International

Weißrussland bestellt Polens Militärattaché wegen Flüchtlingskrise an der Grenze ein

Das weißrussische Verteidigungsministerium hat am Dienstagnachmittag den polnischen Militärattaché einbestellt, wegen der Tausenden von Flüchtlingen, die sich an der Grenze zwischen den beiden europäischen Ländern gesammelt haben. Das teilte das Ministerium auf seinem Twitter-Account mit.
Weißrussland bestellt Polens Militärattaché wegen Flüchtlingskrise an der Grenze einQuelle: Sputnik © Wiktor Tolochko

Oberst Jarosław Kembrowski, Militärattaché an der polnischen Botschaft in Minsk, wurde wegen der eskalierenden Krise in das weißrussische Verteidigungsministerium einbestellt. Warschau gibt Minsk die Schuld an der Situation und wirft der Regierung von Alexander Lukaschenko vor, Asylsuchende zu "Waffen" zu machen.

"Dem polnischen Militärattaché wurde mitgeteilt, dass die Anschuldigungen der polnischen Seite, das weißrussische Militär sei für die Flüchtlingskrise an der polnisch-weißrussischen Grenze verantwortlich, unbegründet und rechtswidrig sind", erklärte der Pressedienst des Ministeriums gegenüber Belta News und fügte hinzu, man sei besorgt über die Zahl der polnischen Truppen, die sich an der Grenze sammelten.

Polen hat nach einem Krisentreffen am Montag 12.000 Soldaten in das Gebiet entsandt. Warschau wirft Weißrussland vor, sich feindselig zu verhalten und die Flüchtlinge in Richtung der gemeinsamen Grenze zu drängen.

Berichten zufolge haben sich bereits 3.000 bis 4.000 Flüchtlingen auf der weißrussischen Seite versammelt. Über 10.000 weitere sollen sich anderswo in Weißrussland aufhalten und sich ebenfalls auf die Weiterreise nach Polen vorbereiten, wie der polnische Regierungssprecher Piotr Müller am Montag gegenüber Reportern erklärte.

Mehr zum Thema - Migrantenkrise an der EU-Grenze: Polnischer Präsident wirft Minsk "hybride Aktion" vor

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.