Liveticker Ukraine-Krieg – Selenskijs Ex-Büroleiter Jermak offiziell der Geldwäsche beschuldigt

11.05.2026 20:33 Uhr
20:33 Uhr
Selenskijs Ex-Büroleiter Jermak offiziell der Geldwäsche beschuldigt
Kurz nachdem ukrainische Medien über Ermittlungsmaßnahmen gegen den ehemaligen Leiter des Büros von Wladimir Selenskij, Andrei Jermak, berichtet hatten, der viele Jahre als graue Eminenz der ukrainischen Politik galt, bestätigten das Nationale Antikorruptionsbüro der Ukraine (NABU) und die Spezialisierte Antikorruptionsstaatsanwaltschaft (SAP) die laufenden Ermittlungen. Jermak sei offiziell der Beschuldigtenstatus im Ermittlungsverfahren wegen Geldwäsche zugewiesen worden, so die offizielle Mitteilung der SAP.
Das Antikorruptionsbüro hat zudem Aufnahmen von Gesprächen veröffentlicht, die den Verdacht erhärten. Gegenstand ist die Errichtung von hochwertigen Immobilien nahe Kiew, die offenbar zur Legalisierung von Korruptionserträgen benutzt wurden. Es gehe um einen Gesamtbetrag von einer halben Milliarde ukrainischer Griwna (rund zehn Millionen Euro).
Mehr Informationen folgen in Kürze.
20:21 Uhr
Ukrainische Medien: Antikorruptionsermittler ermitteln gegen Selenskijs Ex-Büroleiter

Andrei Jermak am 14.01.2024 auf dem World Economic Forum in DavosUrheberrechtlich geschützt Das Nationale Antikorruptionsbüro der Ukraine (NABU) und die Spezialisierte Antikorruptionsstaatsanwaltschaft (SAP) führen aktuell Ermittlungsmaßnahmen gegen den ehemaligen Leiter des Büros von Wladimir Selenskij, Andrei Jermak, durch, wie der ukrainische Fernsehsender TSN berichtet.
"NABU und SAP führen derzeit Ermittlungsmaßnahmen gegen Jermak durch", heißt es in einer Meldung, die auf dem Telegram-Kanal von TSN veröffentlicht wurde.
Der Abgeordnete des ukrainischen Parlaments Jaroslaw Schelesnjak merkte dazu skeptisch an, dass es keine Bestätigung dafür gebe, dass gegen Jermak Anklage erhoben werde.
"Möglicherweise handelt es sich lediglich um eine Durchsuchung. Bislang sprechen mehrere Quellen genau davon", schrieb Schelesnjak auf seinem Telegram-Kanal.
Selenskij hatte am 28. November 2025 mitgeteilt, dass der Leiter seines Büros, Andrei Jermak, ein Rücktrittsgesuch eingereicht habe; noch am selben Tag unterzeichnete er den Erlass über dessen Entlassung. Jermaks Rücktritt ging eine Hausdurchsuchung in seiner Wohnung voraus, die vor dem Hintergrund eines Korruptionsskandals im ukrainischen Energiesektor stattfand, dessen Hauptbeschuldigter der Geschäftsmann und Selenskij-Vertraute Timur Minditsch ist. Jermak steht im Verdacht, ebenfalls in den Fall involviert zu sein.
19:40 Uhr
Bericht des Verteidigungsministeriums: Ukraine hielt sich nicht an Waffenruhe
Trotz des verkündeten Waffenstillstands setzten die ukrainischen Truppen ihre Angriffe mit Drohnen fort und beschossen russische Stellungen mit Artillerie; dabei wurden zwölf Angriffsversuche, 767 Beschussvorfälle und 6.905 Drohnenangriffe verzeichnet, heißt es in einem am Montag veröffentlichten Bericht des russischen Verteidigungsministeriums.
Zudem führte Kiew innerhalb der letzten 24 Stunden mit 18 Drohnen Angriffe auf zivile Objekte in der Region Belgorod durch. Zwei Anwohner wurden verletzt, drei Fahrzeuge, ein Ladengebäude, ein Mehrfamilienhaus und zwei Privathäuser wurden beschädigt.
Während der gesamten Dauer des am 8. Mai in Kraft getretenen Waffenstillstands in der Sonderoperationszone wurden 23.802 Verstöße gegen den Waffenstillstand durch die ukrainische Seite registriert.
Gleichzeitig hielten sich alle Verbände der russischen Streitkräfte weiterhin strikt an den Waffenstillstand und blieben auf ihren zuvor eingenommenen Linien und Stellungen. Die Luftwaffe, Kampfdrohnen und Raketentruppen der Verbände der Streitkräfte der Russischen Föderation führten keine Angriffe durch.
Russische Soldaten reagierten auf die Aktionen der ukrainischen Streitkräfte und eröffneten Gegenfeuer auf Stellungen von Mehrfachraketenwerfern, Artillerie und Mörsern; sie trafen Kommandoposten und Startplätze von Drohnen.
Infolge des Gegenfeuers verloren die ukrainischen Truppen, die den Waffenstillstand gebrochen haben, mehr als 920 Soldaten, 15 gepanzerte Kampffahrzeuge und zehn Artilleriegeschütze. Russische Luftabwehrsysteme schossen 85 flugzeugartige Drohnen ab, so das russische Verteidigungsministerium.
19:17 Uhr
Norwegen und die Ukraine wollen Langstreckenartilleriegeschosse gemeinsam produzieren
Norwegen und die Ukraine haben eine Vereinbarung zur gemeinsamen Produktion von 155‑mm-Langstreckenartilleriegeschossen getroffen. Wie der ukrainische de-facto-Machthaber Wladimir Selenskij in seiner Abendansprache am Sonntag erklärt, gebe es nun ein neues und "sehr starkes" Abkommen. Seine Bedeutung erläutert Selenskij so:
"Unsere Soldaten an der Front, praktisch in allen Kampfbrigaden, sprechen über Langstreckenartilleriemunition. Die Killzonen vergrößern sich, der Einsatz von Drohnen aller Art hat Priorität. Aber die Soldaten selbst sagen: Artillerie wird benötigt. Und insbesondere Langstreckenartilleriemunition."
19:00 Uhr
Militärberater in Kiew: UFOs können neue russische Waffen sein

Symbolbild: "russisches UFO" über Kiew, KI-generiertRT Kiew vermutet, dass es sich bei UFOs um eine geheime russische Waffe handeln könnte. Dies schreibt Sergei Beskrestnow, ein Berater des ukrainischen Verteidigungsministers, in sozialen Medien.
Ihm zufolge sei die UFO-Forschung in der Ukraine seit dem Ausbruch des militärischen Konflikts besonders aktiv geworden und habe sich eher zu einer militärischen Aufgabe entwickelt. Beskrestnow betont:
"Daher befassen sich nicht nur die USA mit solchen Fragen, da sich hinter dem Konzept der UFOs eine neue Waffe unseres Gegners verbergen könnte."
In den ukrainischen Streitkräften gebe es ein separates Dokument zu diesem Thema, das mit dem Befehlshaber abgestimmt sei, versichert Beskrestnow.
18:30 Uhr
Kaja Kallas schließt nicht aus, dass sie zur EU-Unterhändlerin mit Russland wird

Kaja Kallas spricht am 11. Mai 2026 in Brüssel zu Journalisten.Urheberrechtlich geschützt Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas schloss nicht aus, dass sie in künftigen Gesprächen mit Russland als Verhandlungsführerin der Europäischen Union auftreten könnte. Sie beantwortete damit am Montag eine Frage von Journalisten danach, ob sie sich vorstellen könne, statt Gerhard Schröder mit dem Kreml zu verhandeln.
Kallas verwies auf ihre Verhandlungskompetenz, die sie während der Tätigkeit in einer Anwaltskanzlei erworben habe.
"Ich muss zugeben, ich glaube, ich werde die Fallen erkennen können, die Russland stellt", zitiert sie RIA Nowosti.
Die EU-Außenbeauftragte merkte an, dass man im privaten Sektor, wenn man ein guter Jurist oder Verhandlungsführer ist, nicht selbst darüber sprechen muss – das tun andere –, aber in der Politik, so sagte sie, sei dies notwendig.
Zuvor hatte Wladimir Putin Gerhard Schröder als bevorzugten Verhandlungsführer genannt. Doch die deutsche Regierungskoalition hat sich laut Medienberichten gegen die Kandidatur des Altbundeskanzlers ausgesprochen.
18:08 Uhr
WP: Mehrere europäische Länder weigern sich, der Ukraine Patriot-Raketen zu liefern

28. Juni 2025, Mecklenburg-Vorpommern, Stralsund: Auf dem Ausstellungsgelände im Hafen von Stralsund präsentiert sich die Bundeswehr unter anderem mit dem Raketenabwehrsystem Patriot.Urheberrechtlich geschützt Eine Reihe europäischer Länder hat sich geweigert, der Ukraine ihre Patriot-Raketen zur Verfügung zu stellen, da sie eine Schwächung ihrer eigenen Verteidigung befürchten. Dies berichtet die Washington Post unter Berufung auf Quellen.
Nach Angaben der Zeitung sind die PAC-3-Raketen für das Patriot-Luftabwehrsystem in der Ukraine fast vollständig aufgebraucht.
"Anfang dieses Jahres drängte die Regierung Trump eine Reihe europäischer Länder dazu, ihre eigenen Bestände an Patriot-Raketen an die Ukraine zu liefern, doch einige lehnten dies ab, da sie befürchteten, dass dies ihre eigene Verteidigung beeinträchtigen würde", heißt es in dem Bericht.
Ein namentlich nicht genannter Vertreter des Pentagons erklärte gegenüber der Zeitung, dass die Liste der Waffen, die im Rahmen der PURL-Initiative – die schnelle Waffenlieferungen durch Beiträge der NATO-Staaten vorsieht – zum Kauf zur Verfügung stehen, mit der Ukraine, dem Europäischen Kommando der US-Streitkräfte und hochrangigen Führungskräften des Verteidigungsministeriums abgestimmt ist, die potenzielle Risiken für die Einsatzbereitschaft der US-Streitkräfte bewerten.
Dabei entspricht die über PURL bereitgestellte Ausrüstung laut Quellen der Zeitung nicht den hohen Anforderungen, die Kiew gestellt hatte.
18:00 Uhr
Brüssel verhängt neue Russland-Sanktionen wegen "Verschleppung ukrainischer Kinder"
Die Europäische Union hat Sanktionen gegen 16 Personen und sieben Organisationen in Russland verhängt. Der EU-Rat begründete die Einschränkungen mit "systematischen und unrechtmäßigen Deportationen ukrainischer Kinder".
Die Strafmaßnahmen umfassten Einreiseverbote sowie das Einfrieren von Vermögenswerten. Sanktioniert wurde demnach unter anderem die Leiterin eines Ferienlagers für Kinder in Russland, in dem ukrainische Minderjährige untergebracht sein sollen, Organisationen der militärisch-patriotischen Erziehung sowie für diesen Bereich zuständige Beamte in russischen Regionen.
Russland bestreitet die "Verschleppung" oder "Deportation" von Kindern. Tatsächlich sind elternlose Minderjährige aus Kampfgebieten, die nach russischer Verfassung russisches Staatsgebiet sind, evakuiert worden. In Fällen, in denen sich Erziehungsberechtigte in der Ukraine finden, erfolgt regelmäßig die Übergabe an diese.
17:30 Uhr
Mehr als 120 Einwohner des Gebietes Kursk mithilfe des IKRK nach Russland zurückgekehrt
Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz hat 125 Einwohnern des Gebietes Kursk bei der Rückkehr aus der Ukraine geholfen. Dies erklärt Rania Machlab, die Leiterin der IKRK-Delegation in Moskau, gegenüber RIA Nowosti.
Ihr zufolge bestand die Rolle der Organisation darin, als neutraler Vermittler zu agieren, den Parteien bei der Koordinierung zu helfen und reibungslose Operationen sicherzustellen. IKRK-Teams in der Ukraine, in Weißrussland und Russland begleiteten die Zivilisten auf der gesamten Reise von Sumy bis ins Gebiet Kursk. Machlab betont:
"Es war eine komplexe Operation, an der viele verschiedene Behörden beteiligt waren, aber letztendlich verlief alles erfolgreich. Wir haben diese Personen den örtlichen Behörden und dem Russischen Roten Kreuz übergeben."
17:08 Uhr
Außenminister Sibiga: Kiews Drohnen in Lettland abgestürzt

Der ukrainische Außenminister Andrei Sibiga am 11. Mai 2026 in BrüsselMarius Burgelman / AP Der ukrainische Außenminister Andrei Sibiga gibt zu, dass in Lettland ukrainische Drohnen abgestürzt sind. Nach einem Gespräch mit der lettischen Amtskollegin Baiba Braže schreibt Sibiga in einem Beitrag auf X (Twitter), die Ukraine sei zur Kooperation mit den baltischen Staaten und Finnland bereit, um ähnliche Vorfälle in der Zukunft zu vermeiden und zur Sicherheit der Partner im Luftraum beizutragen.
Dem Minister zufolge wurde im Laufe der Ermittlungen festgestellt, dass die Vorfälle im Ergebnis einer "gezielten Wirkung der russischen Elektronischen Kampfführung" erfolgt sind, bei denen die ukrainischen Drohnen von ihren Zielen in Russland abgelenkt wurden.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.




