International

Julian Assange darf seine Verlobte Stella Moris im Belmarsh-Gefängnis heiraten

Julian Assange hat die Erlaubnis erhalten, seine Verlobte Stella Moris in Großbritanniens Hochsicherheitsgefängnis zu heiraten. Zuvor war das Paar rechtlich gegen die Gefängnisdirektion und den Justizminister vorgehen und beschuldigte sie, die Hochzeit zu verhindern.
Julian Assange darf seine Verlobte Stella Moris im Belmarsh-Gefängnis heiratenQuelle: AFP © Togla Akmeni

Julian Assange hat die Erlaubnis erhalten, seine Verlobte Stella Moris in Großbritanniens Hochsicherheitsgefängnis zu heiraten. Auf Twitter verkündete Moris, dass die britische Regierung 24 Stunden vor Ablauf der Frist einen Rückzieher gemacht habe:

"Julian und ich haben jetzt die Erlaubnis, im Belmarsh-Gefängnis zu heiraten. Ich bin erleichtert, aber immer noch wütend, dass rechtliche Schritte notwendig waren, um den illegalen Eingriff in unser Grundrecht zu heiraten zu stoppen."

Der Wikileaks-Gründer beantragte letzten Monat formal die Heirat mit der 38-jährigen Moris, der Mutter seiner beiden Kinder. Assange, der seit 2019 im Belmarsh-Gefängnis inhaftiert ist und gegen seine Auslieferung an die USA kämpft, könnte seine Verlobte nun bereits im nächsten Monat heiraten, allerdings sind nur eine Handvoll Gäste und zwei Trauzeugen zugelassen. Das Paar ist seit mehreren Jahren verlobt und hatte versucht, trotz rechtlicher Schwierigkeiten zu heiraten. Die beiden gingen rechtlich gegen die Gefängnisdirektorin und Justizminister Dominic Raab vor und beschuldigten sie, die Hochzeit zu verhindern.

Am 7. Oktober hatte Moris demnach eine förmliche Anfrage an den Gefängnisdirektor gestellt, ohne eine Antwort zu erhalten. Am 14. Oktober baten die Anwälte des Paares das Gefängnis darum, dass Moris und ein Standesbeamter Assange besuchen können, damit ihre Absicht zu heiraten bekanntgegeben werden könne. Auch auf diese Anfrage und drei weitere gab es keine Antwort. Die Chefin von Belmarsh, Jenny Louis, und Raab erhielten von den Anwälten des Paares bis zum 12. November Zeit, um sich zu der Anklage zu äußern. Gegenüber der Nachrichtenagentur PA erklärte Moris nun:

"Ich bin erleichtert, dass die Vernunft gesiegt hat, und ich hoffe, dass es keine weiteren Eingriffe in unsere Ehe geben wird."

Ein Sprecher des Gefängnisses erklärte, dass "der Antrag von Herrn Assange von der Gefängnisleitung wie bei jedem anderen Gefangenen entgegengenommen, geprüft und bearbeitet wurde". Nachdem WikiLeaks Hunderttausende von durchgesickerten Dokumenten über die Kriege in Afghanistan und im Irak veröffentlicht hat, wird Assange in den USA wegen des Vorwurfs der Verschwörung zur Beschaffung und Weitergabe von Informationen über die nationale Verteidigung gesucht.

Mehr zum Thema - Der Fall Assange ist der wichtigste Kampf um die Pressefreiheit in unserer Zeit

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team