Deutschland

Mord an Achtjährigem in Frankfurt: Bayerns Innenminister sieht erhöhtes Gewaltrisiko bei Migranten

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann findet drastische Worte in Bezug auf den Mord an einem Achtjährigen, den ein Mann aus Eritrea in Frankfurt vor einen Zug stieß. Bei eingereisten Migranten sei "die Gewaltlosigkeit" wie in Deutschland nicht "so selbstverständlich".
Mord an Achtjährigem in Frankfurt: Bayerns Innenminister sieht erhöhtes Gewaltrisiko bei MigrantenQuelle: Reuters © Ralph Orlowsk

Die Mutter des getöteten Achtjährigen wurde zuerst von dem in der Schweiz gemeldeten Eritreer auf die Bahngleise gestoßen. Sie konnte sich retten. Doch ihr Sohn, der danach geschubst wurde, wurde von einem einfahrenden Zug überrollt. Eine weitere Frau fiel zu Boden, bevor der Mann sie auf die Gleise stoßen konnte. Passanten waren in der Lage, den 40 Jahre alten Täter zu verfolgen und festzuhalten, bis die Polizei vor Ort war. 

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann fordert konsequentes Bestrafen und Ausweisen: 

Da kommen Leute zu uns, die sehr viel schneller Konflikte mit Gewalt austragen. Die folglich auch selbst ein deutlich höheres Niveau an Gewalt erlebt haben als wir. Wir haben hier ein erhöhtes Risiko, das zeigen die Kriminalstatistiken ganz eindeutig. 

Der Eritreer lebte 13 Jahre lang in der Schweiz und war Mitglied einer christlich-orthodoxen Glaubensgemeinschaft. Bis zum letzten Jahr galt er als unauffällig, bis er seine Frau und die drei Kinder in der Wohnung einschloss und die Nachbarin mit einem Messer bedrohte. Für das Kanton Zürich war dies ein Fall häuslicher Gewalt und nicht mehr. 

Über sein Leben in der Schweiz sagte er: 

Mir gefällt, dass hier jeder Hilfe bekommt, egal ob er arm oder reich ist. Und jeder kann essen, und die Existenz ist gesichert. Und die Schulausbildung finde ich auch sehr gut. Hier ist die erste Welt. 

Da er sich zur Tatzeit in psychischer Behandlung befand, muss geklärt werden, ob er bei der Tat schuldfähig war. Anzeichen einer Radikalisierung gibt es keine. 

Für Herrmann spricht das Beispiel von Frankfurt gegen offene Grenzen: 

Aber völlig offene Grenzen innerhalb Europas können wir uns offensichtlich nicht leisten. Insbesondere nicht, solange die EU-Außengrenzen nicht sicher sind. Wir müssen wissen, wer sich bei uns aufhält. Wir brauchen deshalb innerhalb von Europa intelligente Grenzkontrollen, die nicht zu ewigen Staus führen. 

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