
Stromausfall: Berlins Bürgermeister ruft "Großschadenslage" aus – Schulen bleiben zu

Für die Bewohner des Berliner Südens startete das neue Jahr mit massiven Einschränkungen im Alltag. Nach dem mutwilligen Brandanschlag der linksextremistischen "Vulkangruppe" waren laut dem Stromanbieter seit dem vergangenen Samstag "rund 45.000 Haushalte und 2.200 Gewerbekunden" ohne Strom und teils ohne Warmwasser bei winterlichen Temperaturen um den Gefrierpunkt. Betroffene beklagen laut lokaler Medien die schleppende und verzögerte Hilfsorganisation seitens des Senats. Neben fehlender Heizwärme und Organisationsstress durch den andauernden Stromausfall müssen Tausende zudem zu Wochenbeginn die Kinderbetreuung durch die angekündigte Schließung der Schulen und Kindergärten in den betroffenen Stadtteilen Nikolassee, Zehlendorf, Wannsee und Lichterfelde organisieren.

Die primäre Kritik an dem Berliner CDU-Bürgermeister Kai Wegner manifestierte sich am vergangenen Wochenende in dessen Abwesenheit in den betroffenen Stadtteilen, wodurch er es versäumte, den Bürgern in der Notlage durch seine Präsenz Vertrauen in die Gewährung politischer Unterstützung zu vermitteln. Erst am Sonntag erfolgte zur Mittagszeit die X-Information:
"Berlin wird die Großschadenslage ausrufen. Wir werden damit noch heute die Koordinierung erneut straffen. Die Bundeswehr prüft derzeit ihre Unterstützungsleistung."
Berlin wird die Großschadenslage ausrufen. Wir werden damit noch heute die Koordinierung erneut straffen. Die Bundeswehr prüft derzeit ihre Unterstützungsleistung. pic.twitter.com/ckGvwooHeu
— Kai Wegner (@kaiwegner) January 4, 2026
In der "Abendschau" des rbb Fernsehens erklärte der CDU-Politiker zudem: "Das ist nicht nur eine Brandstiftung oder Sabotage. Das ist schon Terrorismus." Der Sender ergänzte in einer gestrigen Abendsendung:
"Berlins Innensenatorin Spranger hat wegen des Stromausfalls im Südwesten der Stadt die Großschadenslage ausgerufen. Damit kann besser Unterstützung zum Beispiel durch die Bundeswehr angefordert werden."
Der Regierende Bürgermeister @kaiwegner in der rbb-Abendschau zum Anschlag gegen das Stromnetz Berlin. Das ganze Interview könnt ihr euch hier anschauen: ➡️ https://t.co/67UieolIFFpic.twitter.com/8un1GkYN2W
— Senatskanzlei Berlin (@RegBerlin) January 4, 2026
Zum Status quo heißt es im Liveticker des Senders:
"Im Südwesten von Berlin ist am Samstagmorgen in weiten Teilen der Strom ausgefallen. In dem Gebiet sind aktuell noch rund 30.000 Haushalte und etwa 1.700 Gewerbekunden von der Energieversorgung abgeschnitten. Viele Schulen und Kitas bleiben zum Wochenbeginn zunächst geschlossen, zum Teil wurde eine Notbetreuung eingerichtet."
Laut Bezirksangaben müssen betroffene Eltern voraussichtlich bis Mittwoch die Betreuung improvisieren, da insgesamt 17 Schulen sowie diverse Kindergärten geschlossen bleiben. Wie die Berliner Bildungsverwaltung am Sonntag mitteilte, fällt an insgesamt 18 Schulen der Unterricht aus. An zwölf Schulen im Bezirk Steglitz-Zehlendorf soll eine Notbetreuung angeboten werden, hieß es weiter. Außerhalb der betroffenen Bezirke "würden Schulen in den kommenden Tagen 'Gastkinder' aufnehmen".
Bei dem verheerenden Anschlag waren "fünf 110.000-Volt-Hochspannungskabel und zehn sogenannte Mittelspannungskabel von jeweils 10.000 Volt zerstört worden". Der Berliner Tagesspiegel informiert am heutigen Morgen:
"Nach dem Anschlag auf die Stromversorgung in Berlin hat das Land NRW die Unterstützung mit Notstromgeräten für die Bundeshauptstadt angeboten. Das bestätigte das Innenministerium in Düsseldorf auf Anfrage. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hatte das Hilfsangebot im Gespräch mit der 'Abendschau' des RBB angenommen. Laut einem Sprecher geht es um bis zu 25 sogenannte Notstrom-Anhänger, die samt Personal nach Berlin gebracht werden sollen."
Die Webseite Stromnetz.de informiert zu Wochenbeginn:
"Aktuell sind noch gut 30.000 Haushalte und rund 1.700 Gewerbekunden in den Stadtteilen Nikolassee, Zehlendorf und Wannsee betroffen. Mit der Wiederversorgung aller Kund*innen wird am Donnerstagnachmittag, 08.01.2026, gerechnet."
Zur anvisierten Strategie der Schadensbehebung nach dem Anschlag berichtet die Berliner B.Z.:
"Am Sonntag begannen Mitarbeiter des Betreibers Stromnetz Berlin am Umspannwerk Argentinische Allee mit dem Aushub einer Grube, von der aus wieder Strom fließen soll. 'Derzeit sind drei Bagger im Einsatz, um eine 14 Meter lange und jeweils vier Meter breite und tiefe Grube zu graben', so Sprecher Henrik Beuster zu B.Z. Über dem Graben soll dann ein Zelt errichtet werden, um einen Kabel-Bypass zu legen."
Am Sonntag verteilten Polizisten am Anschlagsort Plakate mit der Bitte um Hinweise an die Bevölkerung. Der erneute Brandanschlag auf wichtige Infrastruktur, der jüngste Stromausfall im Berliner Südwesten und das Vorgehen der Behörden werden laut Medien diese Woche Thema im Berliner Abgeordnetenhaus.
Nach dem Anschlag hatte die Berliner Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) am Wochenende die Unterstützung des Bundes bei den Ermittlungen gefordert.
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