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Im Zuge der Corona-Krise: NATO verstärkt Biowaffenabwehr

Die NATO intensiviert ihre Aktivitäten im Bereich der Biowaffenabwehr. Anlass ist die Corona-Krise. Das Virus zeige Gefahren, die von Biowaffen ausgingen, so der NATO-Generalsekretär. Das Militärbündnis müsse deshalb auf einen Einsatz solcher Waffen vorbereitet sein.
Im Zuge der Corona-Krise: NATO verstärkt BiowaffenabwehrQuelle: www.globallookpress.com © Omer Messinger/Keystone Press Agency

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg sagte der Nachrichtenagentur dpa in einem Interview, das Coronavirus sei kein im Labor erschaffenes Virus, zeige aber die Gefahren, die es im Zusammenhang mit dem Einsatz biologischer Kampfstoffe gebe. Deshalb intensiviere die NATO ihre Aktivitäten im Bereich der Biowaffenabwehr.

Das "Verteidigungsbündnis" müsse deswegen die Gefahrenabwehr stärken. Bereits jetzt sei die NATO beispielsweise dabei, den Austausch von Geheimdiensterkenntnissen zu verbessern, um mögliche Angriffe mit Biowaffen zu verhindern. Stoltenberg sagte:

"Diese Waffen sind genauso wie chemische Waffen völkerrechtlich verboten, aber wir müssen auf ihren Einsatz vorbereitet sein, weil wir wissen, dass es diese Waffen noch immer gibt."

Diese könnten von staatlichen Akteuren, aber auch von Terroristen eingesetzt werden, so der NATO-Generalsekretär.

Der frühere norwegische Ministerpräsident schloss dabei nicht aus, dass ein breit angelegter Biowaffenangriff "mit Hunderttausenden Toten" auch einen Vergeltungsschlag des Nordatlantikpaktes mit konventionellen oder nuklearen Waffen zur Folge haben könnte.

"Die NATO besitzt keine verbotenen Waffen, aber wir haben ein ganzes Spektrum an Fähigkeiten, um darauf angemessen zu antworten."

Falls nach einem Biowaffenangriff Artikel 5 zur kollektiven Verteidigung ausgelöst werden sollte, könnte die NATO all diese Fähigkeiten nutzen.

Mit Blick auf die aktuelle Corona-Pandemie betonte Stoltenberg, dass die NATO weiterhin zur Hilfe bereitstehe. "Die NATO und das Militär könnten bei der Verteilung der Impfstoffe Unterstützung leisten", sagte der Norweger. Das NATO-Zentrum für Katastrophenschutz koordiniere schon seit Monaten Hilfen in anderen Bereichen, so Stoltenberg.

Bereits heute spielt das Militär nicht nur in NATO-Staaten bei der Planung und Umsetzung staatlicher Maßnahmen eine zentrale Rolle.

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rt/dpa

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