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Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Stoßtrupps rücken weiter auf Druschkowka in der DVR vor

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Stoßtrupps rücken weiter auf Druschkowka in der DVR vorQuelle: TASS © Alexander Reka
  • 9.07.2026 17:51 Uhr

    17:51 Uhr

    Peskow: Russland ist bereit für Friedenslösung im Ukraine-Konflikt

    Moskau ist zu einer friedlichen Lösung für den Konflikt in der Ukraine bereit, verfügt aber über ausreichende Fähigkeiten, um unabhängig zu handeln und die militärische Spezialoperation fortzusetzen. Der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, erklärte das in einem Gespräch mit der Agentur Reuters.

    Zuvor hat Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen mit Regierungsmitgliedern angekündigt, Russland sei bereit für Friedensgespräche mit der Ukraine auf der Grundlage der in Istanbul im Jahr 2022 getroffenen Vereinbarungen.

  • 17:25 Uhr

    Tote und Verletzte in der Volksrepublik Lugansk durch Angriffe aus der Ukraine

    In der Nacht zum Donnerstag haben Kiewer Kräfte vier Gemeindebezirke in der Volksrepublik Lugansk (LVR) mit Drohnen angegriffen. Die Luftverteidigung und mobile Feuergruppen schossen mehr als 20 Fluggeräte ab. Der Republikchef Leonid Passetschnik gibt dies auf Telegram bekannt.

    Bei einer Drohnenattacke auf ein ziviles Fahrzeug, das zwischen Perwomajsk und Irmino unterwegs gewesen sei, sei ein 18-jähriger Mann ums Leben gekommen, teilt der Beamte mit. Ein 30-jähriger Mann sei verletzt und umgehend in ein Krankenhaus gebracht worden.

    In Perwomajsk sei ebenfalls bei einem Drohnenangriff auf ein Transportunternehmen ein Mitarbeiter getötet worden. Ferner habe ein Katastrophenschutzmitarbeiter während eines Einsatzes Verletzungen erlitten.

    "Beamte des Ermittlungskomitees der Russischen Föderation für die LVR dokumentieren die Folgen feindlicher Angriffe", schreibt Passetschnik in seinem Post.

  • 16:59 Uhr

    Ukrainische Generalstaatsanwaltschaft weist staatliche Beteiligung an Nord-Stream-Anschlägen zurück

    Im Fall der gesprengten Nord-Stream-Pipelines hat die Generalstaatsanwaltschaft in Kiew deutsche Mutmaßungen über eine Beteiligung staatlicher Stellen in der Ukraine zurückgewiesen. Bislang gebe es keine Hinweise darauf, dass die Ukraine, ihre Behörden oder einzelne Amtsträger an den Explosionen in der Ostsee im September 2022 beteiligt gewesen seien oder entsprechende Anweisungen erteilt hätten, erklärte die Strafverfolgungsbehörde am Donnerstag.

    Für weitere Untersuchungen schlug sie die Einrichtung einer gemeinsamen Ermittlungsgruppe mit Deutschland vor. Die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen, und Erkenntnisse würden weiterhin gesammelt und geprüft.

    Die deutsche Bundesanwaltschaft hatte in der vergangenen Woche Anklage gegen den ukrainischen Ex-Offizier Sergei K. unter anderem wegen Mittäterschaft an einem Kriegsverbrechen erhoben. Dem Mann wird vorgeworfen, im Auftrag nicht näher genannter ukrainischer Staatsorgane gehandelt zu haben. Er bestreitet die Vorwürfe.

    Den deutschen Ermittlern zufolge soll Sergei K., der im Jahr 2022 noch Offizier der ukrainischen Armee war, gemeinsam mit anderen aktiven Militärangehörigen die Anschläge geplant und ausgeführt haben. Ziel sei es gewesen, die Gaslieferungen dauerhaft zu unterbinden und so die Einnahmequellen Russlands zu schwächen. Der Verdächtige war im August 2025 in Italien festgenommen und im November nach Deutschland überstellt worden.

  • 16:34 Uhr

    Kommandeur: Russische Truppen nach Befreiung von Konstantinowka in der DVR weiter auf dem Vormarsch

    Nach der Befreiung von Kostantinowka in der Volksrepublik Donezk (DVR) rückt die russische Armee in Richtung Druschkowka vor. Dies berichtet die Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf einen russischen Kommandeur mit dem Rufnamen Lis (dt.: Fuchs), der als Teil des Truppenverbands Süd kämpft. Die Stadt stellt einen wichtigen Stützpunkt der ukrainischen Verteidigung im Ballungsraum Kramatorsk-Slawjansk dar. 

    Ziel in Konstantinowka sei die Eliminierung verstreuter gegnerischer Kräfte, die sich noch in Kellern versteckten, teilte der Offizier mit. Sie würden an den Stadtrand gedrängt und außer Gefecht gesetzt. Die russischen Stoßtrupps rückten weiter auf Druschkowka vor.

    Die Verteidigung der ukrainischen Streitkräfte in diesem Abschnitt sei schlecht organisiert und es herrsche Chaos, da die russischen Einheiten ihre Nachschubwege gekappt hätten. Der Gegner sei verwirrt, weil er nicht damit gerechnet habe, dass er eine dermaßen befestigte Stadt wie Konstantinowka werde aufgeben müssen, so der Offizier weiter.

    "Zudem erleidet der Gegner in diesem Frontabschnitt schwere Verluste. Prinzipiell läuft also alles gut und erfolgreich für uns."

  • 16:24 Uhr

    Peskow: "In den Köpfen europäischer Politiker schwirren viele verrückte Ideen herum"

    Das schweizerische Medium Die Weltwoche hat ein Interview mit dem Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, veröffentlicht. In dem in Moskau aufgenommenen Gespräch legte Peskow die russische Sichtweise auf den Konflikt mit dem Westen dar.

    Der Weltwoche-Chefredakteur Roger Köppel fragte den russischen Volksvertreter, ob die am 24. Februar 2022 begonnene "Militäroperation, die zu einem Krieg wurde und sich nun in einer Phase wahrscheinlicher Eskalation befindet, die sogar die Hölle entfesseln könnte, zumindest in Europa" das wert gewesen oder doch "ein Fehler Russlands" sei. Worauf Peskow das verneinte und sich auf die vielen frustrierenden Erfahrungen stützend, die Russland mit den westlichen Eliten im Vorhinein jahrelang sammelte, erwiderte:

    "Sobald man begreift, dass niemand auf einen hören wird, ergreift man entschlossene Maßnahmen."

    Das eigentliche Eskalationspotenzial für einen großen Krieg war eines von Köppels wichtigsten Anliegen, worauf Peskow versicherte, dass "Russland ein zu großes und zu verantwortungsbewusstes Land ist, um einen Dritten Weltkrieg auszulösen". Dabei zeigte er sich zumindest zuversichtlich, dass es zwischen den USA und Russland aufgrund der atomaren Abschreckung zu keinem direkten Krieg kommen werde. Dabei fügte Peskow hinzu:

    "Aber da ist noch Europa. Und in den Köpfen der europäischen Politiker schwirren viele verrückte Ideen herum."

    Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.

  • 15:47 Uhr

    Kamikazedrohnen nehmen Loks der ukrainischen Truppen ins Visier (Video)

    Russische Drohnenpiloten greifen Lokomotiven in den Gebieten Dnjepropetrowsk und Charkow an, die von ukrainischen Streitkräften zum Transport von Waffen und Gütern benutzt wurden. Bei Angriffen kamen Kamikazedrohnen vom Typ Geran zum Einsatz. Russlands Verteidigungsministerium teilt entsprechende Aufnahmen auf Telegram.

  • 15:26 Uhr

    Erneute Drohnenangriffe auf Gebiet Belgorod aus der Ukraine gemeldet

    Die ukrainischen Einheiten haben am Donnerstagvormittag (Ortszeit) zehn Ortschaften im Grenzgebiet Belgorod mit unbemannten Fluggeräten angegriffen. Dies gibt der lokale Krisenstab auf Telegram bekannt.

    Wie es heißt, wurden bei den Angriffen zwei Eigenheime, sieben zivile Fahrzeuge, zwei Betriebe, eine Infrastruktureinrichtung und eine Lagerhalle beschädigt. Ein Lastkraftwagen brannte aus.

  • 14:56 Uhr

    Grenzgebiet Brjansk: Todesopfer bei erneutem Angriff aus der Ukraine

    Das ukrainische Militär hat ein weiteres Mal "barbarisches Verbrechen" gegen Zivilisten im Gebiet Brjansk begangen, wie der kommissarische Gouverneur Egor Kowaltschuk bekanntgibt. Kiewer Kräfte hätten die Ortschaft Nischneje mit einem Mehrfachraketenwerfer vom Typ HIMARS beschossen, wodurch eine Einwohnerin ums Leben gekommen sei.

    "Ich spreche der Familie des Verstorbenen mein tiefstes Beileid aus", schreibt der Beamte in seinem auf Telegram veröffentlichten Post. "Die Familie erhält jede notwendige Unterstützung."

  • 14:35 Uhr

    Ukrainische Truppen greifen Sanitätsstelle in Energodar an

    Am Donnerstag hat das ukrainische Militär erneut die AKW-Stadt Energodar im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Saporoschje angegriffen. Bürgermeister Maxim Puchow gibt in seinen sozialen Medien bekannt, der Gegner habe eine Sanitätsstelle angegriffen.  In der Aufnahmeabteilung seien die Fensterscheiben im Erdgeschoss und bis zum vierten Stock zu Bruch gegangen. Auch zwei Dienstwagen seien in Mitleidenschaft gezogen worden. Puchow meldete keine Opfer.       

    "Die Tatsache, dass eine medizinische Einrichtung angegriffen wurde, zeugt von der vollen Unzurechnungsfähigkeit der Streitkräfte der Ukraine, die bis jetzt noch ein Staat ist."

    Puchow zufolge habe das ukrainische Militär zudem ein Mehrfamilienhaus in der Stadt attackiert.

  • 14:09 Uhr

    Simonjan: Russland hat kein Interesse an Europa – uns gefällt es hier besser

    In einem aktuellen Interview mit Weltwoche-Chefredakteur Roger Köppel erklärt die RT-Chefredakteurin Margarita Simonjan, Russland habe keinerlei Interesse an Europa oder an einer Ausweitung des Krieges. Der Ukraine-Konflikt sei ausschließlich ein lokaler Verteidigungskrieg zum Schutz der russischstämmigen Bevölkerung im Donbass, die jahrelang vor aller Augen gefoltert worden sei – und Europa habe weggesehen.

    "Wir wollen weder Berlin noch Paris. Der Eiffelturm ist uns völlig egal, wir finden ihn sogar hässlich."

    Im Laufe der Geschichte habe Russland eroberte europäische Hauptstädte immer wieder verlassen, weil es nur "Mütterchen Russland" liebe. Simonjan appelliert an den Westen mit den Worten:

    "Lebt, wie ihr leben wollt. Lasst uns einfach in Ruhe."

    Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.