Liveticker Ukraine-Krieg: Massiver Drohnenangriff ukrainischer Streitkräfte auf russische Regionen

15.03.2026 17:17 Uhr
17:17 Uhr
Fico: Ungenügender Druck auf Selenskij – EU kann Inspektion der Druschba-Pipeline nicht durchsetzen

Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico hat sich am Samstag, dem 14. März 2026, zu den ausbleibenden Öllieferungen über die Druschba-Pipeline geäußert. Er warf der Europäischen Union vor, die Interessen der Ukraine über die der Mitgliedstaaten zu stellen.
Obwohl Präsident Selenskij um Geld bitte, könne die EU keine Inspektionsmission der angeblich beschädigten Pipeline durchsetzen. "Dafür gibt es im diplomatischen Wörterbuch eine einfache Formulierung: 'Lieber Wladimir, du willst europäisches Geld, also komm uns entgegen'", sagte Fico.
Der Politiker kritisierte, dass eine solche Art der Kommunikation jedoch nur gegenüber EU-Mitgliedstaaten angewendet werde, die es wagen, souveräne Meinungen zu vertreten.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
16:48 Uhr
Gebiet Brjansk: Mann bei Angriff ukrainischer Streitkräfte verletzt
Der Bezirk Pogar im Gebiet Brjansk wurde von den ukrainischen Streitkräften angegriffen; ein Zivilist wurde verletzt, ein Traktor beschädigt, wie Gouverneur Alexander Bogomas mitteilte. Auf seinem Kanal auf der Plattform Max schrieb er:
"Die ukrainischen Streitkräfte haben den Bezirk Pogar angegriffen. Bei einem Angriff mit Kamikaze-Drohnen auf das Gelände eines landwirtschaftlichen Betriebs im Dorf Tschaussy im Bezirk Pogar wurde leider ein Zivilist verletzt. Der Mann wurde ins Krankenhaus gebracht, wo er die notwendige medizinische Versorgung erhielt. Ein Traktor wurde beschädigt."
Der Gouverneur präzisierte, dass Einsatz- und Rettungsdienste vor Ort im Einsatz seien.
16:16 Uhr
Nordeuropa und Kanada bekräftigen Absicht, Ukraine weiterhin zu unterstützen
Dänemark, Norwegen, Schweden, Island, Finnland und Kanada werden der Ukraine weiterhin wirtschaftliche und militärische Unterstützung gewähren, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Ministerpräsidenten dieser Länder. In dieser Erklärung, die auf der Webseite des kanadischen Außenministeriums veröffentlicht wurde, heißt es:
"Wir werden der Ukraine weiterhin wirtschaftliche, zivile, militärische und humanitäre Hilfe leisten und rufen alle Mitglieder der Koalition auf, ihre Unterstützung zu verstärken. Wir werden unsere gemeinsame Hilfe weiterhin koordinieren."
15:56 Uhr
Kommando der 159. Brigade der ukrainischen Streitkräfte verharmlost tatsächliche Verluste an der Front
Das Kommando der 159. separaten mechanisierten Brigade der ukrainischen Streitkräfte gibt die tatsächlichen Verluste der Einheit im Gebiet Charkow zu niedrig an, wie aus russischen Sicherheitskreisen verlautete. Die Quelle sagte:
"Bei Verhören gefangener Soldaten wurde bekannt, dass das Kommando der Einheit Soldaten der Brigade, die von Kämpfern der russischen Streitkräfte des Truppenverbands Nord im Gebiet Charkow vernichtet wurden, als im Donbass vermisst bezeichnet."
An diesem Abschnitt der Front sind die Truppenverbände West und Nord im Einsatz. In den vergangenen 24 Stunden beliefen sich die Gesamtverluste des Gegners auf bis zu 415 Kämpfer, einen Schützenpanzer, zwei M113-Panzertransporter, sieben gepanzerte Kampffahrzeuge, 37 Fahrzeuge, fünf Artilleriegeschütze, eine Abschussrampe für das MLRS-Mehrfachraketenwerfersystem, zwei Gegenartillerie-Stationen und mehrere Munitionsdepots.
15:23 Uhr
Selenskij: US-Team will Treffen mit Vertretern aus Ukraine und Russland nächste Woche in USA
Die US-Vermittler wollen dem ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij zufolge nächste Woche in den USA trilaterale Gespräche mit Russland und der Ukraine über eine Beendigung des Krieges abhalten. Ein Treffen mit US-Präsident Donald Trump sei nötig, unterstrich Selenskij nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters.
Der Politiker sagte zudem vor Journalisten, dass die Ukraine nicht die Unterstützung der gegen Iran kämpfenden USA verlieren wolle. Die Regierung in Kiew zeige ihre Bereitschaft, den USA und ihren Verbündeten in der Golfregion zu helfen, indem sie angeboten habe, ihr Fachwissen über Drohnen zu teilen.
"Wir hoffen stark, dass die USA sich wegen des Nahen Ostens nicht von der Frage des Ukraine-Krieges abwenden werden."
14:51 Uhr
Frau im Gebiet Saporoschje bei Attacke aus Ukraine verletzt
Gouverneur Jewgeni Balizki teilt auf Telegram mit, dass das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden zivile Objekte in fünf Bezirken des von Russland kontrollierten Teils des Gebiets Saporoschje unter Beschuss genommen habe. Eine ukrainische Drohne habe ein Einfamilienhaus in der Siedlung Werschina attackiert. Dabei sei eine 48 Jahre alte Frau verletzt worden. In mehreren Ortschaften sei es zu Stromausfällen gekommen. Die Stromversorgung sei teilweise wiederhergestellt worden.
14:35 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört weitere 125 ukrainische Drohnen
Das russische Verteidigungsministerium berichtet über weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen anzugreifen. Demnach habe die russische Luftabwehr im Zeitraum von 6 bis 12 Uhr MEZ 125 gegnerische Drohnen abgeschossen. Die Zahl der zerstörten Drohnen listet die Behörde wie folgt auf:
- Gebiet Brjansk – 51,
- Großraum Moskau – 38, davon 28 im Anflug auf die russische Hauptstadt,
- Gebiet Kaluga – 19,
- Gebiet Belgorod – 5,
- Gebiet Tula – 5,
- Gebiet Smolensk – 3,
- Gebiet Wladimir – 2,
- Gebiet Kursk – 1,
- Gebiet Twer – 1.
Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.
14:18 Uhr
Peskow im FT-Gespräch: "Die Europäer wollen dem Friedensprozess nicht helfen"
Der Kremlsprecher Dmitri Peskow hat in einem Interview für die britische Zeitung Financial Times den Besuch eines französischen Vermittlers in Moskau bestätigt. Dennoch gab der Sprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin zu verstehen, dass dieses Treffen keinen Fortschritt mit sich gebracht hatte. Peskow wurde mit den Worten zitiert:
"Die Europäer wollen dem Friedensprozess nicht helfen. Als Frankreichs Vertreter kam, brachte er keine positiven Signale mit. Deswegen bekam auch er nichts Gutes zu hören."
Der hochrangige Beamte fügte hinzu, dass die EU einen Fehler mit negativen Folgen für ihre Zukunft begehe, indem sie auf der Fortsetzung der ukrainischen Kampfhandlungen gegen Russland beharre. Dabei verwies Peskow auf die jüngsten Erfolge der russischen Streitkräfte auf dem Schlachtfeld. Trotzdem sei Russland offen für eine diplomatische Lösung.
Wie das Blatt ferner unter Berufung auf namentlich nicht genannte Quellen berichtete, habe die französische Seite den Kreml davon überzeugen wollen, dass sich Europa an Friedensgesprächen zur Lösung der Ukraine-Krise beteiligen müsse. Der russische Präsidentenberater Juri Uschakow habe aber diese Forderung ziemlich grob zurückgewiesen.
Ukraine peace talks fizzle out as Trump’s focus shifts to Iran https://t.co/78ktG9c6Qk
— FT Europe (@ftbrussels) March 15, 202613:40 Uhr
BSW-Chefin will Russlands Pipeline-Erdöl für PCK Schwedt
Nach der Entscheidung der USA für eine befristete Lockerung von Handelssperren für Erdöl aus Russland hat die Vorsitzende des Bündnis Sahra Wagenknecht, Amira Mohamed Ali, die Rückkehr zu russischen Lieferungen für die Raffinerie Schwedt in Brandenburg gefordert. Mit Blick auf die aktuell hohen Spritpreise sagte Mohamed Ali bei einem Parteitag des BSW Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin:
"Natürlich sollten wir wieder das preiswerte russische Öl über die Druschba-Pipeline nach Schwedt importieren."
Ein solcher Schritt werde nicht nur der PCK-Raffinerie in Schwedt helfen, sondern die Sprit- und Heizpreise insgesamt senken, hieß es.
13:09 Uhr
Gouverneur meldet zwölf Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf 47 Ortschaften im Gebiet Belgorod
Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen im russischen Grenzgebiet Belgorod. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden 47 Ortschaften in sieben Bezirken angegriffen hat. Der Gegner habe mindestens 22 Geschosse abgefeuert und 190 Drohnen eingesetzt, von denen 97 abgeschossen worden seien.
In der Statistik berichtet der Politiker über zwölf Verletzte. Ein Einwohner der Siedlung Wessjolaja Lopan sei zu Schaden gekommen, als eine ukrainische FPV-Drohne sein Auto angegriffen habe. Bei einer ähnlichen Attacke in der Siedlung Rschewka sei ein Mann verletzt worden. Ein weiterer Zivilist habe bei der Detonation einer gegnerischen FPV-Drohne auf dem Gelände eines Betriebs in der Siedlung Maximowka schwere Verletzungen erlitten. In der Siedlung Nowaja Tawolschanka seien ein Mann und eine Frau bei einer Drohnenattacke auf einen Kleintransporter verletzt worden. Ein Angehöriger der lokalen Verteidigungseinheit Orlan habe bei der Ausübung seines Dienstes in der Stadt Schebekino Verletzungen erlitten. Sechs weitere Einwohner seien bei Drohnenattacken auf einen Betrieb und ein Geschäft verletzt worden.
Außerdem teilt der Politiker mit, dass am Samstag zwei Männer medizinische Einrichtungen aufgesucht hätten, nachdem sie bereits am 13. März bei ukrainischen Drohnenattacken auf die Siedlung Grusskoje beziehungsweise die Stadt Graiworon Barotraumata erlitten hätten.
Gladkow meldet darüber hinaus viele Sachschäden. Demnach sind in den vergangenen 24 Stunden mehrere Energieanlagen, zwölf Wohnungen in sechs Mehrfamilienhäusern, 15 Einfamilienhäuser, zwei soziale Einrichtungen, zwei Geschäfte, ein Verwaltungsgebäude, zwei Infrastrukturobjekte, eine Produktionshalle, ein Landwirtschaftsbetrieb, eine Scheune, ein Traktor, fünf Lkw, zwei Kleintransporter, ein Minibus und 36 Autos zerstört oder beschädigt worden.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
