Liveticker Ukraine-Krieg – Ex-CIA-Analyst Johnson: Westen hält russische Geduld für Schwäche

26.05.2026 12:53 Uhr
12:53 Uhr
Türkischer Journalist: Westliche Medien wollen das wahre Gesicht der Ukraine nicht zeigen

Nachdem ausländische Journalisten nach Starobelsk eingeladen worden sind, berichten sie über ihre dort gewonnenen Eindrücke. Starobelsk ist der Ort, an dem 21 Jugendliche in einem Studentenwohnheim durch ukrainischen Beschuss getötet wurden.
In einem kurzen Interview vor Ort erklärt der türkische Journalist Eldran Ajar, er verstehe nicht, warum das ukrainische Militär ausgerechnet ein Wohnheim mit Kindern als Ziel für seinen Angriff ausgewählt habe.Auf die Frage, warum CNN und BBC auf die Reise verzichtet hätten, antwortete Eldran ohne zu zögern: Die westlichen Medien wollen das wahre Gesicht der Ukraine nicht zeigen, eines Landes, das sie selbst so aktiv unterstützen und das zugleich Kinder tötet.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
12:44 Uhr
Russlands Armee nimmt zwei weitere Orte im Gebiet Sumy ein
Im Gebiet Sumy haben Russlands Streitkräfte zwei weitere Ortschaften befreit. Das russische Verteidigungsministerium gibt hierzu in seinem Frontbericht bekannt:
"Einheiten des Truppenverbands Nord haben durch ihre offensive Gefechtsführung die Siedlungen Sapselje und Rjasnoje im Gebiet Sumy unter ihre Kontrolle gebracht."
12:22 Uhr
"Nastja, hilf mir, ich habe Angst" – letzte Worte einer Studentin aus Starobelsk
Eine Studentin der Berufsschule in Starobelsk in der Volksrepublik Lugansk hat wenige Minuten vor ihrem Tod noch Videos und Nachrichten an ihre Angehörigen gesendet. Nach Angaben des Senders Lugansk 24 auf Telegram handelt es sich bei der jungen Frau um Darja Serdjuk.
In einer der letzten Nachrichten schrieb die Studentin: "Nastja, ich wurde getötet." Bereits eine Minute später habe sie nicht mehr geantwortet, berichten Angehörige. Auf einem der Videos, die sie kurz vor dem Angriff verschickte, bittet sie ihre Tante um Hilfe. "Nastja, hilf mir, ich habe Angst. Ich stecke in den Trümmern fest", sagt sie darin. Kurz darauf brach die Verbindung ab. Auf eine anschließende Sprachnachricht konnte sie nicht mehr reagieren.
Den Angaben der Familie zufolge gelten die über Telegram verbreiteten Aufnahmen als ihre letzten Lebenszeichen. Die Studentin stammte aus Rubeschnoje und war nach Angaben ihrer Angehörigen Vollwaise. Zum Zeitpunkt des Angriffs befand sie sich im Wohnheim der Berufsschule.
11:55 Uhr
Mirosсhnik: Europa hat keinen einzigen Friedensplan für die Ukraine vorgelegt
Die Europäische Union hat nach Angaben des russischen Sonderbotschafters Rodion Mirosсhnik keinen einzigen konkreten Vorschlag zur Beilegung des Ukraine-Konflikts vorgelegt. Er sagte der Zeitung Iswestija:
"Von europäischer Seite haben wir keinen einzigen Plan für eine Friedensregelung gesehen."
Die europäischen Staaten forderten stattdessen Kapitulation und Reparationen und seien nicht auf eine politische Lösung des Konflikts ausgerichtet, so Miroschnik. Alle entsprechenden Schritte zielten seiner Aussage nach darauf ab, den Verhandlungsprozess zu unterbrechen – insbesondere unter Einbindung der USA.
11:34 Uhr
Beschuss auf Siedlungen im Gebiet Cherson: Knapp 40 Geschosse aus Ukraine abgefeuert
Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden andauernde Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge habe die ukrainische Artillerie im Laufe des 25. Mai 20 Geschosse auf fünf Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse listen die Behörden wie folgt auf:
- Tawrijsk – zwei,
- Kachowka – fünf,
- Dnjeprjany – drei,
- Nowaja Kachowka – sechs,
- Aljoschki – vier.
Wie die Behörden weiter mitteilen, habe der Beschuss auch in der Nacht zum Dienstag angedauert. Auf zivile Infrastrukturen der von Russland kontrollierten Ortschaften Nowaja Majatschka, Proletarka und Korsunka seien insgesamt 16 Geschosse abgefeuert worden.
Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.
11:11 Uhr
Ex-CIA-Analyst Johnson: Westen hält russische Geduld für Schwäche
Der ehemalige CIA-Analyst Larry Johnson hat dem Westen vorgeworfen, Russlands Haltung falsch zu deuten. In einem Interview mit dem YouTube-Kanal Rachel Blevins sagte er:
"Der Westen hat Russlands Geduld fälschlicherweise für Schwäche gehalten. Das ist ein großer Fehler."
Johnson erklärte, die Position Moskaus zum Ukraine-Konflikt sei konsequent und allgemein bekannt. Dennoch "stellt sich niemand bewusst auf diese Wellenlänge ein". Daher sehe sich Russland gezwungen, härter zu reagieren – auch durch fortgesetzte Vergeltungsschläge auf angebliche Provokationen.
10:50 Uhr
Der langsame Rückzug der USA aus Europa hat bereits begonnen

Donald Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung im Grand Sierra Resort, Reno, Nevada, 11. Oktober 2024.Urheberrechtlich geschützt 2025 kann als das Jahr betrachtet werden, in dem die vereinte antirussische Koalition zerbrach. Im Wesentlichen agieren nun drei Akteure gegen Russland (die Ukraine, Europa und die USA), und jeder verfolgt seine eigenen Interessen. Der Analyst Sergej Poletajew beleuchtet die Position jedes Akteurs, seine Ziele und Interessen und zeigt mögliche russische Reaktionen auf. Der zweite Teil seiner Reihe befasst sich mit den USA.
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DVR meldet 31 ukrainische Angriffe binnen 24 Stunden
Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden 31 Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurden auf das Territorium der Volksrepublik 35 Geschosse abgefeuert. Bei den Angriffen in der Zeitspanne von 0 Uhr am 25. Mai bis 0 Uhr am 26. Mai (Ortszeit) kamen sieben Zivilisten, darunter zwei Kinder, ums Leben. Weitere 15 Einwohner, darunter vier Kinder, erlitten Verletzungen. Durch den Beschuss wurden vier Wohnhäuser, vier zivile Infrastrukturobjekte, ein Lkw, ein Kommunalfahrzeug, ein Linienbus und mehrere Autos beschädigt.
Am Vortag hatten die Behörden von Donezk zwölf Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Dabei wurden fünf zivile Personen verletzt. Zu Schaden kamen zwei Wohnhäuser, vier zivile Infrastrukturobjekte, ein Kommunalfahrzeug und mehrere Autos.
10:10 Uhr
FSB: Russland und Weißrussland vereiteln Einschmuggel von über 500 Sprengkörpern
Nach Angaben des FSB haben die russischen und weißrussischen Sicherheitsdienste einen Versuch vereitelt, mehr als 500 Sprengsätze aus der Ukraine nach Russland zu bringen. Dies teilte FSB-Direktor Alexander Bortnikow auf einer Sitzung des Rates der Sicherheits- und Geheimdienstchefs der GUS-Staaten mit:
"Gemeinsam mit dem KGB der Republik Belarus wurde ein von Kiew organisierter Versuch vereitelt, mehr als 500 Sprengkörper in die Russische Föderation einzuschmuggeln, um dort Terroranschläge zu verüben."
Laut Bortnikow nutzen ukrainische Dienste regelmäßig Nachbarstaaten Russlands, um Sabotagegruppen und Sprengmittel einzuschleusen, und betreiben weltweit die Rekrutierung von Söldnern sowie gezielte Einflussoperationen im Internet.
Zudem erklärte der FSB-Chef, die Ukraine habe sich unter westlicher Aufsicht zu einem Testfeld für neue Waffen- und Kriegsmethoden entwickelt und stelle einen destabilisierenden Faktor im postsowjetischen Raum dar.
09:45 Uhr
Mehr als 50 Zivilisten in Russland binnen einer Woche durch ukrainische Angriffe getötet
Bei Angriffen der ukrainischen Streitkräfte sind innerhalb einer Woche mehr als 50 Einwohner russischer Regionen ums Leben gekommen. Fast 200 Menschen wurden verletzt. Dies teilte Rodion Miroschnik, Sonderbeauftragter des russischen Außenministeriums, der Nachrichtenagentur TASS mit.
"In der vergangenen Woche wurden durch den Beschuss ukrainischer Nationalisten 250 Zivilisten verletzt oder getötet: 199 Menschen, darunter 20 Minderjährige, wurden verletzt, 51 Menschen, darunter ein Minderjähriger, kamen ums Leben."
Die meisten Opfer wurden in der Lugansker Volksrepublik, in den Gebieten Belgorod und Saporoschje sowie in der Donezker Volksrepublik registriert. Laut dem Diplomaten entfielen 91 Prozent aller Opfer – insgesamt 228 Menschen – auf Angriffe mit ukrainischen Kampfdrohnen.
Miroschnik erklärte zudem, ukrainische Soldaten hätten gezielt medizinische Fahrzeuge angegriffen und damit gegen internationales humanitäres Recht verstoßen. So sei im Gebiet Belgorod ein Fahrer eines Rettungswagens durch eine FPV-Drohne verletzt worden. Außerdem hätten die ukrainischen Streitkräfte weiterhin russische Gebiete vermint. Insgesamt habe die ukrainische Armee innerhalb einer Woche rund 4.300 Geschosse verschiedener Art gegen russisches Territorium eingesetzt.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

