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In Windeln zurück aus dem All: Vier Astronauten von ISS auf der Erde gelandet

Fast 200 Tage lang war die "Crew-2" im All, nun sind die zwei Amerikaner, ein Japaner und ein Franzose zurück auf der Erde. Es war die zweite bemannte Mission zur ISS der SpaceX von Elon Musk. Damit könnte – nach mehreren Verschiebungen – nun auch ein weiterer deutscher Astronaut zur ISS starten.
In Windeln zurück aus dem All: Vier Astronauten von ISS auf der Erde gelandetQuelle: AFP © Aubrey Gemignani / NASA

Ohne funktionierende Toilette an Bord ihres "Crew Dragon" haben vier Astronauten von der Internationalen Raumstation ISS abgedockt und am Dienstagmorgen (MEZ) im Meer vor dem US-Bundesstaat Florida gewassert. Die sogenannte "Crew-2" bestand aus dem französischen ESA-Astronauten Thomas Pesquet, den NASA-Astronauten Shane Kimbrough, der Pilotin Megan McArthur sowie dem japanischen Astronauten Akihiko Hoshide, wie die US-Raumfahrtbehörde NASA mitteilte. Nach dem Abdocken sollte das auch mit rund 250 Kilogramm Proben aus wissenschaftlichen Experimenten beladene Raumschiff zunächst einmal die Raumstation umfliegen, um Fotos für mögliche anstehende Reparaturen zu machen.

Weil die Toilette an Bord des "Crew Dragon" der Raumfahrtfirma SpaceX von Elon Musk kaputt war, mussten die vier Astronauten, die seit April auf der ISS waren, bei ihrer Rückkehr eine Art Windel tragen. Das sei "suboptimal", hatte McArthur im Vorfeld bei einer Pressekonferenz gesagt. "Aber bei der Raumfahrt gibt es viele kleine Herausforderungen und wir sind bereit, das in den Griff zu bekommen." SpaceX hat hiermit seine zweite bemannte Mission zur ISS erfolgreich abgeschlossen. 

Ursprünglich war das Abdocken der "Crew-2" schon für Sonntag geplant, wurde aber wegen schlechter Wetterbedingungen für eine Landung kurzfristig auf Montag verschoben. Nach dieser erfolgreichen Landung könnte nun frühestens am Donnerstagmorgen (MEZ) der deutsche Astronaut Matthias Maurer mit einer "Crew-3" zur ISS aufbrechen. 

Der Start des 51-jährigen Saarländers war eigentlich bereits für das letzte Wochenende im Oktober geplant, wurde aber mehrfach verschoben – unter anderem wegen schlechten Wetters und eines "kleineren medizinischen Problems" eines Crew-Mitglieds. Das Problem werde wohl bis zum Start behoben sein, hieß es von der NASA, und das Wetter für den nun anvisierten Termin war zunächst freundlich vorhergesagt.

Mit Maurer soll erstmals seit drei Jahren wieder ein deutscher Raumfahrer ins All fliegen. Gemeinsam mit den NASA-Kollegen Thomas Marshburn, Raja Chari und Kayla Barron soll er vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida aus starten. Transportiert werden sollen auch diese vier Astronauten in einem "Crew Dragon".

Maurer wäre mit dem Flug der zwölfte Deutsche im All, der vierte auf der ISS und der erste, der mit einem "Crew Dragon" dorthin geflogen wird. Auf der ISS soll der Astronaut der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) in rund 400 Kilometern Höhe etwa sechs Monate lang zahlreiche Experimente durchführen und wohl auch einen Außeneinsatz absolvieren. Zuletzt war Alexander Gerst im Jahr 2018 als deutscher ESA-Astronaut im All. 

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(rt/dpa)

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