Deutschland

Rüstung: Rheinmetall liefert ersten Schützenpanzer an Ukraine aus

Das führende deutsche Rüstungsunternehmen Rheinmetall liefert der Ukraine weiteres Material. Das Düsseldorfer Unternehmen wird laut Mitteilung "Anfang 2026" den ersten von fünf Schützenpanzer liefern, finanziert "durch die Bundesregierung".
Rüstung: Rheinmetall liefert ersten Schützenpanzer an Ukraine aus© Screenshot: Rheinmetall

Das heute endende Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos stand auch im Fokus erhoffter Konsultationen zum Thema Friedensgespräche zwischen Russland und der Ukraine. Der deutsche Kriegsprofiteur der Stunde, das Düsseldorfer Rüstungsunternehmen Rheinmetall, gibt laut Pressemitteilung bekannt, dass es "der Ukraine bereits Anfang 2026 weitere Systeme für die Landesverteidigung" liefern kann – finanziert durch die deutschen Steuerzahler.

"Wir sind dankbar für das Vertrauen, das die Ukraine uns entgegenbringt", so Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG, in einer aktuellen Pressemitteilung seines Unternehmens.

Zu den Hintergründen heißt es, dass sich der Auftrags­wert "für die ersten fünf Gefechtsfahrzeuge" auf einen mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag beläuft. Die Waffensysteme würden dabei im laufenden Vertrag durch die Bundesrepublik Deutschland, also die Steuerzahler finanziert. Pappergers Dank gilt jedoch dem Regierungsviertel in Berlin:

"Ebenso danken wir der Bundesregierung für deren Unterstützung. Der Auftrag ist ein grundlegender Erfolg, der unsere fortgesetzten Bemühungen zur Unterstützung der Ukraine unterstreicht."

Als ein nächster firmentaktischer Schritt sei "die Beschaffung weiterer Lose einschließlich der Produktion in der Ukraine vorgesehen", kündigt das Unternehmen an. Dazu heißt es in einer Mitteilung:

"Die Rheinmetall Ukrainian Defense Industry LLC wurde als Joint Venture von dem ukrainischen Staatskonzern Ukrainian Defense Industry JSC (UDI, vormals Ukroboronprom) und Rheinmetall in Kiew gegründet und ist seit dem 18. Oktober 2023 operativ tätig. An dem Gemeinschaftsunternehmen hält die Rheinmetall Landsysteme GmbH 51 Prozent der Anteile, UDI ist mit 49 Prozent beteiligt."

Die Bild-Redaktion erklärt ihren Lesern zum Status quo in der Ukraine:

"Die Länge der Auseinandersetzung erklärt Moskau nun damit, dass Russland in der Ukraine gegen den gesamten Westen kämpfe. Tatsächlich hat die NATO keine Soldaten in die Ukraine entsandt. Allerdings hilft der Westen dem angegriffenen Land mit Waffen zur Verteidigung."

Zu den beworbenen Vorteilen für kommende ukrainische Panzersoldaten heißt es wörtlich in der Mitteilung:

"Gleichzeitig überzeuge der Lynx durch eine hohe Ergonomie für die Besatzung, die auch bei langen Einsätzen einen effizienten und komfortablen Einsatz ermöglichten." 

Die Lynx-KF41-Schützenpanzer werden dabei im Rheinmetallwerk im niedersächsischen Unterlüß produziert werden. Zum Jahrestart 2022 hatte der Rheinmetall-Aktienwert bei 18 Euro pro Aktie gelegen. Danach stieg er kontinuierlich an und erreichte zu Jahresbeginn 2025 123 Euro pro Aktie. Im Verlauf des Vorjahres lag der Kurs dann seit März durchgehend über 1.000 Euro pro Aktie. Aktuell beträgt der Preis einer Rheinmetall-Aktie 1.837 Euro.

Mehr zum Thema - Kriegszeiten: Dividendenzahlungen an Aktionäre größter Waffenhersteller Europas erreichen Rekordhöhe

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.