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US-Präsidentschaftswahlen: Arabische Golfstaaten hoffen auf Sieg von Donald Trump

Die Golfstaaten auf der arabischen Halbinsel, die ein Friedensabkommen mit Israel eingingen, haben ihre Hoffnung und Unterstützung für den amtierenden US-Präsidenten Donald Trump bei den bevorstehenden US-Präsidentschaftswahlen zum Ausdruck gebracht.
US-Präsidentschaftswahlen: Arabische Golfstaaten hoffen auf Sieg von Donald TrumpQuelle: Reuters © Tom Brenner

Die Diplomaten aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und Bahrain hätten ihre Unterstützung für US-Präsident Donald Trump bei den bevorstehenden US-Präsidentschaftswahlen zum Ausdruck gebracht, und sie hätten sich für dem Fall eines möglichen Führungswechsels im Weißen Haus besorgt gezeigt, berichtete Israel HaYom am Samstagabend. Wenn der Kandidat Joe Biden der US-Demokraten in das Weiße Haus einzieht, "werden viele arabische Länder, die derzeit die Möglichkeit einer Normalisierung der Beziehungen zu Israel erwägen, einen Schritt zurücktreten und das eingegangene Risiko überdenken", sagte ein hochrangiger Bahrainischer Beamter. 

Die Vertreter der Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrains machten laut Israel HaYom deutlich, dass die Unterstützung der Staaten am Persischen Golf für eine Wiederwahl von US-Präsident Donald Trump darin bestehe, "gemäßigte Muslime" in den USA zu ermutigen, für ihn zu stimmen – obwohl diese traditionell nicht die eher konservative Republikanische Partei der USA unterstützten. "Wir hoffen auf einen Trump-Sieg, bereiten uns aber auch auf die Möglichkeit vor, dass ein neuer Präsident in das Weiße Haus einzieht", sagte ein hochrangiger Diplomat der VAE gegenüber Israel HaYom.

Ein hochrangiger Beamter, der Regierungskreisen in Riad und Abu Dhabi nahesteht, bestätigte in der bahrainischen Hauptstadt Manama gegenüber Israel HaYom, die "gemäßigten sunnitischen Staaten" seien besorgt, dass Trump womöglich nicht die Wahl gewinne und daraufhin sein Rivale, der ehemalige Vizepräsident Joe Biden einen neuen Kurs der US-Politik im Nahen Osten fahren werde. "Tatsächlich könnte ein Biden-Sieg den Weg für ein stärkeres Bündnis mit Israel ebnen, mit dem Verständnis, dass wir voneinander abhängig sind und daher keine ständige Unterstützung durch die Amerikaner benötigen.", erklärte der Beamte weiter. Der hochrangige arabische Diplomat betonte, dass Saudi-Arabien die Beziehungen zu Israel vor den US-Wahlen nicht normalisiert habe, sei ein Teil der Strategie, wonach das Land einerseits Trumps Wiederwahlkampagne unterstützt sowie andererseits Fakten schafft, falls Trump besiegt wird.

Der saudische Nachrichtsender al-Arabiya plädierte ebenfalls für Trumps Sieg bei der bevorstehenden Wahl, während er zugleich die Politik seines Vorgängers Obama scharf kritisierte. Es  sei Trump gelungen, den Einfluss der USA in der Region wiederherzustellen und die Machtbestrebungen Irans einzudämmen, indem die USA aus dem Atomabkommen ausgestiegen sind. Der Autor bei al-Arabiya hofft, dass der neue US-Präsident angemessen auf Erdoğans feindselige Rhetorik und Politik reagieren werde.  

Die Palästinenser, Iran und auch die Türkei verurteilten seinerzeit scharf die Normalisierung der Beziehungen zwischen einigen Golfstaaten (Bahrain und VAE) und Israel. Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) kritisierte bereits das Normalisierungsabkommen zwischen Bahrain und Israel als "einen weiteren Verrat eines arabischen Staates an Palästina". Das Abkommen sei "ein Dolchstoß in den Rücken der palästinensischen Nation".

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