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"Selbstsucht und Heuchelei": Chinesische Menschenrechtsorganisation verurteilt US-Außenpolitik

In einem von China Society for Human Rights Studies veröffentlichten Bericht werden die USA beschuldigt, durch ausländische Militärinterventionen in den letzten Jahrzehnten humanitäre Katastrophen auf der ganzen Welt verursacht zu haben.
"Selbstsucht und Heuchelei": Chinesische Menschenrechtsorganisation verurteilt US-Außenpolitik© Anchorage

China beschuldigt die USA, durch ausländische Militärinterventionen humanitäre Katastrophen auf der ganzen Welt verursacht zu haben. In einem von der China Society for Human Rights Studies veröffentlichten Bericht heißt es, dass ausländische Militäroperationen, die unter dem Deckmantel der "humanitären Intervention" gestartet worden seien, nicht nur eine große Anzahl von Soldaten das Leben gekostet hätten, sondern auch schwere zivile Opfer gefordert und Sachschäden verursacht hätten.

Das in westlichen Medien als regierungsnah beschriebene Institut bezeichnet sich selbst als Chinas "größte Nichtregierungsorganisation zum Thema Menschenrechte", die mit verschiedenen UN-Organisationen kooperiere.  

"Die Selbstsucht und Heuchelei der Vereinigten Staaten wurde durch diese Auslandskriege vollständig entlarvt", heißt es in dem Bericht, in dem eine Liste der US-Aggressionen von ihrer Intervention in Griechenland im Jahr 1947 bis zu ihrem erpresserischen Vorgehen gegen die venezolanische Regierung im Jahr 2019 präsentiert wird. Dabei wurden auch Konflikte in den letzten Jahrzehnten wie etwa in Korea, in Vietnam, am Persischen Golf, im Kosovo, in Afghanistan, im Irak und in Syrien als große US-Kriege angeführt. "Die Entscheidung, unabhängig von den Folgen der Gewaltanwendung Kriege zu führen, zeigt die hegemonialen Bestrebungen der USA", heißt es in dem Bericht.

Die Beziehungen zwischen Washington und Peking haben sich in letzter Zeit wegen der Unterstützung der USA für Taiwan verschlechtert. China forderte die USA mehrfach auf, das "Ein-China-Prinzip" in Bezug auf Taiwan zu respektieren. Chinas Sicherheitsgesetz für Hongkong hatte bereits dazu geführt, dass USA Sanktionen gegen China verhängten. Die USA weiteten auch die Sanktionen gegen die Volksrepublik China wegen angeblicher Menschenrechtsverletzungen in Xinjiang aus.

Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums Zhao Lijian erklärte am Freitag, die USA sollten die Denkweise des Kalten Krieges beiseitelegen, die Beziehungen zwischen China und den USA "objektiv und rational" behandeln und aufhören, sich in Chinas innere Angelegenheiten einzumischen.

In diesem Zusammenhang kommentierte unlängst auch die chinesische Zeitung Global Times, dass die USA es gewohnt seien, Interessen durch militärische Interventionen unter dem Deckmantel der "Demokratie" durchzusetzen. Dabei sei trotz der innenpolitischen Herausforderungen in USA, insbesondere im Zuge der COVID-19-Pandemie, nicht zu erwarten, dass die USA ihre hegemoniale Gewohnheit aufgeben und sich in die Angelegenheiten anderer Länder nicht mehr einmischen.

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