Liveticker Ukraine-Krieg: US-Senatoren kündigen neue Sanktionen gegen Russland an

11.07.2026 08:34 Uhr
08:34 Uhr
Ukraine greift erneut Schiffe in Bucht von Taganrog an: Ein Matrose getötet
Das ukrainische Militär hat erneut Schiffe im Asowschen Meer angegriffen. Wie Juri Sljussar, Gouverneur des südrussischen Gebiets Rostow, auf Telegram schreibt, hat der Gegner in der Bucht von Taganrog vier verschiedene Schiffe, darunter ein Tankschiff mit Methanol, attackiert. Die Wasserfahrzeuge hätten nur geringfügige Schäden davongetragen. Es bestehe keine Gefahr.
Der Politiker berichtet zudem über den Tod eines Matrosen. Weitere Opfer oder Verletzte habe es nicht gegeben. Bei der Abwehr der Attacke seien mehr als ein Dutzend Drohnen zerstört worden. Darüber hinaus habe der Gegner die Stadt Taganrog und zwei Bezirke des Gebiets angegriffen.
08:02 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 178 ukrainische Drohnen
Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Samstagmorgen über weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen anzugreifen. Demnach hat die russische Luftabwehr im Zeitraum von 19 Uhr am Freitag bis 7 Uhr am Samstag (MESZ) 178 gegnerische Drohnen abgefangen. Die unbemannten Luftfahrzeuge seien über den Gebieten Brjansk, Kaluga, Rostow, Smolensk und Twer, dem Großraum Moskau, der Region Krasnodar, den Teilrepubliken Krim und Adygeja sowie über dem Asowschen und dem Schwarzen Meer zerstört worden. Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.
07:29 Uhr
US-Senatoren kündigen neue Sanktionen gegen Russland an

ArchivbildMariam Zuhaib / AP In den USA zeichnen sich verschärfte Russland-Sanktionen ab: Vier Senatoren haben sich nach eigenen Angaben mit der Regierung von Präsident Donald Trump auf entsprechende Maßnahmen geeinigt. Die Gesetzgebung solle bald umgesetzt werden, erklärten die republikanischen Senatoren Lindsey Graham und Roger Wicker sowie ihre demokratischen Kollegen Richard Blumenthal und Jeanne Shaheen am Freitag in Washington. Es gehe um Instrumente, die denjenigen einen "hohen Preis" abverlangten, die Öl und Gas aus Russland kauften und damit die "Kriegsmaschinerie" des russischen Präsidenten Wladimir Putin antrieben, teilten die vier Kongressmitglieder mit. Details der Einigung nannten sie nicht.
Im US-Senat wurde zuletzt ein Gesetzentwurf diskutiert, der hohe Strafzölle gegen Länder ermöglichen soll, die weiterhin Öl und Erdgas aus Russland importieren. Trump hatte bereits im Herbst erklärt, er sei damit grundsätzlich einverstanden. Die USA hatten unter Trump zwischenzeitlich Strafzölle in Höhe von 25 Prozent gegen Indien verhängt. Diese wurden jedoch im Februar wieder aufgehoben, nachdem sich das Land verpflichtet hatte, auf Energieimporte aus Russland zu verzichten.
10.07.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:54 Uhr
Lawrow: Russland glaubt nicht mehr an Verhandlungen mit dem Westen

Russland glaube nicht mehr an die Bereitschaft der westlichen Länder, Verhandlungen zur Ukraine-Krise zu führen.
Das erklärte der russische Außenminister Sergei Lawrow während seines Besuchs in Mosambik. Der Minister erinnerte daran, dass bereits zuvor Vereinbarungen zur Ukraine-Krise unter der Garantie des Westens getroffen worden seien, diese jedoch jedes Mal "vom Westen selbst zunichte gemacht wurden und sich als wertlos erwiesen haben."
Ein Video dazu finden Sie hier auf unserer Website
21:28 Uhr
Bericht: Nördlich und östlich von Slawjansk schaffen Russen "Todeszonen" für Armee der Ukraine
Der Gürtel der Donbass-Festungen, zu dem auch Slawjansk und Kramatorsk gehören, entwickelt sich zu einem der wichtigsten Schauplätze des Konflikts, schreibt die polnische Wochenzeitschrift Polityka. Dies ist der letzte Teil des Donbass-Gebiets, den die russischen Truppen bislang noch nicht eingenommen haben. Im nördlichen Abschnitt des Festungsgürtels konnten sie Erfolge erzielen und stellen nun eine reale Bedrohung dar, räumen die Autoren der Zeitschrift ein. Sie bezeichnen diese Gebiete als "Todeszonen":
"Die schwierigste Lage ergibt sich auf der anderen Seite des Donez, in Richtung der Dörfer Rajgorodok und Nikolajewka, die nordöstlich und östlich von Slawjansk liegen. Dort ist es den Russen gelungen, die Gruppe ukrainischer Brigaden aufzuteilen, die entlang eines Waldstreifens Verteidigungsstellungen gehalten hatten. Durch diese Aufspaltung entstehen sogenannte 'Todeszonen', in denen die ukrainischen Stellungen von den Russen von drei Seiten eingekesselt sind ... Dort wüten russische Drohnen, und Maschinengewehrfeuer kann aus den unerwartetsten Richtungen kommen, sodass es schwer ist, sich davor zu verstecken ... Die Personalstärke der Brigaden und Bataillone schwindet; bei einigen sind nur noch 20 bis 40 Prozent der Sollstärke übrig."
20:59 Uhr
Miroschnik: Statt Panzer greift Kiew Wohnhäuser und Krankenhäuser an

Archivbild: Der durch einen Drohnenangriff ausgebrannte Bus der Linie Moskau – Simferopol in Jenakijewo, DVRRIA Nowosti/Taisija Woronzowa / Sputnik Kiew greift Krankenhäuser und zivile Busse anstelle von Panzern und Schützengräben an und setzt damit verbotene Methoden und Formen der Kriegsführung ein. Dies erklärt Rodion Miroschnik, Sonderbeauftragter des russischen Außenministeriums. Er merkt an, dass die letzten Monate recht deutlich und unmissverständlich gezeigt hätten, dass Kiew, da es keine Möglichkeit habe, auf dem Schlachtfeld zu siegen, auf einen "Terrorkrieg" setze. Miroschnik betont:
"Durch den Einsatz verbotener Formen und Methoden der Kriegsführung versuchen sie, Siege zu inszenieren: Anstelle von Panzern greifen sie Linienbusse und Zivilfahrzeuge an, anstelle von Bunkern und Befestigungsanlagen führen sie Angriffe auf Wohnhäuser und Krankenhäuser durch."
20:36 Uhr
Abgeordneter: Der Westen hält nicht mehr geheim, dass er Russland angreifen will
Der Westen hält nicht mehr geheim, dass er einen Angriff auf Russland vorbereitet, erklärt Andrei Kolesnik, Mitglied des Verteidigungsausschusses der Staatsduma, in einem Kommentar gegenüber dem Portal Lenta.ru. Anlass dafür war ein Interview des niederländischen Ministerpräsidenten Rob Jetten mit der Zeitung Kyiv Independent, in dem dieser Europa dazu aufrief, die Ukraine zu unterstützen, um das Tempo der Angriffe tief ins russische Territorium hinein aufrechtzuerhalten. Kolesnik verspricht, dass Russland entsprechend reagieren werde. Er betonte:
"Diese Äußerung des niederländischen Politikers bestätigt, dass der Westen nicht mehr verhehlt, dass er unter dem Vorwand, 'Russland wolle uns angreifen', selbst einen Angriff auf Russland vorbereitet und versucht, dies mit diesem Informationslärm auf jede erdenkliche Weise zu verschleiern ... Das lässt sich unmöglich verschleiern, sie verraten sich trotzdem. Wir werden entsprechend reagieren. Die Niederlande sollten die Bedeutung des Namens ihres Landes nicht vergessen ... Er sollte sich also mit solchen Aussagen zurückhalten, die für sein eigenes Land risikoreich sind."
20:01 Uhr
Sibiga kritisiert mögliche Lockerung der Sanktionen gegen Russland
Eine Lockerung der Sanktionen gegen Russland sei inakzeptabel. Dies erklärte der ukrainische Außenminister Andrei Sibiga. Anlass für diese Reaktion war ein Bericht des Portals Euractiv, wonach Vertreter der EU-Staaten bis Montag einen Kompromissvorschlag für das Sanktionspaket ausarbeiten. Der Minister betonte, dass der Sanktionsdruck auf Russland nicht nachlassen, sondern verstärkt werden müsse. In einem Kommentar gegenüber dem Portal Zensor.Net sagte Sibiga unter anderem:
"Ich weiß nicht, was 'abgeschwächte' Sanktionen sind, ich weiß aber, was wirksame Sanktionen sind."19:50 Uhr
Nach Widerstand gegen Kiews Menschenfänger: Protestler müssen "Ruhm dem TZK" skandieren

Nachdem eine Menschenmenge am 8. Juli in Lwow Widerstand gegen Beamte des Territorialen Zentrums für Rekrutierung (TZK) geleistet hat, wurden einige davon geschnappt und bestraft. Sie wurden genötigt "Slawa TZK" zu skandieren und sich öffentlich zu entschuldigen.
Einer der Festgenommenen erklärte, er werde sich nun "freiwillig" an die Front melden. Ein anderer, der angab, bereits Soldat der ukrainischen Armee zu sein, bat um Verzeihung und erklärte, dass er nach seinem Fronturlaub wieder in den Kampf zurückkehren wird.
Ein Video dazu finden Sie hier auf unserer Website
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.



