
Warnstreiks im Nahverkehr in 15 Bundesländern

Der oft straff organisierte Berufs- und Schülerverkehr wird für viele Betroffene in 15 der 16 Bundesländer zur andauernden Herausforderung werden. Grund dafür ist der Streikaufruf der Gewerkschaft ver.di, die für heute zu einem ganztägigen Warnstreik im Bereich des öffentlichen Nahverkehrs aufgerufen hat. Teilweise begannen die Streikaktionen in einzelnen Regionen bereits sonntagnacht.

Hintergrund des aktuellen Streikaufrufs sind laufende Tarifverhandlungen in den jeweiligen Bundesländern. Der Warnstreik betrifft alle Bundesländer mit Ausnahme von Niedersachsen, dort gilt noch bis zum 1. April 2026 eine sogenannte "Friedenspflicht". Ver.di fordert unter anderem "bessere Arbeitsbedingungen durch kürzere Arbeitszeiten und höhere Zuschläge am Wochenende". Der SWR berichtete zu weiteren Hintergründen:
"Beim Verhandlungsauftakt gab es nach früheren Angaben keine Annäherung. Dieses Mal streiten die Tarifparteien nicht über das Gehalt. Neu ausgehandelt wird stattdessen der Manteltarifvertrag, in dem die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten festgelegt sind. ver.di fordert unter anderem höhere Zuschläge für Überstunden, Nachtarbeit sowie Arbeit am Wochenende. Außerdem wolle man Zulagen entsprechend der individuellen Entgeltstufe durchsetzen."
In Rheinland-Pfalz war es laut Medien sogar bereits am späten gestrigen Abend zu ersten Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr gekommen. Die Bild-Redaktion titelt als Aufmacher:
"Seit 3:30 Uhr heute Morgen stehen Busse und Bahnen bundesweit still und Millionen Pendler sitzen in der Falle!"
Die zuständige Berliner BVG informierte hinsichtlich des ver.di-Aufrufs und der zudem vorliegenden Erschwernisse für die Bürger in der Hauptstadt:
"Die BVG wird am Montag, 02.02.2026, von der Gewerkschaft ver.di bestreikt. Diesen Warnstreik der ver.di verurteilt die BVG. Besonders angesichts der aktuellen Extremwetterlage und der weiterhin bestehenden Herausforderungen – vor allem im Straßenbahnbetrieb – ist die geplante Arbeitsniederlegung problematisch."
BVG-Mitarbeitende hätten laut der Mitteilung in den vergangenen Tagen "rund um die Uhr daran gearbeitet, vereiste Oberleitungen zu enteisen". Werden diese bei der angekündigten Wetterlage nun nicht regelmäßig befahren, "kann es erneut zur Wiedervereisung und damit zu weiteren Einschränkungen für die Fahrgäste kommen", so die BVG-Pressestelle.
Der NDR berichtet zu den Herausforderungen in der Hansestadt Hamburg, dass Schülerinnen und Schüler trotz der Streiksituation in die Schule kommen müssen. Die hier zuständige HVV-Gesellschaft spricht laut NDR von "massiven Auswirkungen", sowohl in Hamburg als auch im Umland.
In Nordrhein-Westfalen sollten nach Einschätzung des ADAC Betroffene mit dem Auto frühzeitig zur Arbeit "oder die Kinder zur Schule fahren". Auf den Hauptstrecken würde es "zur Rushhour noch voller werden", erklärte ein Sprecher laut dpa.
Nach Gewerkschaftsangaben könnten fast 100.000 Beschäftigte in rund 150 kommunalen Verkehrsunternehmen die Arbeit niederlegen.
Mehr zum Thema – ÖPNV: Nur bessere Arbeitsbedingungen sorgen für ausreichend Fahrer
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
