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Keine Auslieferung: USA lassen Anklage gegen in Berlin lebenden russischen DJ fallen

Einen juristischen Sieg hat das Verteidigerteam des russischen DJs Denis Kasnatschejew errungen – die Anklage gegen ihn und damit auch das Auslieferungsgesuch an die USA wurden zurückgenommen. Zahlreiche Unterstützer-Gruppen des Musikers kämpften für dessen Freilassung.
Keine Auslieferung: USA lassen Anklage gegen in Berlin lebenden russischen DJ fallen© Denise Gluck https://www.facebook.com/photo?fbid=3193316404230282&set=gm.4658590774259297

Die Unterstützer des russischen DJs Denis Kasnatschejew feiern ihren juristischen Sieg. Die schwere Anklage der Geldwäsche vonseiten der US-Justiz  gegen den Musiker wurde fallen gelassen. Das teilte seine Managerin Denise Gluck in den sozialen Medien mit: "Beste Nachricht des Jahres. Denis ist wieder ein freier Mann", schrieb Gluck in der Facebook-Gruppe "Justice for Dennis". Da Kasnatschejew die letzten Jahre in Berlin lebte, wurde er nach einem US-Auslieferungsgesuch von den deutschen Strafverfolgungsorganen mehr als 1,5 Jahre festgehalten.

"Nach 1,5 Jahren Kampf um Gerechtigkeit für Denis haben die USA alle Anklagen gegen Denis fallen gelassen und ihren Auslieferungsantrag zurückgenommen!"

Mit besonderem Dank erwähnte Gluck die Fans und Unterstützer des DJs, die immer wieder mit ihren Aktionen vor der Justizvollzuganstalt in Berlin-Moabit für Aufmerksamkeit sorgten. "Wir hätten das ohne eure Unterstützung nicht geschafft, wir danken euch unendlich und werden bald einen Termin planen, um gemeinsam Denis' Freiheit zu feiern!", schrieb sie. 

Kasnatschejew wurde am 29. Mai 2020 in Berlin auf Gesuch des US-Justizministeriums festgenommen, das ihm Cyber-Betrug und Geldwäsche von mindestens 310 Millionen Dollar vorwarf. Dem Musiker drohte eine jahrzehntelange Haftstrafe. Laut dem Verteidiger Jonathan Burmeister hat Kasnatschejew den US-Behörden seine Computertechnik samt aller Passwörter zur Verfügung gestellt, um seine Unschuld zu beweisen. 

Iwan Melnikow, Vizepräsident der russischen Niederlassung des Internationalen Komitees zum Schutz der Menschenrechte, bestätigte auf Anfrage des russischen Wirtschaftsportals RBC die Informationen über die Rücknahme des Antrags durch das US-Justizministerium. Diese Nachricht habe die Verteidigung von dem für das Auslieferungsverfahren zuständigen Staatsanwalt erhalten. 

"Meiner Meinung nach ist dies eine logische Kette, denn alle Anschuldigungen gegen Denis wirkten gelinde gesagt weit hergeholt, da man versuchte, ihn, einen einfachen Musiker ohne besondere finanzielle oder technische Ausbildung, der Beteiligung an einem Millionendiebstahl, an illegalen Finanztransaktionen in Millionenhöhe zu beschuldigen", so Melnikow.

Er stellte fest, dass dessen Freilassung "dank der Aufmerksamkeit russischer und ausländischer Medien, der Unterstützung von Denis' Freunden und Fans, der koordinierten Arbeit von Menschenrechtsaktivisten und Anwälten sowie der Unterstützung durch das russische Außenministerium möglich war.

Der russische Geschäftsmann Wladislaw Kljuschin hatte weniger Glück. Am 18. Dezember wurde er trotz einer Note des russischen Außenministeriums und einer Beschwerde an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte an die USA aus der Schweiz ausgeliefert. Er wurde im März 2021 während seines Ski-Urlaubs in der Alpenrepublik verhaftet. Die US-Justiz wirft dem Gründer der IT-Firma "М13" vor, die Verwaltungssoftware im Auftrag der russischen Regierung entwickelte, Insiderhandel in zweistelliger Millionenhöhe betrieben zu haben.

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