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Schleswig Holstein schafft Bäderbahn ab – Stress für Pendler und Strandbesucher

Der Betrieb der Bäderbahn wird nach Fertigstellung einer Schienenanbindung laut Plänen der Politik komplett eingestellt, obwohl jedes Jahr mehr als eine Million Fahrgäste zu verbuchen sind. Ein kommendes Fiasko für berufsbedingte Pendler und Strandtouristen in der Region.
Schleswig Holstein schafft  Bäderbahn ab – Stress für Pendler und Strandbesucher© Urheberechtlich geschützt

Die schwarz-grüne Landesregierung in Schleswig-Holstein besteht weiterhin auf ihrer Entscheidung, die sogenannte Bäderbahn in der Lübecker Bucht nach Fertigstellung der sogenannten "Fehmarnbelt-Schienentrasse" nicht weiter betreiben zu lassen. Die Bürgermeister der betroffenen Region sehen die politische Anordnung mehr als kritisch und kontraproduktiv, dies gerade in Bezug auf die wichtige, dann wegfallende direkte Anbindung für Tagesbadegäste und Touristen.

Laut Plänen der verantwortlichen Politik in der Landeshauptstadt Kiel soll eine in Bau befindliche neue, elektrifizierte Neubaustrecke entlang der Autobahn A1 voraussichtlich ab dem Jahr 2029 den gesamten Nah-, Fern- und Güterverkehr in der Region übernehmen. Damit würde die alte Küstenstrecke, auch im Volksmund "Bäderbahn" genannt, aus Sicht des Landes "doppelt werden" und soll daher komplett eingestellt werden.

Das sich anbahnende Problem für den regionalen Tourismus lautet laut NDR-Informationen, dass ohne die Bäderbahn beliebte Strandabschnitte von den jeweiligen Bahnhöfen aus nicht mehr fußläufig erreichbar wären.

Zukünftig sollen laut Plänen der Politik deshalb Busshuttle eingerichtet werden, die die in den Sommermonaten ohnehin schon völlig überfüllten Züge der Bäderbahn laut Befürchtungen in der Auslastung nicht puffern werden können. Dies auch in Bezug auf die vielen Fahrräder, Familien mit Kinderwagen sowie zusätzliche Belastungen für Menschen mit eingeschränkter Mobilität.

Die Bäderbahn zwischen Lübeck und den Ostseebädern Timmendorfer Strand, Scharbeutz und Haffkrug zählt seit Jahrzehnten zu den wichtigsten Regionalverbindungen in Schleswig-Holstein. Vor allem in der Urlaubssaison sind dabei die Züge regelmäßig extrem stark ausgelastet.

Berufspendler sowie Tagesurlauber und Touristen würden laut NDR-Beitrag in der Sommersaison regelmäßig über überfüllte Waggons und Verspätungen berichten. Warum die zuständige Bahngesellschaft aktuell nicht mehr Waggons einsetze, sei unbekannt und nicht nachvollziehbar.

Die Bürgermeister des Kreises Ostholstein, von Timmendorfer Strand, Scharbeutz, Sierksdorf und Ratekau, hatten bereits im Vorjahr im Wirtschaftsausschuss des Kieler Landtags nachdrücklich für den Erhalt der Bäderbahn geworben. Laut NDR sehen die Regionalpolitiker "auf die Urlaubsorte in der Lübecker Bucht massive Probleme zukommen, sollte die Zugverbindung gestrichen werden".

Laut aktuellen NDR-Informationen soll die alte Bahnstrecke "nach aktuellem Stand bis 2031" final eingestellt werden, je nach Fertigstellung und Inbetriebnahme der "Fehmarnbelt-Schienentrasse". 

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