Deutschland

Anatolische Clans? Staatsschutz ermittelt wegen Explosion durch Handgranate vor Spätkauf in Berlin

Eine Sprengstoffexplosion hat in Berlin-Wedding in der Nacht zu Montag eine Hausfassade, eine Schaufensterscheibe und mehrere Fahrzeuge beschädigt. Die Ermittler mutmaßen, dass eine Granate verwendet wurde – nun ermittelt eine Sondereinheit des LKA gegen organisierte Bandenkriminalität.
Anatolische Clans? Staatsschutz ermittelt wegen Explosion durch Handgranate vor Spätkauf in Berlin© Urheberrechtlich geschützt

Eine laute Explosion hat in der Nacht zum Montag Anwohner im Berliner Ortsteil Wedding aufgeschreckt. Nach Angaben der Polizei detonierte gegen 2 Uhr vor einem Spätkauf ein Sprengkörper. Das berichtet die Welt.

Die Ermittler gehen mittlerweile davon aus, dass mutmaßlich eine Granate verwendet wurde, wie es in einer Polizeimitteilung von Montagnachmittag hieß. Nach ersten Ermittlungen zündeten ein oder mehrere Täter die Granate vor dem Mehrfamilienhaus, in dem sich auch der Spätkauf befindet. Laut Informationen des rbb gab es glücklicherweise keine Verletzten.

Den Polizeiangaben zufolge wird ein Zusammenhang mit Schutzgelderpressung vermutet. Die Sondereinheit "Ferrum" beim Landeskriminalamt habe die Ermittlungen übernommen.

Die Sondereinheit wurde im vergangenen November gegründet, um gegen gewalttätige Gruppen und Schusswaffenkriminalität vorzugehen. Im Fokus stehen nach Angaben der Ermittler Banden, deren Anführer von der Türkei aus agieren und die in Berlin und anderen Städten türkisch- und kurdischstämmige Ladeninhaber bedrohen, um hohe Geldsummen zu erpressen.

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