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Liveticker Ukraine-Krieg – EU plant: Kein Schutzstatus für wehrfähige Ukrainer mehr

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – EU plant: Kein Schutzstatus für wehrfähige Ukrainer mehr© Urheberrechtlich geschützt
  • 26.06.2026 12:57 Uhr

    12:57 Uhr

    Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums

    Russlands Verteidigungsministerium gibt in seinem Frontbericht die Verluste des ukrainischen Militärs im Zeitraum zwischen dem 20. und dem 26. Juni bekannt. 

    Der Meldung zufolge rücken die russischen Truppenverbände weiter vor. Insbesondere brachten während der vergangenen Woche Einheiten des Truppenverbands Nord den Ort Iwolschanskoje im Gebiet Sumy unter ihre Kontrolle. Insgesamt verlor die Ukraine am entsprechenden Frontabschnitt über 1.575 Soldaten. Zudem wurden fünf gepanzerte Kampffahrzeuge, 88 Autos, zwölf Artilleriegeschütze, zwei Mehrfachraketenwerfer und elf Eloka-Anlagen zerstört.

    Einheiten des Truppenverbands West setzten die Befreiung der Stadt Krasny Liman fort und befreiten 327 Gebäude, wobei das ukrainische Militär einen Verlust in Höhe von über 220 Soldaten hinnehmen musste. Ferner wurden zwei Geschütze und zehn Autos eliminiert. Kiews gesamte Verluste im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands West beliefen sich auf über 1.510 Kämpfer, 23 gepanzerte Kampffahrzeuge, 101 Autos, 16 Geschütze und fünf Eloka-Anlagen.

    Stoßtrupps des Truppenverbands Süd zerschlugen weiter die eingekesselte ukrainische Garnison der Stadt Konstantinowka. Hierbei wurden 763 Gebäude befreit, während die ukrainische Armee über 560 Soldaten zu beklagen hatte. Insgesamt verloren Kiews Truppen im entsprechenden Bereich über 1.280 Soldaten, 19 gepanzerte Kampffahrzeuge, 139 Autos und 21 Geschütze.

    Bei Gefechten gegen den Truppenverband Mitte verlor die ukrainische Armee über 2.195 Soldaten, 20 gepanzerte Kampffahrzeuge, 31 Autos, 18 Geschütze und drei Mehrfachraketenwerfer vom Typ Grad.

    Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands Ost beliefen sich die ukrainischen Verluste auf über 3.155 Kämpfer, 16 gepanzerte Kampffahrzeuge, 55 Autos und sechs Geschütze.

    Durch Feuereinwirkung des Truppenverbands Dnjepr wurden über 360 ukrainische Soldaten getötet oder verwundet. Zwei gepanzerte Kampffahrzeuge, 86 Autos, vier Geschütze und 22 Eloka-Anlagen wurden ausgeschaltet.

  • 11:37 Uhr

    Ein Toter und mehrere Verwundete bei ukrainischen Angriffen auf Gebiete Cherson und Saporoschje

    Kiews Militär hat im Verlauf des vergangenen Tages insgesamt 18 Mal das russische Gebiet Saporoschje angegriffen. Wie der Gouverneur der Region, Jewgeni Balizki, berichtet, kam dabei eine Person ums Leben, vier weitere wurden verwundet.

    Parallel dazu meldet der Gouverneur des Gebiets Cherson, Wladimir Saldo, vier weitere Verwundete aus seiner Region. Unter anderem wurde laut seinen Angaben bei einem Drohnenangriff gegen die Ortschaft Sofijewka im Kreis Kachowka ein sechsjähriges Kind verwundet.

  • 10:52 Uhr

    Mann in Charkow greift Rekrutierer mit Messer an

    In der von der Ukraine kontrollierten Stadt Charkow hat ein Mann die Mitarbeiter der lokalen Musterungsbehörde mit einem Messer angegriffen. Dies geht aus einer Mitteilung der Behörde auf Facebook hervor. In der entsprechenden Meldung heißt es:

    "Nachdem sich der Leiter der Gruppe, ein Angehöriger der Streitkräfte der Ukraine, dem Bürger vorgestellt hatte, griff der Letztere ihn unvermittelt an und setzte dabei ein Messer ein."

    Einer der Rekrutierer sei beim Angriff ums Leben gekommen, ein zweiter verwundet worden, so die Meldung weiter. Dem Angreifer gelang es, zu entkommen.

    Im Rahmen der seit 2022 in der Ukraine ausgerufenen Mobilmachung kommt es in den jüngsten Jahren immer öfter zu Zwangsrekrutierungen und gewaltsamem Widerstand dagegen.

  • 10:19 Uhr

    EU plant: Kein Schutzstatus für wehrfähige Ukrainer mehr

    Die EU-Kommission schlägt vor, ukrainischen Männern im wehrfähigen Alter keinen Schutzstatus mehr zu gewähren. Zuvor erhielten alle Geflüchteten aus der Ukraine im Rahmen der sogenannten Massenzustromrichtlinie diesen Status ohne ein reguläres Asylverfahren.

    Obwohl die Regelung grundsätzlich bis 2028 verlängert wurde, sieht der neue Vorschlag vor, die Gewährung des Schutzstatus für jene Menschen auszusetzen, die "von den ukrainischen Behörden nicht berechtigt wurden, die Ukraine zu verlassen". Die Welt berichtet dazu:

    "Die Betroffenen müssten stattdessen nun einen regulären Asylantrag stellen. Ihre Schutzersuchen würden dann individuell geprüft, wodurch die Chancen auf einen Aufenthaltstitel deutlich sinken könnten. Nach Angaben der Kommission orientiert sich der Vorschlag an den ukrainischen Ausreisebestimmungen. "

    Seit dem Beginn der russischen Sonderoperation gilt in der Ukraine ein Ausreiseverbot für Männer im Alter zwischen 23 und 60 Jahren. Dennoch leidet das ukrainische Militär an einem Personalmangel, während zahlreiche Männer versuchen, auch unter Lebensgefahr das Land zu verlassen.

    Die neue Bestimmung der EU solle die "Verteidigungsfähigkeit" des Kiewer Regimes stärken. Sollten die Mitgliedstaaten der Union sich dafür entscheiden, könnte sie bereits in den nächsten Monaten in Kraft treten und für neu ankommende Männer gelten. Der Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte bereits zuvor seine Unterstützung signalisiert.

  • 09:11 Uhr

    Gebiet Belgorod: Zivilist bei ukrainischem Angriff getötet

    Im Verlauf des vergangenen Tages hat das ukrainische Militär das russische Grenzgebiet Belgorod insgesamt 84 Mal angegriffen. Wie der amtierende Gouverneur des Gebiets, Alexandr Schuwajew, berichtet, kamen dabei Artillerie, Mehrfachraketenwerfer und Drohnen zum Einsatz. Ein Zivilist kam durch die Angriffe ums Leben. Schuwajew berichtet:

    "Leider kam bei einem vorsätzlichen Angriff des ukrainischen Militärs ein Zivilist im Kreis Krasnaja Jaruga ums Leben. Drei Menschen in den Kreisen Wolokonowka, Krasnaja Jaruga und Rakitnoje wurden verwundet."

  • 08:29 Uhr

    Russlands Streitkräfte kontrollieren alle Zufahrtswege nach Konstantinowka

    Sämtliche Wege, die in die Stadt Konstantinowka in der DVR führen, stehen unter russischer Feuerkontrolle und können nicht vom ukrainischen Militär genutzt werden. Russlands Verteidigungsministerium gibt dazu bekannt:

    "Alle Wege, die in die Siedlung Konstantinowka führen, sind für den Gegner gesperrt, weil Drohnenpiloten des Truppenverbands Süd sie rund um die Uhr kontrollieren."

    Konstantinowka ist eine große Industriestadt in der DVR, die den letzten ukrainischen befestigten Raum im Donbass – den Ballungsraum Slawjansk-Kramatorsk – deckt. Die Stadt wird seit 2025 umkämpft.

  • 08:02 Uhr

    Größter ukrainischer Drohnenangriff seit Jahresbeginn abgewehrt

    Russlands Luftabwehr hat in der vergangenen Nacht insgesamt 660 ukrainische Drohnen abgeschossen. Wie das russische Verteidigungsministerium mitteilt, wurden die Drohnen über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Kursk, Orjol, Kaluga, Lipezk, Rostow, Woronesch, Tula, Rjasan, Astrachen, Moskau, der Krim sowie über dem Schwarzen und dem Asowschen Meer zerstört.

    Nach Zählungen der Nachrichtenagentur TASS handelte es sich damit um den größten ukrainischen Drohnenangriff seit Jahresbeginn. Der bisherige Höchststand an abgeschossenen Drohnen war am 17. Mai erreicht worden, als 556 ukrainische Drohnen zerstört wurden.

  • 25.06.2026 22:00 Uhr

    22:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 21:57 Uhr

    Ukraine-Wiederaufbaukonferenz: EU zahlt Kiew 3,2 Milliarden Euro als erste Tranche

    Die EU hat für die Ukraine eine erste Tranche in Höhe von 3,2 Milliarden Euro im Rahmen ihrer neuen sogenannten Makrofinanzhilfe (MFA) freigegeben. Die Auszahlung wurde am Donnerstag von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf der Ukraine-Wiederaufbaukonferenz im polnischen Danzig verkündet.

    Von der Leyen erklärte, "eine prosperierende Ukraine von morgen erfordere bereits heute massive Investitionen". Seit Beginn des Krieges hätten die EU und ihre Mitgliedstaaten bereits rund 200 Milliarden Euro an wirtschaftlicher, finanzieller und militärischer Hilfe geleistet.

    Auch Bundeskanzler Friedrich Merz sicherte der Ukraine weitere Unterstützung zu. Europas Unterstützung für Kiew sei "unerschütterlich", erklärte Merz. Zugleich forderte der Bundeskanzler Russland zu "Verhandlungen" auf, denn Moskau erkenne angeblich, dass es diesen Krieg nicht gewinnen könne.
    "Und heute senden wir eine klare Botschaft an Russland: Die Zeit für Verhandlungen ist gekommen, um die Frontlinie einzufrieren und das Töten zu beenden", so Merz wörtlich.

    Ein Video dazu finden Sie hier auf unserer Website

  • 21:41 Uhr

    Ukrainischer Energieminister fordert Bürger zur Vorbereitung auf harten Winter auf

    Der ukrainische Energieminister Denis Schmygal ruft die Bürger auf, sich auf einen harten Winter vorzubereiten – und zwar unabhängig davon, ob die Kriegshandlungen andauern oder nicht. In seiner Rede auf der internationalen Konferenz zur Ukraine, der "Ukraine Recovery Conference 2026" (URC 2026), im polnischen Danzig sagt Schmygal:

    "Es spielt keine Rolle, ob es ein Kriegswinter wird oder ob die Kampfhandlungen eingestellt werden – dieser Winter wird hart werden, und wir müssen darauf vorbereitet sein."

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.