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Washington: China muss neue Untersuchung zu COVID-19 zulassen oder mit Isolierung rechnen

Peking hat die Wahl: Entweder der Forderung der westlichen Mächte nachzugeben und eine weitere WHO-geleitete Untersuchung über die Herkunft von COVID-19 zuzulassen oder von der internationalen Gemeinschaft geächtet zu werden, so Bidens Sicherheitsberater Jake Sullivan.
Washington: China muss neue Untersuchung zu COVID-19 zulassen oder mit Isolierung rechnenQuelle: Reuters © Leah Millis

Jake Sullivan, der nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Joe Biden, hat in einem Interview mit Chris Wallace auf Fox News eine strenge Warnung an China herausgegeben. Auf die Frage, ob Biden darauf bestehe, dass eine mögliche zweite Untersuchung über den Ursprung des Virus eine "unabhängige" Untersuchung sein müsse, sagte Sullivan, dass der US-Präsident Washingtons Verbündete in der G7 überzeugt habe, Druck auf Peking auszuüben. Er erklärte:

"Es ist diese diplomatische Vorarbeit, die Nationen der Welt zu versammeln, um politischen und diplomatischen Druck auf China auszuüben. Dies ist ein Kernstück der Bemühungen, die wir unternehmen, um China letztendlich vor eine harte Wahl zu stellen."

Peking, so Sullivan, wurde ein Ultimatum gestellt: Entweder den Forderungen nachzugeben und Ermittlern zu erlauben, tatsächlich herauszufinden, woher das Virus kam oder "mit der Isolation in der internationalen Gemeinschaft zu rechnen".

China spielte eine wichtige Rolle in dem Kommuniqué, das von der G7, bestehend aus den Staats- und Regierungschefs der USA, Großbritanniens, Frankreichs, Deutschlands, Italiens, Japans und Kanadas sowie der EU nach einem Gipfel Anfang des Monats veröffentlicht wurde. Neben der Kritik an Chinas angeblichen Menschenrechtsverletzungen in Xinjiang und einer vermeintlichen Unterdrückung der Demokratie in Hongkong fordert das Dokument eine gründliche Untersuchung der Ursprünge der Pandemie. Die Länder der Gruppe der Sieben fordern eine "zeitnahe, transparente, von Experten geleitete und wissenschaftlich fundierte Phase-2-Studie zu den Ursprüngen von COVID-19" und zitierten dabei die Empfehlungen eines zuvor veröffentlichten Expertenberichts.

Peking prangerte die Erklärung als "ernste Verletzung der grundlegenden Normen der internationalen Beziehungen" an und beschuldigte die G7-"Clique", Spaltung zu einem Zeitpunkt zu säen, an dem gemeinsame Bemühungen erforderlich sind.

Das erneute Interesse an den Ursprüngen des Virus folgt auf Berichte in den US-Medien aus dem vergangenen Monat. Hierin wurde behauptet, dass mehrere Forscher des chinesischen Wuhan Instituts für Virologie Wochen vor dem Beginn der Pandemie erkrankt und im Krankenhaus behandelt worden seien. Die Washington Post, die den vermeintlichen Knüller brachte, berief sich auf einen bisher nicht veröffentlichten US-Geheimdienstbericht als Quelle.

Peking bestreitet die Behauptung vehement und beschuldigt Washington, das Thema hochzuspielen. Die Ergebnisse der ersten WHO-geleiteten Untersuchung seien "weitgehend repräsentativ und hochprofessionell", so die chinesische Regierung.

Am Donnerstag warf der Sprecher des chinesischen Außenministeriums Zhao Lijian den USA vor, "die Frage der Rückverfolgung des Ursprungs zu politisieren". Er kritisierte den Vorschlag und forderte, dass Washington im Namen der Transparenz  Experten zu einer "detaillierten Untersuchung" in ein Biolabor im Zentrum Fort Detrick in Maryland und anderen Orten einladen sollte.

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