International

Konrad-Adenauer-Stiftung in der Kritik – "Palästina" als antisemitischer Begriff

Die Konrad-Adenauer-Stiftung meint es gut mit der Völkerverständigung und wollte in einer Veranstaltung auf das Defizit im Verständnis des Begriffs "Palästina" aufmerksam machen. Demnach löse dieser antisemitische Assoziationen aus. Die "Anti-Palästina"-Veranstaltung wurde nach viel Kritik abgesagt.
Konrad-Adenauer-Stiftung in der Kritik – "Palästina" als antisemitischer BegriffQuelle: www.globallookpress.com © Christian Ohde/ imago images/Global Look Press

Im Rahmen der Kampagne "Stimmen gegen Antisemitismus" sollten bei der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) junge, jüdische Teilnehmer des Projekts "Empowering Jewish Voices" der Europäischen Janusz Korczak Akademie (EJKA) zur "problematischen Geschichte und Bedeutung des Begriffs Palästina" referieren und diskutieren.

Bei der Einladung der KAS zu einer geplanten Veranstaltung am 27. Oktober hieß es, dass der "überwältigenden Mehrheit der Menschen in Deutschland und in anderen Ländern Europas nicht bewusst" sei, welchen "antisemitischen Assoziationen der Begriff Palästina" entstamme. Sogar sei der "heute weit verbreitete Israel-bezogene Antisemitismus unmittelbar diesem Begriff verbunden".

Die Veranstaltung, mit der die Begriffe "Palästina" und "Palästinenser" aus dem Wortschatz verbannt werden sollten, interpretierten Kritiker wiederum als "Anti-Palästina"-Veranstaltung. Ein Twitter-Nutzer fragte, ob nun der in Ramallah ansässige Stiftungsableger KAS Palestine umbenannt werde.

Auch verwiesen einige darauf, dass deutsche Medien bereits entsprechend mit dem Begriff "Palästina" umgingen.

Nachdem unter anderem in den sozialen Medien zahlreiche Stimmen – auch israelische – das Vorhaben kritisiert hatten, wurde die Veranstaltung zunächst abgesagt. Der Einladungstext sei missverständlich formuliert gewesen und habe zum Bedauern der Stiftung für große Irritationen gesorgt.

Da man an der Zweistaatenlösung ausdrücklich festhalte, daran aber durch die Veranstaltungsankündigung Zweifel entstanden seien, habe man diese Veranstaltung in Übereinstimmung mit der EJKA abgesagt und arbeite nun an einem neuen Seminarprogramm.

Mehr zum Thema - Europäischer Gerichtshof rügt Frankreich: Auch BDS-Aktivisten haben Recht auf Meinungsäußerung

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team