Liveticker Ukraine-Krieg: Witkoffs und Kushners Verhandlungen mit Selenskij beendet

6.09.2026 21:00 Uhr
21:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
20:59 Uhr
Ukrainische Medien berichten von Warteschlangen in Supermärkten
In zahlreichen ukrainischen Städten bilden sich in Supermärkten Warteschlangen aus Menschen, die massenhaft Lebensmittel und Bedarfsartikel einkaufen. Dies berichtet der ukrainische Radiosender NV. In einer entsprechenden Meldung heißt es dazu:
"In Supermärkten Kiews, Odessas und anderer Städte gibt es Massen von Menschen und Warteschlangen an Kassen. Die Menschen kaufen massenhaft Graupen, Zucker, Mehl, Öl und andere Waren ein."
Parallel dazu hat das ukrainische Nachrichtenportal Strana berichtet, dass das größte Supermarktnetz des Landes, ATB, Einschränkungen beim Verkauf bestimmter Warenkategorien eingeführt habe.
Zuvor hatte das Oberhaupt der Kiewer Verwaltung des ukrainischen Staatsdienstes für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz, Anatoli Katerentschuk, Anfang September die Bewohner des Landes aufgerufen, Vorräte an Lebensmitteln und Trinkwasser für eine bis eineinhalb Wochen anzulegen.
20:42 Uhr
Luftabwehr schießt 29 ukrainische Drohnen ab
Russlands Luftabwehrkräfte haben im Laufe des heutigen Sonntags insgesamt 29 ukrainische Drohnen abgeschossen. Wie das russische Verteidigungsministerium berichtet, wurden die Drohnen im Zeitraum zwischen 8:00 und 20:00 Uhr über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Kursk, Rjasan und Tambow sowie über der Krim und dem Schwarzen Meer zerstört.
20:19 Uhr
Zur Kriegsfinanzierung – Kiew erwägt Legalisierung von Pornographie
Ein ukrainischer Gesetzentwurf sieht eine Legalisierung von Pornographie zur Auffüllung des Militärbudgets vor, berichtet die Zeitung The Wall Street Journal. Angaben des Blatts zufolge sei ein entsprechender Gesetzentwurf in der ersten Lesung im ukrainischen Parlament im Juli angenommen worden und erwarte gegenwärtig eine zweite Lesung. Das WSJ schreibt über einen der Autoren des Gesetzentwurfs, den Abgeordneten Jaroslaw Schelesnjnak:
"Schelesnjak leitet jetzt eine Kampagne für die Legalisierung der Pornographie in der Ukraine. Er behauptet, dass dies nicht nur bei der Korruptionsbekämpfung helfen, sondern auch bis zu 25 Millionen US-Dollar an jährlichen Steuereinnahmen einbringen würde. Der vom Schelesnjak prognostizierte Betrag würde für die Anschaffung von 30.000 Drohnen ausreichen."
Im Juni hatte Schelesnjak verkündet, dass sein Gesetzentwurf zur Dekriminalisierung von pornographischen Inhalten im Parlament registriert worden sei. Er pries seine Initiative für die Abschaffung "alter sowjetischer Normen und des Mittelalters". Das Projekt wurde bereits von 45 ukrainischen Abgeordneten aus unterschiedlichen Fraktionen unterzeichnet.
19:44 Uhr
Russische Verwaltung des Gebiets Charkow: Ukraine behindert Evakuierung von Zivilisten
Das ukrainische Militär behindert die Evakuierung von Zivilisten aus den von Russland befreiten Orten des Gebiets Charkow. Dies erklärte Witali Gantschew, Leiter der russischen militärisch-zivilen Verwaltung der Region. Die Nachrichtenagentur TASS zitiert ihn folgendermaßen:
"Mit dem Vormarsch unserer Militärangehörigen eröffnet sich eine reale Möglichkeit, Zivilisten aus dem Zentrum der Kämpfe zu evakuieren. Leider legt der Gegner überhaupt keinen Wert auf Menschenleben und versucht, die Evakuierung nach Kräften zu stören."
Gantschew führte aus, dass Kiews Truppen aktiv das Gelände verminen und Zivilisten mit Drohnen angreifen. Dennoch gelinge es russischen Soldaten, "Dutzende" Zivilisten zu evakuieren.
18:58 Uhr
Witkoffs und Kushners Verhandlungen mit Selenskij beendet
Der offizielle Teil der Verhandlungen des Sondergesandten des US-Präsidenten Steve Witkoff und des Schwiegersohns von Donald Trump, Jared Kushner, mit dem ukrainischen Staatschef Wladimir Selenskij in Kiew ist beendet. Dies berichten ukrainische Medien übereinstimmend. Während der anschließenden Pressekonferenz bezeichnete Witkoff die vierstündigen Gespräche als "sehr inhaltsreich und wichtig".
Wie das Nachrichtenportal Axios berichtet, haben Witkoff und Kushner während des Treffens in Kiew ihr Streben betont, eine Friedenslösung vor dem Eintreten des Winters zu erreichen. Witkoff äußerte die Hoffnung auf eine Erneuerung des trilateralen Verhandlungsformats unter der Teilnahme Russlands, der USA und der Ukraine. Seinerseits habe Selenskij mit der US-Delegation die Vorbereitung der Ukraine auf eine Fortsetzung der Kämpfe im Winter besprochen.
Zuvor hatten Witkoff und Kushner am Samstag den russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau getroffen.
18:33 Uhr
Russische Armee trifft Frachter mit Militärgerät an Bord im Schwarzen Meer
Im Laufe des Tages haben die russischen Streitkräfte einen Frachter der Ukraine im Schwarzen Meer getroffen, teilt das Außenministerium in Moskau mit. Mit dem Schiff wurde die von westlichen Ländern gelieferte Ausrüstung transportiert.
Außerdem attackierte Russland zwei Logistikzentren im Gebiet Odessa. Dafür wurden Geran-Drohnen eingesetzt.
17:51 Uhr
Vorsitzender von Le Pens Partei: Frankreich kann die Ukraine nicht ewig finanzieren

Jordan Bardella und Marine Le Pen auf einem Parteitag des Rassemblement NationalUrheberrechtlich geschützt Angesichts hoher eigener Staatsschulden könne Frankreich der Regierung von Wladimir Selenskij in Kiew kein Geld mehr geben, so der Vorsitzende von Marine Le Pens Partei Rassemblement National. Paris brauche Garantien, dass Kiew die Gelder zurückzahle, die es während des Konflikts mit Moskau erhalten habe, sagte Jordan Bardella.
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17:15 Uhr
Rostow-am-Don: Älteste Bibliothek Südrusslands durch Drohnenangriff beschädigt
Das Gebäude der Staatlichen öffentlichen Bibliothek in Rostow-am-Don, der ältesten Bücherei im Süden Russlands, ist durch einen ukrainischen Drohnenangriff beschädigt worden. Dies berichtet die Nachrichtenagentur TASS unter Verweis auf lokale Behörden.
Zuvor hatte der Gouverneur des Gebiets Rostows, Juri Sljussar, Schäden an Wohnhäusern in Rostow-am-Don und Bataisk bekannt gegeben. Laut seinen Angaben wurden vier Zivilisten verletzt, zwei davon, darunter ein fünfjähriges Kind, mussten in ein Krankenhaus eingewiesen werden. Die Luftabwehr habe rund 30 Drohnen abgeschossen.
Die Staatlichen öffentlichen Bibliothek in Rostow-am-Don war im Januar 1886 gegründet worden und ist mit einem Buchbestand von über 5,2 Millionen Büchern die größte Zentralbibliothek außerhalb der russischen Hauptstadt.
16:33 Uhr
Selenskij beginnt Verhandlungen mit Witkoff und Kushner
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hat in Kiew sein Gespräch mit den US-Vermittlern Steve Witkoff und Jared Kushner begonnen. Auf X (Twitter) teilt Selenskij ein kurzes Video, auf dem er die US-Amerikaner auf dem Platz vor der Sophienkathedrale begrüßt.
Witkoff und Kushner sind erstmals zu Besuch in der ukrainischen Hauptstadt. Am Samstag sprachen sie im Kreml mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin.
We began talks.
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) September 6, 2026
Почали перемовини.
🇺🇦 🇺🇸 pic.twitter.com/UkJV6CzOag
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
