Deutschland

Hochrechnung Baden-Württemberg: Grüne führen vor CDU, AfD kann sich fast verdoppeln

Donnerschlag im "Ländle": Die Grünen sind wieder da – mit 32 Prozent liegt die Ökopartei von Spitzenkandidat Cem Özdemir vor der CDU mit 29 Prozent. SPD, FDP und Linke bangen um den Einzug in den Landtag, die AfD steht bei 17,5 Prozent. Der SPD-Kandidat Andreas Stoch trat nach dem Wahldebakel zurück.
Hochrechnung Baden-Württemberg: Grüne führen vor CDU, AfD kann sich fast verdoppeln© Urheberrechtlich geschützt

Laut Nachwahlbefragungen der ARD durch Infratest dimap kam die Partei Bündnis 90/Die Grünen um Spitzenkandidat Cem Özdemir auf etwa 32,0 Prozent. Das ZDF, das sich auf Daten der Forschungsgruppe Wahlen bezieht, sah die Grünen nach Schließung der Wahllokale bei 31,5 Prozent.

Grünen-Parteichef Felix Banaszak sagte in einer ersten Bewertung: "Dieses Ergebnis bringt uns so einen Rückenwind … Mit den Grünen ist zu rechnen in diesem Land." Die CDU mit ihrem Spitzenkandidaten Manuel Hagel erreichte der ersten Prognose zufolge etwa 29,0 Prozent. Beim ZDF rangiert die CDU bei 30,5 Prozent. CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann gab die Wahl in einer ersten Reaktion noch nicht verloren. "Der Abend bleibt spannend", ⁠sagte er ​in der ARD. Linnemann räumte aber ein, es müsse nun "schon ein kleines Wunder geschehen", damit die CDU noch gewinnt.

Die AfD kommt bei der ARD mit 17,8 Prozent auf den dritten Platz und verdoppelt somit ihr Ergebnis von 2021 fast. Für die SPD setzt sich der Abwärtstrend fort. Die Sozialdemokraten kommen laut ersten Prognosen nur noch auf 5,5 Prozent (ARD und ZDF). SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf sagte in der ARD: "Wir sind unter die Räder gekommen." FDP und Linke müssen mit jeweils 4,5 Prozent um den Einzug ins neue Landesparlament zittern.

Die Wahlbeteiligung lag nach bisherigen Berechnungen bei 69,5 bis 71,5 Prozent (2021: 63,8). Gut 7,7 Millionen Wahlberechtigte durften ihre Stimme abgeben – so viele wie nie zuvor. Erstmals galt ein neues Wahlrecht, auch 16- und 17-Jährige durften abstimmen. 

Nach den herben Verlusten der SPD hat Spitzenkandidat Andreas Stoch am Abend seinen Rückzug als Landes- und Fraktionschef angekündigt. Dies teilte SPD-Generalsekretär Sascha Binder der dpa mit. 

Nach den deutlichen Zugewinnen seiner Partei sieht Spitzenkandidat Markus Frohnmaier die AfD als wichtigste Oppositionspartei in Baden-Württemberg. "Wir haben uns im Grunde als die relevante Oppositionskraft im Südwesten etabliert", erklärte Frohnmaier in der ARD. Er betonte:

"Darauf sind wir natürlich stolz."

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