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UN-Bericht: Weltweiter Tourismus verlor fast 200 Milliarden US-Dollar wegen Corona-Lockdown

Da die Corona-Pandemie den Reiseverkehr weltweit lähmte, halbierten sich die Touristenströme in den ersten vier Monaten dieses Jahres fast. Darauf wies die Welttourismusorganisation der UN hin und betonte, dass Arbeitsplätze und ganze Volkswirtschaften bedroht seien.
UN-Bericht: Weltweiter Tourismus verlor fast 200 Milliarden US-Dollar wegen Corona-LockdownQuelle: Reuters © Gonzalo Fuentes

Anstatt sich zu einer boomenden Tourismussaison zu entwickeln, verzeichnete man im April einen Rückgang der internationalen Ankünfte um 97 Prozent, so die Welttourismusorganisation der Vereinten Nationen (UNWTO). Das ist ein mehr als 40-prozentiger Rückgang gegenüber März. Die Agentur erklärte:

Zwischen Januar und April 2020 gingen die internationalen Touristenankünfte um 44 Prozent zurück, was einen Verlust von rund 195 Milliarden US-Dollar an internationalen Tourismuseinnahmen bedeutet.

Zuvor teilte die UNWTO bei der Bewertung der möglichen wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie mit, dass die weltweiten Reisebeschränkungen zwischen 910 Milliarden und 1,2 Billionen US-Dollar an Einnahmen für den Tourismussektor zunichtemachten. Bis zu 120 Millionen Arbeitsplätze könnten gefährdet sein. Selbst nach dem positivsten der drei von der Agentur entworfenen Szenarien wird erwartet, dass der internationale Tourismus im Vergleich zum Vorjahr um 58 Prozent zurückgehen wird. Der UNWTO-Generalsekretär Surab Pololikaschwili betonte:

Der plötzliche und massive Rückgang der Touristenzahlen bedroht Arbeitsplätze und Volkswirtschaften. Es ist daher von entscheidender Bedeutung, dass die Wiederaufnahme des Tourismus zu einer Priorität gemacht und verantwortungsvoll gehandhabt wird.

In einem weiteren Bericht, der am Dienstag veröffentlicht wurde, stellte die Welttourismusorganisation fest, dass die Krise zwar noch lange nicht überwunden ist, der in Schwierigkeiten geratene Sektor jedoch langsam wieder in Gang kommt, da Länder die Beschränkungen aufheben oder zumindest lockern. Laut UNWTO-Daten erreichte die Zahl zur Verfügung stehenden Reiseziele Mitte Juni 22 Prozent gegenüber nur drei Prozent einen Monat zuvor.

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