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Wegen Jacke mit UÇK-Emblem: Serbien sauer auf FIFA und Schweizer Nationalspieler

Der serbische Fußballverband ist sauer auf den Schweizer Nationalspieler mit kosovarischen Wurzeln, Xherdan Shaqiri, und auf die FIFA. Auslöser sind eine Jacke, die Shaqiri von einem "Fan" gereicht bekam, und Transparente während des Spiels Kosovo gegen Schweden.
Wegen Jacke mit UÇK-Emblem: Serbien sauer auf FIFA und Schweizer NationalspielerQuelle: Gettyimages.ru

Der serbische Fußballverband (FSS) will sich mit einem Protestschreiben an die FIFA richten. Auslöser ist eine Szene nach dem Qualifikationsspiel für die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 zwischen der Schweiz und Nordirland am 9. Oktober. Dabei geht es weniger darum, was während der Partie in Genf, die die Schweiz mit 2:0 gewann, geschah, sondern danach.

Der Schweizer Nationalspieler mit kosovarischen Wurzeln, Xherdan Shaqiri, wurde kurz nach Abpfiff live für das Fernsehen interviewt, als plötzlich eine weitere Person ins Bild kommt und dem Spieler eine Jacke umlegt. Shaqiri schaut kurz, sieht das Emblem mit "UÇK" und zieht verlegen lächelnd die Jacke sofort wieder aus. Die UÇK war eine kosovarische paramilitärische Organisation, die für die Unabhängigkeit des Kosovo kämpfte. Doch damit nicht genug. Am selben Tag kam es zu einem weiteren "Zwischenfall". Während der Begegnung Kosovo gegen Schweden schwenkten kosovarische Fans ein Transparent mit der Aufschrift "Kosovo ist Albanien".

Grund genug für den serbischen Verband, nun einen Protestbrief an die FIFA zu schreiben. Der FSS will in dem Schreiben darlegen, dass politische Botschaften am Rande der Qualifikationsspiele für die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 nichts zu suchen haben. Zudem fordert der Verband von der FIFA eine "dringende Reaktion und strengste Sanktionen gegen Shaqiri wegen Unterstützung der kriminellen terroristischen Organisation 'UÇK' [...], aber auch gegen den sogenannten Kosovo-Fußballverband wegen des Zeigens des Slogans 'Kosovo ist Albanien' während des Schweden-Spiels." Die UÇK wird von Serbien als terroristische Organisation eingestuft.

Der Schweizer Fußballverband (SFV) lobte hingegen das "besonnene Verhalten" von Shaqiri. "Xherdan Shaqiri hat vorbildlich reagiert, ist ruhig geblieben und ist nicht darauf eingegangen", schrieb der SFV am Sonntag im Kurznachrichtendienst Twitter. "Es ist inakzeptabel, dass Personen Fußballstadien, und diesem Fall das Interview eines Spielers nach einem Spiel, für politische Propaganda missbrauchen wollen", kritisierte der Verband die Aktion des Fans, der nach SFV-Angaben von der Polizei vernommen und dem Stadionverbot erteilt wurde.

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