Deutschland

Jean-Pascal Hohm zum Vorsitzenden von "Generation Deutschland" gewählt

Der Cottbuser Jean-Pascal Hohm wurde fast einstimmig und ohne Gegenkandidaten zum Vorsitzenden von "Generation Deutschland" gewählt. In seiner Kandidatenrede ging der AfD-Politiker überraschend auf das Verhältnis zu Russland ein.
Jean-Pascal Hohm zum Vorsitzenden von "Generation Deutschland" gewähltQuelle: www.globallookpress.com

Bei der Gießener Versammlung zur Neu-Gründung der AfD-Parteijugend wurde der Cottbuser Jean-Pascal Hohm mit 90 Prozent zum Vorsitzenden von "Generation Deutschland" gewählt.

Der 28jährige ist seit 2014 in der Partei, leitete schon mit 17 Jahren die "Junge Alternative Brandenburg" und ist seit Oktober 2024 Abgeordneter im Brandenburger Landtag .

Hohm galt als Kandidat der Parteiführung, insbesondere der AfD-Co-Vorsitzenden Alice Weidel. Es gab keinen Gegenkandidaten. Auch auf Fragen an den Kandidaten verzichtete die Parteijugend. Die nahezu einhellige Wahl darf als Bemühen um Parteidisziplin und zugleich als Vertrauensbeweis gegenüber Hohm gewertet werden.

In seiner Kandidatenrede versuchte er, die innerparteilichen Lager zu vereinigen. Man dürfe nicht die Fehler der Vergangenheit machen und sich als AfD-Jugend-Organisation für innerparteiliche Machtkämpfe missbrauchen lassen. Damit spielte er auf die Junge Alternative an, die sich häufig in Opposition zur als behäbig aufgefassten Gesamtpartei betrachtete.

Auch auf den in der Partei schwelenden Konflikt der außenpolitischen Ausrichtung der möglicherweise zukünftigen Regierungspartei AfD ging Hohm ein. Bezüglich des Verhältnisses zu Russland beteuerte er: Weder Alice Weidel noch Tino Chrupalla noch sonst jemand im Raum sei ein Knecht Russlands oder sonst eines anderen Landes. Alle seien deutsche Patrioten, die den Interessen ihres Landes dienen wollten.

Hohm lieferte auch ein deutliches Bekenntnis zu den staatlichen Institutionen ab: "Generation Deutschland" sei die Stimme der jungen Deutschen, die trotz aller geopolitischen Verwerfungen bereit seien, ihren Dienst fürs Vaterland in Armee und Polizei zu leisten.

Auch Hohms Berufsleben stand bisher ganz im Zeichen des Engagements für seine Partei. Neben seiner Arbeit für die AfD gründete er eine Agentur für Mediengestaltung. Eine Ausbildung oder einen abgeschlossenen Studienabschluss kann er nicht vorweisen, sehr wohl jedoch Berufserfahrung als Fraktionsmitarbeiter und beim Bundestagsabgeordneten René Springer.

Viele AfD-Abgeordnete, einschließlich Parteicheichefin Alice Weidel beglückwünschten dem Jungpolitker zu seinem neuen Amt. MdB Rainer Rothfuß schrieb auf sozialen Medien: "Auf gute Zusammenarbeit mit der AfD für das Ziel eines neuen Aufbruchs für Deutschland!". Ähnlich äußerte sich auch der bayerische Bundestagsabgeordnete Staphan Proschkla auf Telegram und postete ein gemeinsames Bild mit Hohm. 

Einige Politbeobachter merken an, dass der neue Vorsitzende unter frenetischen Applaus und Rufen "Hohm, Hohm, Hohm" gewählt wurde. Auch sein unaufgefordertes Dementi zum vermeintlichen Vasallenverhältnis zu Russland war aufgefallen. Inwieweit dieses Grüßen des Gesslerhutes ein Kotau vor der Stimmungslage im Land ist oder ob dies seine wahre Positionen in Sachen Russland- und Friedenspolitik  wiederspiegelt, muss sich noch zeigen.

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