
Söder setzt sich für Mini-AKWs in Deutschland ein

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat sich erneut für die Rückkehr zur Kernenergie ausgesprochen. In einem Interview mit der Bild am Sonntag erklärte der CSU-Chef, dass Bayern für ein Pilotprojekt mit einem sogenannten Mini-Atomkraftwerk bereit sei. Der Politiker unterstrich:
"Kernenergie 2.0 bedeutet kein Zurück zu alter Technik, sondern ein neues Kapitel ohne die früheren Gefahren."
Dazu zählten neuartige modulare Kleinreaktoren und die Kernfusion, hieß es. Als Brennstoff sprach er sich für die Nutzung von Atommüll aus. Mit Blick auf den internationalen Konflikt im Nahen Osten sagte Söder:
"Wir müssen wieder auf Technologie statt auf Ideologie setzen. Wir können nicht über die Preise jammern und zugleich Energie nur im Ausland einkaufen."
Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte zuvor die Abkehr von Atomkraft als einen "strategischen Fehler" bezeichnet. Zugleich kündigte sie auf einem Atomenergie-Gipfel in Frankreich Investitionen in die Kernenergie und Forschung im Atombereich an.
Bundeskanzler Friedrich Merz hingegen nannte den Atomausstieg "irreversibel", äußerte aber zugleich sein Bedauern darüber. Bundesumweltminister Carsten Schneider kritisierte die EU-Pläne zur Förderung der Rückkehr zur Kernenergie und bezweifelte den Erfolg der geplanten Mini-AKWs:
"Diese kleinen Atomkraftwerke werden schon seit Jahrzehnten angekündigt, schaffen aber den Durchbruch nicht und ringen stattdessen um Subventionen."
Nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima vor 15 Jahren hatte Deutschland seinen Ausstieg aus der Atomenergie beschleunigt. 2023 ging der letzte Reaktor vom Netz. Aktuell treiben aber mehrere Länder, darunter Russland, Großbritannien, Tschechien und Polen, die Entwicklung von Mini-Atomreaktoren voran.

In Russland ist in den kommenden Jahren der Bau von elf Reaktorblöcken modularer Kernkraftwerke mit niedriger Leistung geplant. Diese sollen dazu beitragen, eine der dringlichsten Herausforderungen zu bewältigen: die Stromversorgung abgelegener Gebiete und isolierter Rohstoffvorkommen sicherzustellen.
Sogenannte SMR-Reaktoren (englisch: "small modular reactor") sind eine Alternative zu herkömmlichen großen Atomkraftwerken. Diese könnten laut Befürwortern einfacher und kostengünstiger zu bauen sein als traditionelle Großkraftwerke. Atomkraftgegner befürchten neue Risiken durch eine Vervielfachung der Anlagenzahl, was Kontrollen erschwere. Auch neuartige radioaktive Abfälle rufen Bedenken hervor.
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