Deutschland

84 Prozent der Deutschen mit der Regierung unzufrieden

Wenigstens in einem Punkt stellt die Regierung Merz einen Rekord auf: So wenig Zustimmung hatte noch keine Bundesregierung in einer Umfrage, schon gar nicht weniger als zwölf Monate nach Amtsantritt. Begeisterung sieht jedenfalls anders aus.
84 Prozent der Deutschen mit der Regierung unzufrieden© Urheberrechtlich geschützt

Die schwarz-rote Koalition ist gerade dabei, die Tiefstwerte der Ampel einzuholen. 84 Prozent der Deutschen sind bei der Befragung für den ARD-Deutschlandtrend mit der Arbeit der Regierung unzufrieden ‒ nur 15 Prozent sind zufrieden. Ein Prozent ist unentschlossen.

Zuletzt war die Zustimmung im September 2024 so niedrig: Damals waren noch ganze 16 Prozent mit der Arbeit der Ampel-Koalition zufrieden. Kurz darauf wurde dann über Neuwahlen debattiert. Ähnlich schlecht schnitt davor nur die schwarz-gelbe zweite Merkel-Regierung im August 2010 ab, als ebenfalls nur 16 Prozent zufrieden waren. Allerdings ist der Einbruch bei Merz besonders schnell ‒ noch im Vormonat lag die Zustimmung ganze 10 Prozent höher.

Bei der Sonntagsfrage lag die AfD mit 25 Prozent ein Prozent hinter der CDU (26), die SPD (12) zwei Prozent unter den Grünen (14), die Linke holte 10 Prozent, und das BSW wäre mit 3 Prozent nicht im Bundestag. Das bedeutet letztlich, eine Wahl würde nichts ändern.

Nur ein Fünftel glaubt, dass die Regierung die nötigen Maßnahmen ergreifen kann, um den Sozialstaat in Deutschland sicherer zu machen. Nur 26 Prozent glauben, dass das in Bezug auf die Wirtschaft gelingt.

Die beste Bewertung unter den Ministern erhält nach wie vor Boris Pistorius (49 Prozent sind mit ihm zufrieden), bei Wadephul sind das 30 Prozent, bei Friedrich Merz nur 21 Prozent. Finanzminister Lars Klingbeil erzielt noch 18 Prozent, Arbeitsministerin Bärbel Bas bringt es auf 15 Prozent und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche auf 12 Prozent.

Grundsätzlich stimmen die Befragten dem Gedanken von Finanzminister Klingbeil zu, niedrige und mittlere Einkommen zu entlasten. Aber kaum jemand hält eine Anhebung der Mehrwertsteuer für den richtigen Weg. Auch die Abschaffung der Mitversicherung von Ehepartnern findet keine Befürworter.

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