Liveticker Ukraine-Krieg: Russische Streitkräfte treffen fünf Militärbetriebe in Kiew

2.07.2026 13:53 Uhr
13:53 Uhr
Klitschko: Kiew erlebte "den massivsten Angriff"
Vitali Klitschko, der Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt, bezeichnete die nächtliche Attacke der russischen Streitkräfte auf Kiew als die "massivste". Auf Telegram schrieb er:
"Es war eine schreckliche Nacht für Kiew. Der massivste Angriff des Gegners – die Hauptstadt wurde mit ballistischen Raketen, Marschflugkörpern und Drohnen angegriffen."
Klitschko fügte hinzu, dass in allen Stadtteilen Schäden registriert wurden.
13:15 Uhr
Zwei Tote und neun Verletzte nach Angriffen auf Gebiet Belgorod
Nach Angaben des regionalen Krisenstabs des Gebiets Belgorod wurden binnen 24 Stunden 64 Orte in 16 Bezirken getroffen. Der Gegner hat 17 Geschosse abgefeuert und 233 Drohnen eingesetzt, von denen 172 abgeschossen wurden.
Bei den Angriffen wurden zwei Zivilisten getötet. Neun zivile Einwohner erlitten Verletzungen unterschiedlichen Schweregrades.
Zu Schaden kamen zwölf Privathäuser, zwei soziale Einrichtungen, ein Betrieb, vier Infrastrukturobjekte, Transportinfrastruktur sowie 25 Fahrzeuge.
12:38 Uhr
FSB nimmt zwei Agenten ukrainischer Geheimdienste fest
Russlands Inlandsgeheimdienst FSB hat auf der Krim zwei russische Staatsbürger (Jahrgänge 1968 und 1986) festgenommen, die mit dem Militärnachrichtendienst der Ukraine zusammengearbeitet hätten. Dies teilte der Pressedienst der russischen Behörde mit.
Die Festgenommenen sollen Informationen über die Stationierung von Objekten der russischen Streitkräfte und kritischer Infrastruktur auf der Krim-Halbinsel sowie über den Zugverkehr über die Krim-Brücke gesammelt und diese Daten über den Messenger-Dienst Telegram an den ukrainischen Kurator übermittelt haben.
Ferner hätten sie Komponenten zum Bau eines funkgesteuerten improvisierten Sprengsatzes aus einem Versteck geholt, das von der ukrainischen Seite vorbereitet worden war. Diese Komponenten seien bei einer Durchsuchung sichergestellt worden.
Die Festgenommenen hätten ein Geständnis abgelegt und arbeiteten aktiv mit den Ermittlungsbehörden zusammen, so die Behörde.
11:59 Uhr
Peskow äußert sich zu Medienberichten über mögliche Präsidentschaftswahlen in der Ukraine
Der Kreml hat die jüngsten Medienberichte gesehen, wonach Präsidentschaftswahlen in der Ukraine angeblich nicht ausgeschlossen seien, hat aber noch keine offizielle Stellungnahme zu diesem Thema gehört. Dies erklärte der Kremlsprecher Dmitri Peskow gegenüber Reportern.
"Informationen, die das Wort 'angeblich' enthalten, möchten wir nicht kommentieren. Aber wir haben tatsächlich Medienberichte gesehen, wonach [Präsidentschafts-]Wahlen in der Ukraine nicht ausgeschlossen sind und dass irgendwelche Treffen zu diesem Thema stattfinden."
11:17 Uhr
Russisches Militär trifft fünf Militärbetriebe in Kiew

Eine Rauchwolke über Kiew nach Angriffen der russischen Streitkräfte, 2. Juli 2026Paula Bronstein/Getty Images Infolge eines massiven Schlages haben die russischen Streitkräfte fünf Unternehmen des militärisch-industriellen Komplexes in der ukrainischen Hauptstadt getroffen, wie das Verteidigungsministerium mitteilte.
Nach Angaben der Behörde wurde ein Werk in Kiew getroffen, das Leitsysteme für die bodengestützten Langstreckenraketen vom Typ Flamingo herstellt. Es handelt sich um den Militärbetrieb Radioniks, der auch Systeme für die Raketen vom Typ Fire Point-7, Fire Point-9, Neptune-MD sowie für Flugabwehrlenkraketen entwickelt. Die Ausrüstung, die bei diesem Unternehmen hergestellt wird, hat "direkte Auswirkungen auf die Kampffähigkeiten der ukrainischen Luftstreitkräfte und ihre Fähigkeit, Luftverteidigungssysteme zu bekämpfen", heißt es in der Erklärung.
Zu weiteren getroffenen Militärbetrieben zählen:
- das Werk ATLON AVIA, das die ukrainischen Streitkräfte unter anderem mit Drohnen vom Typ An-196 Ljuty und Magura UA versorgt,
- das Antonow-Flugzeugindustriewerk, das Militärflugzeuge sowie Drohnen vom Typ An-196 Ljuty entwickelt und produziert,
- das Kiewer Radiowerk, das Zielsysteme für alle Arten von in der Ukraine hergestellten Panzern und Schützenpanzern modernisiert,
- das Industrieunternehmen Kiew-25, das das elektronische Kampfführungssystem Lima herstellt und lagert.
Darüber hinaus wurden infolge der Attacke auf Kiew ein Transport- und Logistikzentrum Tschaika für Drohnenlagerung, ein Treibstoff- und Schmierstofflager Kiew-3, das die Militäreinheiten der Kiewer Garnison mit Dieselkraftstoff versorgt, sowie mehrere Gasverteilungsstationen, die den Betrieb von Unternehmen des ukrainischen militärisch-industriellen Komplexes gewährleisten, getroffen.
10:38 Uhr
Sieben ukrainische Kämpfer bei Nowosjolowka gefangen genommen
Zwei russische Soldaten haben sieben ukrainische Kämpfer bei der Siedlung Nowosjolowka im Gebiet Dnjepropetrowsk gefangen genommen. Dies erklärte ein Schütze des Truppenverbandes Ost mit dem Rufnamen Belyj gegenüber TASS.
"Vor Kurzem haben meine Kameraden sieben Männer gefangen genommen. Zwei unserer Soldaten haben sieben gegnerische Soldaten gefangen genommen. Sie sind buchstäblich an den Stützpunkt herangegangen, haben ein paar Schüsse abgegeben und gesagt: 'Gebt auf!' Der Gegner war moralisch deprimiert. Er hat sich ergeben."
Am 28. Juni meldete das russische Verteidigungsministerium die Befreiung der Ortschaft Nowosjolowka.
09:56 Uhr
Mehrere Zivilisten binnen 24 Stunden im Gebiet Kursk verletzt
Nach Angaben von Alexander Chinstein, dem Gouverneur des Gebiets Kursk, wurden im Laufe des Tages 113 Geschosse auf die Region abgefeuert. Die Luftabwehrkräfte haben 158 gegnerische Drohnen unterschiedlicher Typen eliminiert. Zudem haben die Drohnen das Gebiet 13 Mal durch den Abwurf von Sprengsätzen angegriffen.
Infolge der Attacken auf die Stadt Rylsk wurden sechs zivile Einwohner verletzt.
Zu Schaden kamen ein Privathaus und zwei Fahrzeuge.
09:13 Uhr
Zivilist bei Drohnenangriff auf Gebiet Nischni Nowgorod getötet
Ein Zivilist kam bei einem Drohnenangriff der ukrainischen Streitkräfte auf dem Gebiet Nischni Nowgorod ums Leben. Vier weitere Personen wurden verletzt, wie der Gouverneur der Region, Gleb Nikitin, mitteilte. Sie werden medizinisch versorgt.
Trümmer einer Drohne haben eine Industrieanlage und mehrere Wohnhäuser beschädigt. Die Luftverteidigung hat in der Nacht insgesamt 30 ukrainische Drohnen über der Region abgeschossen, so der Gouverneur.
08:39 Uhr
Lantratowa: Moskau und Kiew arbeiten an einem weiteren Gefangenenaustausch
Russland und die Ukraine führen Gespräche über einen weiteren Gefangenenaustausch, erklärte Russlands Menschenrechtsbeauftragte Jana Lantratowa gegenüber Iswestija.
"Die Arbeit an den Austauschen läuft weiter. Ich hoffe, dass bald ein weiterer Austausch stattfinden wird. Wir können aus Sicherheitsgründen keine Termine und Details im Voraus bekannt geben. Es besteht jedoch Kontakt, Listen werden erstellt, die Arbeit läuft, und ich hoffe auf ein baldiges Ergebnis."
07:56 Uhr
Russische Armee greift ukrainische Militärbetriebe mit Präzisionswaffen an

Symbolbild: Ein russischer Su-34-JagdbomberWalentin Kapustin / Sputnik Als Reaktion auf die Terroranschläge der Ukraine auf zivile Infrastruktur auf russischem Territorium haben die Streitkräfte der Russischen Föderation einen massiven Schlag mit hochpräzisen, weitreichenden luft-, boden- und seegestützten Waffen und Kampfdrohnen durchgeführt. Dies teilte das Verteidigungsministerium in Moskau am Donnerstag mit.
Infolge der Attacken wurden Militärbetriebe und Objekte des Brennstoff- und Energiekomplexes in der Stadt Kiew und im Gebiet Kiew beschädigt. Darüber hinaus wurde die Infrastruktur der Militärflugplätze in den Gebieten Dnjepropetrowsk, Poltawa, Tscherkassy, Tschernigow und Kiew getroffen.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

