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Drei Länder verweigern Kleinkind lebensnotwendige Herzoperation, weil Eltern ungeimpft sind

Ein dreijähriger Junge aus Zypern wird, obwohl er dringend auf eine Herzoperation angewiesen ist, von Krankenhäusern aus Deutschland, Großbritannien und Israel abgewiesen. Das Kind befindet sich nun in Griechenland und soll dort operiert werden.
Drei Länder verweigern Kleinkind lebensnotwendige Herzoperation, weil Eltern ungeimpft sindQuelle: Legion-media.ru

Einem dreijährigen Jungen aus Zypern wurde die Behandlung in drei ausländischen Krankenhäusern verweigert, weil seine Eltern nicht geimpft waren. Laut einem Bericht des Online-Magazins Politico weigerten sich die Kliniken in Deutschland, Großbritannien und Israel, den Jungen zu operieren – der befindet sich nun in Griechenland und wartet dort auf seine lebensnotwendige Operation.

Der Junge, dessen Name in dem Bericht nicht genannt wird, wurde laut Politico mit einer schweren Herzerkrankung in ein zypriotisches Krankenhaus eingeliefert. Da die dortigen Krankenhäuser nicht in der Lage gewesen seien, den erforderlichen Eingriff vorzunehmen, habe das Gesundheitsministerium veranlasst, dass der Junge am vergangenen Donnerstag nach Deutschland ausgeflogen werden sollte.

Doch einen Tag vor dem geplanten Transport habe das Krankenhaus in Frankfurt den zyprischen Behörden mitgeteilt, dass der Transport nicht stattfinden könne, da die Eltern des Jungen nicht gegen COVID-19 geimpft seien. Zypern schlug daraufhin vor, dass das Kind anstelle seiner Eltern von einem Erziehungsberechtigten begleitet werden könnte, doch dieser Vorschlag wurde abgelehnt.

Ein Beamter des deutschen Gesundheitsministeriums bestätigte laut dem Magazin, dass es keine Vorschrift gebe, die besagten, dass Krankenhäuser ungeimpfte Menschen nicht behandeln dürften, geschweige denn Kinder, deren Eltern nicht geimpft seien. Der Beamte fügte jedoch Politico zufolge hinzu, dass jedes Krankenhaus seine eigenen Einschränkungen habe und seine eigenen Vereinbarungen mit den Patienten treffe.

Die zypriotischen Behörden versuchten nach der Absage aus Deutschland, spezialisierte Gesundheitszentren in Großbritannien und Israel für die Durchführung der Operation zu gewinnen, wurden aber auch in diesen Ländern aus demselben Grund abgewiesen.

Eltern lassen sich impfen

Nach Angaben der Generaldirektorin des zyprischen Gesundheitsministeriums, Christina Yiannaki, wurde das Kind jedoch am Samstag nach Griechenland geflogen und soll dort in einem privaten Krankenhaus in Athen operiert werden. Politico zufolge wurden beide Eltern am vergangenen Donnerstag geimpft, müssten aber noch sechs Wochen warten, bevor sie von den ausländischen Krankenhäusern aufgenommen werden könnten – doch der Dreijährige muss dringend operiert werden.

"Ich weiß, dass ungeimpfte Patienten in Deutschland in Krankenhäuser aufgenommen werden", sagte der Vater des Jungen, Alexey Matveev, ein in Zypern lebender russischer Staatsbürger, gegenüber Politico. Er ergänzte:

"Ich wusste nicht, dass ich geimpft sein muss, damit mein Kind in diesem Krankenhaus operiert werden kann. Hätte ich es gewusst, hätte ich es natürlich getan [...] Ich bin gesund und wollte nicht geimpft werden. Ich finde es unangemessen, dass jemand, der gesund ist, geimpft wird."

Yiannaki sagte, die Eltern seien im Vorfeld über die Notwendigkeit der Impfung informiert worden. Die zypriotischen Beamten erklärten, sie hätten den Eltern vorgeschlagen, den Johnson & Johnson-Impfstoff in einer einzigen Dosis zu erhalten, um den Prozess zu beschleunigen, doch das hätten die Eltern abgelehnt. Matveev hingegen wies diese Behauptung zurück und sagte, sie hätten auf Anraten des deutschen medizinischen Zentrums den Impfstoff von BioNTech/Pfizer erhalten.

Der Junge wurde schon im Sommer 2021 operiert, damals war jedoch nur ein PCR-Test erforderlich, damit die Eltern das Kind begleiten konnten, so Avraam Elia, Leiter der Kinderklinik im Makarios-Krankenhaus, wo das Kind seinerzeit stationär aufgenommen wurde. Die zypriotischen Behörden erklärten, dass sie die Eltern gewarnt hätten, dass sich die Vorschriften ändern könnten und dass möglicherweise eine Impfung erforderlich sei.

Ein ähnlicher Fall ereignete sich in den USA, wo ein Krankenhaus in Boston einen 31-jährigen Patienten für eine Herztransplantation ablehnte – zumindest teilweise weil er nicht geimpft sei, wie der Vater des Patienten erklärte. Das Brigham and Women's Hospital in Boston hat den Patienten von der Transplantationsliste gestrichen. In einer Erklärung gegenüber der BBC erklärte das Krankenhaus, dass man aufgrund des Mangels an verfügbaren Organen alles tun müsse, "um sicherzustellen, dass ein Patient, der ein transplantiertes Organ erhält, die größtmögliche Überlebenschance hat".

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