
Krise kommt bei Discountern an: Kik schließt 50 Filialen

Noch im ersten Viertel des Jahres 2026 wird der Textildiscounter Kik sein europaweites Filialnetz um 50 Niederlassungen verkleinern, darunter in Deutschland 25 Standorte schließen. Wie die Berliner Zeitung (BLZ) berichtet, habe dies eine Pressesprecherin des Unternehmens mit Sitz in Bönen (Nordrhein-Westfalen) gegenüber mehreren Medien bestätigt.

Begründet wurde die Entscheidung mit dem hart umkämpften Marktumfeld, andauernder Kaufzurückhaltung der Konsumenten und wiederholten Störungen in den Lieferketten. Dazu die Kik-Sprecherin: "Diese Veränderungen stellen die gesamte Branche vor erhebliche Herausforderungen und gehen an Kik nicht spurlos vorbei." Sie betonte jedoch auch, dass der Großteil der über 4.200 Filialen in 14 europäischen Ländern profitabel arbeite.
Unternehmensleitung setzt auf Beruhigung der Beschäftigten
Allerdings ist derzeit noch unklar, welche Filialen tatsächlich geschlossen werden sollen. Das Unternehmen will sich zu dieser Frage nicht äußern: "Wir bitten um Verständnis, dass wir auf einzelne Standorte aktuell nicht eingehen können."
Gleichzeitig versucht der Konzern, die Belegschaft zu beruhigen: "Die Mitarbeitenden in unseren Filialen müssen sich nicht um ihren Job sorgen." Es werde "in der Regel" eine Möglichkeit zur Weiterbeschäftigung angeboten, das dichte Filialnetz mache dies möglich. Allerdings vermeidet der Textilhändler, konkrete Zahlen zu möglichen Entlassungen oder Versetzungen zu nennen.
Unsichere Perspektive
Doch es ist nicht ausgemacht, dass es bei der jetzt angekündigten Schließung von 50 Filialen bleibt. Laut BLZ sprechen Branchenberichte von europaweit bis zu 400 Standorten, die "unter verschärfter Beobachtung" stünden – beinahe die Hälfte davon in Deutschland. So sollen rund 170 Filialen hierzulande Verluste machen oder kurz davor sein. Dazu habe Kik erklärt, man befinde sich seit vergangenem Jahr in einem "Prozess der langfristigen Portfoliobereinigung". Ziel sei, das Unternehmen zukunftssicher zu machen, und diese Anpassungen und Optimierungen würden auch in den kommenden Jahren andauern.
Abgesehen von Schließungen fasst das Management auch verkürzte Öffnungszeiten als Instrument ins Auge, um (Personal-)Kosten zu senken. Von diesen Einschränkungen könnten Filialen mit vergleichsweise wenig Kundschaft betroffen sein. Wie die Unternehmenssprecherin dazu erklärte, habe Kik bereits in der Vergangenheit jahreszeitlich bedingt solche Maßnahmen ergriffen.
Wirtschaftskrise schlägt auf Umsatz durch
Die Textilkette gehört zu hundert Prozent dem Tengelmann-Konzern. Dieser konnte im Vergleich zum Jahr 2023 im Folgejahr lediglich ein leichtes Umsatzplus auf 2,43 Milliarden Euro verbuchen (im Vorjahr waren es 2,428 Milliarden Euro). Die Perspektiven sind ungewiss: Laut Handelsverband Deutschland, so die BLZ, würden 49 Prozent der befragten Unternehmen mit rückläufigen Umsätzen rechnen.
Kik blickt auf eine über 30-jährige Geschichte zurück. Im Jahr 1994 gegründet, beschäftigt das Unternehmen derzeit noch über 32.000 Mitarbeiter. Wie es heißt, lägen zurzeit noch keine Stellungnahmen vom Betriebsrat oder den Gewerkschaften zu den Aussichten der Kik-Beschäftigten vor.
Mehr zum Thema – ifo Institut: Gemischte Bilanz – Wirtschaftsleistung geht in acht Bundesländern zurück
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
