International

Zweiter Impfstoff von Sinovac in China zugelassen

China hat einen zweiten im eigenen Land entwickelten Impfstoff gegen das Coronavirus zugelassen. Studien stehen noch aus. Die Wirksamkeit liege bei bis zu 70 Prozent. Diese hänge vor allem vom zeitlichen Abstand der Impfungen ab, so das chinesische Unternehmen Sinovac.
Zweiter Impfstoff von Sinovac in China zugelassenQuelle: www.globallookpress.com © Agung Kuncahya B./XinHua

China hat einen weiteren im Land entwickelten Impfstoff gegen das Coronavirus zugelassen. Zunächst habe Sinovac für seinen zweiten Impfstoff eine "bedingte" Marktzulassung erteilt bekommen, erklärte das Unternehmen. Dieser wird nach einem traditionellen Verfahren aus inaktivierten SARS-CoV-2-Viren und einem Wirkstoffverstärker hergestellt.

Lieferverträge gibt es unter anderem bereits mit Thailand, den Philippinen, Indonesien, Singapur, Brasilien und der Türkei. Die Zulassung für das Vakzin mit Namen Coronavac wurde erteilt, obwohl "die Ergebnisse in Bezug auf Wirksamkeit und Sicherheit noch bestätigt werden müssen", erklärte ein Sinovac-Sprecher.

Das Unternehmen hatte schon einen anderen Impfstoff auf den Markt gebracht, der mit einer bedingten Zulassung seit Ende Dezember verimpft wird, unter anderem auch in der Türkei und Serbien.

Firmensprecher berichten von einer erhöhten Wirksamkeit ihres COVID-19-Impfstoffs bei einem größeren Abstand zwischen den zwei Impfdosen. In einer kleineren Gruppe von knapp 1.400 Probanden der klinischen Studie in Brasilien sei die Wirksamkeit fast 20 Prozentpunkte höher gewesen. Wenn der Abstand zwischen den beiden Impfdosen bei drei Wochen gelegen habe, habe die Wirksamkeit bei etwa 70 Prozent gelegen.

Brasilianische Wissenschaftler hatten zuvor gemeldet, dass der Impfstoff in der Studie mit mehr als 9.000 Teilnehmern einen Schutz von 50,4 Prozent gegen COVID-19 gezeigt habe. Die meisten Probanden bekamen beide Impfungen allerdings innerhalb von zwei Wochen. Ein Sinovac-Sprecher wies darauf hin, dass die Belastbarkeit der Daten aus der kleineren Untergruppe schwächer sei als das Ergebnis von gut 50 Prozent, das auf kombinierten Daten von Probanden basiert, die Dosen im Abstand von zwei oder drei Wochen erhielten.

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