
Medien: Volkswagen-Sparprogramm könnte auch Werksschließungen beinhalten

Das Manager Magazin berichtet unter Berufung auf Unternehmenskreise (Bezahlschranke) über Aussagen des amtierenden Konzernchefs Oliver Blume von Mitte Januar dieses Jahres. Blume soll demnach "bei einer internen Klausur mit rund 120 Top-Führungskräften" ein massives Sparprogramm des Unternehmens angekündigt haben. Dabei könnte es final auch zu ganzen Werksschließungen kommen. Ein "Insider" kommentierte laut Artikel die aktuelle Lage mit den Worten: "Es brennt."
Volkswagen-Konzernchef Oliver Blume und Finanzvorstand Arno Antlitz des weltweit agierenden Unternehmens haben laut Informationen der Redaktion des Manager Magazin bereits Mitte Januar vor Spitzenführungskräften des Wolfsburger Autobauers ein "umfassendes Sanierungsprogramm" angekündigt.

Dabei könnten laut der Insiderquelle auch Werksschließungen zur Debatte stehen. Das Unternehmen wollte sich nach Medienanfragen nicht dazu äußern.
Zu den genannten Gründen für die angekündigten Maßnahmen zählen "Renditesorgen angesichts der Flaute in China, der US-Zollpolitik und des schwierigen Wettbewerbsumfelds". Blume habe an die anwesenden Manager des Konzerns appelliert: "Wir müssen die Gewinnschwelle senken." Ein Spiegel-Artikel erläutert weitere Hintergründe der anvisierten Strategie der Unternehmensleitung:
"Die Ratingagentur S&P hatte kurz vor Weihnachten den Ausblick für Volkswagen auf 'negativ' gesenkt und auf das Risiko verwiesen, dass der Autobauer die für sein Rating relevanten Finanzkennziffern verfehlen könnte."
Zudem plane Volkswagen "bis 2030 den Abbau von 35.000 Stellen an deutschen Standorten", berichtete das Magazin Auto Motor und Sport parallel in der Vorwoche. Für diese Ankündigung gelten jedoch gesonderte Rahmenbedingungen. Dazu heißt es:
"Volkswagen hat die Altersteilzeit als zentrales Instrument für den geplanten Stellenabbau bis 2030 etabliert. Rund 24.000 der insgesamt 35.000 Stellen sollen über dieses Modell abgebaut werden. Das Konzept basiert auf einem tariflich geregelten Blockmodell, das den Übergang in den Ruhestand in zwei Phasen unterteilt."
Der VW-Konzern muss aktuell laut Medienmeldungen "rund 260 Milliarden Finanzschulden" verwalten. Das Unternehmen verweist gegenüber der Bild-Redaktion auf "bereits laufende Performance-Programme und Einsparungen in zweistelliger Milliardenhöhe", die laut Planung "Ergebnisverbesserungen von rund elf Milliarden Euro bis 2026 vorsehen, um eine operative Umsatzrendite von 6,5 Prozent zu erreichen", so der Spiegel. Nachdem es nun zu Verzögerungen gekommen war, "wurde das Zieldatum auf 2029 verschoben". Weiter heißt es:
"Das Sparziel von 20 Prozent sei 'die Ambition' und gelte für alle Marken und Kostenarten. Dies entspräche einem Volumen von rund 60 Milliarden Euro."
Am 10. März wird VW-Chef Blume laut Bild-Informationen einen weiteren "Zwischenstand vorstellen". Der VW-Betriebsrat erklärte, dass er sich "klar gegen mögliche Werksschließungen stelle". Betriebsratschefin Daniela Cavallo verweist dabei auf einen ausgehandelten "Dezember-Kompromiss" im Jahr 2024, der zum damaligen Zeitpunkt Werksschließungen ausdrücklich ausschloss.
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