Deutschland

Berlin: Deutsch-Ukrainerin wegen angeblicher Spionage für Russland festgenommen

In Berlin ist am Mittwoch eine Deutsch-Ukrainerin festgenommen worden, die nach Angaben der Bundesanwaltschaft verdächtig ist, für einen russischen Geheimdienst Informationen gesammelt zu haben. Sie habe seit 2023 Kontakte in die Botschaft der Russischen Föderation in Berlin unterhalten.
Berlin: Deutsch-Ukrainerin wegen angeblicher Spionage für Russland festgenommen© Urheberrechtlich geschützt

Wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe in einer am Mittwoch veröffentlichten Pressemitteilung bekannt gibt, wurde in Berlin eine Deutsch-Ukrainerin verhaftet, der Spionage für die Russische Föderation vorgeworfen wird. 

Die Verhaftung erfolgte demnach aufgrund eines Haftbefehls des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs vom 30. Dezember 2025 durch Beamte des Bundeskriminalamts. Zugleich wurden die Räumlichkeiten der Beschuldigten sowie von zwei weiteren, auf freiem Fuß befindlichen Beschuldigten im Landkreis Havelland (Brandenburg), im Landkreis Ahrweiler (Rheinland-Pfalz) und in München durchsucht. 

Die deutsch-ukrainische Staatsangehörige Ilona W. sei laut Bundesanwaltschaft dringend verdächtig, für einen Geheimdienst einer fremden Macht tätig gewesen zu sein (§ 99 Abs. 1 Nr. 1, Abs. 2 Satz 2 Nr. 2 StGB). Spätestens seit November 2023 habe sie Kontakt zur russischen Botschaft in Berlin unterhalten. Ihr Kontaktmann sei für einen russischen Geheimdienst tätig. Ihm habe die Beschuldigte bei diversen Gelegenheiten unter anderem Informationen mit Bezug zum Krieg zwischen der Russischen Föderation und der Ukraine gegeben. Dabei habe es sich um Hintergrundinformationen über Teilnehmer "hochkarätiger politischer Veranstaltungen" gehandelt sowie um Erkundigungen über Standorte der Rüstungsindustrie, Drohnentests und geplante Lieferungen von Drohnen an die Ukraine.

Für diese Zwecke soll Ilona W. auch mit ehemaligen Mitarbeitern aus dem Geschäftsbereich des Bundesministeriums der Verteidigung in Beziehung getreten sein, mit denen sie persönlich bekannt war. Bisweilen half die Beschuldigte ihrem Kontaktmann aus der russischen Botschaft dabei, unter Aliaspersonalien selbst politische Veranstaltungen in Berlin aufzusuchen.  

Die Beschuldigte wird dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt, der ihr den Haftbefehl eröffnen und über den Vollzug der Untersuchungshaft entscheiden wird.

Das vorliegende Verfahren, heißt es in der Pressemitteilung weiter, gehe auf Erkenntnismitteilungen des Bundesamtes für Verfassungsschutz und des Bundesamtes für den Militärischen Abschirmdienst zurück.

Mehr zum ThemaAuch Fehlen an Beweisen macht den Russen verdächtig – zum aktuellen Spionagewahn

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.