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1500 Kilometer Reichweite: US-Rüstungsfirma will ab 2027 Marschflugkörper bei Leipzig produzieren

Bis zu 1.000 Mittelstrecken-Flugkörper will das US-Unternehmen "Covenant" Insidern zufolge künftig pro Jahr nahe Leipzig produzieren. Damit wird Ostdeutschland weiter zur Waffenschmiede der Bundeswehr aufgerüstet. Einer der Investoren der Firma ist kein Geringerer als der US-amerikanische Geschäftsmann und Transhumanist Peter Thiel.
1500 Kilometer Reichweite: US-Rüstungsfirma will ab 2027 Marschflugkörper bei Leipzig produzieren© Urheberrechtlich geschützt

Die US-Rüstungsfirma "Covenant" plant, ab nächstem Jahr nahe Leipzig Marschflugkörper zu produzieren. Das berichtet das Neue Deutschland am Sonntag. Auch die Bundesregierung sei an der Abnahme der dort produzierten Raketen interessiert. Sie sollen eine Reichweite von mehr als 1500 Kilometern haben. Die Produktionskapazität könnte laut den Quellen bei bis zu 1000 Stück pro Jahr liegen. Der Großteil der Komponenten solle aus Deutschland und anderen europäischen Ländern stammen.

Die Rüstungsfirma mit Tochtergesellschaften in Israel und Deutschland ist bislang kaum in Erscheinung getreten und verfügt über keine offizielle Website. Die Jerusalem Post berichtete Anfang August über einen erfolgreichen Live-Test von "Covenants" neuem Marschflugkörper "Anthem" im Rahmen einer gemeinsamen Übung von amerikanischen und marokkanischen Militärs in einem neu eingerichteten US-Rüstungsforschungszentrum im Süden Marokkos.

Möglich wurde der Test durch eine Initiative aus dem Büro des US-Heeresministers, die privaten Rüstungsfirmen innerhalb von 30 Tagen Zugang zu Testgeländen der USA und ihrer Verbündeten erlaubt. Die neuen Marschflugkörper sollten zudem in der dritten Juniwoche in Israel erprobt werden, berichtete Politico vor zwei Monaten. Auch Beamte des deutschen Verteidigungsministeriums seien dazu vor Ort gewesen.

Covenant gehört zu einer Reihe neuer Rüstungstechnologie-Firmen, die auf vergleichsweise günstige Kriegstechnologien setzen. Mehrere US-Wagniskapitalfirmen haben in "Covenant" investiert, darunter der vom deutsch-amerikanischen Tech-Investor Peter Thiel geführte "Founders Fund" sowie die kalifornische Firma "Andreessen Horowitz".

Die Suche nach Alternativen zur Aufrüstung durch Mittelstreckenwaffen hat die Bundesregierung priorisiert, seit die USA entgegen früherer Ankündigungen offenbar nicht mehr planen, Tomahawk-Marschflugkörper an die Bundeswehr zu liefern. Der Grund dafür ist ein ganz einfacher: Das US-Militär hat seine Bestände im Iran-Krieg deutlich aufgebraucht. 

Ein entscheidender Faktor bei Berlins Plänen könnte auch der Preis sein. Die Flugkörper sollen Insidern zufolge wenige Hunderttausend US-Dollar pro Stück kosten und damit deutlich günstiger sein als ein Tomahawk. Dessen Stückpreis liegt je nach Version bei rund zwei Millionen US-Dollar.

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