
Strauchelnde Wirtschaft: Deutscher Export weiter unter Vor-Corona-Niveau

Es ist eine weitere schlechte Nachricht in einer ganzen Reihe schlechter Nachrichten: Trotz einer leichten Erholung im Außenhandel hat Deutschland das Handelsniveau der Zeit vor der Corona-Pandemie noch nicht wieder erreicht. Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten Mitteilung des Statistischen Bundesamtes hervor. Demnach lag das Volumen der deutschen Ausfuhren im Jahr 2025 zwar erstmals seit drei Jahren wieder über dem Vorjahreswert, blieb jedoch deutlich unter dem Niveau von 2019. Der Export kommt nicht in Schwung – und das, obwohl die Bundesregierung weiterhin auf das Exportmodell der deutschen Wirtschaft setzt und keine Notwendigkeit sieht, die Exportorientierung der deutschen Wirtschaft infrage zu stellen.
Nach Angaben der Statistiker stieg das Exportvolumen 2025 gegenüber dem Vorjahr um 1,3 Prozent. Dennoch wurden mengenmäßig noch immer 6,3 Prozent weniger Waren ausgeführt als im Jahr 2019, dem letzten Jahr vor der Corona-Pandemie und den wirtschaftlichen Verwerfungen infolge des Ukraine-Krieges. Auch bei den Einfuhren zeigte sich ein ähnliches Bild: Das Importvolumen legte 2025 um 1,6 Prozent zu, lag aber weiterhin 4,2 Prozent unter dem Vorkrisenniveau.

Die Statistik verdeutlicht zugleich einen grundlegenden Wandel im deutschen Außenhandel. Während die tatsächlich gehandelten Warenmengen seit dem Jahr 2019 zurückgegangen sind, liegen die Werte der gehandelten Güter deutlich höher als vor der Pandemie. Verantwortlich dafür sind vor allem die starken Preissteigerungen der vergangenen Jahre. Der durchschnittliche Wert exportierter Waren lag 2025 rund 16 Prozent über dem Niveau des Basisjahres 2021, bei Importen betrug der Aufschlag 15,8 Prozent.
Dadurch ergibt sich ein scheinbarer Widerspruch: Obwohl weniger Waren über die Grenzen gingen als im Jahr 2019, lagen die nominalen Ausfuhren 2025 um 17,8 Prozent und die Einfuhren sogar um 23,3 Prozent über dem Vorkrisenniveau. Die höheren Handelswerte spiegeln damit vor allem gestiegene Preise wider, nicht jedoch eine Ausweitung der realen Handelsmengen. Nachhaltig ist das nicht, sondern eher ein Frühindikator dafür, dass sich die Abnehmer deutscher Waren nach günstigeren Anbietern umschauen werden und der Export weiter einbricht.
Für die deutsche Wirtschaft kommt erschwerend hinzu, dass die Bundesregierung nicht nur an den Russland-Sanktionen festhält, sondern auch im Inland ausschließlich auf nachfragedämpfende Maßnahmen setzt: Kürzungen im Sozialen, Erhöhung des Renteneintrittsalters, Lohnsenkungen. Es wird also nicht die letzte schlechte Nachricht sein, die es zur deutschen Wirtschaft zu vermelden gibt. Für Deutschland deuten alle wirtschaftlichen Indikatoren solide nach unten.
Mehr zum Thema – Müssen wir künftig bis 70 arbeiten? Merz plant radikale Rentenreform
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.