
Deutschlandtrend: Gegner und Befürworter der "Brandmauer" inzwischen auf Gleichstand

Der Anteil der Deutschen, die eine Zusammenarbeit anderer Parteien mit der AfD strikt ablehnen, und jener, die sie begrüßen würden, hat inzwischen einen Gleichstand erreicht. Das geht aus der neuesten Meinungsumfrage für den ARD-Deutschlandtrend hervor: Jeweils 47 Prozent der Befragten haben die Frage, ob sie den Ausschluss der Zusammenarbeit mit der AfD für richtig halten, mit "richtig" und "nicht richtig" beantwortet.
Dabei ist der Anteil jener, die eine Zusammenarbeit mit der AfD nicht ausschließen wollen, seit einer früheren Umfrage im September 2024 um 12 Prozent gewachsen, jener, die die "Brandmauer" befürworten, um 13 Prozentpunkte gesunken.

Allerdings lehnt eine absolute Mehrheit der CDU-Wähler die Zusammenarbeit mit der größten Oppositionspartei nach wie vor ab. 62 Prozent der CDU-Anhänger erklärten, dass sie die "Brandmauer" für richtig halten, 35 Prozent lehnten sie ab.
Im Osten ist die Offenheit für Koalitionen anderer Parteien größer als im Westen. Während im Westen mit 50 Prozent eine knappe Mehrheit nach wie vor an der "Brandmauer" festhält, spricht sich im Osten die Mehrheit von 58 zu 34 Prozent gegen sie aus.
Befragt wurden die Teilnehmer der Umfrage dieses Mal auch nach ihrer Einstellung zum Unvereinbarkeitsbeschluss der CDU, der eine Zusammenarbeit mit der Linken ausschließt. Hier lehnt inzwischen eine absolute Mehrheit von 56 Prozent den Ausschluss der Zusammenarbeit ab, nur 33 Prozent wollen an ihm festhalten. Auch hier sieht es unter CDU-Wählern anders aus: 51 Prozent halten den Unvereinbarkeitsbeschluss weiterhin für richtig, 37 Prozent erklärten, er sei nicht richtig.
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