete Chmara den Posten des amtierenden Verteidigungsministers der Ukraine.
Am 14. Juli wurde der frühere Verteidigungsminister, Michail Fjodorow, seines Amtes enthoben, unter anderem wegen eines Konflikts mit Alexander Syrski, dem damaligen Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte.
Seit dem 16. Juli finden in ukrainischen Städten Proteste gegen Fjodorows Rücktritt statt.
13:54 Uhr
Zwei ukrainische Trockenfrachter im Schwarzen Meer getroffen
Die russischen Streitkräfte haben zwei gegnerische Trockenfrachtschiffe mit Militärgütern an Bord im Schwarzen Meer angegriffen. Das Verteidigungsministerium in Moskau veröffentlicht auf Telegram entsprechende Aufnahmen. Die Drohnen vom Typ Geran-4-Seeker seien dabei eingesetzt worden. Die beiden Ziele seien getroffen worden, teilte die Militärbehörde mit.
13:15 Uhr
LVR meldet mehrere Opfer unter Zivilisten nach ukrainischen Angriffen
Die Volksrepublik Lugansk wurde in den vergangenen 24 Stunden von den ukrainischen Streitkräften massiv angegriffen. Laut Republikchef Leonid Passetschnik seien dabei drei Menschen getötet und zehn weitere verletzt worden.
In der Stadt Rubeschnoje habe der Gegner ein Fahrzeug der Einsatzkräfte des Energieunternehmens Luganskteplo attackiert. Drei Mitarbeiter seien ums Leben gekommen und zwei weitere verletzt worden.
Bei einem weiteren Angriff der ukrainischen Streitkräfte sei ein Spezialfahrzeug getroffen worden, das bei Straßenbauarbeiten auf einer Autobahn im Einsatz war. Drei Mitarbeiter hätten dabei Verletzungen erlitten.
Zwei Mitarbeiter einer Autowerkstatt in der Stadt Lugansk seien bei einer Attacke verletzt worden, so Passetschnik weiter.
Ein weiterer Angriff ereignete sich in der Stadt Lissitschansk. Infolge eines Drohnenangriffs auf Wohnhäuser seien zwei Frauen verletzt worden.
Im Stadtbezirk Starobelsk sei der Fahrer bei einem Angriff auf einen zivilen Lkw verletzt worden.
12:37 Uhr
Hafenanlage und Schiff mit Militärgütern getroffen
Die russischen Streitkräfte setzen ihre Angriffe mithilfe von Kampfdrohnen auf ukrainische Hafenanlagen und Seeschiffe der ukrainischen Streitkräfte im Schwarzen Meer fort. Dies teilt das Verteidigungsministerium in Moskau am Morgen mit.
Am Dienstagabend sei ein Trockenfrachter mit militärischer Ausrüstung an Bord südöstlich von Odessa getroffen worden.
Am Mittwoch habe die russische Armee Tanks mit Treibstoff und Schmierstoffen für die ukrainischen Streitkräfte im Hafen von Tschornomorsk beschädigt, so die Militärbehörde.
12:00 Uhr
Gebiet Belgorod: Binnen 24 Stunden drei Tote und 18 Verletzte
Nach Angaben des Interimsgouverneurs des Gebietes Belgorod, Alexander Schuwajew, seien im Laufe des Tages infolge ukrainischer Angriffe drei Zivilisten ums Leben gekommen, 18 weitere, darunter zwei Kinder, hätten Verletzungen erlitten. Die beiden Kinder und drei Erwachsene seien in ernstem Zustand in Krankenhäuser der Region eingeliefert worden, präzisierte der Politiker.
Insgesamt seien 17 Bezirke angegriffen worden, so Schuwajew weiter. Die ukrainischen Streitkräfte hätten die Region sechsmal mit Artillerie, Flugzeugen und Mehrfachraketenwerfern beschossen. Zudem habe der Gegner sechsmal Sprengsätze mittels Drohnen abgeworfen.
In den vergangenen 24 Stunden seien insgesamt 167 ukrainische Drohnen abgeschossen worden, fügte der Gouverneur hinzu.
11:23 Uhr
Gefangenenaustausch: 103 russische Soldaten kehren in die Heimat zurück
Das russische Verteidigungsministerium hat am Mittwoch die Rückkehr von 103 russischen Soldaten aus ukrainischer Gefangenschaft bekannt gegeben. Im Gegenzug hat Moskau Kiew 103 gefangene ukrainische Kämpfer übergeben.
Die russischen Militärangehörigen befinden sich derzeit in Weißrussland, wo sie medizinisch versorgt werden. Außerdem erhalten sie psychologische Hilfe. Die russische Menschenrechtsbeauftragte, Jana Lantratowa, ist auch vor Ort.
Die Soldaten werden demnächst zur Behandlung und Rehabilitation in medizinische Einrichtungen des russischen Verteidigungsministeriums gebracht.
Der Gefangenenaustausch wurde durch humanitäre Vermittlung der Vereinigten Arabischen Emirate möglich.
10:40 Uhr
Gebiet Cherson: Vier Frauen wegen Geldüberweisungen an ukrainische Streitkräfte verhaftet
Vier Einwohnerinnen des Gebietes Cherson seien verhaftet worden, wie die regionale Abteilung des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB mitteilte. Die Frauen (Jahrgänge 1980, 1957, 1982 und 1982) sollen die ukrainischen Streitkräfte finanziell unterstützt haben.
Wie es heißt, hätten die Verdächtigen Geld auf Bankkonten der ukrainischen Armee überwiesen, um "militärische Ausrüstung und andere Güter für Kampfhandlungen gegen die Streitkräfte der Russischen Föderation" zu erwerben.
Die Frauen befinden sich in Untersuchungshaft. Es wurden Ermittlungen wegen Landesverrats eingeleitet. Den Verdächtigen droht eine lebenslange Haftstrafe.
10:04 Uhr
Gebiet Kursk: Binnen 24 Stunden mehr als 100 Drohnen abgefangen
Nach Angaben von Alexander Chinstein, dem Gouverneur des Gebiets Kursk, wurden im Laufe des Tages 49 Geschosse auf die Region abgefeuert. Die Luftabwehrkräfte haben 127 gegnerische Drohnen unterschiedlicher Typen eliminiert. Dreimal hätten die Drohnen das Gebiet durch den Abwurf von Sprengsätzen angegriffen, heißt es.
Eine Drohne sei gegen einen Baum in der Nähe eines Kindergartens gestürzt, so Chinstein weiter. Zwölf Kinder und 13 Mitarbeiter seien aus dem Gebäude evakuiert worden. Es gab keine Sachschäden oder Verletzten.
Bei den Attacken seien zudem ein Objekt der Energieinfrastruktur und ein Wohngebäude beschädigt worden.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
