Märchenzahlen über Demo-Teilnehmer in deutschen Medien: Iranische Exilanten in München

Die Theresienwiese in München war gestern Schauplatz einer Demonstration iranischer Exilanten, bei der der frühere Kronprinz des Iran, Reza Pahlavi, eine Rede hielt und die Bombardierung seines Landes durch die USA forderte. Zahlreiche Medien in Deutschland berichteten von 250.000 Teilnehmern, doch diese Zahl wird angesichts des vorhandenen Bildmaterials von Beobachtern stark angezweifelt. Kritiker gehen von maximal 30.000 Teilnehmern aus.
Bisher existieren kaum Luftaufnahmen, die einen vollständigen Überblick über die Menschenmenge liefern. Die meisten Fotos zeigen bodennahe Perspektiven, abgeschnittene Seitenbereiche oder große Zwischenräume zwischen den Teilnehmern. Solche Bilder erschweren eine verlässliche Einschätzung der tatsächlichen Größe der Menschenmenge. Bei einer Kundgebung mit angeblich einer Viertelmillion Menschen wäre ein umfassender Einsatz von Drohnen oder Helikoptern zu erwarten gewesen.
Ich habe noch keine Luftaufnahmen von der #Theresienwiese in #München gesehen. Die meisten Aufnahmen sind aus flachen Winkeln oder an den Seiten abgeschnitten, teils große Abstände etc. Ich bezweifle daher die Zahl von 250.000 Monarchie-Anhängern, sonst hätten wir nach diesem… https://t.co/6tF7DwANIk
— Jürgen Müller (@IndikativJetzt) February 15, 2026
Zunächst hat die Münchner Polizei diese überzogenen Zahlen angegeben. Vor allem bleibt rätselhaft, wie die Münchner Polizei auf diese Zahlen kam, bevor die Demo überhaupt begonnen hatte.
Lots of close up shots of the vaunted Munich regime change rallyLooks like the Pahlavists are fabricating numbers again https://t.co/kglvjzDmS9pic.twitter.com/a7kcvsh559
— Max Blumenthal (@MaxBlumenthal) February 14, 2026
Ich würde ja gerne lachen, aber das ist widerliche, hetzerische Kriegspropaganda der Lügenmedien.Video von der heutigen Demo: pic.twitter.com/qU4aWp6WRK
— PolitRealist (@PolitRealist) February 14, 2026
Pahlavi forderte in seiner Rede erneut einen US-Angriff auf Iran. "Seit fast einem halben Jahrhundert agiert die Islamische Republik als revolutionäres Unternehmen, exportiert Instabilität durch Stellvertreter, untergräbt die Souveränität ihrer Nachbarn, schürt Konflikte in verschiedenen Regionen und treibt ihre nuklearen Ambitionen voran", warf Pahlavi der iranischen Führung in Teheran vor.
Unter den Rednern war auch der Publizist Michel Friedman, der der iranischen Regierung vorwarf, "den Islam, den Koran zu missbrauchen". Seit 47 Jahren würden in Iran im Namen Gottes Millionen Menschen unterdrückt, so seine Darstellung. "Die Welt schaut seit 47 Jahren zu." Friedman forderte die "Isolation der Machthaber in Iran" und ein Ende der Handelsbeziehungen.
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