Liveticker Ukraine-Krieg – Gegnerische Drohnen greifen Kertsch an: Vier Tote und 28 Verletzte

21.06.2026 09:03 Uhr
09:03 Uhr
Hofreiter wirft Bundesregierung Versagen vor: Kein Überblick über Russlands "Schattenflotte"
Die Bundesregierung hat keinen genauen Überblick, wie viele Schiffe der sogenannten russischen Schattenflotte seit dem Jahr 2022 Öl durch deutsche Gewässer transportiert haben. Das geht aus der Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Kleine Anfrage des Grünen-Bundestagsabgeordneten Anton Hofreiter hervor, die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) vorliegt. Hofreiter wirft der Bundesregierung deshalb Versagen vor:
"Sie nimmt damit in Kauf, dass der Export von Öl durch die Ostsee der russischen Staatskasse weiterhin Einnahmen beschert."
Nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums erlaubten die Kriterien der Schattenflotten-Resolution der Versammlung der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation und anderer Definitionen "keine lückenlose statistische Erfassung von Schiffen oder Aktivitäten der Schattenflotte". Abschließende Angaben zur Gesamtheit der Schattenflotte seien deshalb nicht möglich. Die Erkenntnisse der Behörden würden dennoch in gemeinsamen Lagebildern zusammengeführt, die Bundesregierung sehe deshalb keine wesentlichen Datenlücken.
Hofreiter hält diese Auffassung der Bundesregierung für "besorgniserregend".
"Es offenbart, dass die Bundesregierung ihren Spielraum beim Vorgehen gegen die russische Schattenflotte nicht nutzt."
Der Grünen-Politiker behauptet ferner, dass die angeblichen Schattenflottentanker "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" die Bedingungen für das Recht auf freie Durchfahrt nicht erfüllten. Es sei höchste Zeit, "konsequent gegen die Aktivitäten der russischen Schattenflotte vorzugehen und damit die Einnahmen des russischen Staates zu verkleinern und die Gefahren für die Sicherheit und die Umwelt im Ostseeraum zu verringern".
08:34 Uhr
Angriff auf Fähre in Straße von Kertsch: Russische Behörden melden Opfer
Auch der Krisenstab der südrussischen Region Krasnodar meldet auf der Plattform Telegram eine ukrainische Attacke auf eine Fähre, die gewöhnlich in der Straße von Kertsch verkehrt. Demnach sei das Schiff "Panagija" in der Nacht zum 21. Juni mit unbemannten Luftfahrzeugen angegriffen worden. Nach vorläufigen Angaben sei ein Mensch ums Leben gekommen. Es gebe mindestens einen Verletzten. Weitere Einzelheiten werden nicht bekanntgegeben.
Ferner berichtet der Krisenstab über eine Drohnenattacke auf ein Ölhafenterminal in der Siedlung Tschuschka. Am Ort des Geschehens sei die Feuerwehr im Einsatz. In zwei Siedlungen der Region Krasnodar seien zudem zwei Privathaushalte durch herabfallende Drohnenteile beschädigt worden.
Der sämtliche Fährverkehr zwischen der Region Krasnodar und der Halbinsel Krim ist vorübergehend eingestellt worden.
08:06 Uhr
Ukrainische Drohnen greifen Kertsch an: Mindestens vier Tote und 28 Verletzte
Die ukrainischen Streitkräfte haben am Sonntag eine massive Drohnenattacke auf die Schwarzmeer-Halbinsel Krim unternommen. Das Oberhaupt der russischen Teilrepublik Krim, Sergei Aksjonow, meldet auf der Plattform Telegram mehrere Tote und Verletzte. Ihm zufolge habe die Attacke der Halbinsel Kertsch gegolten. Mindestens vier Menschen seien um Leben gekommen, 28 weitere seien verletzt worden. Der Politiker drückt den Familien und den Angehörigen der Getöteten sein tiefstes Beileid aus und wünscht den Verletzten eine möglichst baldige Besserung. Am Ort des Geschehens seien Sicherheitskräfte im Einsatz. Weitere Einzelheiten teilt Aksjonow nicht mit.
Laut Augenzeugen soll es im Hafen der Stadt Treffer gegenbe haben. Bereits in den vergangenen Tagen hat es mehrere Angriffe auf kleinere Brücken gegeben, die die Halbinsel Krim mit dem Festland verbinden.
07:31 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 239 ukrainische Drohnen

Archivbild: Teile einer abgeschossenen ukrainischen Drohne in Melitopol, 3. Juni 2026ALEXANDER POLEGENKO / TASS Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Sonntagmorgen über weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen anzugreifen. Demnach habe die russische Luftabwehr in der vergangenen Nacht 239 gegnerische Drohnen abgefangen. Die unbemannten Luftfahrzeuge seien demnach über den Gebieten Astrachan, Belgorod, Brjansk, Kursk, Orjol und Rostow, der Region Krasnodar, den Teilrepubliken Krim und Adygeja sowie über dem Asowschen und dem Schwarzen Meer zerstört worden. Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.
20.06.2026 21:00 Uhr
21:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
20:58 Uhr
"An erster Stelle Deutschland" – Russischer Politikwissenschaftler kündigt Angriffe auf Europa an

Der Politikwissenschaftler Sergei Karaganow hat sich in einem Interview, das am 17. Juni 2026 veröffentlicht wurde, zur kommenden Reaktion auf die anhaltenden Angriffe aufs russische Hinterland geäußert. Karaganow erklärte:
"Ich denke, dass die Entschlossenheit wächst, sowohl gegen die Ukraine als auch gegen jene europäischen Länder, die sich direkt an der Aggression gegen Russland beteiligen, deutlich härter vorzugehen."
Dabei ergänzte der Politikwissenschaftler, dass diese Angriffe innerhalb des nächsten Jahres Realität würden.
"Zunächst natürlich nicht mit Atomwaffen. Ich spreche mich dafür aus, dass dies so bald wie möglich geschieht."
Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
20:45 Uhr
Russische Flugabwehr zerstört mehr als 20 Drohnen der Ukraine
Einheiten der Flugabwehr haben 24 ukrainische Drohnen über Russland abgefangen und zerstört. Laut dem russischen Verteidigungsministerium wurden die Flugziele zwischen 14 und 20 Uhr (Moskauer Zeit) über den Gebieten Belgorod, Brjansk und Kursk sowie über der Region Krasnodar, der Teilrepublik Krim, dem Schwarzen und Asowschen Meer vom Himmel geholt.
20:26 Uhr
Ehemaliger Präsident der Ukraine legt polnischen Orden ab
Der ehemalige Präsident der Ukraine Leonid Kutschma (1994–2005) hat beschlossen, den polnischen Orden des Weißen Adlers abzulegen. Dies berichtet die Pressesprecherin seiner Stiftung.
Die Entscheidung wird als Reaktion auf die Aberkennung des einst dem ukrainischen Staatschef Wladimir Selenskij verliehenen Ordens durch den polnischen Präsidenten Karol Nawrocki erklärt. In seiner Amtszeit habe Kutschma besonderen Wert auf die Aussöhnung zwischen den beiden Ländern und die Lösung historischer Streitigkeiten gelegt. Kutschma betont:
"Die wahre Freundschaft zwischen der Ukraine und Polen ist Realität geworden. Der Beweis dafür ist die unschätzbare Hilfe, die Polen der Ukraine geleistet hat. Ich bin zuversichtlich, dass Präsident Nawrockis gegenwärtiger unfreundlicher Schritt all dies nicht zunichtemachen kann. Doch heute bleibt mir keine andere Wahl, als Polens höchste Auszeichnung abzulehnen."
20:00 Uhr
Selenskij fordert erneut von Weißrussland, "Relaisstationen" zu demontieren
Weißrussland muss Relaisstationen entlang der Grenze zur Ukraine demontieren, fordert der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij erneut. In einer Videobotschaft am Samstag betont Selenskij, er meine vier Anlagen, die angeblich in den Gebieten Gomel und Brest stationiert seien:
"Weißrussland hat Zeit, diese Anlagen zu demontieren."
Außerdem erklärt Selenskij, die Ukraine kenne alle weißrussischen Unternehmen, die für Russland arbeiten sollen.
19:37 Uhr
Selenskij schickt Orden des Weißen Adlers per Post nach Polen
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hat Polen den Orden des Weißen Adlers zurückgegeben. Das erklärt er über die sozialen Medien. Selenskij schreibt:
"Am Vortag betonte der polnische Präsident, dass der Orden des Weißen Adlers keine gewöhnliche Auszeichnung ist. Er ist ein Symbol des höchsten Vertrauens der Polnisch-Litauischen Union. Er bezeugt eine besondere Verbundenheit mit dem polnischen Staat und die besondere Dankbarkeit des Volkes. Ein solches Symbol verlangt nicht nur Verdienste, sondern auch Respekt vor den Werten, die das Fundament unserer Gemeinschaft bilden."
Selenskij merkt an, dass dieses Symbol weiterhin mit Katharina der Großen, Benito Mussolini und Gerhard Schröder verbunden ist, und verspricht, dies nicht zu bestreiten. Nichtsdestotrotz sei die Ukraine dem polnischen Volk für dessen Unterstützung und Zusammenarbeit dankbar.
Dazu veröffentlicht Selenskij Fotos aus einem Postamt. Auf einer Aufnahme ist ein Formular der Ukrposhta zu sehen. Als Empfänger ist der polnische Präsident und als Bestimmungsort sein Büro angegeben.
Der polnische Präsident Karol Nawrocki hatte Selenskij den Orden am Vortag aberkannt.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

