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Syrer-Rückkehr: Von den meisten Deutschen immer noch gewünscht

Wer auch immer vor einigen Wochen die Idee mit der Rückkehr von 80 Prozent aufgebracht hat ‒ die meisten Deutschen erwarten, dass die syrischen Flüchtlinge das Land auch wieder verlassen. Sie rechnen aber nicht damit, dass die Regierung dafür sorgt.
Syrer-Rückkehr: Von den meisten Deutschen immer noch gewünscht© Urheberrechtlich geschützt

Angela Merkel hatte es einst an die Syrer gerichtet gesagt, auf dem CDU-Landesparteitag in Mecklenburg-Vorpommern im Januar 2016:

"Wir erwarten, dass, wenn wieder Frieden in Syrien ist und wenn der IS im Irak besiegt ist, ihr auch wieder, mit dem Wissen, was ihr jetzt bei uns bekommen habt, in eure Heimat zurückgeht."

Die Mehrheit der Deutschen erwartet nach wie vor genau das. In einer neuen INSA-Umfrage wollen 61 Prozent der Befragten, dass tatsächlich 80 Prozent der Syrer, die in den letzten zehn Jahren nach Deutschland gekommen sind, in ihre Heimat zurückkehren. Die Zahl von 80 Prozent hatte Bundeskanzler Friedrich Merz auf der Pressekonferenz beim Besuch des syrischen Interimspräsidenten ins Spiel gebracht. In der Folge stritten sich Merz und Al-Scharaa darüber, wer diese Formulierung gebraucht hatte.

Nur 24 Prozent der befragten Deutschen wären gegen eine Rückkehr der Syrer, 15 Prozent gaben keine Antwort. Damit unterscheiden sich diese Werte nur gering von der Umfrage im November vergangenen Jahres zum selben Thema. Damals stimmten 66 Prozent mit Ja, 21 Prozent mit Nein ‒ die Frage war allerdings etwas schärfer und schloss die Option der Abschiebung mit ein.

Bei der aktuellen Umfrage fanden sich nur bei den Wählern der Grünen mit 46 Prozent und denen der Linken mit 44 Prozent größere Gruppen, die eine Rückkehr ablehnten. Allerdings glauben 78 Prozent aller Befragten nicht, dass es dazu kommen wird. Nur 15 Prozent sehen es als realistisch an, dass 80 Prozent der Syrer Deutschland wieder verlassen.

Kein Wunder, berücksichtigt man, dass nach anderen Umfragen aus dem vergangenen Jahr nur etwa 30 Prozent erwarten, dass die schwarz-rote Koalition die Migrationsprobleme in den Griff bekommt. Diese geringen Erwartungen sind also allgemein im Zusammenhang mit Migration vorhanden, nicht nur in Bezug auf die Frage einer Rückkehr der aufgenommenen Syrer.

Die meisten davon haben nur subsidiären Schutz. Aber bisher hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge den subsidiären Schutz noch nicht widerrufen, weil die Lage in Syrien als zu unsicher eingestuft wird. Allerdings ist Syrien gewissermaßen der Musterfall, ob heutzutage mit einer Rückkehr gerechnet werden kann.

Umfragen unter den Syrern haben ergeben, dass 60 bis 70 Prozent von ihnen in Deutschland bleiben wollen. Ähnlich sehen die Zahlen bei den Ukrainern aus. Gleichzeitig ist auch die Sicht der Deutschen ähnlich: Im Oktober 2025 erklärten 62 Prozent der befragten Deutschen zumindest bezogen auf wehrfähige ukrainische Männer, sie sollten in ihre Heimat zurückkehren, und 66 Prozent lehnten Bürgergeld für ukrainische Flüchtlinge ab. Umfragen, die sich auf alle ukrainischen Flüchtlinge beziehen, gibt es nicht. In den erwähnten Umfragen ist der Anteil, der eine Rückkehr der Ukrainer wünscht, zwischen 2022 und heute jedoch um 20 Prozent gestiegen.

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