Liveticker Ukraine-Krieg – Medien: Kiew bittet um Raketen für Patriots aus Bundeswehr-Beständen

4.06.2026 16:15 Uhr
16:15 Uhr
Ungarn einigt sich mit Ukraine in Minderheitenfrage
Ungarn und die Ukraine haben sich nach Angaben der Regierung in Budapest auf ein Abkommen zu den Rechten der ungarischen Minderheit in der Ukraine geeinigt. Ungarns Ministerpräsident Péter Magyar erklärte auf der Plattform X, nach dreiwöchigen Verhandlungen mit der Regierung in Kiew habe sein Team erreicht, was sein Vorgänger Viktor Orbán in einem Jahrzehnt nicht geschafft habe. Das umfassende Abkommen verbessere die Bildungschancen sowie sprachliche, kulturelle und politische Rechte der mehr als 100.000 Mitglieder der ungarischen Minderheit in der westukrainischen Region Transkarpatien. Die Ukraine habe sich verpflichtet, die Änderungen zeitnah rechtlich umzusetzen. Diese Zusage werde auch im ukrainischen Aktionsplan für den Weg zu einem EU-Beitritt festgehalten.
Magyar erklärte zugleich, Ungarn sei weiter gegen einen beschleunigten EU-Beitritt der Ukraine. Falls es Kiew in den nächsten 10 bis 15 Jahren gelingen sollte, alle Beitrittskapitel mit der EU abzuschließen, werde Ungarn den Beitritt unterstützen – abhängig von einem rechtlich verbindlichen Referendum.
15:43 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
Im Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums vom Donnerstag heißt es, dass die Ukraine in den vergangenen 24 Stunden etwa 1.420 Soldaten verloren hat.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbandes Nord beliefen sich die Verluste der ukrainischen Truppen auf mehr als 195 Soldaten. Zudem zerstörte das russische Militär zwei gepanzerte Kampffahrzeuge und elf Autos.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbandes West verlor das ukrainische Militär etwa 210 Kämpfer. Zusätzlich eliminierte der Verband zwei Mannschaftstransportwagen vom Typ M113 aus US-Produktion, neun Autos, drei Artilleriegeschütze und eine Station für elektronische Kampfführung.
Im Abschnitt des Truppenverbandes Süd musste das ukrainische Militär etwa 165 Kämpfer einbüßen. Zudem wurden vier gepanzerte Kampffahrzeuge, elf Autos, drei Feldartilleriegeschütze und eine Station für elektronische Kampfführung zerstört.
Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbandes Mitte verlor das ukrainische Militär mehr als 370 Kämpfer. Der Verband der russischen Armee setzte drei gepanzerte Kampffahrzeuge, sechs Autos und drei Artilleriegeschütze außer Gefecht.
Durch entschlossene Aktionen des Truppenverbandes Ost mussten ukrainische Truppen einen Verlust von etwa 430 Soldaten hinnehmen. Ferner eliminierte das russische Militär in diesem Operationsbereich vier gepanzerte Kampffahrzeuge, acht Autos und eine Radaranlage.
Die Verluste der ukrainischen Truppen im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbandes Dnjepr beliefen sich auf etwa 50 Soldaten. Außerdem neutralisierte der Verband drei Autos und zwei Stationen für elektronische Kampfführung.
Kampfflugzeuge, Drohnen, Raketentruppen und Artillerie der russischen Streitkräfte haben Drohnenlager, Startplätze für Langstreckendrohnen und Objekte der Energie- und Transportinfrastruktur, die von ukrainischen Streitkräften genutzt werden, angegriffen. Vorübergehende Stationierungsorte der bewaffneten Formationen der ukrainischen Armee und ausländischer Söldner in 142 Bezirken wurden ebenfalls getroffen.
Russische Luftabwehrkräfte haben vier gelenkte Bomben, zwei Geschosse für Mehrfachraketenwerfer vom Typ Vampire aus tschechischer Produktion und 601 Starrflüglerdrohnen abgeschossen.
Seit Beginn der militärischen Sonderoperation wurden insgesamt 671 gegnerische Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 156.058 unbemannte Luftfahrzeuge, 661 Flugabwehrraketensysteme, 29.608 Panzer und gepanzerte Kampffahrzeuge, 1.729 Mehrfachraketenwerfer, 35.210 Feldartillerie- und Mörsergeschütze sowie 63.297 militärische Spezialfahrzeuge eliminiert.
15:18 Uhr
Russische Armee befreit weitere Ortschaft im Gebiet Saporoschje
Das russische Militär hat eine weitere Siedlung im Gebiet Saporoschje befreit, berichtet das Verteidigungsministerium in Moskau am Donnerstag.
"Die Einheiten des Truppenverbandes Ost haben infolge der aktiven und entschlossenen Handlungen die Ortschaft Komsomolskoje im Gebiet Saporoschje befreit."
Die Befreiung dieser Ortschaft ermöglichte die Durchführung weiterer Offensivaktionen in westlicher Richtung. Dies teilten die russischen Sicherheitsdienste gegenüber TASS mit.
"Sie ist ein wichtiger Schritt zur Schaffung der Voraussetzungen für weitere Offensivoperationen des Truppenverbandes Ost in westlicher Richtung."
14:44 Uhr
NATO-Genaralsekretär: Putin kann nur mit Selenskijs Segen Paraden abhalten

Bei seinem Besuch in Kiew am Mittwoch hat NATO-Generalsekretär Mark Rutte die ukrainischen Drohnenangriffe im russischen Hinterland ausgiebig gewürdigt. Besonders die jüngsten Treffer auf eine Ölanlage in Sankt Petersburg nutzte er für eine auffallend sarkastische Zuspitzung. Rutte stichelte, die Ukraine sei bei ihren Luftschlägen mittlerweile so erfolgreich, dass Putin die Parade zum 9. Mai nur noch dank eines Dekrets von Selenskij habe abhalten können. Zudem spottete er, dass die Parade fünf Minuten früher als erlaubt beendet worden sei, da Putin kein Risiko habe eingehen wollen.
Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
14:15 Uhr
Moskau: USA setzen sich weiterhin für Lösung des Ukraine-Konflikts ein
Washington sei weiterhin bereit, sich für die Lösung des Konflikts in der Ukraine einzusetzen. Dies erklärte Michail Galusin, Russlands stellvertretender Außenminister, gegenüber Journalisten am Rande des Sankt Petersburger Internationalen Wirtschaftsforums (SPIEF).
"Obwohl die US-Unterhändler derzeit vor allem mit der Nahostkrise beschäftigt sind, ist die US-Regierung weiterhin bestrebt, die Suche nach einer politisch-diplomatischen Lösung im Rahmen von Dreiergesprächen zu unterstützen. Das sehen wir, und das wissen wir zu schätzen."
13:39 Uhr
Medien: Kiew bittet um zusätzliche Raketen für Patriot-Systeme aus Bundeswehr-Beständen
Kiew habe Berlin gebeten, in diesem Jahr Dutzende zusätzliche Abfangraketen für Patriot-Systeme aus dem Bestand der Bundeswehr zu liefern, um die ukrainische Luftabwehr gegen die zunehmenden russischen Angriffe zu verstärken. Dies meldete Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Wie es heißt, habe die Ukraine "einen Deal vorgeschlagen, wonach sie die Raketen im Austausch für die Lieferung von Abfangraketen an Deutschland erhalten würde, die voraussichtlich erst in Zukunft produziert werden."
Nach Angaben der Agentur prüfe die Bundesregierung die Anfrage der ukrainischen Seite, eine Entscheidung sei jedoch noch nicht getroffen worden. Laut einer der Quellen könnte die Entscheidung vor oder im Laufe des NATO-Treffens im Juli bekannt gegeben werden.
12:59 Uhr
Gebiet Belgorod meldet Tote und Verletzte nach ukrainischen Angriffen
Nach Angaben des regionalen Krisenstabs des Gebiets Belgorod wurden binnen 24 Stunden infolge der ukrainischen Attacken 75 Orte in 16 Bezirken getroffen. Der Gegner hat 28 Geschosse abgefeuert und 216 Drohnen eingesetzt, von denen 116 abgeschossen wurden.
Bei den Angriffen kamen zwei Zivilisten ums Leben, drei zivile Einwohner erlitten Verletzungen.
Zu Schaden kamen zwei Mehrfamilienhäuser, 34 Privathäuser, eine soziale Einrichtung, sechs Betriebe, drei Infrastrukturobjekte sowie 39 Fahrzeuge.
12:20 Uhr
Energodar nach ukrainischen Angriffen auf Infrastruktur ohne Strom
Die Energieobjekte in Energodar, der Satellitenstadt des AKW Saporoschje, wurden nach ukrainischen Angriffen beschädigt. Dies erklärte der Bürgermeister Maxim Puchow auf Telegram.
"Infolge der nächtlichen Angriffe des Kiewer Regimes auf das Gebiet Saporoschje hat sich die Situation bezüglich der Stromversorgung in der Stadt verschlechtert. Die Attacken auf zivile Infrastruktur haben zur Beschädigung der Energieobjekte geführt."
Er merkte an, dass die Gefahr erneuter Angriffe hoch sei. Kritische Infrastrukturen werden über Notstromaggregate versorgt.
In einem Kommentar für RIA Nowosti präzisierte die Verwaltung der Stadt, dass ganz Energodar derzeit ohne Stromversorgung sei.
11:39 Uhr
Experte: Kiew erleidet Verluste bei Konstantinowka
Die ukrainischen Streitkräfte erleiden Verluste bei dem Versuch, die Front bei der Stadt Konstantinowka in der DVR zu stabilisieren. Dies erklärte der Militärexperte Andrei Marotschko gegenüber TASS.
"Derzeit muss das ukrainische Kommando die Front bei Konstantinowka stabilisieren. Es hat bisher jedoch nichts Positives erreicht – nur erhöhte medizinische und unersetzliche Verluste."
Marotschko merkte an, dass sich die operative und taktische Lage an diesem Frontabschnitt für ukrainische Kämpfer derzeit deutlich verschlechtert hat. Die ukrainische Armee ist daher gezwungen, ihre Kräfte und Ausrüstung auf Reservestellungen zurückzuziehen.
10:51 Uhr
Gebiet Kursk: Fast 140 ukrainische Drohnen binnen 24 Stunden abgeschossen
Nach Angaben von Alexander Chinstein, dem Gouverneur des Grenzgebiets Kursk, wurden im Laufe des Tages 190 Geschosse auf die Region abgefeuert.
"In der Zeitspanne von 9:00 Uhr am 3. Juni bis 9:00 Uhr am 4. Juni wurden insgesamt 139 gegnerische Drohnen unterschiedlicher Typen abgeschossen. 18 Mal haben die Drohnen unser Gebiet durch den Abwurf von Sprengsätzen angegriffen."
Chinstein meldete drei Verletzte.
Zu Schaden kamen mehrere Privathäuser und Fahrzeuge.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
