International

Nach Facebook-Sperre nimmt Google iranischen Sender "Press TV" ins Visier

Google hat zum siebten Mal den iranischen Sender "Press TV" gesperrt und den Zugang des englischsprachigen Nachrichtensenders zu seinem offiziellen YouTube-Konto ohne vorherige Ankündigung blockiert. Vor Kurzem sperrte auch Facebook vorläufig "Press TV"-Account.
Nach Facebook-Sperre nimmt Google iranischen Sender "Press TV" ins VisierQuelle: AFP © Olivier Douliery

Der Internetkonzern Google hat zum wiederholten Mal den iranischen Nachrichtensender Press TV ins Visier genommen und den Zugang des englischsprachigen Senders zu seinem offiziellen YouTube-Konto ohne vorherige Ankündigung blockiert. Der US-Tech-Gigant sperrte am Dienstag den YouTube-Account von Press TV wegen angeblicher Nichteinhaltung der "Community-Standards". 

Das letzte Mal, als Google den Zugriff von Press TV auf seinen YouTube-Account blockierte, war im vergangenen September, auch ohne vorherige Ankündigung und unter Berufung auf "Verstöße gegen Exportgesetze".

In den vergangenen Jahren hat der US-Big-Data-Konzern immer wieder Maßnahmen gegen iranische Medien ergriffen. Angesichts der drastischen Zunahme seiner Zuschauerzahlen und Leserschaft haben US-Tech-Giganten den staatlichen Sender Press TV ins Visier genommen. Die jüngste Zensur-Maßnahme folgte auf die Sperrung des Facebook-Kontos von Press TV mit etwa 4 Millionen Abonnenten.

Das in den USA ansässige US-Unternehmen Facebook teilte Press TV am Freitag mit, dass sein Account wegen angeblicher Nichteinhaltung der Community-Standards durch den iranischen Nachrichtensender blockiert worden sei. Die Sperre von Press TV wurde allerdings einige Tage später wieder aufgehoben. 

Press TV, als erster englischsprachiger Sender der islamischen Republik Iran, nahm seine Arbeit am 2. Juli 2007 unter dem Motto "Nachrichten aus einer anderen Perspektive" auf. Der iranische Sender hat es bislang geschafft, ein großes Publikum auf der Welt anzuziehen, indem er zum Beispiel den Konflikt in Syrien oder Jemen aus einem anderen Blickwinkel thematisiert hat. 

Big-Data-Konzerne und die großen Social-Media-Unternehmen in den USA setzen insbesondere seit den US-Wahlen 2020 und den darauffolgenden Protesten zunehmend auf Zensur und eine einseitige Berichterstattung. Die USA belehren zugleich seit Jahrzehnten die ganze Welt über Meinungsfreiheit und Toleranz. 

Mehr zum ThemaNach Google verbannen auch Apple und Amazon die bei Trump-Anhängern beliebte Plattform Parler

Sehr geehrte RT DE-Leser,

wir sind auf einen neuen Dienst für die Kommentarfunktion umgestiegen.

Da wir die Privatsphäre unserer Leser respektieren und Ihre Daten nicht an eine Drittplattform übermitteln werden, müssen Sie sich erneut registrieren. Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeit und hoffen, dass sie sich weiterhin mittels der Kommentarfunktion über aktuelle Themen austauschen und informieren können.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre RT DE-Redaktion