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Chinas Außenminister bestreitet angebliche "Schuldenfalle" für afrikanische Staaten

Der chinesische Außenminister Wang Yi verwarf die These einer angeblichen Falle für afrikanische Staaten durch chinesische Darlehen und erklärte, dass dieses Narrativ durch Kräfte gefördert werde, die die Entwicklung Afrikas verhindern wollen.
Chinas Außenminister bestreitet angebliche "Schuldenfalle" für afrikanische Staaten

Chinas Außenminister Wang Yi hat am Donnerstag den Vorwurf einiger westlicher Analysten und Politiker zurückgewiesen, die Volksrepublik China verfolge gegenüber afrikanischen Staaten die Politik einer "Schuldenfalle", wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Dieser Vorwurf sei grundlos und ziele nur darauf ab, die Kooperation zwischen China und Afrika zu sabotieren. Wang äußerte sich zu dem Thema auf einer gemeinsamen Pressekonferenz am Donnerstag mit seiner kenianischen Amtskollegin Raychelle Omamo in Kenia.

Die Kooperation zwischen China und Afrika sei ein Beispiel der Süd-Süd-Kooperation und beinhalte die gegenseitige Unterstützung und Hilfe von Entwicklungsländern, so Wang. China habe nie politische Bedingungen an seine Kooperation geknüpft und niemals seinen Willen gegenüber anderen durchgesetzt.

Alle chinesisch-kenianischen Projekte beruhten auf wissenschaftlicher Planung und brächten dem Volke Kenias Vorteile. Die Projekte trügen zur Entwicklung und Erneuerung des Landes bei.

Wang verwies darauf, dass Kenia 80 Prozent seiner Auslandsschulden bei multinationalen Finanzinstitutionen hat. Die Bedingungen der meisten chinesischen Darlehen seien besser als die marktüblichen. 

Das Narrativ der chinesischen "Schuldenfalle" sei von Kräften geschaffen worden, die eine schnelle Entwicklung in Afrika verhindern wollen, so der chinesische Spitzendiplomat. 

Die einzige Falle in Afrika sei jene der Armut und der Rückständigkeit, die die afrikanischen Staaten so schnell wie möglich überwinden müssten. Peking sei bereit, mit allen freundlich gesinnten Staaten zusammenzuarbeiten, um den afrikanischen Staaten zu helfen, in der Periode der Erholung von der COVID-19-Pandemie die Armut und Rückständigkeit zu überwinden.

In Bezug auf regionale Fragen erklärte Wang, dass China die Gründung einer "Initiative der friedlichen Entwicklung im Horn von Afrika" plane, um den Staaten in der Region zu helfen, Probleme der Sicherheit, der Entwicklung und der Staatsführung anzugehen. Die Region sei in der letzten Zeit durch mehrere Krisen und Konflikte geprägt worden, die den Interessen der Bevölkerung in der Region nicht entsprechen würden und deshalb gestoppt werden müssten, so Wang. Um das zu erreichen, müsse man unter anderem den Dialog fördern.

Die Staaten und Völker der Region müssten sich laut Wang aus dem geopolitischen Wettbewerb zwischen Großmächten raushalten und fest dem Pfad der Einheit und Selbstverbesserung folgen. Die Völker und Staaten müssten ihr Schicksal selbst durch Konsultationen auf Augenhöhe bestimmen.

Peking schlage eine Friedenskonferenz vor, um detaillierte Gespräche zu führen, einen politischen Konsens zu erreichen und gemeinsame Aktionen diesbezüglich zu koordinieren. Auch sei es nötig, die Infrastruktur und die wirtschaftliche Entwicklung zu fördern. China unterstütze die Staaten dabei, Entwicklungswege zu finden, die ihren nationalen Bedingungen entsprechen.

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