
Gasvorräte: Speicherstände besorgniserregend niedrig – Reiche bleibt gelassen

Experten warnen seit Monaten: Deutschlands Gasspeicher leeren sich rasch. Es droht eine Gasmangellage, die allem voran die ohnehhin angeschlagene deutsche Industrie hart treffen würde. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) gibt sich aber gelassen.

Aus ihrem Haus wurde zu Wochenbeginn verlautbart, die niedrigen Speicherstände seien kein Anlass zur Sorge. Das berichtet das Handelsblatt am Montag. Man könnne demnach wegen der neuen Importterminals für verflüssigtes Erdgas (Liquefied Natural Gas, kurz LNG) flexibel agieren. Angeblich sei die Versorgung gesichert.
In der Wirtschaft rumort es. Am Dienstag soll dazu der Ausschuss für Wirtschaft und Energie tagen. Ausgerechnet die Grünen – maßgeblich verantwortlich für die Abkehr von russischen Gas – äußern sich nun dazu, wie der Business Insider berichtet: Der ehemalige parlamentarische Staatssekretär unter Robert Habeck, Michael Kellner, sagte:
"Ministerin Reiche macht ihren Job nicht."
Der Chef der Bundesnetzagentur, Klaus Müller (Grüne), der ebenfalls unter Habeck eingesetzt wurde, sieht das anders:
"Niedrige Speicherfüllstände sind kein automatisches Indiz für eine Gasmangellage."
Er sehe die Gefahr einer Gasmangellage nicht – und das, obwohl die Gasspeicherstände Mitte Februar unter 25 Prozent gefallen sind.
Frage: Wann wollen die Medien eigentlich beginnen, über die kommende Gasmangellage zu berichten? pic.twitter.com/STmmJ3n8oa
— Anti-Spiegel (@SpiegelAnti) February 11, 2026
#Gasmangellage nur wenige Tage entfernt. Füllstände auf historisch niedrigem Niveau. Unter 20 Prozent beginnt Rationierung (Priorität zunächst in der Industrie). Erdgas wird u. a. zur Wärme- u. Stromerzeugung genutzt. Eine offizielle Gasmangellage tritt ein, wenn der Füllstand… pic.twitter.com/ExX14HaiGJ
— Hannes Zipfel (@HannesZipfel) February 16, 2026
Denn parallel setzt man in Deutschland auf teures LNG-Gas aus den USA und anderen Ländern. Doch auch hier gibt es mit der Versorgung Probleme. So war laut dem NDR das LNG-Terminal Mukran etwa eine Woche nicht für Tanker erreichbar. Seitdem wurde kein neues Gas in das Netz eingespeist. Letze Woche konnte dann der Nordsee-Eisbrecher "Neuwerk" das Eis in der Zufahrt zum Hafen aufbrechen.
Der leere Tanker "Maran Gas Nice", der seit mehr als einer Woche darauf gewartet hatte, aus dem Hafen Mukran auslaufen zu können, hat den Hafen inzwischen verlassen. Der LNG-Tanker "Minerva Amorgos" liegt dagegen immer noch vor Rügen – in Höhe Nationalpark Jasmund. Laut Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) sollte das Schiff eigentlich am Mittwochabend in Mukran einlaufen. Es liefert Gas für das LNG-Terminal und wird dringend erwartet.
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