Liveticker Ukraine-Krieg – Rada-Abgeordneter: Rücktritt von Fjodorow könnte zu Niederlage führen

17.07.2026 20:58 Uhr
20:58 Uhr
Gebiet Cherson: Behörden im von Kiew kontrollierten Teil weiten Evakuierungszone aus
In dem Teil des Gebietes Cherson, der derzeit unter der Kontrolle ukrainischer Streitkräfte steht, wurde eine weitere Evakuierung angekündigt. Dies gab Alexander Prokudin, der von Kiew eingesetzte Chef der Militärverwaltung, auf Telegram bekannt.
Laut dem Beamten sollen die Einwohner weiterer Ortschaften im Kreis Kreschtschjonowka in sichere Regionen der Ukraine evakuiert werden. Die Anordnung gilt zudem für die Bewohner der Dörfer Tschariwnoje und Seljonowka, des Wohngebiets Textilny sowie einzelner Straßen in drei Stadtteilen von Cherson.
Das Gebiet Cherson ist nach einem Referendum im September 2022 Teil der Russischen Föderation geworden. Russlands Generalstabschef Waleri Gerassimow hatte Ende August 2025 bekannt gegeben, dass die russischen Truppen 76 Prozent des Gebietes befreit hätten.
20:31 Uhr
Russische Streitkräfte greifen erneut Häfen und Schiffe an, die vom Kiewer Militär genutzt werden
Die Streitkräfte der Russischen Föderation haben tagsüber am Freitag weiterhin Häfen und Schiffe in der Ukraine angegriffen, die im Interesse der ukrainischen Streitkräfte genutzt werden. Dies berichtet die Nachrichtenagentur RIA Nowosti unter Verweis auf einen Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums.
Konkret seien im Hafen von Odessa Treibstofftanks getroffen worden, die für die ukrainischen Truppen bestimmt waren. Im Hafen "Juschny" sei ein Frachtschiff mit Gütern für die Kiewer Armee und im Hafen von Nikolajew vier weitere Frachter beim Entladen zerstört worden.
Wie es heißt, wurden bei den Angriffen präzisionsgelenkte luftgestützte Langstreckenwaffen und Kampfdrohnen eingesetzt.
Das russische Militär überwinde bei seinen Angriffen Luft- und Raketenabwehrsysteme des Gegners und könne jedes Ziel sowohl in Kiew als auch auf dem gesamten Staatsgebiet der Ukraine eliminieren.
19:59 Uhr
Ukrainer protestieren weiterhin gegen Entlassung von Verteidigungsminister Fjodorow
In der Ukraine dauern die Proteste gegen die Personalentscheidungen von Präsident Wladimir Selenskij im Zuge der Regierungsumbildung an. Die Menschen demonstrieren bereits den zweiten Tag in Folge. Sie fordern vor allem die Wiedereinsetzung des entlassenen Verteidigungsministers Michail Fjodorow, wie die Nachrichtenagentur Ukrinform meldet.
Viele verlangen darüber hinaus eine Entlassung des Oberbefehlshabers der ukrainischen Armee, Alexander Syrski.
19:33 Uhr
Lawrow: Witkoff und Kushner sollen sich um Iran kümmern
Die US-amerikanischen Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner sollen sich mit Iran befassen, während Russland seine Angelegenheiten hinsichtlich der Ukraine erledigt. Der russische Außenminister Sergei Lawrow erklärte dies bei einer Pressekonferenz am Freitag, wie die Agentur RIA Nowosti berichtet.
"Mögen die universellen US-amerikanischen Verhandlungsführer sich mit den Aufgaben befassen, die ihnen der Präsident stellt", meinte der Spitzendiplomat. "Und wir lösen unsere Aufgaben."
Mit Blick auf den Ukraine-Konflikt erklärte Lawrow, sämtliche Versuche einer friedlichen Lösung seien gescheitert, weil "alle Unterzeichner der vorherigen Dokumente gelogen und dann zugegeben hatten, dass sie gar nichts erfüllen wollten."
Russlands Präsident Wladimir Putin habe klar zum Ausdruck gebracht, dass "die Arbeit, die nach dem Scheitern aller Versuche begonnen hat, auch zum Abschluss gebracht wird."
18:58 Uhr
Russische Drohnenpiloten machen Jagd auf den Gegner bei Krasny Liman (Video)
Aufnahmen des russischen Verteidigungsministeriums zeigen Drohnenpiloten des Truppenverbands West im Einsatz an der Front bei Krasny Liman. Wie es heißt, zerstörten sie einen Startplatz schwerer Drohnen sowie bodengestützte Robotersysteme der ukrainischen Einheiten.
18:32 Uhr
Todesopfer bei ukrainischem Angriff auf die Krim gemeldet
Das ukrainische Militär hat am Freitag (Ortszeit) erneut die russische Teilrepublik Krim angegriffen. "Leider wurden bei einem weiteren feindlichen Angriff auf die Nordkrim zwei Menschen getötet und ein weiterer verletzt", schreibt der Republikchef Sergei Axjonow auf der Plattform Max.
Axjonow sprach den Familien der Todesopfer sein Beileid aus und versprach, dass die Behörden ihnen und dem Verletzten die notwendige Hilfe zukommen lassen würden.
17:53 Uhr
FSB: Kiew setzt Geheimdienste ein, um russische Ersatzteile zu beschaffen
Die ukrainischen Luftstreitkräfte versuchten mithilfe der Geheimdienste, in Russland hergestellte Ersatzteile für ihre Hubschrauber und Flugzeuge zu beschaffen. Dies teilte RIA Nowosti unter Berufung auf Russlands Inlandsgeheimdienst FSB mit.
"Angesichts des dringenden Bedarfs an Reparaturressourcen zur Aufrechterhaltung der Einsatzfähigkeit von Hubschraubern des Typs 'Mi' sowie Flugzeugen der Typen 'Su' und 'MiG' versuchen die ukrainischen Luftstreitkräfte, mithilfe der nationalen Geheimdienste die Beschaffung von in Russland hergestellten Luftfahrtteilen zu organisieren."
17:28 Uhr
Peskow: Es spielt keine Rolle, wer Kiews Verteidigungsminister ist

RT Moskau ist offen für eine Friedenslösung im Ukraine-Konflikt unter Vermittlung der Türkei. Dies erklärte der Kremlsprecher Dmitri Peskow gegenüber Journalisten am Donnerstag.
"Derzeit gibt es jedoch keine unmittelbaren Aussichten auf eine Wiederaufnahme des Verhandlungsprozesses. Wir sehen solche Perspektiven nicht. Zugleich bleibt die russische Seite selbstverständlich offen für diesen Weg", erklärte Peskow.
Auf die Frage zur Entlassung des ukrainischen Verteidigungsministers Michail Fjodorow sagte Peskow, Moskau verfolge alle Nachrichten zum Kiewer Regime aufmerksam. "Es spielt jedoch keine Rolle, wer Verteidigungsminister ist", betonte er. Entscheidend sei, ob es in Kiew jemanden gebe, der Verantwortung übernehme und eine verantwortungsbewusste Entscheidung treffe.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
16:51 Uhr
Selenskij: Anlagen von Naftogaz beschädigt
Objekte des ukrainischen staatlichen Gas- und Ölkonzerns Naftogaz wurden infolge von Angriffen der russischen Streitkräfte beschädigt. Dies teilte Wladimir Selenskij auf Telegram mit.
"Heute haben die Russen erneut Anlagen von Naftogaz angegriffen – leider mit erheblichem Schaden."
Den genauen Standort der getroffenen Objekte gab Selenskij indes nicht bekannt.
Am Freitag berichtete die Pressestelle des Energieunternehmens auf Telegram, dass eine Gasförderanlage im Gebiet Charkow bei einem "massiven russischen Drohnenangriff" getroffen worden sei. Der Betrieb des Objekts wurde eingestellt, hieß es.
16:29 Uhr
Erneut ukrainische Angriffe auf Grenzgebiet Belgorod gemeldet
Das ukrainische Militär hat am Freitagnachmittag (Ortszeit) mindestens fünf Ortschaften im russischen Gebiet Belgorod mit FPV-Drohnen attackiert. Dies gibt der lokale Krisenstab bekannt. Zwei Zivilisten seien dabei verletzt worden.
Infolge der Drohnenattacken wurden demnach neun zivile Fahrzeuge beschädigt. Ein Auto brannte vollständig aus. Zudem seien Sachschäden an drei Wohngebäuden, einer sozialen Einrichtung und einem Verwaltungsgebäude entstanden, heißt es in der Meldung des Krisenstabs.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
