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Trotz Vorbehalten aus den USA: Türkei plant Kauf weiterer S-400-Raketensysteme aus Russland

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat keine Zweifel daran, dass die Türkei weitere S-400-Flugabwehrsysteme aus Moskau kaufen wird. Der russische Exporteur geht davon aus, dass voraussichtlich bis Ende des Jahres ein neuer Vertrag unterzeichnet wird.
Trotz Vorbehalten aus den USA: Türkei plant Kauf weiterer S-400-Raketensysteme aus RusslandQuelle: Sputnik © Witali Ankow

Reportern sagte Erdoğan, dass die Verteidigungskooperation mit Russland ausgeweitet und die Beschaffung von S-400-Raketensystemen voraussichtlich reibungslos verlaufen werde:

"Wir zögern nicht, eine zweite Charge von S-400 aus Russland zu kaufen. Die Türkei und Russland unternehmen viele Schritte, sei es mit S-400 oder anderen Bereichen der Rüstungsindustrie."

In meinen letzten Telefongesprächen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin haben wir dieses Thema diskutiert. Wenn ich nach Russland reise, werden wir das noch einmal besprechen.

Vergangene Woche sagte Aleksandr Micheew, Generaldirektor beim russischen staatlichen Waffenexportunternehmen Rosoboronexport:

Wir erwarten, dass der zweite Vertrag über S-400 für die Türkei noch in diesem Jahr unterzeichnet wird.

Der erste Kaufvertrag über die Luftverteidigungssysteme zwischen der Türkei und Russland wurde bereits Ende 2017 unterzeichnet. Die Transaktion im Wert von 2,5 Milliarden US-Dollar sah die Lieferung von vier vollständigen S-400-Batterien vor, einschließlich Trägerraketen, Kommando- und Logistikfahrzeugen. Die Lieferung der Systeme wurde im Jahr 2019 aufgenommen und ist mittlerweile abgeschlossen.

Ankaras Schritt sorgte in den USA für Empörung. Washington versuchte wiederholt, die Türkei unter Druck zu setzen, den Waffenkauf aus Russland aufzugeben, und behauptete, die S-400 seien mit NATO-Systemen inkompatibel und für diese sogar potenziell gefährlich.

Die Türkei hat sich dem Druck aus den USA nicht gebeugt, obwohl die Diskussion über den Kauf der S-400-Systeme die Beziehungen zwischen den beiden Ländern stark beeinträchtigt. Angesichts des Waffenkaufs sah sich Washington gezwungen, Ankara aus dem F-35-Jagdflugzeugprogramm der fünften Generation zu streichen und den Verkauf des Flugzeugs zu stornieren.

Im Dezember vergangenen Jahres hat Washington den türkischen Verteidigungssektor mit Sanktionen ins Visier genommen und mit zusätzlichen Strafen gedroht, falls Ankara weitere Waffensysteme von Moskau kauft.

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