
VW in der Krise: Wolfsburg streicht innerhalb eines Jahres über 4.000 Stellen

Die Arbeitslosenquote in Wolfsburg stieg im Januar auf 7,5 Prozent. Somit waren mehr als 5.100 Menschen zu Jahresbeginn arbeitslos gemeldet – etwa 450 mehr und damit gut acht Prozent mehr als im Dezember. Viele Verträge seien zum Jahresende ausgelaufen, berichtet Arbeitsagentur-Leiter Ulf Steinmann gegenüber der Braunschweiger Zeitung.

Aktuell sind Arbeitslose im Agenturbezirk Wolfsburg vermehrt auf der Suche nach Stellen in der Maschinen- und Fahrzeugtechnik, der IT, in Verkehr und Logistik sowie in Unternehmensführung und -organisation. In der zweiten Jahreshälfte verloren vor allem Leiharbeiter und Beschäftigte aus dem Gastgewerbe ihre Stellen. Bis 2030 will Volkswagen rund 35.000 Jobs in Deutschland abbauen – und verlagert immer mehr Stellen nach Asien, Südosteuropa sowie Nord- und Mittelamerika.
"Generell ist in vielen Bereichen ein Rückgang der Beschäftigung deutlich", sagt Steinmann. Zuwächse gebe es nur in der Verwaltung, der Pflege und in Gesundheitsberufen, im Bereich Erziehung/Soziales sowie bei Lehrtätigkeiten. Er betont:
"Wir sehen einen Anstieg der Arbeitslosenzahlen zum Vorjahr, der alle Personengruppen erfasst", so Steinmann. Am stärksten betroffen seien junge Arbeitnehmer unter 25 Jahren – häufig ohne Berufsabschluss –, aber auch Akademiker. Vor allem die hohen Energiepeise und die politischen Unsicherheiten in Deutschland setzen der Autobranche bekanntlich schon länger zu.
Die Folgen sind gravierend: 2025 war fast jeder vierte Wolfsburger ohne abgeschlossene Berufsausbildung arbeitslos gemeldet – die Stadt existiert quasi nur wegen Volkswagen. Laut den neuesten Zahlen der Agentur für Arbeit gingen im Juni 2025 in Wolfsburg rund 114.600 Personen einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach – im Juni 2024 waren es noch knapp 118.900. Fünf Jahre zuvor arbeiteten in Wolfsburg sogar rund 121.300 Menschen.
Im Durchschnitt benötigten Arbeitslose in Wolfsburg im vergangenen Jahr 157 Tage, um eine neue Stelle auf dem ersten Arbeitsmarkt zu finden. Die Politik scheint all das nicht zu stören, denn weder in Hannover noch in Berlin setzt man der Abwanderung der Autokonzerne irgendetwas entgegen.
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