Deutschland

Verstöße gegen Russland-Embargo: Razzia und fünf Festnahmen

In den Morgenstunden hat eine Razzia gegen ein Unternehmensnetzwerk stattgefunden. Bildung einer kriminellen Vereinigung und Verstoß gegen das EU-Außenhandelsgesetz lauten die Vorwürfe gegen den Unternehmer Nikita S. Er soll gemeinsam mit anderen gegen das EU-Handelsembargo verstoßen haben.
Verstöße gegen Russland-Embargo: Razzia und fünf Festnahmen

Die Bundesanwaltschaft geht seit den Morgenstunden gegen ein Firmennetzwerk vor. Der Vorwurf: Das Netzwerk soll in großem Stil gegen das von der EU verhängte Handelsembargo verstoßen haben, das den Handel mit Russland unter Strafe stellt. Im Zentrum der Ermittlungen steht ein Unternehmen in Lübeck. 

Das Unternehmen, das im Jahr 2022 unmittelbar nach Verhängung des ersten EU-Pakets von Russlandsanktionen gegründet wurde, soll über ein Netz von Scheinfirmen und Unterstützern mehr als 16.000 Lieferungen im Wert von mindestens 30 Millionen Euro an russische Unternehmen übersandt haben. Unter ihnen befand sich zudem eine große Zahl sogenannter Dual-Use-Güter, die sich sowohl für zivile als auch für militärische Zwecke eignen. Genannt werden Konverter, Fotodioden und spezielle Kugellager. 

Unter den Empfängern in Russland sollen unter anderem 24 Rüstungsunternehmen sein, die von der EU sanktioniert sind. 

Der Unternehmensgründer Nikita S. und drei weitere Personen wurden verhaftet. Eine weitere Person wurde vorläufig festgenommen. Nikita S. werden über 70 Verstöße gegen das EU-Außenhandelsgesetz und die Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Er soll nach Karlsruhe überstellt werden. 

Durchsucht wurden zudem Wohnungen und Geschäftsräume in Lübeck, Frankfurt am Main, Nürnberg, im Landkreis Nordwestmecklenburg und im Kreis Ostholstein. In diesem Zusammenhang wurden Vermögenswerte im Wert von 30 Millionen Euro konfisziert. 

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