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Globale Lebensmittelpreise steigen auf Sieben-Jahres-Hoch

Ein aktueller Bericht der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen zeigt, dass die weltweiten Lebensmittelpreise im März gestiegen sind und damit den zehnten monatlichen Anstieg in Folge verzeichnen. Preise für Getreide sind jedoch rückläufig.
Globale Lebensmittelpreise steigen auf Sieben-Jahres-HochQuelle: Reuters © Pedro Nunes

Der Lebensmittelpreisindex der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), der die monatlichen Veränderungen der internationalen Preise für häufig gehandelte Lebensmittel erfasst, lag im März bei durchschnittlich 118,5 Punkten und somit 2,1 Prozent höher als im Februar. Demnach errichten die Lebensmittelpreise den höchsten Stand seit Juni 2014.

Nach Angaben der FAO wurde der Anstieg im März vom Preisindex für Pflanzenöl angeführt, der gegenüber dem Vormonat um acht Prozent anstieg und damit fast ein Zehn-Jahres-Hoch erreichte. Die Preise für Sojaöl seien "stark anstiegen, was zum Teil auf die Aussicht auf eine starke Nachfrage aus dem Biodieselsektor zurückzuführen ist", heißt es in dem Bericht.

Der Preisindex für Molkereiprodukte stieg im Vergleich zum Februar um 3,9 Prozent. Folglich stiegen "die Butterpreise durch ein knappes Angebot in Europa in Verbindung mit einer erhöhten Nachfrage in Erwartung einer Erholung in der Lebensmittel verarbeitenden Industrie". Die Preise für Milchpulver stiegen ebenfalls, gestützt durch einen Anstieg der Importe in Asien, insbesondere in China, aufgrund der rückläufigen Produktion in Ozeanien und der geringen Verfügbarkeit von Schiffscontainern in Europa und Nordamerika.

Der Fleischpreisindex zeigte dem Bericht zufolge einen Anstieg von 2,3 Prozent gegenüber Februar. Die UNO-Unterorganisation wies darauf hin, dass Importe aus China und ein Anstieg der Nachfrage in Europa vor den Osterfeiertagen die steigenden Notierungen für Geflügel- und Schweinefleisch unterstützten.

Im Gegensatz zu den Preisanstiegen sank der Getreidepreisindex um 1,8 Prozent, liegt aber noch immer 26,5 Prozent höher als im März 2020. Die Autoren des Berichts heben hervor:

"Die Exportpreise für Weizen gingen am stärksten zurück, was die allgemein gute Versorgung und die günstigen Produktionsaussichten für die Ernte 2021 widerspiegelt. Auch die Preise für Mais und Reis gingen zurück, während die für Hirse stiegen."

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