
Freitag und Samstag: Verdi ruft zu nächstem großen ÖPNV-Streik auf

Im Rahmen der laufenden Gespräche in der Tarifrunde für die Beschäftigten der kommunalen Nahverkehrsunternehmen verkündet die "Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di)" einen erneuten Streikaufruf, um darüber "den Druck auf die Arbeitgeber" zu erhöhen, so die Mitteilung.
Ausgehend von der Aufforderung haben ÖPNV-Angestellte dabei heute bereits in Hessen mit Streikaktionen begonnen. Ver.di-Vertreter aus anderen Bundesländern wollen dem Aufruf folgen, so werden in Berlin ab Freitag für 48 Stunden keine Busse und Straßenbahnen fahren.
Die Bürger mehrerer Städte in Hessen sahen sich bereits am Dienstmorgen erneut damit konfrontiert, ihren Alltag umzuorganisieren. So starteten unter anderem laut Hessenschau in Frankfurt am Main, in Kassel, Wiesbaden, Gießen und Marburg am frühen Morgen erste neue Streiks im kommunalen Nahverkehr.

Die Gewerkschaft Verdi ruft dann deutschlandweit für den 27. und an vielen Orten auch am 28. Februar zu weiteren Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) auf. Beteiligen sollen sich an den Streikmaßnahmen laut Gewerkschaft "150 öffentliche Verkehrsunternehmen und Busbetriebe in allen Bundesländern sowie in den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen mit zusammen rund 100.000 Beschäftigten". Wie Verdi weiter mitteilte, sollen Beschäftigte in fast allen Bundesländern die Arbeit niederlegen. Weiter heißt es laut Agenturmeldung:
"Diesmal geht die Gewerkschaft noch einen Schritt weiter und streikt gleich an zwei Tagen, um Verbesserungen für die rund 100.000 Bus- und Bahnfahrer und übrigen Beschäftigten in kommunalen Verkehrsbetrieben durchzusetzen."
Die Bild-Redaktion erfuhr, dass die Entscheidung für eine Beteiligung der Streiks in Baden-Württemberg, "bei der Hamburger Hochbahn und den Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein" noch offen seien. Dort sollen die Entscheidungen laut Artikel "heute und im weiteren Verlauf der Woche fallen." In Niedersachsen wird erneut nicht gestreikt, da dort noch bis Ende März eine sogenannte "Friedenspflicht" greift.
Die Verdi-Vorsitzende Christine Behle wird mit den Worten zitiert:
"Offenbar verstehen die Arbeitgeber immer noch nicht, dass es auf Dauer keine funktionierende ÖPNV-Daseinsvorsorge mehr geben kann, wenn wir jetzt nicht entscheidend die Arbeitsbedingungen verbessern. Die Kolleginnen und Kollegen brauchen dringend Entlastung – und die Arbeitgeber brauchen ein klares Signal, dass wir entschlossen sind, für unsere Forderungen zu kämpfen."
Laut der Gewerkschaft werden die Bürger und Touristen in der Hauptstadt an beiden Tagen von den Streikmaßnahmen betroffen sein. Zudem auch in Brandenburg, so der RBB berichtend, wo die Beschäftigten von 16 kommunalen Nahverkehrsunternehmen zu dem zweitägigen Warnstreik aufgerufen wurden. Wie die zuständige Verdi-Vertreterin dem RBB mitteilte, sei aber noch nicht geklärt, ob in Brandenburg am Samstag alle Betriebe auch bestreikt werden.
In Berlin sind dabei die S-Bahnen und Regionalzüge der Deutschen Bahn von den Maßnahmen nicht betroffen.
Verdi fordert für die ÖPNV-Beschäftigten eine "Entgeltsteigerung von 668,75 Euro, eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit sowie die Verlängerung der Mindestruhezeit auf elf Stunden". Laut der Dienstleistungsgewerkschaft war es in der jüngsten Verhandlungsrunde am 13. Februar zu keiner zufriedenstellenden Annäherung der Tarifparteien gekommen.
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