Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Streitkräfte greifen Hafen-Infrastruktur im Gebiet Odessa an

12.07.2026 12:38 Uhr
12:38 Uhr
Selenskij will nach Explosionen bei Kiew verantwortliche Militärs bestrafen
Bei einem russischen Raketenangriff sind vor einigen Tagen in der Nähe der ukrainischen Hauptstadt Kiew Munitionslager in die Luft gegangen. Jetzt will Präsident Wladimir Selenskij die verantwortlichen Beamten bestrafen. Es sei eindeutig verboten gewesen, Depots in der Stadt Wischnjowoje anzulegen, doch all diese Vorschriften seien missachtet worden, klagt der Politiker in einer auf X veröffentlichten Videobotschaft. Dabei gebe es genügend Orte in der Ukraine, um solche Depots in sicherer Entfernung von Wohnhäusern errichten.
Laut Selenskij seien für den Verstoß gegen die Sicherheitsvorschriften die Leiter zweier Staatsbetriebe verantwortlich. Gegen sie und andere Manager werde ermittelt.
Das russische Militär hatte in der Nacht zum 6. Juli einen massiven Angriff mit Drohnen, Raketen und Marschflugkörpern auf die Ukraine gestartet. Ziel war neben Kiew auch die Stadt Wischnjowoje unmittelbar westlich der ukrainischen Hauptstadt. Durch die Einschläge und die Folgeexplosionen kamen in Wischnjowoje nach Behördenangaben neun Menschen ums Leben, Dutzende wurden verletzt. Wegen der andauernden Explosionsgefahr mussten die Behörden hunderte Anwohner evakuieren. Tagelang kämpften die Einsatzkräfte gegen die Flammen.
12:09 Uhr
Ein Todesopfer und sieben Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf 68 Ortschaften im Gebiet Belgorod
Der Krisenstab des russischen Grenzgebiets Belgorod veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen in der Region. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den letzten 24 Stunden 68 Ortschaften in zehn Bezirken angegriffen habe. Der Gegner habe mindestens 31 Geschosse abgefeuert und 219 Drohnen eingesetzt, von denen 111 abgeschossen worden seien.
In der Statistik wird auch über Opfer unter der Zivilbevölkerung berichtet. In der Stadt Graiworon sei ein Kind ums Leben gekommen. Bei einem Drohnenangriff auf einen Kleintransporter sei in der Siedlung Politotdelski ein Mann verletzt worden. Bei einer Attacke auf einen Minibus seien in der Siedlung Perwomaiski vier Menschen zu Schaden gekommen. Bei der Detonation zweier Drohnen seien zwei Einwohner der Siedlung Krasnaja Jaruga verletzt worden. Außerdem sei ein Mann ärztlich versorgt worden, der noch am 3. Juli mehrere Splitterverletzungen erlitten habe. Auch eine Frau, die noch am 9. Juli in der Stadt Schebekino verletzt worden sei, habe ärztliche Hilfe bekommen.
Der Krisenstab meldet zudem zahlreiche Sachschäden. Demnach seien in den letzten 24 Stunden fünf Mehrfamilienhäuser, 23 Einfamilienhäuser, eine soziale Einrichtung, ein Verwaltungsgebäude, ein Geschäft, ein Betrieb sowie ein Lagerhaus zerstört oder beschädigt worden. Betroffen seien außerdem sechs Infrastrukturobjekte, vier Garagen, eine Gasleitung, eine Stromleitung, fünf Lkw, zwei Busse, ein Kleintransporter, zwei Minibusse und 28 Autos.
11:33 Uhr
Drei Verletzte und Schäden bei ukrainischen Artillerie- und Drohnenangriffen auf Grenzgebiet Kursk
Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Attacken auf das russische Grenzgebiet Kursk fort. Gouverneur Alexander Chinstein berichtet in der täglichen Statistik auf der Plattform MAX über zahlreiche Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region. Wie der Politiker mitteilt, seien im Zeitraum von 8 Uhr am 11. Juli bis 8 Uhr am 12. Juli (MESZ) 95 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Darüber hinaus habe die gegnerische Artillerie in dieser Zeit 47-mal grenznahe, evakuierte Ortschaften unter Beschuss genommen. Es habe außerdem zehn Angriffe gegeben, bei denen unbemannte Luftfahrzeuge Sprengsätze auf Objekte im Gebiet Kursk abgeworfen hätten.
Chinstein meldet drei Verletzte unter der Zivilbevölkerung. Bei ihnen handele es sich um eine Frau und zwei Männer im Alter von 59, 60 und 39 Jahren. Sie seien bei den Attacken auf die Ortschaften Iljok, Tolpino und Rylsk verletzt worden. Der Politiker wünscht ihnen eine schnellstmögliche Genesung. Infolge der Attacken seien im Gebiet fünf Einfamilienhäuser, eine Möbelfabrik, zwei Garagen und drei Autos beschädigt worden.
11:01 Uhr
Niederlande: Unbekannte beschmieren sowjetische Soldatengräber

Unbekannte haben auf dem sowjetischen Ehrenfriedhof im niederländischen Leusden rund 150 Grabsteine mit neonazistischen Parolen beschmiert. Polizei, die Stiftung Sovjet Ereveld und die niederländische Regierung verurteilten die Schändung, während die russische Botschaft eine rasche Aufklärung forderte.
Die unabhängige Journalistin Sonja van den Ende sieht den Vorfall als Folge zunehmender gesellschaftlicher Radikalisierung und antirussischer Rhetorik.
Den Videobericht gibt es hier auf unserer Webseite zu sehen.
10:39 Uhr
Beschuss auf Siedlungen im Gebiet Cherson: Mehr als 40 Geschosse aus Ukraine abgefeuert
Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden andauernde Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge habe die ukrainische Artillerie im Laufe des 11. Juli 21 Geschosse auf sechs Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse listen die Behörden wie folgt auf:
- Kairy — 3,
- Knjase-Grigorowka — 4,
- Ljubimowka — 3,
- Nowaja Kachowka — 7,
- Staraja Sburjewka — 2,
- Tawrijsk — 2.
Wie die Behörden weiter mitteilen, habe der Beschuss auch in der Nacht zum Sonntag angedauert. Auf zivile Infrastruktur in den von Russland kontrollierten Ortschaften Nowaja Kachowka, Dnjeprjany, Kardaschinka und Korsunka seien insgesamt 22 Geschosse abgefeuert worden.
Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.
10:07 Uhr
DVR meldet 17 ukrainische Angriffe binnen 24 Stunden
Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden 17 Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurden auf das Territorium der Volksrepublik 25 Geschosse abgefeuert. Bei den Angriffen in der Zeitspanne von 0 Uhr am 11. Juli bis 0 Uhr am 12. Juli (Ortszeit) kam ein Zivilist ums Leben, 15 weitere Einwohner wurden verletzt. Durch den Beschuss wurden zwei Wohnhäuser, fünf zivile Infrastrukturobjekte, ein Bus sowie mehrere Kommunalfahrzeuge, Lkw und Autos beschädigt.
Am Vortag hatten die Behörden von Donezk sieben Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Ein Zivilist erlitt dabei Verletzungen. Drei zivile Infrastrukturobjekte und ein Lkw wurden beschädigt.
09:30 Uhr
Russische Streitkräfte greifen Hafen-Infrastruktur im Gebiet Odessa an
Das russische Verteidigungsministerium berichtet über erfolgreiche kombinierte Angriffe auf militärisch relevante Ziele in der Ukraine. Wie die Behörde auf der Plattform Telegram schreibt, habe das russische Militär dabei Kampfdrohnen und hochpräzise luftgestützte Langstreckenwaffen eingesetzt.
Unter den getroffenen Objekten nennt das Ministerium Hafen-Infrastruktur in den Städten Odessa und Tschernomorsk, zwei Trockenfrachtschiffe, eine Fähre und ein Patrouillenboot. In der Mitteilung heißt es, der Gegner benutze diese Häfen als Umschlagplätze und Lager für Militärgüter sowie Brenn- und Schmierstoffe.
Ukrainische Medien berichteten über Stromausfälle in Teilen des Gebiets Odessa. In der Hafenstadt Odessa sollen zwei Menschen ums Leben gekommen sein.
09:05 Uhr
Attacke auf Gebiet Tula: Zehn ukrainische Drohnen abgefangen, ein Mehrfamilienhaus beschädigt
In den frühen Morgenstunden hat die russische Luftabwehr über dem Gebiet Tula zehn ukrainische Drohnen abgefangen. Gouverneur Dmitri Miljajew meldet auf der Plattform Telegram weder Todesopfer noch Verletzte. In der Stadt Schtschokino sei allerdings ein Mehrfamilienhaus beschädigt worden. Bei der Abwehr der Drohnenattacke seien das Dach des Gebäudes und die Decke einer Wohnung beschädigt worden. Die Hausbewohner seien in Sicherheit gebracht worden. Man habe für die Betroffenen eine Notunterkunft organisiert. Weitere Einzelheiten teilt der Politiker nicht mit.
Miljajew warnt seine Landsleute davor, sich herumliegenden Drohnenteilen zu nähern. Diese könnten explosive oder giftige Stoffe enthalten. Beim Fund solcher Drohnenteile sollte man umgehend den Rettungsdienst alarmieren.
08:37 Uhr
Erneut Tankschiff im südrussischen Gebiet Rostow beschädigt
In der vergangenen Nacht hat das südrussische Gebiet Rostow erneut eine massive Drohnenattacke aus der Ukraine überstanden. Wie Gouverneur Juri Sljussar auf der Plattform Telegram schreibt, seien über der Bucht von Taganrog, den Städten Taganrog und Kamensk-Schachtinski sowie vier Bezirken der Region mehr als zwei Dutzend Drohnen zerstört worden. Infolge der Attacke sei ein leerer Tanker beschädigt worden. Das Schiff sei gerade dabei gewesen, in den Asow-Schwarzmeer-Kanal einzulaufen. Der an Bord ausgebrochene Brand sei schnell gelöscht worden.
Darüber hinaus teilt Sljussar mit, dass auf der Autobahn M4 "Don" Wrackteile von Drohnen entdeckt worden seien. Die Strecke sei für die Zeit der Entschärfungsarbeiten abgesperrt worden. Der Verkehr in Richtung Süden sei vorübergehend umgeleitet worden.
08:02 Uhr
Ein Toter und drei Verletzte durch ukrainische Drohnenattacke auf Wolga-Gebiet Samara
Am frühen Sonntagmorgen haben die ukrainischen Streitkräfte das russische Gebiet Samara angegriffen, das beiderseits des Flusses Wolga liegt. Gouverneur Wjatscheslaw Fedorischtschew berichtet auf der Plattform MAX über Opfer. Ein Mann sei demnach ums Leben gekommen. Drei Einwohner, darunter ein Kind, seien verletzt worden. Die Verletzten seien ins Krankenhaus eingeliefert worden.
Außerdem meldet der Politiker Schäden an Ein- und Mehrfamilienhäusern. Darüber hinaus sei ein Industriewerk beschädigt worden. Fedorischtschew bezeichnet die Attacke auf die Region als terroristisch. Weitere Einzelheiten gibt er nicht bekannt.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
