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Liveticker Ukraine-Krieg: Odessa und Tschernomorsk unter massiven Angriffen durch "Geran"-Drohnen

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Odessa und Tschernomorsk unter massiven Angriffen durch "Geran"-DrohnenQuelle: Sputnik © RIA Nowosti / Ewgenij Bijatow
  • 6.06.2026 19:04 Uhr

    19:04 Uhr

    Kämpfer: Gegner wirft unter russischen Trockennahrungsrationen getarnte Minen ab

    Das ukrainische Militär setzt im Raum Dobropolje getarnte Sprengkörper ein, die äußerlich den Trockennahrungsrationen russischer Soldaten ähneln. Dies berichtete ein Soldat der Marineinfanterieeinheit der russischen Truppengruppe "Zentrum" mit dem Rufzeichen "Buscha" gegenüber der Agentur RIA Nowosti.

    Seinen Angaben zufolge werden solche Sprengkörper von Drohnen abgeworfen und sollen die Aufmerksamkeit der Soldaten auf sich ziehen. Laut dem Militärangehörigen kann sich im Inneren solcher Vorrichtungen eine 82-Millimeter-Mine befinden, und zur Tarnung wird Styropor verwendet. Er merkte außerdem an, dass man bei genauer Betrachtung an solchen Gegenständen Drähte und andere Anzeichen eines Sprengkörpers erkennen könne.

  • 18:33 Uhr

    Kommandant: Hauptziel der russischen Streitkräfte sind die Kontrollpunkte der gegnerischen Drohnen

    Der Kommandant der Drohnenabteilung des 14. Armeekorps der Truppengruppe "Nord" mit dem Rufzeichen "Swat" erklärte, dass die UAV-Kontrollzentren der Ukraine derzeit das Hauptziel der russischen Streitkräfte in allen Einsatzgebieten der Militäroperation seien. Dies berichtet die Nachrichtenagentur TASS. Im Gespräch mit der Agentur betonte der Kommandant:

    "Die Steuerungszentren der Drohnen sind derzeit das Ziel Nummer eins in jeder Richtung. Wir haben die Taktiken des Gegners bereits recht gut analysiert: die Tarnmethoden, die Bewegungswege und die Reichweiten, in denen ihre Drohnen operieren. Dank dessen gelingt es uns, die Startpunkte der ukrainischen Drohnen schnell zu entdecken und rechtzeitig einen Schlag zu führen."

  • 17:59 Uhr

    Papst ruft Putin zu Verhandlungen mit Ukraine auf

    Papst Leo XIV. hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu Verhandlungen mit der Ukraine aufgefordert. Während seines Flugs in die spanische Hauptstadt Madrid sagte der Pontifex:

    "Man sollte zu Verhandlungen zurückkehren. Man muss Druck ausüben, damit Gewalt und Krieg enden und eine Lösung gefunden wird."

    Der Papst betonte, dass er sich große Sorgen um die Ukraine mache. Die Lage werde immer schlimmer.

    "Zu viele Menschen sterben dort, wir müssen der Gewalt und dem Krieg ein Ende setzen."

  • 17:28 Uhr

    Ukrainische Drohnen greifen Sewastopol an: Schäden und zwei Verletzte

    Am Samstag hat auch die Stadt Sewastopol auf der Schwarzmeer-Halbinsel Krim eine ukrainische Drohnenattacke überstanden. Gouverneur Michail Raswoschajew gibt auf Telegram bekannt, dass die russische Luftabwehr über vier Bezirken der Stadt acht unbemannte Luftfahrzeuge abgeschossen habe. Der Politiker meldet zwei Verletzte: Ein Mann sei während der Attacke draußen gewesen, ein anderer habe sich in seinem Haus befunden. Beide hätten leichte Splitterverletzungen erlitten.

    Darüber hinaus berichtet Raswoschajew über Sachschäden. Demnach sei eine abgeschossene Drohne gegen ein fünfgeschossiges Wohnhaus geprallt. Da die Drohne nicht detoniert sei, seien die Bewohner in Sicherheit gebracht worden. Etliche Fensterscheiben seien zerborsten. In einer Wohnung seien der Balkon und eine Wand beschädigt worden.

  • 16:52 Uhr

    Bürgermeister von Energodar: Kiew ändert Taktik bei Angriffen auf die Stadt

    Wie die Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf den Bürgermeister von Energodar, der Satellitenstadt des Kernkraftwerks Saporoschje, Maxim Puchow, berichtet, haben die ukrainischen Streitkräfte ihre Angriffstaktik gegen Energodar geändert und greifen die Stadt nun nachts an. Dabei setzen sie schwere Hexacopter vom Typ "Baba-Jaga" ein. In seinen Profilen in den sozialen Netzwerken schrieb Puchow:

    "Die Lage in Energodar bleibt sehr angespannt. Die Angriffe im Mai wurden durch solche im Juni abgelöst, und der Feind hat seine Taktik geändert. Nun schweben nachts schwere Hexakopter vom Typ Baba-Jaga über der Stadt und werfen gezielt Sprengstoff auf unser friedliches Leben ab. Allein in den letzten beiden Nächten: Am 4. Juni wurden etwa 20 Fahrzeuge beschädigt, Fenster und Fassaden von Wohnhäusern zerstört. Am 5. Juni brach ein Feuer in dem Gebäude in der Zentralstraße 4 aus. Das Feuer zerstörte ein Postamt, eine Bank, ein Parteibüro und ein Sportgeschäft. Dabei handelt es sich um Räumlichkeiten, die an ein Wohnhaus angebaut sind, in dem Menschen leben."

  • 16:21 Uhr

    Putin: "Die ukrainischen Streitkräfte haben völlig den Verstand verloren"

    Wladimir Putin hat die Angriffe der ukrainischen Streitkräfte auf das Gelände des Kernkraftwerks Saporoschje verurteilt. Putin warnte, mögliche Folgen einer Beschädigung könnten auch Europa treffen, und forderte die europäischen Unterstützer Kiews auf, über ihre eigene Sicherheit nachzudenken. Der russische Präsident sagte:

    "Es ist keineswegs sicher, dass der Wind in Richtung des Territoriums der Russischen Föderation wehen würde – er könnte auch nach Europa ziehen."

    Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen. 

  • 15:49 Uhr

    Außenministerium: Kiew will nach Beendigung der Militäroperation keine Russen mehr ins Land lassen

    Nach Beendigung des Konflikts sollen für russische Staatsbürger bei der Einreise in die Ukraine strenge Maßnahmen gelten. Dies erklärte Außenminister Andrej Sibiga, dessen Äußerungen die Agentur UNIAN zitiert. Für russische Staatsbürger "werden besondere restriktive Verfahren gelten, und diese gelten derzeit bereits für Besuche in der Ukraine", teilte der Minister mit und fügte hinzu:

    "Für uns ist Russland ein feindliches Land, ein Aggressorland. Ein russischer Staatsbürger kann ohne Sondergenehmigung, ohne Visum und ohne Überprüfung oder Filterung durch alle unsere zuständigen Behörden nicht in die Ukraine einreisen."

  • 15:16 Uhr

    Odessa und Tschernomorsk unter massiven Angriffen durch "Geran"-Drohnen

    Odessa und Tschernomorsk waren in der vergangenen Nacht einem massiven Angriff durch die russischen Streitkräfte ausgesetzt. Nach vorläufigen Angaben waren an dem Angriff etwa fünfzig "Geran"-Drohnen beteiligt. Laut lokalen Telegram-Kanälen waren am Himmel über Odessa deutlich helle Blitze zu sehen, wobei der Hauptangriff auf die Hafen- und Militärinfrastruktur der Region gerichtet war.
    Einheimischen Telegram-Kanälen zufolge brach nach den Angriffen ein Feuer aus. Die Flammen waren aus der Ferne zu sehen. Außerdem waren die Gebiete Charkow, Poltawa, Dnjepropetrowsk und Sumy von den nächtlichen Angriffen betroffen.

  • 14:39 Uhr

    Frau und zwei Kinder durch ukrainische Attacke auf Grenzgebiet Brjansk verletzt

    Das ukrainische Militär hat am Samstag auch im russischen Grenzgebiet Brjansk zugeschlagen. Der interimistische Gouverneur Jegor Kowaltschuk berichtet auf der Plattform MAX über einen Angriff auf die Siedlung Tschubkowitschi im Bezirk Starodub. Der Gegner habe dabei mehrere FPV-Drohnen eingesetzt. Eine Frau, ihr sechs Jahre alter Sohn und ihre sieben Jahre alte Tochter seien verletzt worden. Man habe die Opfer umgehend ins Krankenhaus eingeliefert und ärztlich versorgt. Weitere Einzelheiten gibt der Gouverneur nicht bekannt.

  • 14:04 Uhr

    Herabfallende Drohnenteile töten Autofahrer im russischen Gebiet Twer

    Gouverneur Witali Koroljow teilt auf der Plattform MAX mit, dass die russische Luftabwehr in der zurückliegenden Nacht über dem Gebiet Twer fünf ukrainische Drohnen abgeschossen habe. Der Politiker meldet dabei Opfer und Schäden. So seien im Bezirk Rschew Drohnenteile auf ein fahrendes Auto herabgefallen. Der Fahrer sei ums Leben gekommen. Die örtliche Regierung werde die Familie des Getöteten unterstützen.

    Ferner berichtet Koroljow über Sachschäden. Im Bezirk Nelidowo seien eine Postfiliale und ein zweigeschossiges Wohnhaus beschädigt worden. In einem Wohnhaus im Bezirk Scharkowski seien mehrere Fensterscheiben zu Bruch gegangen, als Wrackteile einer abgeschossenen Drohne davor herabgestürzt seien.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.