Liveticker Ukraine-Krieg: Peskow kündigt militärische Reaktion auf Drohnen aus Baltikum an

20.05.2026 14:07 Uhr
14:07 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums: Kampfpanzer Leopard zerstört
Die ukrainischen Streitkräfte haben innerhalb der 24 Stunden 990 Soldaten in der Zone der militärischen Sonderoperation verloren, hieß es im täglichen Frontbericht des Verteidigungsministeriums in Moskau. Die russische Armee zerstörte folgende Waffen und Ausrüstung des Gegners:
- zwei Panzer, darunter einen Leopard aus deutscher Produktion,
- 11 gepanzerte Kampffahrzeuge,
- einen Schützenpanzer,
- 74 Kraftfahrzeuge,
- neun Artilleriegeschütze,
- fünf Anlagen der Elektronischen Kampfführung,
- ein Artillerieaufklärungsradar.
Einheiten der Luftstreitkräfte, Raketen- und Artillerietruppen sowie Drohnenbediener zerstörten einen Flugabwehrkanonenpanzer Gepard aus deutscher Produktion. Getroffen wurden dazu Objekte der Treibstoff- und Energieinfrastruktur, die im Interesse gegnerischer Truppen betrieben wurden, Munitionslager, Montagehallen und Speicher für unbemannte Flugzeuge größerer Reichweite sowie ukrainische Soldaten und ausländische Söldner in 143 Kreisen. Die Flugabwehr schoss vier Flugbomben und 780 Drohnen ab.
13:46 Uhr
Brüssel und Kiew unterzeichnen Absichtserklärung – ein Schritt näher zu erster Tranche des EU-Kredits
Die EU-Kommission und die Ukraine haben am Mittwoch eine Absichtserklärung im Zusammenhang mit dem EU-Kredit in Höhe von 90 Milliarden Euro unterzeichnet, teilt Valdis Dombrovskis, Kommissar für Wirtschaftlichkeit und Produktivität, auf X (Twitter) mit. Damit bereite Brüssel die Auszahlung der ersten Tranche im Juni vor.
Die Finanzhilfe und die damit verbundenen Reformen werden die ukrainische Wirtschaft stärken, zum Wachstum der Staatseinnahmen beitragen und die Korruptionsbekämpfung unterstützen, betont Dombrovskis.
13:22 Uhr
FSB verhindert Brandanschlag auf Eisenbahninfrastruktur in Region Krasnodar – Verdächtiger Täter festgenommen
Mitarbeiter des russischen Sicherheitsdienstes FSB haben einen Einwohner der Region Krasnodar festgenommen. Der Mann soll den Brandanschlag auf ein Objekt zur Stromversorgung der regionalen Eisenbahninfrastruktur geplant haben.
Der Festgenommene sei von einem Vertreter einer in Russland verbotenen ukrainischen Terrororganisation angeworben worden, betonte der FSB. Zum Anschlag hätte er improvisierte Brandvorrichtungen benutzt. Außerdem habe der Mann online Falschmeldungen über russisches Militärpersonal verbreitet.
Er werde des Hochverrats, der Vorbereitung zu einem Terrorangriff, der Beteiligung an einer Terrororganisation, des öffentlichen Aufrufs zu Handlungen gegen die Staatssicherheit und der Diskreditierung der russischen Streitkräfte verdächtigt.
12:57 Uhr
Verletzte nach ukrainischen Angriffen auf Gebiet Brjansk
Bei dem ukrainischen Drohnenangriff auf das Gebiet Brjansk ist ein Zivilist verletzt worden. Nach Angaben des provisorischen Gouverneurs Jegor Kowaltschuk schlug das unbemannte Flugzeug in ein Auto im Ort Susemka ein, der Fahrer erlitt Verletzungen. Er erhielt medizinische Hilfe im örtlichen Krankenhaus.
Außerdem präzisiert Kowaltschuk Informationen über den gestrigen Angriff auf eine Tankstelle im Ort Smotrowaja Buda. Ihm zufolge wurde zudem eine Frau ins Krankenhaus eingeliefert, wodurch die Zahl der Verletzten auf drei stieg.
12:40 Uhr
Donezk-Tagebuch: Wie eine Rentnerin zur lokalen Legende wurde

Walentina auf dem Dreirad mit Kindern im ParkW. Sacharowa / RT Während in Donezk der Krieg den Alltag bestimmt, dreht die 68-jährige Walja mit ihrem Elektro-Dreirad Runden durch den Gorki-Park – und schenkt Kindern und Erwachsenen für kurze Zeit ein Stück Freude und Normalität. Der Beitrag gehört zur Reihe "Donezk-Tagebuch: Frühstück unter Bomben".
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12:30 Uhr
Flughafen in Vilnius setzt Betrieb nach Drohnenalarm aus
Der Flughafen der litauischen Hauptstadt Vilnius setzt den Flugbetrieb aus. Grund dafür ist nach Angaben des nationalen Krisenzentrums ein Drohnenalarm. Die Drohne fliege aus dem benachbarten Weißrussland in Richtung Litauen. Die Herkunft des Flugobjektes sei derzeit noch nicht geklärt.
12:10 Uhr
Peskow kündigt militärische Reaktion auf Drohnen aus Baltikum an

Kremlsprecher Dmitri Peskow am 9. Mai 2026 in MoskauPawel Byrkin / Sputnik Russland ist sich der Gefahr der Drohnenüberflüge durch den Luftraum der baltischen Länder bewusst, erklärt Kremlsprecher Dmitri Peskow. Ihm zufolge sind die russischen Streitkräfte dabei, eine angemessene Reaktion auf potenzielle Vorfälle vorzubereiten.
Es sei bereits zuvor dazu gekommen, dass die Drohnen aus dem Baltikum nach Russland eingedrungen seien, erinnert Peskow. Die zuständigen Dienste, vor allem das Militär, würden die Lage genau beobachten.
Die kriegerischen Aussagen des ukrainischen Präsidenten, Wladimir Selenskij, über zukünftige Angriffe auf Russland trugen kaum zu einer friedlichen Lösung des Konfliktes bei, betont der Sprecher. Vor diesem Hintergrund sollte Russland die militärische Sonderoperation fortsetzen, bis deren Ziele erreicht würden. Moskau ziehe dabei eine friedliche Beilegung vor und sei für eine solche Option offen.
11:46 Uhr
Gebiet Nischni Nowgorod: Gouverneur meldet Brände an Industrieanlagen
In der vergangenen Nacht und in den frühen Morgenstunden haben Einheiten der Flugabwehr 30 ukrainische Drohnen über dem Gebiet Nischni Nowgorod zerstört, teilt Gouverneur Gleb Nikitin mit.
Nach seinen Angaben stürzten die Fragmente der Drohnen auf zwei Industrieanlagen ab. Daraufhin brachen Brände aus. Löscharbeiten seien im Gange. Opfer oder Verletzte gab es nicht.
11:19 Uhr
Weiterhin ukrainische Drohnen über Russland zerstört
Die Flugabwehr hat 61 ukrainische Drohnen über Russland neutralisiert, berichtet das Verteidigungsministerium in Moskau. Die Flugziele wurden zwischen 7 und 9 Uhr (Moskauer Zeit) über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Leningrad, Kaluga, Kursk, Nowgorod, Smolensk und Moskau sowie über der Region Stawropol vom Himmel geholt.
10:53 Uhr
FT: Europa erwägt ehemaligen EZB-Chef Draghi und Altkanzlerin Merkel als Vertreter in Gesprächen mit Moskau
Die Regierungen der EU-Länder diskutieren, ob der ehemalige EZB-Chef Mario Draghi oder die Altkanzlerin Angela Merkel den politischen Block bei potenziellen Verhandlungen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vertreten können, berichtet die Zeitung Financial Times (FT).
Die EU-Außenminister sollen die Kandidaturen in der kommenden Woche während des Treffens in Zypern erörtern. Die US-Regierung habe Europa informiert, Washington habe nichts gegen EU-Kontakte mit Russland parallel zu US-geführten Verhandlungen, betont die FT mit Verweis auf Quellen.
Außer Draghi und Merkel würden auch der finnische Präsident Alexander Stubb und sein Vorgänger Sauli Niinistö als Vermittler vorgeschlagen.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

