Liveticker Ukraine-Krieg: Rakete trifft Militärmesse bei Kiew – Geheimdienstler unter Beschuss

24.07.2026 21:32 Uhr
21:32 Uhr
Die EU will beschlagnahmtes russisches Öl veräußern und die Erlöse einbehalten
Die europäischen Länder wollen beschlagnahmtes russisches Öl veräußern, ohne die Erlöse an die Eigentümer weiterzugeben, wie aus einem im Amtsblatt der EU veröffentlichten Beschluss hervorgeht. Zu diesem Zweck wurde ein neuer Mechanismus entwickelt, berichtet die Nachrichtenagentur RIA Nowosti. Dem Dokument zufolge ermöglicht dieser Mechanismus den EU-Ländern, nach Abschluss der "Beschlagnahmung" von Öl – beispielsweise aus festgehaltenen Tankern – die Produkte aus dem Verbot des Kaufs und Transports zu entlassen, die Ladung an Dritte zu verkaufen und die Erlöse nicht an den bisherigen russischen Eigentümer zu überweisen.
Gleichzeitig hat die EU gestattet, solche Ladungen vorübergehend auf dem Gebiet der Union zu lagern und sie in das Zollverfahren der Freizone zu überführen.21:09 Uhr
Rakete trifft Militärmesse bei Kiew – auch Vertreter der Geheimdienste unter Beschuss

SymbolbildRIA Nowosti / Sputnik Russische Truppen haben einen Angriff auf ein Truppenübungsgelände in der Region Kiew verübt, auf dem zu diesem Zeitpunkt eine Vorführung von Militärtechnik stattfand. Dies berichtete der ukrainische Journalist Anatoli Scharij. Auf dem Online-Portal Strana.ua wurde bekannt gegeben, dass am Nachmittag eine Messe für unbemannte Systeme mit dem Namen ARMADA angegriffen worden sei.
Das russische Verteidigungsministerium hat den Angriff bereits bestätigt und mitgeteilt, dass auf dem Truppenübungsplatz Prototypen von Drohnen vorgeführt worden seien, die für Angriffe auf russische Hinterlandgebiete eingesetzt werden sollen. Zum Zeitpunkt des Angriffs befanden sich auf dem Gelände Entwickler der Drohnen sowie Vertreter des Kommandos für unbemannte Systeme der ukrainischen Streitkräfte und der Geheimdienste, so das Ministerium weiter. Der ukrainische Waffenrat berichtete, dass es infolge des Angriffs Tote und Verletzte gegeben habe.20:51 Uhr
Responsible Statecraft: Die Bevölkerungszahl der Ukraine schrumpft rasant
In der Ukraine übersteigt die Sterblichkeitsrate die Geburtenrate um fast das Vierfache, schreibt die Journalistin Stavroula Pabst auf dem Portal Responsible Statecraft. In dem Land kommen monatlich nur 12.000 Kinder zur Welt – halb so viele wie vor dem Konflikt. Zudem sind aufgrund der Kampfhandlungen Millionen Ukrainer ins Ausland geflohen. In dem Artikel heißt es:
"Im fünften Jahr des Konflikts in der Ukraine übersteigt die Sterblichkeitsrate die Geburtenrate um fast das Vierfache … 'Kaum jemand ist bereit, Kinder zu bekommen, solange die Kampfhandlungen im Land andauern', schrieb Marta Gawrischko, Wissenschaftlerin und Expertin für den russisch-ukrainischen Konflikt, auf X.'Jedes Jahr des Konflikts verschärft die demografische Krise noch weiter und bringt die Ukraine dem vollständigen Entvölkern näher.'"20:23 Uhr
Lawrow: Vereinbarungen von Anchorage sind gescheitert – aber das liegt nicht an Russland

Russland ist bereit, die auf dem Gipfeltreffen mit den USA in Anchorage getroffenen Vereinbarungen umzusetzen, erklärte Außenminister Sergei Lawrow gegenüber Journalisten.
"Ich wiederhole es noch einmal. Wir haben ein reines Gewissen, wie man schon sagt: ein Mann, ein Wort. Wir stehen zu unserem Wort und sind bereit", so Lawrow.
Die USA hingegen hätten unter dem Einfluss der EU und der Ukraine ihre Haltung geändert und beteiligten sich weiterhin an der militärischen Unterstützung der Ukraine, erinnerte der Minister. Dabei geht es nicht nur um den Verkauf von Waffen an die Europäische Union, die anschließend an die ukrainischen Streitkräfte weitergeleitet würden, sondern auch um Aufklärungsdaten und militärische Spitzentechnologien.
Ein Video dazu finden Sie hier auf unserer Webseite
19:57 Uhr
Experte: Ernennung von Drapaty kann Zusammenbruch der Front nicht aufhalten
Kiew kann die Oberbefehlshaber der ukrainischen Armee so oft austauschen, wie es will, doch nichts kann den zusammenbrechenden Frontverlauf mehr aufhalten. Dies erklärte Alexander Prozenko, Vorsitzender der Zweigstelle der Russischen Politologen-Gesellschaft in der LVR, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur TASS. Er betonte:
"Ich persönlich bin mir nicht sicher, ob Drapaty, im Gegensatz zum entlassenen Fedorow, eine neue Karte im ukrainischen Wahlkartenspiel sein wird … In Kiew kann man so oft man will die 'Kapitäne' auf dieser langsam und sicher sinkenden 'Titanic' austauschen, aber den Lauf der Ereignisse umkehren können sie nicht."19:29 Uhr
Folgen der Militarisierung: Sieben EU-Länder beklagen Rückgang der Touristenzahlen

SymbolbildRIA Nowosti / Sputnik Sieben osteuropäische Länder haben bei der Europäischen Kommission Beschwerde wegen eines drastischen Rückgangs der Touristenzahlen in den Grenzregionen eingereicht. Dies berichtet die Zeitschrift Politico unter Berufung auf ein Schreiben europäischer Minister. Dem Schreiben der Minister aus Lettland, Bulgarien, Estland, Litauen, Polen, Rumänien und der Slowakei zufolge sei der Rückgang auf die Befürchtungen der Reisenden zurückzuführen, die durch Berichte über Sicherheitsrisiken vor dem Hintergrund des Konflikts um die Ukraine und durch Hinweise auf die sogenannte russische Bedrohung ausgelöst wurden. In dem Schreiben heißt es insbesondere:
"Geopolitische Ereignisse und Sicherheitsbedenken haben den Tourismus in den östlichen Grenzregionen unserer Länder erheblich beeinträchtigt. Die Touristenströme sind in den meisten dieser Regionen deutlich zurückgegangen."19:08 Uhr
Experte: Die von Kiew angekündigte Anti-Drohnentechnologie stammt aus dem Westen
Die Ukraine ist heute nicht in der Lage, einen eigenen Laserkomplex herzustellen, um Drohnen zu bekämpfen, und sie kann ein ähnliches System ausländischer Produktion lediglich für einen medialen Effekt zum Einsatz bringen. Das erklärte ein offizieller Vertreter des russischen Forschungszentrums "Swarog". Mit diesen Worten kommentierte er die Aussagen Kiews, wonach in Kürze in der Ukraine eine Laseranlage kommen soll, die in der Lage ist, effektiv gegen russische Drohnen zu kämpfen. Der Experte betonte:
"Höchstwahrscheinlich handelt es sich bei den angekündigten Laseranlagen um westliche Produkte, die entweder als Einzelstücke aus den USA eingeführt oder auf dem Schmuggelweg aus China beschafft wurden. Sie werden getestet und im Kampfeinsatz erprobt, um einen medienwirksamen Effekt zu erzielen."
18:53 Uhr
Behörden rufen Zwangsevakuierung im Gebiet Dnjepropetrowsk aus
Im Bezirk Sinelnikowo im Gebiet Dnjepropetrowsk wurde eine Zwangsevakuierung angeordnet, wie die örtlichen Behörden mitteilten.
Betroffen sind zehn Ortschaften der Gemeinde Boginowka. Berichten zufolge wurden in den vergangenen zehn Tagen insgesamt mehr als 1.500 Menschen aus der Region evakuiert.
Zuvor war das Gebiet, in dem Zwangsevakuierungen durchgeführt werden, auf das Gebiet Charkow ausgeweitet worden.18:27 Uhr
Polen will gemeinsam mit USA und Ukraine Raketen für Patriots produzieren
Polen sei daran interessiert, gemeinsam mit den USA und der Ukraine Raketen für das Patriot-Luftverteidigungssystem herzustellen. Dies erklärte Magdalena Sobkowiak-Czarnecka, die polnische stellvertretende Verteidigungsministerin, am Donnerstag nach einem Treffen mit US-Beamten in Washington.
Bei einer Pressekonferenz sagte sie, dass die Produktion von Raketen für Patriot-Systeme eines der Gesprächsthemen gewesen sei. Unter anderem sei die Idee diskutiert worden, in der Ukraine eine Munitionsfabrik für diese Systeme zu bauen.
"Wir haben darüber gesprochen, was Präsident Trump beim Gipfeltreffen in Ankara erwähnt hat, nämlich seine Aussage, dass eine Patriot-Produktionsstätte in der Ukraine in Erwägung gezogen würde."
Laut Sobkowiak-Czarnecka habe die polnische Seite eine trilaterale Zusammenarbeit zwischen Warschau, Washington und Kiew vorgeschlagen.
"Das Ziel besteht darin, sicherzustellen, dass diese Produktion an einem sicheren Ort stattfindet."
17:56 Uhr
Lissitschansk: Ukrainisches Militär greift ein Fahrzeug während der Wasserverteilung an
Wie der Chef der Lugansker Volksrepublik, Leonid Passetschnik, mitteilt, haben die ukrainischen Streitkräfte mit Hilfe einer Drohne gezielt ein Fahrzeug des Regionalbeauftragten der Republik Tatarstan angegriffen, während es in Lissitschansk Wasser verteilte. Auf seinem Telegram-Kanal schrieb Passetschnik:
"In Lissitschansk haben ukrainische Streitkräfte gezielt ein Fahrzeug des Regionalbeauftragten der Republik Tatarstan angegriffen, während gerade Wasser an Einwohner verteilt wurde, die vorübergehend ohne Wasserversorgung sind. Wie durch ein Wunder wurde dabei niemand verletzt."
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.


