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Mit Wissen der USA: Russland soll mit Iran die Idee eines vorläufigen Atomabkommens erörtert haben

Russland soll mit Iran über die Idee eines vorläufigen Atomabkommen diskutiert haben. Die USA waren nach "NBC"-Informationen über den Entwurf eines von Russland vorgeschlagenen Interimsabkommen informiert. Iran hatte bislang ein Interimsabkommen abgelehnt.
Mit Wissen der USA: Russland soll mit Iran die Idee eines vorläufigen Atomabkommens erörtert habenQuelle: AFP © Pavel Bednyakov

Als Teil der Bemühungen, das Atomabkommen aus dem Jahr 2015 mit Iran wiederzubeleben, soll Russland in den vergangenen Wochen ein mögliches Interimsabkommen mit Teheran erörtert haben. Es soll eine begrenzte Aufhebung der Sanktionen als Gegenleistung für die Wiedereinführung einiger Beschränkungen des Atomprogramms von Teheran beinhalten haben, berichtete NBC am Sonnabend unter Berufung auf nicht namentlich genannte US-Beamte. 

Die USA sollen nach NBC-Informationen über den Entwurf eines von Russland vorgeschlagenen Interimsabkommen informiert gewesen sein. Die Biden-Regierung ist währenddessen zunehmend besorgt, dass die Zeit für die Verhandlungen zwischen Iran und den internationalen Mächten zur Wiederbelebung des Atomdeals abläuft.

Nach dem Entwurf des vorläufigen Abkommens, das Russland Iran vorgelegt haben soll, müsste Teheran die Anreicherung von Uran bis zu einem Reinheitsgrad von 60 Prozent einstellen und seinen derzeitigen Vorrat in diesem Grad entsorgen, wie zum Beispiel durch Export nach Russland. Im Gegenzug würde die iranische Regierung Zugang zu Milliarden von Dollar an Öleinnahmen erhalten, die auf ausländischen Bankkonten eingefroren sind, einschließlich in Südkorea. Das Problem besteht allerdings darin, dass jedes neue Abkommen, das vom Atomdeal (JCPOA) entkoppelt ist, wahrscheinlich auch durch US-Kongress bewilligt werden sollte, so NBC.

Iran hat den vorgelegten Entwurf bislang abgelehnt. Die Ständige Vertretung Irans bei den Vereinten Nationen erklärte am Freitag, dass Teheran kein Interimsabkommen wolle, und lehnte es ab, auf Einzelheiten des Vorschlags zum möglichen Interimsabkommen einzugehen. Iran steht der Idee eines einstweiligen Atomdeals skeptisch gegenüber, da es das US-Sanktionsregime gegen Teheran weiterhin aufrechterhalten würde.

Am Freitag soll Außenminister Antony Blinken Russland aufgefordert haben, seinen Einfluss auf Iran geltend zu machen. "Wenn in den nächsten Wochen keine Einigung erzielt wird, werden es die anhaltenden nuklearen Fortschritte Irans unmöglich machen, zum JCPOA zurückzukehren, aber im Moment gibt es noch ein Zeitfenster, ein kurzes", sagte Blinken seinem Amtskollegen Sergei Lawrow in Genf. Die russische Regierung reagierte nicht sofort auf eine Bitte um Stellungnahme.

Obwohl die Biden-Regierung weiterhin darauf besteht, dass das vollständige Atomabkommen von 2015 wiederhergestellt wird, soll schon der Nationale Sicherheitsberater Jake Sullivan mit seinem israelischen Amtskollegen die Idee eines einstweiligen Abkommens mit Iran diskutiert haben, um mehr Zeit für Atomverhandlungen zu gewinnen. Der Grund für ein vorläufiges, schnelles Abkommen sei, laut der US-amerikanischen Nachrichtenwebsite Axios, dass die rasanten nuklearen Fortschritte Irans das Land sehr nahe an die Urananreicherungswerten gebracht hätten, die für die Herstellung einer Atombombe erforderlich sind.

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