Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Armee greift Häfen von Nikolajew und Odessa an

1.08.2026 21:00 Uhr
21:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
20:58 Uhr
Soldat: Kiew verwandelt Cherson in ein Drohnen-Testgelände
Wie der leitende Bediener der Aufklärungsdrohne Orlan-10 der 18. kombinierten Armee der Truppengruppe Dnjepr der Nachrichtenagentur TASS berichtet, haben die Streitkräfte der Ukraine die Stadt Cherson in ein Testgelände für neue Drohnentechnologien verwandelt. Der Soldat erklärt weiter, dass die mehrstöckige Bebauung und die landschaftliche Lage Cherson zu einem idealen Ort für den Einsatz von Drohnen und die Ausbildung von Operateuren machen, und merkt an:
"Cherson wurde sozusagen in ein großes Testgelände für die Erprobung neuer unbemannter Systeme verwandelt. (…) Sie testen ständig neue Systeme, bevor sie die weiter entsenden."
20:37 Uhr
Nationalbank: Russische Angriffe führen zu Exportstopp
Die immer häufiger durchgeführten Militärschläge gegen ukrainische Häfen und Logistikkomplexe haben die Arbeit der ukrainischen Unternehmen erschwert, und der Export ukrainischer Waren musste unterbrochen werden. Dies teilt der Chef der Nationalbank der Ukraine Andrej Pyschny dem Portal Strana mit. Er weist zudem darauf hin, dass die Einschränkungen in der Seelogistik den realen Sektor besonders hart treffen. Pyschny sagt:
"Die systematischen Angriffe Russlands auf die Energie-, Logistik-, Lager- und Hafeninfrastruktur haben leider ihre Folgen. Wir sehen, wie sich die Arbeitsbedingungen für die ukrainische Wirtschaft erneut verschärft haben. Die Einschränkungen in der Seelogistik wirken sich besonders spürbar auf die Unternehmen des Realsektors aus. Daher kommt es zu erheblichen Verzögerungen oder vorübergehenden Unterbrechungen beim Export ukrainischer Produkte."
20:14 Uhr
Rubio: Washington will sich für Wiederaufnahme der Friedensgespräche zwischen Moskau und Kiew einsetzen
In naher Zukunft werden die USA ihre Bemühungen intensivieren, damit die Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine wiederaufgenommen werden könnten. US-Außenminister Marco Rubio äußerte sich dazu in einem Interview mit dem Fernsehsender Fox News.
Laut Rubio verstehe Washington, dass beide Seiten "rote Linien" haben, die für einen Kompromiss berücksichtigt werden müssten. US-Präsident Donald Trump habe sein Team angewiesen, so der Außenminister weiter, Verhandlungen zwischen Moskau und Kiew zu erleichtern, falls sich eine solche Gelegenheit ergeben würde.
20:01 Uhr
Bericht: Netanjahu blockiert Lieferung des Luftabwehrsystems Iron Dome an die Ukraine
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die Lieferung des Luftabwehrsystems Iron Dome an die Ukraine blockiert. Dies berichtet die US-Zeitung The Washington Post. Tel Aviv konkurriert mit Kiew derzeit um weitere militärische Ressourcen aus den USA. In dem Zeitungsartikel heißt es:
"Im Jahr 2023 unterstützte der inzwischen verstorbene republikanische Senator Lindsey Graham die Lieferung von Iron Dome-Luftabwehrbatterien an die Ukraine. Doch auf diesem Weg tauchte ein Hindernis auf – der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Er blockierte die Lieferung der Systeme unter Berufung auf die Bedingungen eines Abkommens über die gemeinsame Produktion, wonach Israel das Recht auf die endgültige Entscheidung über den Einsatz des Systems hat, obwohl die betreffenden Batterien von den USA bezahlt worden waren."
19:38 Uhr
Russischer Soldat: Ukrainer versuchen, Drohnen als Vögel zu tarnen

SymbolbildRIA Nowosti / Jewgenij Jepantschinzew / Sputnik Das ukrainische Militär versucht, flugzeugartige Drohnen als flatternde Vögel zu tarnen, berichtete ein Kämpfer der russischen Streitkräfte mit dem Rufzeichen Wogan. Darüber berichtet die Nachrichtenagentur TASS. Der Soldat sprach auch über die durch ukrainische Drohnen erschwerte Logistik, weshalb Munition und andere Fracht nun mit Lastwagen nicht näher als 40 Kilometer an die Frontlinie herangeführt werden; weiter vorn wird es selbst mit Begleitung durch eine mobile Feuergruppe gefährlich. Der Soldat erklärte im Gespräch mit der Agentur:
"Im Hinterland sind die Einsätze der Hornets häufiger geworden; sie tarnen sich als Vögel, man bemerkt sie lange nicht."
19:15 Uhr
Gebiet Brjansk: Verletzte bei ukrainischem Angriff auf Kleinbus
Eine ukrainische Kamikazedrohne attackierte am Samstagnachmittag (Ortszeit) einen Kleinbus, der in der Nähe der Ortschaft Pogar unterwegs war. Dies gab der kommissarische Gouverneur des Gebiets Brjansk, Egor Kowaltschuk, auf der Plattform Max bekannt. Der Fahrer und zwei Fahrgäste erlitten laut dem Beamten Verletzungen und mussten medizinisch versorgt werden.
Das ukrainische Militär greift im Raum Brjansk fast täglich zivile Ziele an. Kürzlich wurde ein 61-Jähriger bei einer Drohnenattacke im Bezirk Starodub getötet.
18:54 Uhr
Sumy: Russische Streitkräfte richten unterirdische Infrastruktureinrichtungen ein
Wie das Verteidigungsministerium mitteilte, haben die Nachschubdienste der russischen Streitkräfte zur Gewährleistung der Sicherheit des Personals unterirdische Verpflegungsstellen und Infrastruktureinrichtungen in der Region Sumy eingerichtet. In der Mitteilung des Ministeriums heißt es:
"Neben der Versorgung der Einheiten organisieren die Nachschubdienste die Arbeit in den Hinterlandgebieten. Dort wurden mobile Bade- und Waschanlagen, Bäckereien, Wasserausgabestellen sowie unterirdische Verpflegungsstellen und Kantinen eingerichtet, die direkt unter der Erde betrieben werden, um die Sicherheit des Personals zu gewährleisten."
18:22 Uhr
Verteidigungsministerium: Häfen von Nikolajew und Odessa getroffen
Wie das russische Verteidigungsministerium mitteilt, wurden heute die Angriffe mit hochpräzisen Waffen auf ukrainische Häfen fortgesetzt. Dabei wurden wichtige Ziele in den Häfen von Nikolajew und Odessa getroffen – darunter auch Infrastruktur, die für die Durchführung der Seeangriffe Kiews genutzt wird. In der Mitteilung des Ministeriums heißt es:
"Im Laufe des Tages haben die Streitkräfte der Russischen Föderation ihre Angriffe auf Häfen, Seeschiffe und die Verkehrsinfrastruktur der Ukraine fortgesetzt, die im Interesse der ukrainischen Armee eingesetzt werden. Durch den Einsatz hochpräziser luftgestützter Waffen sowie unbemannter Fluggeräte wurden getroffen: im Hafen von Odessa – Tanks mit Treib- und Schmierstoffen, die für die Versorgung der ukrainischen Armee bestimmt waren; im Hafen von Nikolajew – ein Seeschlepper, der für den Einsatz unbemannter Boote umgerüstet wurde."
17:50 Uhr
Politico: USA übergeben Führung der Ukraine-Unterstützungsgruppe an Europa

Archivbild: US-Präsident Donald Trump und NATO-Generalsekretär Mark Rutte während eines Treffens in Washington.RIA Nowosti / Sputnik Die USA werden die Führung der NATO-Gruppe abgeben, die von Wiesbaden aus die militärische Unterstützung für die Ukraine koordiniert – eine Gruppe, die für die Abstimmung westlicher Waffenlieferungen, die Ausbildung ukrainischer Truppen und die Logistik zuständig ist. Dies berichtet das US-Magazin Politico. Im Laufe des kommenden Jahres soll das Kommando über die "Security Assistance Group – Ukraine" (SAG-U) an einen europäischen NATO-Mitgliedstaat übergeben werden, so Politico weiter. Die USA werden jedoch weiterhin eine stellvertretende Rolle innerhalb der Struktur wahrnehmen und das US-Europakommando wird sich weiterhin an den operativen Abläufen beteiligen. Dem Artikel zufolge ist dieser Schritt Teil umfassenderer Bemühungen um eine Lastenteilung innerhalb der NATO und steht im Einklang mit der neuen US-Verteidigungsstrategie.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

