Liveticker Ukraine-Krieg: Kiew streicht acht Bürgergruppen Aufschub von Mobilmachung

2.08.2026 21:00 Uhr
21:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
20:48 Uhr
Kind bei ukrainischem Drohnenangriff im Gebiet Belgorod getötet
Bei einem Drohnenangriff der Ukraine im Waluiski-Bezirk des Gebiets Belgorod ist ein Kind getötet und zwei weitere verletzt worden. Dies teilte Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow mit. Demnach schlug eine ukrainische Drohne in der Ortschaft Printsewka in der Nähe eines Kinderspielplatzes ein. Ein 13-jähriges Mädchen erlitt schwere Verletzungen und starb trotz medizinischer Hilfe. Ein siebenjähriges Mädchen erlitt multiple Splitterverletzungen am Kopf, Rücken und an den Beinen. Es wurde in das Zentralkrankenhaus eingeliefert. Ein weiteres neunjähriges Mädchen mit Splitterverletzungen wurde ebenfalls in ein Krankenhaus gebracht. Den verletzten Kindern werde die notwendige medizinische Versorgung geleistet, so Gladkow.
20:35 Uhr
Russische Streitkräfte melden Zerstörung von Tankstelle in Kramatorsk
Russische Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums eine von ukrainischen Einheiten genutzte Tankstelle in Kramatorsk in der Donezker Volksrepublik (DVR) zerstört.
Ende Juli hatte das russische Verteidigungsministerium zudem mitgeteilt, die Armee habe weitere wichtige Tankstellen entlang mehrerer Verkehrsachsen zwischen Charkow, Poltawa, Dnjepropetrowsk und Pawlograd angegriffen, die von den ukrainischen Streitkräften genutzt worden seien.
20:10 Uhr
Mobilisierter Mann bei Kiew tot aufgefunden und als Unbekannter beigesetzt
Ein Mann, der in der Siedlung Wischnjowoje bei Kiew mobilisiert und später tot aufgefunden worden war, wurde als unbekannte Person beigesetzt. Dies berichtet das ukrainische Portal Strana.ua unter Berufung auf Angaben eines Verwandten.
Dem Cousin des Mannes zufolge litt dieser an Diabetes und hatte Probleme mit den Beinen. Zunächst sei der Familie mitgeteilt worden, der Mann sei dienstuntauglich und werde bald nach Hause zurückkehren. Später sei er jedoch in das Wehrersatzamt in der Stadt Neschin gebracht und einer Militäreinheit zugeteilt worden.
Am 30. Juni sei der Kontakt zu ihm abgebrochen. Am 2. Juli habe die Familie erfahren, er habe seine Einheit angeblich eigenmächtig verlassen. Die Leiche sei nach Angaben des Verwandten am 18. Juli gefunden worden. Der Mann habe lediglich Unterwäsche getragen, sichtbare Verletzungen seien nicht festgestellt worden. Die Familie hat inzwischen einen DNA-Test beantragt und sich an das Staatliche Ermittlungsbüro der Ukraine gewandt.
19:43 Uhr
Zivilist bei ukrainischem Drohnenangriff im Gebiet Kursk verletzt
Bei einem Drohnenangriff der Ukraine auf die Siedlung Belaja im Bezirk Belowo des Gebiets Kursk ist ein Zivilist verletzt worden. Dies teilte Gouverneur Alexander Chinstein auf der Plattform Max mit. Der 50-jährige Mann erlitt multiple Splitterverletzungen am ganzen Körper. Laut Chinstein erhielt der Verletzte zunächst medizinische Erstversorgung und wurde anschließend in das Gebietskrankenhaus von Kursk eingeliefert.
19:19 Uhr
Russische Drohnen treffen Schiffe mit Militärgütern für ukrainische Streitkräfte
Laut dem russischen Verteidigungsministerium haben russische Drohnen Ziele im Hafen von Nikolajew sowie im Schwarzen Meer angegriffen. Dabei seien unter anderem Objekte der Hafeninfrastruktur und Wasserfahrzeuge mit militärischer Fracht getroffen worden.
"Durch die Angriffe mit unbemannten Luftfahrzeugen wurden im Hafen von Nikolajew die Hafeninfrastruktur, zwei Frachtschiffe, die Güter für die ukrainischen Streitkräfte transportierten, sowie ein für den Einsatz unbemannter Boote umgerüsteter Seeschlepper getroffen."
Darüber hinaus sei im Schwarzen Meer ein weiteres Schiff mit Militärgütern für die ukrainischen Streitkräfte getroffen worden.
18:45 Uhr
Drohnen zerstören getarnte Munitionslager ukrainischer Einheiten (Video)
Drohnenpiloten des russischen Truppenverbands Dnjepr eliminierten in ihrem Operationsgebiet getarnte Lager der ukrainischen Streitkräfte mit Munition und Treibstoff. Russlands Verteidigungsministerium teilt entsprechende Aufnahmen auf Telegram.
18:08 Uhr
Militärexperte: Selenskij verschweigt wahre Verluste der ukrainischen Armee aus Angst vor Machtverlust
Der ukrainische Machthaber Wladimir Selenskij verschweige die tatsächlichen Verluste der ukrainischen Streitkräfte, um die Unterstützung der Bevölkerung und damit seine Macht zu sichern. Diese Ansicht äußerte der Berater der Russischen Akademie für Raketen- und Artilleriewissenschaften, Oleg Iwannikow, gegenüber aif.ru.
Sollten die tatsächlichen Opferzahlen bekannt werden, könne dies Massenproteste gegen die ukrainische Führung auslösen, so Iwannikow. Ein Teil der Gefallenen werde deshalb als vermisst oder als Soldaten geführt, die ihre Einheiten eigenmächtig verlassen hätten.
Zuvor hatte Selenskij erklärt, die ukrainischen Streitkräfte hätten im Verlauf des Konflikts mit Russland rund 50.000 Soldaten unwiederbringlich verloren. Weitere 400.000 Militärangehörige seien verletzt worden. Zudem gebe es eine hohe Zahl Vermisster. Nach Angaben russischer Sicherheitsbehörden belaufen sich die Gesamtverluste der ukrainischen Streitkräfte seit Beginn der militärischen Sonderoperation hingegen auf bis zu drei Millionen Soldaten.
17:44 Uhr
Ukraine streicht acht Bürgergruppen Aufschub von Mobilmachung
Acht Kategorien ukrainischer Bürger haben ihr Recht auf Aufschub von der Mobilmachung verloren. Dies berichtet das ukrainische Portal Strana.ua unter Berufung auf Angaben des Wehrersatzamts.
Demnach sind Studenten und Doktoranden im Fern- oder Abendstudium sowie Personen, die ein zweites oder drittes Hochschulstudium absolvieren, betroffen. Auch kinderreiche Männer mit Unterhaltsschulden, Personen, die einen Ehepartner mit einer Behinderung der III. Gruppe pflegen, sowie Alleinerziehende verlieren den Anspruch auf den Aufschub, sofern die gesetzlichen Voraussetzungen nicht erfüllt sind. Die Regelung betrifft zudem Männer, die Menschen mit einer Behinderung der I. oder II. Gruppe betreuen, sofern es weitere erwerbsfähige Familienangehörige gibt. Ebenfalls betroffen sind Beschäftigte von Unternehmen und Organisationen des ukrainischen Verteidigungsministeriums.
Außerdem entfällt der Aufschub für Personen mit dem Status "eingeschränkt wehrfähig", da diese Kategorie abgeschafft wurde. Männer, die bei einer erneuten militärärztlichen Untersuchung als gesund eingestuft wurden, verlieren ebenfalls den Anspruch. Personen, die nach dem 24. Februar 2022 eine Bescheinigung über eine Behinderung der I. oder II. Gruppe erhalten haben, müssen sich erneut untersuchen lassen.
Gleichzeitig wurde eine weitere Gruppe für den Aufschub zugelassen: Männer, deren Halbbruder oder Halbschwester im Krieg gefallen oder vermisst ist. Zuvor galt diese Regelung nur für direkte Verwandte.
17:17 Uhr
Grenzgebiet Belgorod: Weitere Verletzte bei Angriffen aus Ukraine
Kiewer Kräfte griffen am Sonntagnachmittag (Ortszeit) erneut Ortschaften in fünf Gemeinbezirken des russischen Gebiets Belgorod mit Drohnen an. Der lokale Krisenstab meldet zwei Verletzte.
Ein Mann und eine Frau erlitten demnach Splitterverletzungen an Rücken, Armen und Beinen, als ein unbemanntes Fluggerät auf dem Gelände eines Betriebs explodierte.
Wie es weiter heißt, wurden bei Drohnenattacken zwei Landmaschinen, ein ziviles Fahrzeug und zwei Wohngebäude beschädigt.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.