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Nach dem Tod eines Freiwilligen: Brasilien stellt Tests eines chinesischen COVID-19-Vakzins ein

Die brasilianische Gesundheitsaufsichtsbehörde hat die Tests des SARS-CoV-2-Impfstoffs Coronavac des chinesischen Pharmaunternehmens Sinovac Biotech ausgesetzt. Die Entscheidung wurde nach dem Tod eines Teilnehmers getroffen. Die Todesursache ist bislang ungewiss.
Nach dem Tod eines Freiwilligen: Brasilien stellt Tests eines chinesischen COVID-19-Vakzins einQuelle: Reuters © DIEGO VARA

Die brasilianische Gesundheitsaufsichtsbehörde ANVISA hat am Montag beschlossen, die klinischen Tests des chinesischen Vakzins Coronavac auf unbestimmte Zeit einzustellen. Wie der Sender CBNberichtete, sei die Entscheidung nach dem Tod eines Freiwilligen gefallen. Nach Angaben der Zeitung Folha de S. Paulohandelte es sich um einen 33-jährigen Einwohner von São Paulo. Demnach war er bereits am 29. Oktober gestorben. ANVISA gab keine weitere Information über den Vorfall bekannt. 

Dimas Covas, Leiter des für die klinische Studie zuständigen Bhutantan-Instituts, kommentierte das Vorgehen folgendermaßen:

Wir haben Anvisa über einen Todesfall informiert und nicht über eine "ernste Nebenwirkung". Wir sind sogar ein wenig überrascht davon, da dieser Tod nicht mit dem Impfstoff zusammenhängt.

Aus China verlautete, dass der Todesfall in Brasilien nicht mit dem chinesischen Vakzin verbunden sei. Wang Wenbin, Sprecher des chinesischen Außenministeriums, zeigte sich überzeugt, dass der chinesische Coronavirus-Impfstoff Coronavac für das "schwerwiegende unerwünschte Ereignis" nicht verantwortlich sei:

Wir haben bemerkt, dass Sinovac Biotech bereits eine Erklärung abgegeben hat. Den Schlussfolgerungen eines Forschungsinstituts des brasilianischen Partners zufolge hängt dieser Vorfall nicht mit dem Impfstoff zusammen.

Laut den Richtlinien der ANVISA können klinische Studien unter anderem wegen des Todes eines Freiwilligen, potenziell tödliche Nebenwirkungen, lebensverändernden Behinderungen und Krankenhauseinweisung ausgesetzt werden. Das ist nicht das erste Mal, dass ein Teilnehmer bei einer klinischen Studie in Brasilien ums Leben kommt. Am 19. Oktober ist im Rahmen einer klinischen Studie des vom Pharmaunternehmen AstraZeneca und der Universität Oxford entwickelten SARS-CoV-2-Impfstoffs ein 28-jähriger Proband aus Rio de Janeiro gestorben.

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