Deutschland

Nach Angriffen von Nürnberg: Täter auf der Flucht, Polizei bildet Soko

Nach den Gewalttaten von Nürnberg ist der Täter weiter auf der Flucht. Die Polizei tappt noch weitgehend im Dunkeln. Vieles an den Verbrechen ist noch unklar. Nürnberg hat einen dramatischen Anstieg der Zahl von mit Messern verübten Gewalttaten zu verzeichnen.
Nach Angriffen von Nürnberg: Täter auf der Flucht, Polizei bildet Soko© Twitter / BR24

Nach den Gewaltverbrechen von Nürnberg am Donnerstagabend haben sich Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitagmittag in einer Pressekonferenz zum Stand der Ermittlungen geäußert.

Die Polizei gab bekannt, eine Sonderkommission "Johannis" mit 40 Mitarbeitern eingerichtet zu haben. Wie Kriminaldirektor Thilo Bachmann mitteilte, sei die Hinweislage diffus. Mit einer schnellen Aufklärung der Verbrechen sei nicht zu rechnen. Antje Gabriels-Gorsolke, die Vertreterin der Staatsanwaltschaft, gab bekannt, dass ihre Behörde wegen heimtückischen Mordversuchs in drei Fällen ermittle.

Die Polizei setzt ihre Hoffnungen auf großangelegte Befragungen von Anwohnern. Auch zwei der Opfer hätten noch nicht vernommen werden können. Von ihnen erhoffen sich die Beamten weitere Hinweise. Heinemann erklärte, noch keine genauen Angaben zur Tatwaffe machen zu können. Es stehe noch nicht einmal fest, dass es sich bei dem Stichwerkzeug um ein Messer gehandelt hat.

Die Polizisten wiederholten ihre schon vorher bekanntgegebene Beschreibung des Täters, wonach dieser dunkelblond, 25 bis 30 Jahre alt, zwischen 1,75 und 1,80 Meter groß und von normaler Statur sei. Diese schließe vieles aus, lasse aber auch vieles offen.

Gleich zu Beginn der Pressekonferenz betonten die Beamten, dass die Zahl von mit Messern verübten Gewalttaten in Mittelfranken in den letzten fünf Jahren um 30 Prozent zugenommen habe. Die meisten dieser Taten würden aber nicht im öffentlichen Raum verübt, sondern seien Beziehungstaten. Bei im öffentlichen Raum mit Messern verübten Gewalttaten betrage der Anstieg zehn Prozent. In Nürnberg allerdings sei ein Anstieg dieser Taten von 40 Prozent zu verzeichnen.

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