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GETEX 2026: Antiterror- oder Kriegsübung?

Spezialkräfte der Marine, die ein extra gechartertes Schiff stürmen? Und das als Antiterror-Übung? Dabei gibt es gar keine Pipeline mehr, die die Ukrainer sprengen könnten. Vier Tage lang machen jetzt Polizei und Bundeswehr die Ostsee bei Kiel unsicher.
GETEX 2026: Antiterror- oder Kriegsübung?© Urheberrechtlich geschützt

Seit dem 16. März läuft derzeit eine Großübung von Polizei und Bundeswehr unter der Bezeichnung "GETEX 2026". Der Schwerpunkt der seit 2017 durchgeführten Übungsreihe liegt diesmal an der Ostsee, in der Kieler Bucht und rund um Fehmarn. Aber auch andere Bundesländer sind beteiligt: Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg und Rheinland-Pfalz. Allein für den bayerischen Teil, der in Dachau stattfindet, werden 150 Polizisten, 25 Feldjäger und 20 Münchner Feuerwehrleute sowie 120 Übungsdarsteller der Polizei in Marsch gesetzt.

Vier Tage wird das Programm dauern. In der Kieler Bucht wird bei der Gelegenheit unter anderem das in Kiel gebaute israelische U-Boot mitbewacht. "Marineeinheiten für Israel stehen bei ihren Fahrten auf der Förde stets unter einem besonderen Schutz", schreiben die Kieler Nachrichten. Das erste der vier in Kiel bestellten U-Boote absolviert derzeit Erprobungsfahrten und soll noch in diesem Jahr ausgeliefert werden.

Der Nord-Ostsee-Kanal und Heiligenhafen sind ebenfalls Übungsgebiet. Schleswig-Holsteins Innenministerin Magdalena Finke erklärte dazu, Polizei, Bundeswehr und alle beteiligten Sicherheitsbehörden müssten "länder- und ressortübergreifend unter möglichst realistischen Bedingungen trainieren".

Erst vor einem Monat hatte ebenfalls bei Fehmarn ein Landemanöver der NATO stattgefunden. Bei GETEX 2026 ist das Seebataillon aus Eckernförde beteiligt. Ein 48 Meter langes Schiff wurde gechartert, um den Spezialkräften der Marine als Enterobjekt zu dienen.

An Land werden auch Observationen und verdeckte Ermittlungen geübt. "Am Montag war das in Kiel auch bereits bei den Fahrten der 'Drakon' zu beobachten, als Zivilfahrzeuge mit auswärtigen Kennzeichen unterwegs waren."

Zumindest der maritime Teil dieser Übung weckt Zweifel, ob es dabei tatsächlich um "Terrorabwehr" geht. Aus der jüngeren Geschichte sind keine Vorfälle bekannt, bei denen sich Terroristen per Schiff Richtung Deutschland bewegt hätten. Alle Attentäter, die etwa dem Umfeld des IS zuzuordnen sind, trafen auf dem Landweg ein. Der einzige terroristische Vorfall, der auf See passierte, war die Sprengung der Nord-Stream-Pipelines.

Allerdings gehört auch die engere Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr und anderen Sicherheitsorganen mit zu den in Deutschland verfolgten Konzepten der "Kriegstüchtigkeit", deren Ziel es letztlich ist, alle Strukturen der Bundeswehr unterordnen zu können.

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