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Russlands Außenministerium verurteilt Polizeigewalt gegen Journalisten bei Massenprotesten in USA

Das russische Außenministerium verurteilt das unverhältnismäßige Handeln der US-Polizei gegenüber Journalisten, welche über die Massenunruhen in den USA berichten. Moskau appelliert an alle zuständigen internationalen Organisationen, auf solche Vorfälle umgehend zu reagieren.
Russlands Außenministerium verurteilt Polizeigewalt gegen Journalisten bei Massenprotesten in USAQuelle: Reuters © ADAM BETTCHER

Es gibt immer mehr Berichte, wonach die Polizei bei den massenhaften Protesten in den USA auch gegen Journalisten Tränengas eingesetzt hat. Ein Korrespondent der russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti musste das am eigenen Leib erleben. Nach Angaben von Michail Turgijew berichteten er selbst und vier Mitarbeiter des Fernsehsenders VICE gerade über die Unruhen in Minneapolis von einer Tankstelle aus, als plötzlich Polizeibeamte mit Gummikugeln auf sie schossen. Anschließend stiegen die Polizisten aus ihrem Wagen und zwangen die Journalisten sich auf den Boden zu legen. Obwohl sie ihnen ihre Presseausweise vorzeigten, sprühten die Polizisten den Reportern Tränengas direkt ins Gesicht. Eine Videokamera hielt den Vorfall fest.

Das russische Außenministerium nannte das Handeln der Polizei von Minneapolis gegenüber den Reportern unverhältnismäßig. Die Diplomaten mahnten die US-Behörden an, die internationalen Verpflichtungen zur Gewährleistung der Sicherheit und der freien Berichterstattung für Journalisten einzuhalten.

Wir sind über die sich häufenden Fälle von Polizeigewalt und unbegründeten Festnahmen von Journalisten bei ihrer Berichterstattung über die Protestaktionen in den USA nach dem Mord von George Floyd besorgt. Wir halten die Verwendung von Spezialmitteln wie Gummikugeln und Tränengas durch Mitarbeiter der US-amerikanischen Sicherheitsbehörden gegenüber den Medienmitarbeitern, nachdem diese ihre Presseausweise gezeigt haben, für inakzeptabel.

Das russische Außenministerium forderte von den US-Behörden eine gründliche Untersuchung und appellierte an alle zuständigen internationalen Organisationen und Menschenrechtsorganisationen, auf diese "Willkür" entsprechend zu reagieren.

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