Deutschland

Bundeswehr innovativ: Regenbogenfarbenes Sichtbarkeitshorn im Feldversuch getestet

Die Bundeswehr beweist, dass die in den Medien zirkulierende Kritik an der Verwendung der Gelder aus dem Sondervermögen unberechtigt ist. Mit einem Sichtbarkeitshorn auf dem Gefechtshelm setzt das Militär neue Maßstäbe in puncto Erkennbarkeit im Kampf.
Bundeswehr innovativ: Regenbogenfarbenes Sichtbarkeitshorn im Feldversuch getestet

Wie die Bundeswehr in Hamburg am heutigen 1. April auf ihrer Facebook-Seite mitteilt, startet in der Hansestadt ein Feldversuch mit dem neuen Taktischen Sichtbarkeitshorn (TSH-24). Das TSH-24 ist ein mehrfarbig retroflektierendes Aufsatzhorn, das standardmäßig auf dem Gefechtshelm montiert werden soll. Der Feldversuch wird in Kürze auf das gesamte Bundesgebiet ausgeweitet. Interessierte Reservisten können sich bereits jetzt bewerben.

Das TSH-24 vereinige verschiedene Leistungsmerkmale in einem, erklärt die Bundeswehr. Wichtig im Gefecht: Die Sichtbarkeit der Soldaten sei dank der NATO-Sonderfarbe "Aurora Prismatic" um 340 Prozent erhöht. Damit sei der Bundeswehrsoldat künftig selbst bei Dämmerung und Starkregen von Freund und Feind gut erkennbar. Vom Aussehen her erinnert das TSH-24 an eine an die Stirnseite versetzte Spitze der preußischen Pickelhaube. Ein Rückgriff auf die große preußische Militärtradition – nur eben in moderneren Farben.

Im Rahmen der Kriegsertüchtigung der Bundeswehr spielen auch Nahkampffähigkeiten eine höhere Rolle als früher: Die Einhornform des TSH-24 leiste dazu einen bedeutenden Beitrag, heißt es aus Bundeswehrkreisen. So könne das Aufsetzhorn aus gehärtetem Polycarbonat ohne weitere Krafteinwirkung den Gegner auf Distanz halten. Die Bundeswehr plant, das Sichtbarkeitshorn als Kampfwaffe zum offiziellen Bestandteil der Nahkampfausbildung zu machen.

Wichtig sei beim Kampfeinsatz auch die psychologische Wirkung: Feldversuche hätten gezeigt, dass eine mit TSH-24 ausgerüstete Einheit beim Gegenüber "eine Kombination aus Verwirrung und unfreiwilliger Belustigung" erzeuge – eine wichtige Deeskalationswirkung in zivilen Lagen.

Ein weiterer Vorzug des Sichtbarkeitshorns liege in der sogenannten "passiven Geländeorientierung": Durch die Länge des Horns bekomme der Träger frühzeitig Informationen über eventuelle Hindernisse. Die Bundeswehr nennt dabei ausdrücklich "bewaldete Einsatzgebiete" als Einsatzzielort des TSH-24.

Ob dabei an die in Litauen stationierte Bundeswehreinheit gedacht ist, bleibt zunächst unklar. Sollte sich das TSH-24 bewähren, könnte es durchaus dazu kommen. Denn schließlich soll die Panzerbrigade 45 in Litauen bestmöglich ausgestattet sein, um einen möglichen russischen Aggressor abzuschrecken. Dann wären deutschsprachige retroflektierende Einhörner in Flecktarn in den Wäldern rings um Rukla und Rūdninkai bald keine Seltenheit mehr. Und womöglich wird man bald auch Heeresinspekteur Christian Freuding des Öfteren in Einhorn-Optik zu sehen bekommen.

Als weitere Neuerungen nennt die Bundeswehr in Hamburg die "optionale Antennenintegration" des TSH-24A: Bei dieser Variante kann der Soldat den Hohlkörper des Horns als Trägerstruktur für eine UHF-Kurzantenne nutzen und dadurch einen Reichweitengewinn von 12 Prozent erzielen. Dank seiner konischen Geometrie dient das TSH-24 bei Gewittern auch als Blitz- und Regenableiter.

Mit dieser Innovation setzt die Bundeswehr neue Standards. Es wird sich zeigen, ob der potenzielle Gegner Russland mit einer eigenen Entwicklung eines Sichtbarkeitshorns in der Signalfarbe Rot nachziehen wird. Denn schließlich möchten auch russische Soldaten im Gefecht möglichst gut sichtbar sein.

Die Soldaten in der Bundeswehr zeigen sich jedenfalls einhellig begeistert. Oberstleutnant Schlämmer, Ausrüstungsbeauftragter Wehrbereich Nord, erklärte zur Reaktion der Truppe auf das TSH-24: "Wir beobachten, dass die Truppenmoral seit Einführung des TSH-24 deutlich gestiegen ist. Besonders die jüngeren Jahrgänge identifizieren sich stark mit der Ausrüstung."

Es war die Transgender-Kommandeurin Anastasia Biefang, die als erste in der Bundeswehr mit einem Militärfahrzeug in Einhorn-Optik fuhr und damit Anregungen für die Entwicklung des Sichtbarkeitshorns lieferte. Wieder einmal zeigt sich, dass im deutschen Militär Diversity, eine hohe Kampfmoral und eine Erhöhung der Kriegstüchtigkeit kein Widerspruch sein müssen, sondern sich vielmehr in Regenbogenfarben auf höherem Niveau miteinander vereinigen.

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