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Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 334 gegnerische Drohnen

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 334 gegnerische DrohnenQuelle: AP © Nikoletta Stoyanova
  • 3.05.2026 12:06 Uhr

    12:06 Uhr

    Selenskij sanktioniert seinen ersten Kanzleichef

    Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij hat Sanktionen gegen seinen früheren Bürochef Andrei Bogdan verhängt. Wie aus dem am Samstag veröffentlichten Dekret hervorgeht, werden Bogdan staatliche Auszeichnungen aberkannt, sein Vermögen wird eingefroren und es werden Handelsgeschäfte untersagt. Die Maßnahmen gelten vorerst für zehn Jahre. Eine Begründung wird nicht genannt.

    Der Jurist selbst, der das Präsidentenbüro von Mai 2019 bis Februar 2020 geleitet hat, vermutet auf Facebook, dass Selenskij gekränkt ist, weil in Medien über eine mögliche Verstrickung des Staatschefs und seiner Frau Jelena in korrupte Geschäfte berichtet wurde. Demnach unterstellt Selenskij einen Zusammenhang zwischen den Veröffentlichungen und Bogdans Tätigkeit als Anwalt.

  • 11:39 Uhr

    Zwei Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf 24 Ortschaften im Gebiet Belgorod

    Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen im russischen Grenzgebiet Belgorod. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden 24 Ortschaften in sechs Bezirken angegriffen habe.

    In der Statistik berichtet der Politiker über zwei Opfer unter der Zivilbevölkerung. Ein Mann sei schwer verletzt worden, als eine ukrainische FPV-Drohne in der Siedlung Iwanowskaja Lissiza einen Traktor angegriffen habe. In der Siedlung Siborowka habe eine Frau Verletzungen erlitten.   

    Gladkow meldet zudem viele Sachschäden. Demnach seien in den vergangenen 24 Stunden insgesamt 19 Einfamilienhäuser, eine soziale Einrichtung, ein Geschäft, fünf Infrastrukturobjekte, ein Verwaltungsgebäude, ein Betriebsgebäude, eine Scheune, eine Stromleitung, zwei Traktoren, ein Kleintransporter und 13 Autos zerstört oder beschädigt worden.

  • 11:10 Uhr

    Zwei Erwachsene und Kind durch herabfallende Drohnenteile im Gebiet Smolensk verletzt

    Die ukrainischen Streitkräfte haben eine massive Drohnenattacke auf das russische Gebiet Smolensk an der Grenze zu Weißrussland durchgeführt. Gouverneur Wassili Anochin gibt auf der Plattform MAX bekannt, dass die Luftabwehr zuletzt über der Region 21 unbemannte Luftfahrzeuge des Gegners abgefangen habe. Der Politiker meldet Opfer und Sachschäden: Herabfallende Wrackteile einer zerstörten Drohne hätten ein Mehrfamilienhaus getroffen, wobei zwei Erwachsene – eine Frau und ein Mann – und ein Kind verletzt worden seien. Der Mann werde momentan in einem Krankenhaus ärztlich behandelt.

    Anochin ruft seine Landsleute zur Wachsamkeit auf. Beim Fund von Wrackteilen sollte man sich diesen nicht nähern, sondern den Rettungsdienst anrufen.

  • 10:37 Uhr

    Fico will nach Kiew reisen

    Robert Fico hat einen Besuch in der Ukraine angekündigt. Nach einem Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij teilte der slowakische Regierungschef mit:

    "Wir werden das Format gemeinsamer Regierungssitzungen fortsetzen und zudem gegenseitige Besuche in unseren Hauptstädten vornehmen."

    Er habe bestätigt, dass die Slowakei den EU-Beitritt der Ukraine unterstütze, denn Bratislava wolle, dass das Nachbarland ein stabiler und demokratischer Staat sei, fügte Fico hinzu. Er äußerte den Wunsch nach "freundschaftlichen Beziehungen zwischen der Slowakei und der Ukraine". Bisher hatte Fico es vermieden, nach Kiew zu reisen.

    Selenskij bestätigte das Gespräch mit Fico. Sie hätten unter anderem über einen möglichen EU-Beitritt der Ukraine gesprochen. Auf der Plattform X schrieb der Politiker:

    "Wir brauchen enge Beziehungen zwischen unseren Ländern, und daran sind wir beide interessiert."

    Es sei wichtig gewesen, zu hören, dass die Slowakei den EU-Beitritt der Ukraine unterstütze und bereit sei, ihre Erfahrungen im Beitrittsprozess zu teilen.

    Ein EU-Beitritt der Ukraine vor einem Ende des Krieges gilt als ausgeschlossen – unter anderem auch wegen der militärischen Beistandsklauseln in den EU-Verträgen. Die Regierung in Kiew strebt einen raschen Beitritt nach dem Krieg an. Zahlreiche Mitgliedsländer sehen dies jedoch kritisch und beharren auf einem geordneten Beitrittsprozess.

  • 10:02 Uhr

    Vier Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf Grenzgebiet Kursk

    Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Attacken auf das russische Grenzgebiet Kursk fort. Gouverneur Alexander Chinschtein berichtet in der täglichen Statistik auf der Plattform MAX über zahlreiche Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region. Wie der Politiker mitteilt, seien im Zeitraum von 8 Uhr MESZ am 2. Mai bis 8 Uhr MESZ am 3. Mai 130 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Außerdem habe die gegnerische Artillerie in dieser Zeit 88-mal grenznahe evakuierte Ortschaften unter Beschuss genommen. Es habe darüber hinaus sieben Angriffe gegeben, bei denen unbemannte Luftfahrzeuge Sprengsätze auf Objekte im Gebiet Kursk abgelassen hätten.

    Chinschtein meldet keine Todesopfer unter der Zivilbevölkerung. Dennoch seien in den vergangenen 24 Stunden in der Region vier Menschen verletzt worden. Drei Menschen hätten in der Nähe der Siedlung Prilepy Verletzungen erlitten. In der Siedlung Oktjabrskoje sei ein 52 Jahre alter Einwohner zu Schaden gekommen.

    Dem Gouverneur zufolge seien zudem durch die Attacken zwei Einfamilienhäuser, ein Traktor, vier Autos und ein Autoanhänger beschädigt worden.

  • 09:35 Uhr

    Beschuss auf Siedlungen im Gebiet Cherson: Mehr als 40 Geschosse aus Ukraine abgefeuert

    Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden andauernde Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge habe die ukrainische Artillerie im Laufe des 2. Mai 25 Geschosse auf vier Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse listen die Behörden wie folgt auf:

    • Aljoschki — 7,
    • Kachowka — 6,
    • Dnjeprjany — 4,
    • Nowaja Kachowka — 8.

    Wie die Behörden weiter mitteilen, habe der Beschuss auch in der Nacht zum Sonntag angedauert. Auf zivile Infrastrukturen der von Russland kontrollierten Ortschaften Welikaja Lepeticha, Kasatschji Lageri, Nowaja Majatschka und Sagi seien insgesamt 18 Geschosse abgefeuert worden.

    Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.

  • 09:04 Uhr

    Russische Armee befreit Miropolje im Gebiet Sumy

    Einheiten des Truppenverbands "Nord" haben am Samstag die Ortschaft Miropolje im Gebiet Sumy unter ihre Kontrolle gebracht. Die ukrainischen Truppen wurden nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums aus dem Ort verdrängt und anrückende Verstärkung durch Artillerie gestoppt. Der Gegner erlitt massive Verluste.

    Die russischen Truppen rücken an mehreren Frontabschnitten vor. Ziel ist es, eine Sicherheitszone in den Gebieten Sumy und Charkow auszubauen.

    Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.

  • 08:33 Uhr

    DVR meldet fünf ukrainische Angriffe binnen 24 Stunden

    Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden fünf Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurden auf das Territorium der Volksrepublik fünf Geschosse abgefeuert. Bei den Angriffen in der Zeitspanne von 0 Uhr am 2. Mai bis 0 Uhr am 3. Mai (Ortszeit) wurden keine Opfer unter der Zivilbevölkerung gemeldet. Durch den Beschuss kamen ein Wohnhaus, ein Linienbus und mehrere Autos zu Schaden.

    Am Vortag hatten die Behörden von Donezk acht Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Fünf zivile Personen erlitten dabei Verletzungen. Beschädigt wurden drei Wohnhäuser und zwei zivile Infrastrukturobjekte.

  • 08:01 Uhr

    Mann stirbt bei Drohnenattacke auf Gebiet Moskau

    Die ukrainischen Streitkräfte haben über den Samstag hinweg versucht, Objekte in der russischen Hauptstadt Moskau und ihrer Umgebung mit Drohnen zu treffen. Die russische Luftabwehr schlug aber die Attacken ab. Wie Andrei Worobjow, Gouverneur des Gebiets Moskau, am späten Abend auf Telegram schrieb, seien bis 21 Uhr MESZ in der Region sechs unbemannte Luftfahrzeuge abgefangen worden. Eine weitere Drohne habe man mit elektronischen Mitteln unschädlich gemacht.

    Worobjow berichtete dabei über ein Todesopfer. Im Dorf Tschernewo im Bezirk Wolokolamsk sei ein 77 Jahre alter Mann ums Leben gekommen. Der Gouverneur sprach den Angehörigen des Getöteten sein Beileid aus und sagte der Familie alle notwendige Unterstützung zu. Auf Telegram teilte der Politiker Fotos mit einem beschädigten Zaun und Drohnenteilen.

  • 07:29 Uhr

    Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 334 ukrainische Drohnen

    Russlands Verteidigungsministerium meldet am Sonntagmorgen auf der Plattform MAX weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit Drohnen anzugreifen. Demnach habe die russische Luftabwehr in der vergangenen Nacht 334 unbemannte Luftfahrzeuge des Gegners abgeschossen. Die Drohnen seien über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Woronesch, Kaluga, Kursk, Leningrad, Nischni Nowgorod, Nowgorod, Orjol, Pskow, Rjasan, Smolensk, Twer und Tula, dem Großraum Moskau und der Teilrepublik Krim zerstört worden. Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.