Liveticker Ukraine-Krieg – Kiew attackiert zwei Tankschiffe bei Noworossijsk: Ölverladung ausgesetzt

19.07.2026 12:40 Uhr
12:40 Uhr
Verletzte und Schäden bei ukrainischen Artillerie- und Drohnenangriffen auf Grenzgebiet Kursk
Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Attacken auf das russische Grenzgebiet Kursk fort. Gouverneur Alexander Chinstein berichtet in der täglichen Statistik auf der Plattform MAX über zahlreiche Artillerie- und Drohnenangriffe auf die Region. Wie der Politiker mitteilt, seien im Zeitraum von 8 Uhr am 18. Juli bis 8 Uhr am 19. Juli (MESZ) 120 ukrainische Drohnen abgeschossen worden. Darüber hinaus habe die gegnerische Artillerie in dieser Zeit 26-mal grenznahe, evakuierte Ortschaften unter Beschuss genommen. Es habe außerdem elf Angriffe gegeben, bei denen unbemannte Luftfahrzeuge Sprengsätze auf Objekte im Gebiet Kursk abgeworfen hätten.
Chinstein meldet keine Todesopfer unter der Zivilbevölkerung. Insgesamt seien jedoch acht Zivilisten verletzt worden, drei von ihnen in der Gebietshauptstadt Kursk. In der Stadt Lgow habe außerdem ein weißrussischer Staatsbürger Verletzungen erlitten.
Zudem berichtet der Politiker über zahlreiche Schäden. In der Stadt Kursk seien neun Mehrfamilienhäuser, ein Geschäft und 34 Autos beschädigt worden. In der Stadt Lgow seien drei Wohnhäuser und ein Auto zu Schaden gekommen. Im Dorf Ryschewka seien zwei Wohnhäuser und ein Auto zerstört worden. In der Stadt Rylsk sei ebenfalls ein Einfamilienhaus zerstört worden.
12:08 Uhr
Ukraine attackiert zwei Tankschiffe an Ölterminal bei Noworossijsk

Archivbild: Ein Tankschiff am Ölterminal in der russischen Hafenstadt Noworossijsk, 13. August 2023WITALI TIMKIW / Sputnik Das Kaspische Pipeline-Konsortium (CPC) meldet in einer Pressemitteilung eine neue ukrainische Attacke. Demnach seien am 19. Juli zwei Tankschiffe im Schwarzen Meer mit unbemannten Luftfahrzeugen angegriffen worden. Zum Zeitpunkt des Angriffs hätten sie sich an den Anlegeplätzen des CPC-Ölterminal nahe der südrussischen Stadt Noworossijsk befunden. Die Befüllung der Schiffe mit Öl sei bis auf Weiteres eingestellt worden. Das Unternehmen meldet keinen Austritt von Brennstoff ins Meer. Es gebe auch keine Opfer.
Bei den Tankern handle es sich um die "Asia", die unter der Flagge Liberias fährt, und um die "Nissos Ios", die unter der Flagge der Marshallinseln registriert ist. Zu ihren Crews gehören Bürger verschiedener Staaten. Das CPC unterhält die Verbindung zwischen den Ölvorkommen im Westen der früheren Sowjetrepublik Kasachstan und dem russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk. Die Leitung ist etwa 1.500 Kilometer lang und kann pro Jahr bis zu 72,5 Millionen Tonnen Öl aus Kasachstan befördern. Zu den CPC-Anteilseignern gehören die größten Energieunternehmen Russlands, der USA, Kasachstans und mehrerer westeuropäischer Länder.
11:34 Uhr
Zwei Tote und neun Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf 72 Ortschaften im Gebiet Belgorod
Der Krisenstab des russischen Grenzgebiets Belgorod veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen in der Region. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den letzten 24 Stunden 72 Ortschaften in neun Bezirken angegriffen habe. Der Gegner habe mindestens 23 Geschosse abgefeuert und 269 Drohnen eingesetzt, von denen 173 abgeschossen worden seien.
In der Statistik wird auch über Opfer unter der Zivilbevölkerung berichtet. In der Siedlung Dubowoje sei ein Mann ums Leben gekommen, als eine Drohne einen Passagierbus angegriffen habe. Weitere fünf Zivilisten, darunter ein 16 Jahre altes Mädchen, seien verletzt worden. Auch in der Siedlung Saretschje-Perwoje habe eine FPV-Drohne eine Einwohnerin in ihrem Haus getötet. Ein Einwohner der Siedlung Malinowka habe schwere Verletzungen erlitten, als eine Drohne vor seinem Haus detoniert sei. Ein weiterer Mann sei in der Siedlung Saltykowo bei der Attacke einer FPV-Drohne auf seinen Lkw zu Schaden gekommen. Zwei Einwohner der Stadt Schebekino seien bei der Detonation von Drohnen verletzt worden. Außerdem habe am Samstag ein Einwohner der Siedlung Krasnaja Jaruga ärztliche Hilfe aufgesucht, nachdem er noch am 16. Juli infolge einer ukrainischen Attacke ein Barotrauma des Ohres erlitten habe.
Der Krisenstab meldet zudem zahlreiche Sachschäden. Demnach seien in den letzten 24 Stunden sechs Mehrfamilienhäuser, 15 Einfamilienhäuser, vier soziale Einrichtungen, drei Betriebe, drei Geschäfte und zwei Infrastrukturobjekte zerstört oder beschädigt worden. Betroffen seien zudem eine Gasleitung, fünf Stromleitungen, ein Landwirtschaftsfahrzeug, sieben Lkw, zwei Busse, 23 Autos, ein Lkw-Anhänger und ein Autoanhänger.
11:10 Uhr
Trotz EU-Protest: IOC lockert Sanktionen gegen Russland

Das IOC hält trotz des Widerstands von neun EU-Staaten an der vorläufigen Aufhebung der Sanktionen gegen russische Sportler fest. Mehrere Verbände erlauben bereits wieder Starts unter russischer Flagge und Hymne, während Kritiker politischen Druck und Wettbewerbsnachteile befürchten. Im Gespräch mit RT begrüßt Volleyball-Olympiasieger Alexander Wolkow die Entscheidung und betont, Sport dürfe nicht länger von politischen Konflikten bestimmt werden.
Den Videobericht gibt es hier auf unserer Webseite zu sehen.
10:35 Uhr
Region Stawropol: Brände auf Industriegeländen nach Drohnenattacke aus Ukraine
In den frühen Morgenstunden hat das ukrainische Militär in der südrussischen Region Stawropol zugeschlagen. Gouverneur Wladimir Wladimirow meldet zwar keine Opfer infolge der Drohnenattacke. Der Politiker berichtet jedoch über mehrere Brände auf zwei Industriegeländen nahe der regionalen Hauptstadt Stawropol. Zwei Brände seien demnach auf einem Industriegelände in der Siedlung Wjasniki ausgebrochen. Am Ort des Geschehens habe man den lokalen Notstand erklärt. Der Löscheinsatz dauere noch an. Ein weiteres Feuer sei im Norden von Stawropol weit entfernt von Wohnhäusern ausgebrochen. Es bestehe keine Gefahr für die Zivilbevölkerung. Die Feuerwehr kämpfe gegen die Flammen, teilt Wladimirow mit.
Der Gouverneur warnt seine Landsleute davor, Fotos und Videos mit den Folgen der Einschläge oder mit dem Einsatz der Luftabwehr zu veröffentlichen. Wer Wrackteile findet, sollte sie auf keinen Fall berühren, sondern umgehend den Rettungsdienst benachrichtigen.
10:07 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 140 ukrainische Drohnen
Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Sonntagmorgen über weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen anzugreifen. Demnach habe die russische Luftabwehr im Zeitraum von 19 Uhr am Samstag bis 7 Uhr am Sonntag (MESZ) 140 gegnerische Drohnen abgefangen. Die unbemannten Luftfahrzeuge seien demnach über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Woronesch, Kaluga, Kursk und Rostow, über dem Großraum Moskau, der Region Krasnodar, der Teilrepublik Krim sowie über dem Asowschen und dem Schwarzen Meer zerstört worden. Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.
09:32 Uhr
Machtkampf in Kiew: Warum Selenskij den Verteidigungsminister austauscht

Die Entlassung des ukrainischen Verteidigungsministers hat Proteste und scharfe Reaktionen im Westen ausgelöst. Im Gespräch ordnet unser Korrespondent Roman Ziskin den Machtwechsel ein: Mit dem Geheimdienstmann Jewgeni Chmara setze Präsident Selenskij auf einen besonders loyalen Vertrauten, während der als westlich orientiert geltende Vorgänger Fjodorow zunehmend unbequem geworden sei. Hinter der Umbildung stehe demnach weniger eine militärische Neuausrichtung als vielmehr ein Machtkampf um Loyalität, politischen Einfluss und die Kontrolle über milliardenschwere Geldströme.
Den Videobericht gibt es hier auf unserer Webseite zu sehen.
09:00 Uhr
Beschuss auf Siedlungen im Gebiet Cherson: Mehr als 40 Geschosse aus Ukraine abgefeuert
Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden andauernde Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge habe die ukrainische Artillerie im Laufe des 18. Juli 20 Geschosse auf sieben Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse listen die Behörden wie folgt auf:
- Aljoschki — 5,
- Welikaja Lepeticha — 3,
- Welikije Kopani — 3,
- Winogradowo — 2,
- Golaja Pristan — 3,
- Kachowka — 2,
- Skadowsk — 2.
Wie die Behörden weiter mitteilen, habe der Beschuss auch in der Nacht zum Sonntag angedauert. Auf zivile Infrastruktur der von Russland kontrollierten Ortschaften Kachowka, Tschaplinka, Aljoschki, Krynki, Nowaja Kachowka und Welikije Kopani seien insgesamt 22 Geschosse abgefeuert worden.
Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.
08:33 Uhr
DVR meldet 23 ukrainische Angriffe binnen 24 Stunden
Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden 23 Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurden auf das Territorium der Volksrepublik 28 Geschosse abgefeuert. Bei den Angriffen in der Zeitspanne von 0 Uhr am 18. Juli bis 0 Uhr am 19. Juli (Ortszeit) wurden zwei Zivilisten getötet. Ein Zivilist erlitt Verletzungen. Durch den Beschuss wurden ein Wohnhaus, acht zivile Infrastrukturobjekte und mehrere Lkw beschädigt.
Am Vortag hatten die Behörden von Donezk 38 Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Dabei kamen zwei Zivilisten ums Leben, zwölf weitere erlitten Verletzungen. Drei Wohnhäuser, drei zivile Infrastrukturobjekte sowie mehrere Kommunalfahrzeuge, Busse, Lkw und Autos wurden beschädigt.
08:05 Uhr
Nach Protesten: Selenskij kündigt Entscheidungen zur Armeeführung an
Vor dem Hintergrund der anhaltenden Proteste gegen die Entlassung von Verteidigungsminister Michail Fjodorow hat der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij Gespräche mit Militärs geführt. In einer Videoansprache versicherte der Staatschef:
"Natürlich höre ich, was die Leute sagen."
Dabei habe er auch "lange" mit Fjodorow und ebenso mit Armeechef Alexander Syrski gesprochen. Entscheidungen bezüglich der Armee würden ausgearbeitet, versprach Selenskij, ohne Details zu nennen.
Yesterday and today have been filled with consultations. Of course, I hear what people are saying. Today, I spoke at length with Mykhailo Fedorov. I also spoke with Oleksandr Syrskyi today. Decisions regarding the army will be worked out.
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) July 18, 2026
Thank you to everyone who cares about… pic.twitter.com/9NrBOTEkshParallel dazu demonstrierten in der ukrainischen Hauptstadt Kiew und anderen Städten den dritten Tag in Folge wieder mehrere Tausend vor allem junge Menschen gegen Fjodorows Entlassung. Die Demonstranten forderten seine Wiedereinsetzung. Die Hauptforderung war inzwischen jedoch die Ablösung von Armeechef Syrski.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.


