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Karin Kneissl: RT-Sperrung ist nichts Neues, hat aber eine neue Qualität

Im Interview mit RT DE erklärte die ehemalige österreichische Außenministerin Karin Kneissl, dass sie die Löschung der YouTube-Kanäle von RT DE bedauerlich finde. Persönlich habe sie durch ihre Tätigkeit als Gastautorin für RT DE bereits Anfeindungen erfahren.

Die ehemalige österreichische Außenministerin Karin Kneissl erklärte im Interview mit RT DE, sie finde es bedauerlich, dass mit den Löschungen der YouTube-Kanäle gegen RT vorgegangen wird:

"Das ist in gewisser nichts Neues, hat aber eine neue Qualität."

Die Frage, welche Maßnahmen Russland nun gegen Deutschland oder YouTube ergreifen sollte, sei in diesem Fall aber nicht einfach zu beantworten. Die Reziprozität sei bekanntlich der Motor aller Beziehungen, auch der internationalen. Dies sei jedoch ein schwieriges Unterfangen, da YouTube ein US-amerikanisches Unternehmen sei. Für Auseinandersetzungen sei die Medienlandschaft außerdem schwierig.

Auf die Frage, ob der Druck auf RT DE ihrer Meinung nach zunehmen werde, erklärte Kneissl, dass der Druck die längste Zeit da sei. Die ehemalige Außenministerin gibt RT regelmäßig Interviews und schreibt Gastbeiträge für RT DE. Dabei habe sie persönlich erfahren müssen, dass man bereits dadurch gewissen Anfeindungen ausgesetzt sei, die sie jedoch nicht nachvollziehen könne:

"Ich frage mich, ob die, die diese Attacken reiten, wirklich die Berichterstattung mitverfolgen, die RT tätigt."

Die Berichte von RT seien einfach eine weitere Sichtweise. In einer pluralistischen Gesellschaft, die man für sich selbst beanspruche, müsse dies jedoch möglich sein. Kneissl, die seit 30 Jahren Erfahrung in der Publizistik hat, erklärte auch, dass sie keine weitere Redaktion im deutschsprachigen Raum kenne, in der "derart korrekt lektoriert und redigiert wird".

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