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Sven Schulze nach Haseloff-Rücktritt zum Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt gewählt

Sven Schulze wurde nach dem Rücktritt von Reiner Haseloff zum Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt gewählt. Haseloff machte mit seinem Rücktritt Platz für seinen Nachfolger. Der Rücktritt in der laufenden Legislaturperiode gilt als strategischer Schritt vor der Wahl im Herbst.
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Nach fast 15 Jahren als Regierungschef von Sachsen-Anhalt hat Reiner Haseloff (CDU) am 27. Januar 2026 sein Amt als Ministerpräsident niedergelegt. Der 71-jährige CDU-Politiker, der seit dem Jahr 2011 an der Spitze der Landesregierung stand, trat mit sofortiger Wirkung zurück. Der Schritt wird als strategische Übergabe an seinen Nachfolger verstanden.

Haseloff erklärte, er habe den Zeitpunkt so gewählt, dass seine Nachfolge möglichst nahtlos geregelt werden könne. Sein Rückzug soll seinem Nachfolger den Vorteil verschaffen, bereits als amtierender Ministerpräsident in den Wahlkampf zur Landtagswahl am 6. September 2026 zu gehen. 

In seiner Abschiedsrede dankte Haseloff den Regierungsmitgliedern und Koalitionsfraktionen für die Zusammenarbeit und appellierte an eine respektvolle politische Kultur, die junge Menschen für politisches Engagement gewinnen solle.

Heute wählte der Landtag von Sachsen-Anhalt wie geplant Sven Schulze (CDU) im ersten Wahlgang zum neuen Ministerpräsidenten. Der 46-Jährige erhielt eine komfortable Mehrheit der Stimmen und konnte die erforderlichen Ja-Stimmen bereits im ersten Anlauf auf sich vereinen.

Schulze, bislang Wirtschaftsminister, nahm die Wahl an und dankte den Abgeordneten für ihr Vertrauen. Zudem würdigte er die Arbeit seines Vorgängers. Zugleich betonte er, die neue Regierung wolle die Große Koalition aus CDU, SPD und FDP weiterführen. Die Wahl im ersten Durchgang war ausdrücklich von den Koalitionsparteien angestrebt worden, um Stabilität und Geschlossenheit in einer Phase des politischen Übergangs zu demonstrieren.

Haseloffs lange Amtszeit war geprägt von mehreren Koalitionskonstellationen: Zunächst führte er ein Schwarz-rot-Bündnis (2011 bis 2016), anschließend eine "Kenia-Koalition" aus CDU, SPD und Grünen (2016 bis 2021) und zuletzt die derzeitige Deutschland-Koalition (CDU, SPD, FDP). 

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